Clobegalen Lösung bei Haarausfall: Anwendung und wichtige Hinweise

Clobetasol ist ein stark wirksames Glukokortikoid ("Kortison"). Mediziner setzen es äußerlich bei entzündlichen Hauterkrankungen ein, zum Beispiel als Salbe. Korrekt angewendet ist Clobetasol gut verträglich. Wenn man es aber zu lange oder falsch anwendet, entwickeln sich leicht Nebenwirkungen. Erfahren Sie mehr über Clobetasol, seine Darreichungsformen, Anwendung und Nebenwirkungen!

Was ist Clobetasolpropionat?

Clobetasolpropionat ist ein sehr stark wirksames Glukokortikoid, umgangssprachlich "Kortison", das u.a. als Creme, Salbe, Schaum oder Shampoo bei verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt wird. Glukokortikoide, darunter Clobetasolpropionat, sind häufig die erste Wahl bei Ekzemen, Entzündungen und allergischen Reaktionen der Haut, da sie Rötungen und Juckreiz schnell lindern. Bei korrekter und vorübergehender Anwendung sind sie zudem gut verträglich. Kortison ist in unterschiedlichen Wirkstärken verfügbar. Clobetasolpropionat hat eine der stärksten Wirkungen aus dieser Stoffklasse.

Wirkungsweise von Clobetasolpropionat

Alle Glukokortikoide, darunter Clobetasolpropionat, wirken antientzündlich (antiinflammatorisch), antiallergisch und juckreizlindernd. Sie hemmen Entzündungen, indem sie die Funktion von Immunzellen und Botenstoffen unterdrücken und so die Ausbreitung der Entzündung verhindern.

Anwendungsgebiete von Clobetasol

Mediziner verordnen lokale Glukokortikoide wie Clobetasol bei einer Vielzahl unterschiedlicher Hauterkrankungen. Dazu zählen unter anderem:

  • Atopische Dermatitis (Neurodermitis)
  • Kontaktdermatitis
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Lichen ruber (Knötchenflechte)

Auch bei Lupus erythematodes kann Clobetasol angewendet werden. Diese Autoimmunerkrankung beschränkt sich meist auf die Haut, kann aber auch innere Organe in Mitleidenschaft ziehen.

Anwendung und Dosierung

Clobetasolpropionat ist als Creme, Salbe, Schaum oder Shampoo in einer Konzentration von 0,05 % erhältlich. Die Anwendung als Shampoo oder Schaum ist besonders bei Entzündungen und Erkrankungen der Kopfhaut gut geeignet. Es sollte 1-2x täglich über einen Zeitraum von max. 2-3 Wochen dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden.

Danach sollte die Behandlung ausgeschlichen werden, d.h. die Dosierung und Häufigkeit werden schrittweise reduziert. Dies kann z.B. so aussehen, dass die Creme 1x täglich für 7-10 Tage und anschließend alle 2 Tage 1x täglich für 4 Tage verwendet wird. Wichtig ist, dass die Behandlung auf keinen Fall plötzlich beendet wird, da es sonst zu einem Aufflammen der Entzündungsreaktion kommen kann (ähnlich einem Jojo-Effekt).

Was hilft gegen krankhaften Haarausfall? | Fit & gesund

Wichtige Hinweise zur Anwendung

  • Die Therapie mit Clobetasolpropionat sollte max. 2-3 Wochen andauern und nicht längerfristig durchgeführt werden.
  • Wichtig ist, dass die Therapie mit Clobetasolpropionat auf keinen Fall plötzlich beendet, sondern die Häufigkeit der Anwendung langsam verringert wird.

Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Clobetasol darf man im Allgemeinen in folgenden Fällen nicht anwenden:

  • wenn man überempfindlich oder allergisch auf den Wirkstoff oder einen der anderen Bestandteile des Medikaments reagiert
  • auf entzündeter Haut im Gesicht (Gesichtsdermatitis)
  • bei Akne vulgaris
  • bei ausgedehnter Schuppenflechte (Psoriasis)
  • bei Virus-Infektionen der Haut, z.B. Herpes simplex (wie Lippenherpes, Genitalherpes), Windpocken, Gürtelrose
  • im Intimbereich (etwa gegen Juckreiz im Genital- oder Analbereich)
  • bei Säuglingen und Kleinkindern unter drei Jahren (Salbe, Creme, Lösung) beziehungsweise unter zwei Jahren (Schaum, Shampoo)

Clobetasolpropionat sollte, außer bei ausdrücklicher ärztlicher Empfehlung, nicht im Gesichtsbereich verwendet werden. Bei perioraler Dermatitis, Akne vulgaris, Rosacea, und Hautverdünnung (Hautatrophie) ist Clobetasolpropionat nicht geeignet.

Bei bakteriellen, viralen, aber auch Pilz-Infektionen, z.B. Herpes, Windpocken (Varizellen), Warzen oder Syphilis, sollte Clobetasolpropionat ebenfalls nicht gebraucht bzw. abgesetzt werden.

Clobetasolpropionat in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.

Clobetasol in der Schwangerschaft und Stillzeit

Clobetasol darf prinzipiell in allen Phasen der Schwangerschaft und Stillzeit lokal angewendet werden - unter der Voraussetzung, dass der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin zuvor sorgfältig den individuellen Nutzen und die möglichen Risiken für Mutter und Kind gegeneinander abgewogen hat.

Tragen Sie Clobetasol während der Stillzeit nicht auf Ihre Brüste auf. Sonst könnte Ihr Kind beim Trinken an der Brust den Wirkstoff direkt über den Mund aufnehmen. Man erhält sie in Apotheken also nur mit einem ärztlichen Rezept.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen von Clobetasol umfassen lokale Hautreaktionen. Auf den behandelten Stellen treten etwa ein Brennen, Juckreiz und Schmerzen auf.

Wer Clobetasol unsachgemäß oder zu lange anwendet, riskiert Hautveränderungen: Die Haut wird dünner (Atrophie), es bilden sich streifenförmige Strukturen (Striae) und sichtbare Blutgefäße (Teleangiektasien).

Die folgenden örtlichen Nebenwirkungen können unter der Therapie mit dem Arzneimittel auftreten:Hautreizungen (Rötung, Brennen, Austrocknung), Follikulitis (Entzündung der Haarbälge), Ekchymosen (Blutergüsse), Hypertrichose (vermehrte Körperbehaarung), Milien (Hautgrieß), Kontaktekzeme auf den Wirkstoff oder die Grundlage, Striae distensae, Hautatrophie (Hautverdünnung), Teleangiektasien, rosacea-artige (periorale) Dermatitis, Steroidakne.

Mögliche systemische Nebenwirkungen

Die systemische Aufnahme äußerlich angewandter Corticosteroide kann zu meist umkehrbarer Hemmung der Nebennierenrindenfunktion, Cushing Syndrom (Schwellungen, Vollmondgesicht, Stammfettsucht als Zeichen eines erhöhten Cortisonspiegels im Blut), Erhöhung des Blutzuckerspiegels und zu Zucker im Urin führen. Auch unumkehrbare Formen einer Hemmung der Nebennierenrinde wurden selten unter der Clobetasolpropionat-Therapie beobachtet.

Augenerkrankungen

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): verschwommenes Sehen.

Gelegentlich kann es durch die Therapie der Schuppenflechte mit Corticosteroiden oder durch deren Absetzen zu einer Verschlimmerung der Erkrankung oder Entwicklung einer mit Bläschen einhergehenden Verlaufsform kommen. Deswegen ist eine engmaschige ärztliche Kontrolle erforderlich.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Wann sollte man Clobetasol nicht anwenden?

Clobetasol darf man im Allgemeinen in folgenden Fällen nicht anwenden:

  • wenn man überempfindlich oder allergisch auf den Wirkstoff oder einen der anderen Bestandteile des Medikaments reagiert
  • auf entzündeter Haut im Gesicht (Gesichtsdermatitis)
  • bei Akne vulgaris
  • bei ausgedehnter Schuppenflechte (Psoriasis)
  • bei Virus-Infektionen der Haut, z.B. Herpes simplex (wie Lippenherpes, Genitalherpes), Windpocken, Gürtelrose
  • im Intimbereich (etwa gegen Juckreiz im Genital- oder Analbereich)
  • bei Säuglingen und Kleinkindern unter drei Jahren (Salbe, Creme, Lösung) beziehungsweise unter zwei Jahren (Schaum, Shampoo)

Clobetasol bei Kindern und Jugendlichen: Was ist zu beachten?

Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren dürfen in Deutschland nur in Ausnahmefällen und für wenige Tage mit Clobetasol-haltigen Medikamenten behandelt werden. Das Gleiche gilt in Österreich für die Altersgruppe der Zwei- bis Zwölfjährigen und in der Schweiz für die Zwei- bis 18-Jährigen.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Aspekt Information
Wirkstoff Clobetasolpropionat
Wirkung Entzündungshemmend, antiallergisch, juckreizlindernd
Anwendungsgebiete Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis, Kontaktdermatitis
Darreichungsformen Creme, Salbe, Lösung, Schaum, Shampoo
Dosierung 1-2x täglich dünn auftragen, max. 2-3 Wochen
Gegenanzeigen Überempfindlichkeit, Hautinfektionen, Akne, Rosacea
Nebenwirkungen Hautreizungen, Hautverdünnung, Striae
Schwangerschaft & Stillzeit Nur nach ärztlicher Rücksprache

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