Cimicifuga gegen Haarausfall: Eine natürliche Lösung?

Haarausfall ist ein Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft und oft mit einem verminderten Selbstwertgefühl einhergeht.

Das ultimative, natürliche Mittel gegen Haarausfall? Ein Selbstversuch!

Während die Lifestyle-Branche zahlreiche Produkte zur Behandlung von Haarausfall anbietet, hat die Forschung nach wirksamen Lösungen zu vielversprechenden Ergebnissen geführt. Eine davon ist die Verwendung von Cimicifuga Racemosa, auch bekannt als Traubensilberkerze.

Was ist Cimicifuga Racemosa?

Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist auch unter den Namen Schlangenwurzel, Christophskraut, Klapperschlangenkraut, Schwindsuchtwurzel, Schwarzwurz, Wanzenkraut und Frauenkraut bekannt. In ihrer Heimat, den schattigen, feuchten und kühlen Laubwäldern im Osten Kanadas und der USA, ist sie als Squaw Root bekannt.

Die Pflanze hat sich als wirksames Hausmittel erwiesen, insbesondere zur Linderung von Beschwerden bei Menstruation und Menopause, was ihr den Beinamen Frauenkraut einbrachte. Ihr positiver Effekt auf den Östrogenstoffwechsel wirkt sich auch auf das Haarwachstum aus.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirkung von Cimicifuga bei Haarausfall

Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben einen therapeutischen Durchbruch gegen Kahlköpfigkeit gemeldet. Die Dermatologische Klinik hat im Rahmen einiger größerer Forschungsprojekte am Kompetenzzentrum für Medizintechnik Ruhr die Möglichkeit entwickelt, das Haarwachstum nicht invasiv sehr exakt zu quantifizieren. Die Forscher untersuchten Extrakte der Traubensilberkerze (Cimicifuga Racemosa), eine schon länger bekannte Heilpflanze, die bereits seit einigen Jahren wegen ihrer östrogenartigen Wirkung bei Frauen in der Menopause verwendet wird.

Eine Studie der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität (Direktor Prof. Dr. Peter Altmeyer) liefert den Beweis dafür, dass Cimicifuga Racemosa gegen androgenetischen Haarausfall hilft. Die Forscher nutzten dafür das System microDERM®, das sie gemeinsam mit der Firma ZN Visiomed AG entwickelt haben. Eine neue Software erlaubt es, das Haarwachstum schmerzfrei und nicht invasiv anhand digitaler Bilder sehr exakt zu bestimmen.

Der Wirkstoff Cimicifuga Racemosa kann sowohl die Anzahl der im Wachstum befindlichen Haare (anagen) erhöhen als auch die der im Ausfall befindlichen Haare (telogen) senken. Außerdem konnte er die Haardicke geringfügig verbessern.

Gezeigt wurde vor allem, dass bei männlichen Probanden mit anlagebedingter Haarausfall, aber auch bei Frauen mit hormoneller Balanceverschiebung in den Wechseljahren eine signifikante Besserung eintrat.

Ergebnisse der Studie im Detail

Die Ergebnisse der Pilotstudie, die über einen Zeitraum von einem halben Jahr mit 20 Personen durchgeführt wurde, zeigten:

  • Erhöhung der Anzahl wachsender Haare
  • Reduzierung der Anzahl ausfallender Haare
  • Zunahme der Haardicke

"Dass alle drei Parameter deutlich waren, ist ein erstaunliches Ergebnis", so Klaus Hoffmann von der Dermatologischen Universitätsklinik der RUB.

Die Bochumer Forscher untersuchten Extrakte der Traubensilberkerze (Cimicifuga Racemosa), eine schon länger bekannte Heilpflanze, die bereits seit einigen Jahren wegen ihrer östrogenartigen Wirkung bei Frauen in der Menopause verwendet wird. "In einer ersten Studie gingen wir grundlegend der Frage nach, inwieweit das Präparat aufgrund der in ihm enthaltenen östrogenartigen Substanzen insbesondere bei androgen bedingten Formen des Haarausfalls Wirkung zeigt", erklärte der Leitende Oberarzt der Bochumer Klinik, Dr. Klaus Hoffmann.

Dabei konnte man vor allem bei männlichen Probanden (anlagebedingtes Ausfallen der Haare), aber auch bei Frauen im Klimakterium (hormonelle Balance-Verschiebungen, Überschuss an Androgenen) deutliche, signifikante Besserungen erkennen.

Fazit: Bei männlichen und weiblichen Probanden, die schon seit längerem Haarausfall beklagten, kam es zu signifikanten Verbesserungen von Haardichte und Haarqualität - gerade in Fällen androgenetischen Haarausfalls.

Wie wirkt Cimicifuga?

Die Wirksamkeit beruht nach ersten Erkenntnissen auf einem östrogenartigen Effekt. Die in der Wurzel enthaltenen Verbindungen Actein und Cimicifugosid haben eine östrogenähnliche Wirkung. Wurzelextrakte beeinflussen die Temperaturregulation des menschlichen Körpers und sollen so Frauen in den Wechseljahren unterstützen. Actein wirkt darüber hinaus auch gefäßerweiternd.

Der Wirkmechanismus, der den östrogenartigen Effekt hervorruft, sei noch nicht bekannt. Sicher sei aber, dass diese Pflanzenöstrogene nicht an die bekannten Östrogenrezeptoren binden. Der Nachweis der Wirkung auf den Haarwuchs sei "spannend" und lohne sich für weitere Untersuchungen, sagt Jarry.

Anwendungsgebiete von Cimicifuga-haltigen Produkten

Ein Beispiel für ein Produkt, das Cimicifuga enthält, ist CiMi® Dermatologisches Haartonikum. CiMi® ist ein dermakosmetisches Haartonikum, das den Haarausfall an der Wurzel bekämpft. Häufige Ursache des Haarausfalls ist die Unterversorgung der Haarwurzel mit zelleigener Energie, dem Adenosintriphosphat - kurz ATP genannt.

CiMi® enthält eine spezielle Wirkstoffkombination mit Cimicifuga-Extrakt (Bio-Hormon), Aloe Vera, Brennnessel-Extrakt und einem Vitaminkomplex, durch die das dringend notwendige ATP entsteht.

Methoden zur Analyse des Haarwachstums

Die Dermatologische Klinik der Ruhr-Universität Bochum verwendet das System microDERM®, um das Haarwachstum nicht invasiv und schmerzfrei zu analysieren. Für die erste Aufnahme werden die Haare an der gewünschten Stelle auf einer Fläche von max. 2 cm² auf 1 mm Länge gekürzt. Die microDERM®-Kamera nimmt dann die Fläche mit einer standardisierten Vergrößerung auf. Nach ca. zwei Tagen wird der gleiche Bereich nochmals mit identischen Abbildungseinstellungen für die Verlaufskontrolle gespeichert.

Parameter Beschreibung
Haardichte Anzahl der Haare pro Fläche
Haardicke Durchmesser der einzelnen Haare
Anagenphase Wachstumsphase der Haare
Telogenphase Ruhephase der Haare

Die Software microDERM®hair analysiert das Haarwachstum und zeigt innerhalb von Sekunden anschauliche und exakte Grafiken zu den gemessenen Haareigenschaften. Das gesunde Verhältnis von Kopfhaaren im Wachstum und in der Ruhephase liegt bei 80:20.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Cimicifuga Racemosa eine vielversprechende natürliche Option zur Behandlung von Haarausfall, insbesondere bei hormonell bedingten Formen, darstellt. Weitere Forschung ist jedoch erforderlich, um die genauen Wirkmechanismen und die langfristige Wirksamkeit zu verstehen.

tags: #cimicifuga #gegen #haarausfall

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen