Damenrasierer im Test: So finden Sie den Besten für Ihre Bedürfnisse

Rasieren, Waxen, Enthaarungscreme, Epilieren, Lasern/IPL oder Sugaring - wir Damen haben die Qual der Wahl, wie wir uns von unnötigen Körperhaaren trennen wollen. Doch so unterschiedlich der individuelle Haarwuchs ist, so breit gefächert sind auch die verschiedenen Modelle von Damenrasierern. Mit den Frühlingstemperaturen steigt auch die Anzahl nackter Beine - und der Druck auf die Damenwelt, sie haarfrei zu halten. Doch was macht einen guten Damenrasierer aus? Stiftung Warentest ließ 20 Modelle von 50 Frauen aller Altersklassen prüfen. Neben den Beinen wurde auch die Rasur an den Achseln und der Bikinizone bewertet.

Welcher Damenrasierer ist der beste? Glatte Beine ohne Irritationen oder Schnitte - das ist der Anspruch an einen guten Damenrasierer. Stiftung Warentest hat nun 20 Modelle geprüft. Besonders die Systemrasierer mit Wechselklinge konnten im Test überzeugen. Zwar schnitten auch bei den Einwegrasierern drei "gut" ab, der beste dieser Modelle konnte aber gerademal mit dem schlechtesten Wechselrasierer mithalten. Das liegt auch daran, dass sich die Systemrasierer mit ihren flexiblen Schwingköpfen besser an die Rundungen der Beine anpassen, so Warentest. Ein weiteres Plus der System-Modelle: Es entsteht schlicht weniger Müll.

Im Folgenden werden verschiedene Rasierertypen und Modelle vorgestellt, um Ihnen die Wahl zu erleichtern.

Systemrasierer im Detail

Systemrasierer sehen erstmal alle gleich aus? Das täuscht. Ob die Anzahl der Schneiden (erhältlich sind Modelle mit zwei bis sechs Klingen) im Klingenblock, ob mit Gelkissen, Gleitring/-streifen oder ohne sowie das Material des Handstücks - die Auswahl ist groß. Nicht zuletzt gibt es neben dem Anschaffungspreis auch ein großes Gefälle bei den Kosten für die Wechselklingen. Von unter einem Euro bis knapp vier Euro für eine neue Klinge ist alles möglich.

Gilette Venus Comfortglide Spa Breeze

Gilette Venus Comfortglide Spa Breeze

Während manche Produktnamen nach viel mehr klingen, als sie es in der Praxis tatsächlich sind, ist das beim Gilette Venus Comfortglide Spa Breeze anders: Hier können wir ganz klar bestätigen, dass bei der Anwendung ein komfortables Gleiten der Rasierklinge absolut möglich ist. Das liegt an zwei besonderen Eigenschaften dieses Testkandidaten. Die Gelkissen, eine Art Körperbutter mit ätherischen Ölen, sorgen für mehr Gleitfähigkeit und Komfort. Und das ist deutlich spürbar - sehr angenehm. Aber nicht nur das: Wir wissen nicht, wie oft im Entwicklungslabor am perfekten Winkel experimentiert wurde, aber der Handgriff hat die beste Ergonomie in unserem Test.

Unser Testsieger hat zwar »nur« drei Klingen, rasiert aber genauso gründlich wie die Modelle mit noch mehr Klingen. Das Handstück besteht zu 30 % aus recyceltem Plastik. Der Softgrip in Form einer gummierten Oberfläche mit Rillen ermöglicht eine gute Griffigkeit. Durch die beiden Gelkissen muss auch hier auf die richtige Lagerung geachtet werden, sonst klebt der Rasierkopf an der Oberfläche. Auch bei Stiftung Warentest (05/2020) landete der Gilette Venus Comfortglide Spa Breeze weit vorn und bekam im Testspiegel die Note 1,6 mit dem Qualitätsurteil »Gut«. Besonders punkten konnte er in den Kategorien Rasur, Hautschonung und Handhabung.

Gilette Venus Deluxe Smooth Swirl

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Gilette Venus Deluxe Smooth Swirl

Nassrasierer sehen irgendwie alle gleich aus? Nich so beim Gilette Venus Deluxe Smooth Swirl. Hier fiel uns sofort die silberne Kugel im Handstück auf. Die dient aber nicht nur der Optik: Durch das Flexi-Ball-System, wie es der Hersteller nennt, wird der Schwingkopf noch beweglicher. Die Kugel funktioniert wie ein Gelenk, welches man zur Seite, aber auch etwas nach vorn und hinten drehen kann. Für die Konturen am Körper ist das von Vorteil. Außerdem von Vorteil: Wir müssen automatisch weniger Druck beim Rasieren ausüben. Zudem lässt sich der Schwingkopf so weit dehnen, dass er fast in einem 90 Grad Winkel zum Handstück steht. Das nennen wir äußerst biegsam.

Und noch eine Besonderheit bietet der Gilette Venus Deluxe Smooth Swirl: Wenn man genau hinsieht, entdeckt man den Mikrokamm unter den Klingen. Der sorgt dafür, dass die Härchen präziser zu den Klingen geführt werden.

Isana Pace 6

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Isana Pace 6

Ganze sechs Klingen kümmern sich um die lästigen Härchen und schonen dabei den Geldbeutel, denn Wechselklingen gibt es zu einem sehr fairen Preis. Nicht drei, nicht vier, nicht fünf, sondern ganze sechs Klingen hat dieser Damenrasierer im Angebot. Damit hat der Isana Pace 6 am meisten Rasierklingen in unserem Test. Die Klingen verteilen sich auf zwei Klingenstreifen mit jeweils drei Klingen, für mehr Hautschutz sind ein Gleitstreifen und zwei Gleitkissen integriert. Die Klingen haben auch eine federnde Funktion, somit wird das Gleiten auf der Haut sehr gleichmäßig und sanft.

Der Isana Pace 6 sorgt so für ein gründliches und präzises Rasurergebnis. Der Handgriff hat auf der Unterseite angenehme Riffelungen, die für mehr Grip beim Rasieren sorgen. Insgesamt kann der Systemrasierer von der Drogerie-Eigenmarke locker mit den Markenprodukten mithalten und hat den entscheidenden Vorteil, dass die Wechselklingen erstaunlich preiswert sind. Auch Stiftung Warentest bewertete den Rasierer mit einem »Gut«, allerdings wurde 05/2020 noch das Vorgängermodell getestet.

Wilkinson Sword Hydro Silk

Wilkinson Sword Hydro Silk

Die Farbe Violett soll für Tugend, aber auch Entspannung stehen. Wie passend, dass der Wilkinson Sword Hydro Silk nicht nur in dieser Farbe erhältlich ist, sondern beide Eigenschaften verkörpert. Er rasiert sehr vorbildlich und gründlich und ist dabei sanft zur Haut. Achseln und vor allem Beine sind die Körperzonen, an denen Haare am meisten als störend empfunden werden. Und auch hier punktet der Rasierer in der Handhabung, denn sein abgerundeter Schwingkopf passt sich sehr gut den Beinkonturen und der Achselhöhle an. Das Handstück ist gummiert und hat für besseren Grip viele Rillen in unterschiedlicher Größe.

Während Rasieren für die meisten Frauen zur Routine gehört und oft aus Zeitgründen schnell der Systemrasierer nach der Benutzung auf dem Badewannenrand, Duschkorb oder dem Badregal abgelegt wird, vergisst man manchmal doch, wenn er falsch platziert wird. Der Wilkinson Sword Hydro Silk löst das Problem, indem sein Klingenkopf als einziger Systemrasierer im Test bei beidseitiger Lage frei liegt und keinen Kontakt zur Oberfläche hat.

Elektrorasierer für Damen

Elektrische Rasierer haben sich in den Badezimmern nicht so erfolgreich durchgesetzt wie Systemrasierer, sind aber auch einen Versuch wert. Die Geräte funktionieren mit Scherfolie und Scherkopf statt mit scharfen Klingen. Somit ist die Verletzungsgefahr geringer. Elektrorasierer haben ihren Preis, können dafür aber mit individuellen Aufsätzen auftrumpfen. Da gibt es Equipment speziell nur für die Beine, die Achseln, die Bikinizone oder fürs Gesicht.

Ladyshaver sind meistens mit einem Trimmaufsatz ausgestattet, sodass auch nur ein Kürzen beziehungsweise Trimmen möglich ist. Außerdem sind die elektrischen Rasierer in der Regel auch sehr sanft zur Haut, denn die Körperhaare werden nicht mit einer scharfen Klinge abgeschnitten. Stattdessen sorgt hier ein Scherkopf, bestehend aus einem Klingenblock mit einer darüber liegenden Scherfolie, die die Haut vor Schnittverletzungen schützt, für die glatten Ergebnisse. Nach 12-18 Monaten wird ein Wechsel der Scherfolie empfohlen, sonst besteht die Gefahr, dass die Haut zu sehr gereizt wird und Rasurbrand entsteht, wenn die Folie stumpf wird.

Remington Damenrasierer Smooth&Silky

Remington Damenrasierer Smooth&Silky

Der Remington Damenrasierer Smooth&Silky ist mit zwei Scherfolien ausgestattet - doppelte Power im Kampf gegen lästige Härchen. Wer beim Rasieren den Einsatz von Hilfsmitteln wie Rasiergel & Co. bevorzugt, der muss hier nicht darauf verzichten, denn durch das offene Klingendesign ist das auch möglich - eine Art Anti-Verklebungssystem. Der Ladyshaver kann nass und trocken angewendet werden und funktioniert mit Akkubetrieb. Leider bietet der Hersteller bisher keine Ersatzfolien an.

Eine weitere Sache dürfen wir ebenfalls nicht unerwähnt lassen: Der Remington Damenrasierer Smooth&Silky mit integriertem Akku geht zwar den Haaren an die Wurzel, aber belastet dabei auch die Ohren. Wer sein Leben lang bisher nur mechanische Damenrasierer benutzt hat, wird höchstwahrscheinlich den Lärm erstmal als ungewohnt oder auch störend empfinden.

Panasonic ES-WM31 5-in-1 Multi-Trimmer

Panasonic ES-WM31 5-in-1 Multi-Trimmer

Nicht nur glatte Beine sind für die meisten wichtig. Viele möchten auch, dass die Bikinizone ordentlich und gepflegt aussieht oder die vielen feinen Härchen an den Armen loswerden, die gerade bei dunkler Behaarung auffallen. Dafür eignet sich der Panasonic ES-WM31 5 in 1 Multi-Trimmer, denn er ist ideal für Feinarbeit in Sachen Haarentfernung und hat im Lieferumfang viel Ausstattung dabei - bis auf Batterien. Gerade für die sensible Bikinizone ist es besonders schwierig, von ganz auf gar nicht zu gehen. Ein Stutzen und gegebenenfalls Rasieren der Haare, die vom Slip nicht mehr verdeckt werden, ist hier die hautfreundlichere Lösung.

Mit dem Multi-Trimmer ist das auch einfach umzusetzen, denn der Bikini-Trimmerkopf und der Scherkopf sind klein und somit präziser. Als dritten Aufsatz gibt es noch den Körperhaar-Trimmerkopf, der an einen mechanischen Augenbrauenrasierer erinnert, aber laut Hersteller eben nur für den Körper verwendet werden soll. Für feine Haare an den Armen oder Ähnlichem ist er durchaus einsetzbar, bei vielen oder kräftigen Beinhaaren wird es herausfordernd - auch mit dem Scherkopf. Dafür ist er uns zu schwach und bietet zu wenig Schnittfläche.

Weniger Power heißt aber auch, dass der Panasonic ES-WM31 5 in 1 Multi-Trimmer schön leise ist. Ebenfalls lässt er sich trocken oder nass verwenden.

Preis-Leistungs-Sieger: Cien Men Shark von Lidl

Im Bereich der Herrenrasierer konnte ein Produkt besonders überzeugen: Der Nassrasierer „Cien Men Shark“ von Lidl erhielt von Stiftung Warentest die Bewertung „gut“ (Note 2,4). Er liefert ein gründliches Rasurergebnis, ist sanft zur Haut und leicht in der Handhabung. Auch bei diesem Test überzeugt das Lidl-Produkt durch ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und zählt mit 0,09 Cent pro Rasur zu den günstigsten Artikeln. Der Nassrasierer „Cien Men Shark“ erhält ebenfalls die Bewertung „gut“ (Note 2,4). Er liefert ein gründliches Rasurergebnis, ist sanft zur Haut und leicht in der Handhabung. Auch bei diesem Test überzeugt das Lidl-Produkt durch ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und zählt mit 0,09 Cent pro Rasur zu den günstigsten Artikeln.

Damit unterstreicht Lidl einmal mehr die hohe Qualität der Eigenmarken-Produkte von „Cien“ zu Top-Preisen. „Die Rasur gelingt mit dem Lidl Cien Men Shark 5 Klingen durchweg gut, wobei dieser Nassrasierer dabei schonend mit der Haut umgeht. Weiterhin zeichnet er sich durch eine einfache Handhabung aus, wobei der Klingenwechsel wenig komfortabel ist.

Ausgezeichnete Qualität zum Lidl-Preis: In der August-Ausgabe der Stiftung Warentest schneiden die Wasser „Saskia Medium 1,5-Liter“ aus den Quellen Jessen und Wörth am Rhein mit der Note 1,7 („gut“) ab. Sie gehören mit gerade einmal 18 Cent pro 1,5-Liter zu den günstigsten Produkten im Test und überzeugen vor allem mit einem „Sehr gut“ bei den Inhaltsstoffen, der mikrobiologischen Qualität und im Geschmack.

NDR-Markt Günstiger Nassrasierer fällt im Test durch

Das NDR-Magazin "Markt" hat in einem nicht repräsentativen Test vier Rasierer getestet. Unter den getesteten Modellen befanden sich zwei Markenprodukte wie der Nassrasierer "Quattro" von Wilkinson für 7,99 Euro und der "Fusion" von Gillette für 8,99 Euro. Auch zwei günstige Produkte wurden untersucht. Dazu gehörten der "Balea Man Precision" von dm für 5,95 Euro und der "G'bellini" von Lidl für 4,95 Euro. Alle Modelle besitzen fünf aneinander liegende Edelstahlklingen. Zudem verfügen drei der Rasierer über einen sogenannten Präzisonstrimmer an der Rückseite, der Koteletten und den Bart perfekt in Form bringen soll. Das Lidl-Produkt hat diese Funktion nicht.

Der günstige Lidl-Rasierer enttäuschte hingegen im Praxistest und schnitt am schlechtesten ab. Bei ihm kam es laut Testern am häufigsten zu Schnittverletzungen. Auch der sehr unbewegliche Rasierkopf kam bei den Probanden nicht gut an.

Zusätzliche Tipps für eine schonende Rasur

  • Vorbereitung ist alles: Verwenden Sie immer Rasierschaum oder -gel, um die Haut zu schützen.
  • Die richtige Technik: Rasieren Sie in Haarwuchsrichtung, um Irritationen zu vermeiden.
  • Pflege danach: Tragen Sie nach der Rasur eine feuchtigkeitsspendende Lotion auf, um die Haut zu beruhigen.

Laut Werbung sollte man sich aber eigentlich nur rasieren, wenn man sich auf den hübsch dekorierten Badewannenrand setzt, sich ein paar Duftkerzen anzündet, Rasierschaum auf den Beinen verteilt und sich fröhlich lachend und räkelnd rasiert. Ganz ehrlich? Darüber können wir nur herzlich lachen. Wir finden ja eh, man muss es mit den Schönheitsidealen nicht ganz so ernst nehmen. Ein paar Haare hier und da haben schließlich noch niemanden umgebracht. Jede so, wie sie mag.

Wenn ihr eure Körperhaare lieber dauerhafter los werde wollt, ist vielleicht Waxing, Epilieren oder die Haarentfernung mit einem Laser etwas für euch.

Wir haben für dich ein paar Ratschläge, was man lieber aus dem Badezimmer auslagern sollte. Am besten also immer gleich unter der Dusche mit Duschgel oder Schaum rasieren.

Barbier vs. Heim-Rasur: Die besten Tipps für die perfekte Bartpflege! | K1 Magazin

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