Die Preise für Friseurdienstleistungen in Deutschland sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Für Verbraucher stellt sich daher die Frage, wie sie den besten Preis für ihren Haarschnitt finden können, ohne auf Qualität verzichten zu müssen. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Vergleich der Friseurpreise in verschiedenen Städten und beleuchtet die Faktoren, die die Kosten beeinflussen.
Die Preisspanne für einen Haarschnitt in Deutschland ist groß und wächst weiter. Laut einer Umfrage des Friseur- und Kosmetikverbands NRW zahlen Frauen für Waschen, Schneiden und Föhnen im Schnitt gut 54 Euro, Männer 33 Euro. Ein einfacher Haarschnitt ist günstiger, während Strähnen und Färben besonders teuer geworden sind.
Eine YouGov-Umfrage zeigt, dass 28 Prozent der Menschen in Deutschland in der Regel 15 bis 29 Euro beim Friseur ausgeben, 20 Prozent geben 30 bis 49 Euro aus, und 14 Prozent mehr. 8 Prozent kommen mit weniger als 15 Euro aus, während 26 Prozent gar kein Geld für einen Haarschnitt ausgeben.
Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks führt die höheren Preise vor allem auf gestiegene Personalkosten, teurere Energie und Materialien sowie auf die allgemeine Inflation zurück. Auch der andauernde Fachkräftemangel mache vielen Betrieben zu schaffen. Viele Friseurbetriebe spüren die Preissensibilität der Verbraucher.
Verbandsvertreter Stein sagt: „Kundinnen und Kunden halten sich weiterhin mit Ausgaben zurück, was die Auslastung vieler Salons drückt.“ Der Umsatz sei zuletzt nur noch gestiegen, weil die Preise angehoben wurden. Auch die Folgen der Corona-Pandemie sind weiter zu spüren. Während der Pandemie waren Friseursalons zeitweise geschlossen. Viele Haushalte haben sich in dieser Zeit Haarschneider zugelegt.
Der Friseur-Index des Beauty- und Lifestyle-Magazins Stylebook hat Friseursalons verglichen und herausgefunden, wie stark die Preise in unterschiedlichen Städten variieren. Die Kosten sind natürlich abhängig von Länge und Styling-Wunsch, deshalb wurden hierbei 29 Frauen mit mittellangen Haaren für den klassischen „Waschen, Schneiden, Föhnen (WSF“-Besuch in unterschiedliche Salons in ganz Deutschland geschickt. Die Unterschiede sind enorm!
Wenig überraschend steht München auf Platz eins der teuersten Haarschnitte, kurz dahinter Stuttgart und Frankfurt am Main. In der bayerischen Hauptstadt kostet für mittellange Haare „Waschen, Schneiden, Föhnen” rund 70 Euro und aufwärts. Es wurde festgestellt, dass in den einkommensstarken und großen Städten die Preise am höchsten sind.
Im Mittelfeld der Preiseliste kostet ein Friseurbesuch für mittellange Haare zwischen 50 Euro und 60 Euro. Auffällig hierbei ist, dass es sich größtenteils um nördlich gelegene Städte handelt. Je nördlicher, desto günstiger.
Auf den letzten Plätzen befinden sich vor allem Städte im Südwesten und Osten der Republik. Der Gewinner ist die Stadt Ludwigshafen am Rhein, in der Sie einen WSF-Besuch für ungefähr 40 Euro bekommen. Ein Blick auf die Ergebnisse zeigt, dass zwischen dem Erst- und Letztplatzierten mehr als 30 Euro Differenz liegen - und nicht zu vergessen: Kleinstädte auf dem Land wurden in dieser Auswertung gar nicht betrachtet.
Der Friseur-Index zeigt, wo Haare schneiden am meisten kostet. Stylebook hat es sich zur Aufgabe gemacht, Friseursalons zu vergleichen und herauszufinden, wie stark die Preise in unterschiedlichen Städten variieren.
Klassische Friseursalons erhalten zunehmend Konkurrenz von Barbershops. Sie haben sich vor allem im urbanen Raum etabliert und bieten Haarschnitte oft günstiger an. „10 Euro, 12 Euro: Die würfeln ihre Preise, glaube ich manchmal“, sagt Mike Engels, Vorstandsmitglied beim Friseur- und Kosmetikverband NRW. „An vielen Orten, an denen klassische Salons schließen, öffnet danach ein Barbershop.“
Barbershops sind eigentlich auf Haarschnitte und Bartpflege für Männer spezialisiert. Stein beobachtet den Boom bei Barbershops mit Skepsis: „Barber ist nicht gleich Barber, aber wir sehen hier verstärkt Dumping-Preise. Das ist ein unfairer Wettbewerb. Damit kann ein Betrieb nicht kostendeckend arbeiten.“ Wie qualifiziert die Mitarbeiter in diesen Salons seien, spiele oft keine Rolle. Mit einer normalen Friseurausbildung sei dies nicht vergleichbar.
Immer billigere Haarschnitte - das gehe nur, wenn ein Betrieb seine Angestellten schlecht bezahle oder illegal beschäftige, sagt Bobovecki. Sie hat sich der Initiative „Fairer Salon“ angeschlossen; nach eigenen Angaben eine Wertegemeinschaft von Friseuren, die sich für ehrliche Preise und gegen Schwarzarbeit engagieren.
Stein schätzt, dass in der Friseurbranche ein Viertel des bundesweiten Nettoumsatzes - rund 1,5 Milliarden Euro - nicht versteuert werde. Die Ursachen erklärt er sich durch die „kleinteilige Struktur“ der Branche. „Es geht relativ schnell und einfach, sich im Friseurhandwerk als Unternehmer zu etablieren“, sagt Stein. Für eine Neueröffnung brauche es vergleichsweise wenig Startkapital und Ausstattung.
In den letzten Jahren sind die Preise für Haarschnitte in Deutschland stark angestiegen, was viele Menschen dazu bringt, nach Möglichkeiten zu suchen, um Geld zu sparen. Eine weitere Möglichkeit, beim Haarschnitt zu sparen, ist die Nutzung von Ausbildungsfriseuren. Viele Friseurschulen bieten die Möglichkeit, sich von angehenden Friseuren zu einem reduzierten Preis frisieren zu lassen. Diese Praktikanten werden von erfahrenen Fachleuten beaufsichtigt, sodass die Qualität der Arbeit in der Regel hoch bleibt. Zudem lohnt es sich, die verschiedenen Preismodelle der Salons zu vergleichen und nach saisonalen Aktionen Ausschau zu halten.
Um langfristige Verbesserungen zu erreichen, sind behördliche Kontrollen jedoch nur ein Baustein. Ortlieb und Stein sehen auch die Kundinnen und Kunden in der Verantwortung. „Ohne deren Sensibilisierung wird es keine Veränderung geben“, sagt Stein, die Menschen müssten bereit sein, einen angemessenen Preis für ihren Haarschnitt zu zahlen.
Die Münchner Friseurmeisterin Bobovecki hat dazu eine einfache Faustregel: „Ein Euro pro Minute muss beim Besuch mindestens berechnet werden.“ Je nach Standort und Größe des Ladens könne es auch mehr sein. Ein Herrenhaarschnitt in ihrem Salon „Indiras Top-Hair“ in Sendling koste 40 Euro, sagt Bobovecki.
Um langfristige Verbesserungen zu erreichen, sind behördliche Kontrollen jedoch nur ein Baustein. Ortlieb und Stein sehen auch die Kundinnen und Kunden in der Verantwortung. „Ohne deren Sensibilisierung wird es keine Veränderung geben“, sagt Stein, die Menschen müssten bereit sein, einen angemessenen Preis für ihren Haarschnitt zu zahlen.
Der Vergleich der Friseurpreise in verschiedenen Städten zeigt deutlich, wie regional unterschiedliche Lebenshaltungskosten und Wettbewerbsbedingungen die Preisgestaltung beeinflussen. Diese Erkenntnis ermöglicht es Verbrauchern, informierte Entscheidungen zu treffen und die besten Angebote zu nutzen, während Friseure durch transparente Preisstrukturen Vertrauen aufbauen können.
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