Clobetasol ist ein stark wirksames Glukokortikoid ("Kortison"). Mediziner setzen es äußerlich bei entzündlichen Hauterkrankungen ein, zum Beispiel als Salbe. Korrekt angewendet ist Clobetasol gut verträglich. Wenn man es aber zu lange oder falsch anwendet, entwickeln sich leicht Nebenwirkungen. Erfahren Sie mehr über Clobetasol, seine Darreichungsformen, Anwendung und Nebenwirkungen!
Clobetasolpropionat ist ein sehr stark wirksames Glukokortikoid, umgangssprachlich "Kortison", das u.a. als Creme, Salbe, Schaum oder Shampoo bei verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt wird. Glukokortikoide, darunter Clobetasolpropionat, sind häufig die erste Wahl bei Ekzemen, Entzündungen und allergischen Reaktionen der Haut, da sie Rötungen und Juckreiz schnell lindern. Bei korrekter und vorübergehender Anwendung sind sie zudem gut verträglich. Kortison ist in unterschiedlichen Wirkstärken verfügbar. Clobetasolpropionat hat eine der stärksten Wirkungen aus dieser Stoffklasse.
Alle Glukokortikoide, darunter Clobetasolpropionat, wirken antientzündlich (antiinflammatorisch), antiallergisch und juckreizlindernd. Sie hemmen Entzündungen, indem sie die Funktion von Immunzellen und Botenstoffen unterdrücken und so die Ausbreitung der Entzündung verhindern.
Mediziner verordnen lokale Glukokortikoide wie Clobetasol bei einer Vielzahl unterschiedlicher Hauterkrankungen. Dazu zählen unter anderem:
Auch bei Lupus erythematodes kann Clobetasol angewendet werden. Diese Autoimmunerkrankung beschränkt sich meist auf die Haut, kann aber auch innere Organe in Mitleidenschaft ziehen.
Clobetasolpropionat ist als Creme, Salbe, Schaum oder Shampoo in einer Konzentration von 0,05 % erhältlich. Die Anwendung als Shampoo oder Schaum ist besonders bei Entzündungen und Erkrankungen der Kopfhaut gut geeignet. Es sollte 1-2x täglich über einen Zeitraum von max. 2-3 Wochen dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden.
Danach sollte die Behandlung ausgeschlichen werden, d.h. die Dosierung und Häufigkeit werden schrittweise reduziert. Dies kann z.B. so aussehen, dass die Creme 1x täglich für 7-10 Tage und anschließend alle 2 Tage 1x täglich für 4 Tage verwendet wird. Wichtig ist, dass die Behandlung auf keinen Fall plötzlich beendet wird, da es sonst zu einem Aufflammen der Entzündungsreaktion kommen kann (ähnlich einem Jojo-Effekt).
Clobetasol darf man im Allgemeinen in folgenden Fällen nicht anwenden:
Clobetasolpropionat sollte, außer bei ausdrücklicher ärztlicher Empfehlung, nicht im Gesichtsbereich verwendet werden. Bei perioraler Dermatitis, Akne vulgaris, Rosacea, und Hautverdünnung (Hautatrophie) ist Clobetasolpropionat nicht geeignet.
Bei bakteriellen, viralen, aber auch Pilz-Infektionen, z.B. Herpes, Windpocken (Varizellen), Warzen oder Syphilis, sollte Clobetasolpropionat ebenfalls nicht gebraucht bzw. abgesetzt werden.
Clobetasolpropionat in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.
Clobetasol darf prinzipiell in allen Phasen der Schwangerschaft und Stillzeit lokal angewendet werden - unter der Voraussetzung, dass der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin zuvor sorgfältig den individuellen Nutzen und die möglichen Risiken für Mutter und Kind gegeneinander abgewogen hat.
Tragen Sie Clobetasol während der Stillzeit nicht auf Ihre Brüste auf. Sonst könnte Ihr Kind beim Trinken an der Brust den Wirkstoff direkt über den Mund aufnehmen. Man erhält sie in Apotheken also nur mit einem ärztlichen Rezept.
Häufige Nebenwirkungen von Clobetasol umfassen lokale Hautreaktionen. Auf den behandelten Stellen treten etwa ein Brennen, Juckreiz und Schmerzen auf.
Wer Clobetasol unsachgemäß oder zu lange anwendet, riskiert Hautveränderungen: Die Haut wird dünner (Atrophie), es bilden sich streifenförmige Strukturen (Striae) und sichtbare Blutgefäße (Teleangiektasien).
Die folgenden örtlichen Nebenwirkungen können unter der Therapie mit dem Arzneimittel auftreten:Hautreizungen (Rötung, Brennen, Austrocknung), Follikulitis (Entzündung der Haarbälge), Ekchymosen (Blutergüsse), Hypertrichose (vermehrte Körperbehaarung), Milien (Hautgrieß), Kontaktekzeme auf den Wirkstoff oder die Grundlage, Striae distensae, Hautatrophie (Hautverdünnung), Teleangiektasien, rosacea-artige (periorale) Dermatitis, Steroidakne.
Die systemische Aufnahme äußerlich angewandter Corticosteroide kann zu meist umkehrbarer Hemmung der Nebennierenrindenfunktion, Cushing Syndrom (Schwellungen, Vollmondgesicht, Stammfettsucht als Zeichen eines erhöhten Cortisonspiegels im Blut), Erhöhung des Blutzuckerspiegels und zu Zucker im Urin führen. Auch unumkehrbare Formen einer Hemmung der Nebennierenrinde wurden selten unter der Clobetasolpropionat-Therapie beobachtet.
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): verschwommenes Sehen.
Gelegentlich kann es durch die Therapie der Schuppenflechte mit Corticosteroiden oder durch deren Absetzen zu einer Verschlimmerung der Erkrankung oder Entwicklung einer mit Bläschen einhergehenden Verlaufsform kommen. Deswegen ist eine engmaschige ärztliche Kontrolle erforderlich.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Clobetasol darf man im Allgemeinen in folgenden Fällen nicht anwenden:
Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren dürfen in Deutschland nur in Ausnahmefällen und für wenige Tage mit Clobetasol-haltigen Medikamenten behandelt werden. Das Gleiche gilt in Österreich für die Altersgruppe der Zwei- bis Zwölfjährigen und in der Schweiz für die Zwei- bis 18-Jährigen.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Wirkstoff | Clobetasolpropionat |
| Wirkung | Entzündungshemmend, antiallergisch, juckreizlindernd |
| Anwendungsgebiete | Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis, Kontaktdermatitis |
| Darreichungsformen | Creme, Salbe, Lösung, Schaum, Shampoo |
| Dosierung | 1-2x täglich dünn auftragen, max. 2-3 Wochen |
| Gegenanzeigen | Überempfindlichkeit, Hautinfektionen, Akne, Rosacea |
| Nebenwirkungen | Hautreizungen, Hautverdünnung, Striae |
| Schwangerschaft & Stillzeit | Nur nach ärztlicher Rücksprache |
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