Shampoo-Test: Flüssig vs. Fest – Welches ist das beste Shampoo für Ihr Haar?

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 18 Shampoos getestet, darunter acht Flüssigshampoos, sechs feste Shampoos sowie vier Haarseifen. Die Produkte wurden dabei in mehreren Kategorien, wie Pflege und Anwendung verglichen.

Glänzendes, voluminöses, seidig glattes Haar wie in der Werbung wünschen sich viele. Und anders als viele andere Beauty-Träume lässt sich dieser mit der richtigen Pflege durchaus realisieren oder zumindest ein Ergebnis erzielen, dass dem sehr nahe kommt. Das richtige Produkt für einen selbst zu finden ist allerdings gar nicht so einfach. Zum einen, weil ihr Haar je nach Alter, Ernährung, Lebensumständen und Haarstruktur andere Bedürfnisse hat. Auch achten immer mehr Verbraucher darauf, dass sie Produkte kaufen, die möglichst wenige schädliche Inhaltsstoffe enthalten.

Insgesamt haben wir 44 Shampoos getestet, um das beste für die meisten zu finden.

Testergebnisse der Stiftung Warentest

Im Juni überzeugte das Haarshampoo „Cien Tag für Tag Frucht/Vitamin Shampoo Power & Volumen“ für normales Haar die Tester. Das Eigenmarken-Produkt von Lidl schneidet als Testsieger mit der Gesamtnote 1,9 („gut“) bei den flüssigen Shampoos ab und setzt sich ebenfalls gegen feste Shampoos und Haarseifen durch. Mit gerade einmal 75 Cent pro 500 Milliliter und damit rund 1 Cent pro Haarwäsche ist der Preis wie gewohnt unschlagbar. Einen Vorteil den Lidl-Kunden kennen: Testergebnisse der Stiftung Warentest und Ökotest belegen seit Jahren die hohe Qualität der Eigenmarken-Produkte von „Cien“ zu Top-Preisen.

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Gesamturteil

Das Ergebnis: Alle flüssigen und sechs feste Produkte erhalten das Gesamturteil "gut". Dreimal haben die Tester die Gesamtwertung "befriedigend" und sogar einmal nur "ausreichend" an feste Shampoos und Haarseifen vergeben.

Grund für die Note vier ist ein allergener Duftstoff in einer Haarseife, der unter den Inhaltsstoffen hätte stehen müssen. Stattdessen wirbt das Produkt mit der Aussage "Frei von Duftstoffen".

Pflegeeigenschaften

Bei der Pflege haben die Tester sich angeschaut, wie gut sich die Haare nach dem Waschen kämmen lassen, ob sie glänzen, geschmeidig und voluminös sind. Hier schneiden flüssige wie feste Shampoos durchweg gut ab. Anders sieht das bei den Haarseifen aus.

Unterschiede zwischen festen Shampoos und Haarseifen

Feste Shampoos und Haarseife ähneln sich zwar auf den ersten Blick, Letztere werden aber mit Lauge verseift. Deren hoher pH-Wert verändert das Waschergebnis: Die Haare können aufquellen oder Schaden nehmen, lassen sich schlecht kämmen, oder es bilden sich weißliche Rückstände. Gegen den letzten Punkt hilft nach dem Waschen eine extra Spülung, die Warentester raten hier zu Essigwasser.

Ökobilanz

Unabhängig von dem Test der einzelnen Produkte hat sich die Stiftung Warentest die Ökobilanz angeschaut, in die viele verschiedene Faktoren mit einfließen. Hier schlägt grundsätzlich das feste Shampoo das flüssige. Die Produktion verbraucht weniger Energie, die Shampoostücke kommen zudem ohne Konservierungsstoffe aus und werden oft mit weniger Duft- und Farbstoffen versetzt, erläutern die Tester.

Verpackt sind sie zudem meist in Papier oder recycelter Pappe, flüssige Mittel stecken in der Regel in Plastikflaschen.

Feste Shampoos punkten in der Ökobilanz und dürfen beim Flug auch in großen Packungen im Handgepäck mitreisen. Achten man hingegen auf den Preis, sind die flüssigen Produkte unschlagbar.

Spezielle Shampoos im Test

  • Bestes Locken-Shampoo: “Curl Moisturizing Shampoo” von Bumble & Bumble

    Mit einem nährenden Mix aus Avocado-, Kokos- und Jojobaöl sowie Shea- und Kakaobutter verwandelt es trockene, krause Haare in definierte, glänzende Wellen mit seidiger Geschmeidigkeit. Die sanfte, sulfatfreie Formel reinigt gründlich, bewahrt die Farbbrillanz und lässt jede Locke federleicht aufleben - ein sinnlicher Verwöhn-Moment bei jeder Haarwäsche.

    Inhaltsstoffe: Jojoba- und Avocadoöl

  • Bestes Volumen-Shampoo: “Extra Volume Shampoo” von Moroccanoil

    Angereichert mit kostbarem Arganöl und Lindenknospen-Extrakt verleiht es spürbar mehr Fülle, ohne zu beschweren. Die schwerelose Textur reinigt sanft, schenkt lebendigen Schwung und hinterlässt das Haar glänzend, gepflegt und glamourös voluminös.

  • Bestes Anti-Gelbstich-Shampoo: “Sheer Silver Shampoo” von Maria Nila

    Angereichert mit violetten Farbpigmenten neutralisiert es unerwünschte Gelbreflexe und zaubert kristallklare, glänzende Nuancen - ganz ohne zu beschweren. Die sanfte, vegan zertifizierte Formel pflegt seidig weich und schenkt dem Haar eine luxuriöse, frische Dimension.

  • Bestes Shampoo für brüchiges Haar: “Bond Maintenance No. 4” von Olaplex

    Das “Olaplex Bond Maintenance No. 4”-Shampoo stärkt geschädigtes Haar von innen heraus und schenkt ihm neuen Glanz und Geschmeidigkeit. Die luxuriöse Formel repariert Haarbrüche sanft und sorgt für sichtbar gesünderes, seidig weiches Haar - Tag für Tag.

  • Bestes Anti-Frizz-Shampoo: “Farewell Frizz Smoothing Shampoo” von Briogeo

    Seine sulfatfreie Formel mit Rosmarin-, Argan- und Avocado-Extrakten reinigt sanft, versorgt das Haar intensiv mit Feuchtigkeit und schenkt seidig-welligen Glanz - für ein frizzfreies, atemberaubendes Finish.

  • Bestes nachhaltiges Shampoo: “We Reduce! Festes Shampoo Verbene” von i+m

    Die natürliche, plastikfreie Formulierung reinigt sanft, lässt sich mühelos im Haar verteilen und verleiht strahlende Frische und zarte Geschmeidigkeit - purer Glamour ohne Kompromisse.

  • Bestes Shampoo für Afro-Haar: “Cleansing Cream Shampoo” von Cantu

    Die reichhaltige, sulfatfreie Creme reinigt sanft und durchdringt jede Strähne mit nährender Sheabutter und Kokosöl - für weichere, glänzend definierte Locken ohne Frizz.

  • Bestes Shampoo für leicht fettende Haare: “Frische & Leichtigkeit Anti-Fett Shampoo” von Guhl

    Die leichte, sanfte Formel klärt effektiv, spendet Feuchtigkeit und sorgt für ein angenehm entlastetes, frisches Haargefühl. Ein echter Frische-Kick für jeden Tag.

  • Bestes Shampoo für Haarwachstum: “Plantur 21 #langehaare Nutri-Coffein Shampoo”

    Die innovative Formel mit Koffein-Komplex stimuliert die Kopfhaut, fördert mehr Widerstandskraft und schützt vor frühzeitigem Haarbruch. Das Ergebnis: fülliger aussehendes Haar mit gesundem Schwung - jeden Tag.

  • Bestes Detox-Shampoo: “Detox Shampoo” von Ouai

    Die sulfat- und parabenfreie Formel reinigt tief, ohne Feuchtigkeit oder Farbe aus der Struktur zu lösen, und verleiht ein spürbar frisches, glänzendes Haargefühl.

Inhaltsstoffe im Fokus

Schädliche Inhaltsstoffe

Auch achten immer mehr Verbraucher darauf, dass sie Produkte kaufen, die möglichst wenige schädliche Inhaltsstoffe enthalten.

Dennoch gibt es einige Inhaltsstoffe, die auf der Liste der Inhaltsstoffe regelmäßig zu finden sind. Beispielsweise Pflanzenextrakte, Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Öle.

Leider machen es einem die Hersteller alles andere als leicht und greifen bei der Auflistung der Inhaltsstoffe mit Vorliebe auf komplizierte chemische Bezeichnungen zurück, die gute und schlechte Inhaltsstoffe gleichermaßen fremd wirken lassen.

  • Parabene: Konservierungsstoffe, die im Verdacht stehen, hormonell wirksam zu sein.
  • Silikone: Legen sich wie ein Film um das Haar, können es aber beschweren.
  • Sulfate: Tenside, die die Kopfhaut austrocknen können.
  • Mikroplastik: Umwelttechnisch problematisch, da schwer abbaubar.
  • PEG (Polyethylenglykole): Können die Haut durchlässiger für schädliche Stoffe machen.

Alternativen zu flüssigem Shampoo

Immer mehr Menschen wechseln deshalb zu festem Shampoo oder Haarseifen, die einfach in einer umweltfreundlicheren Pappschachtel verpackt werden können.

Festes Shampoo ist quasi flüssiges Shampoo, dem Wasser entzogen wurde. Viel mehr Unterschiede gibt es gar nicht. So schäumt eine Haarseife ebenso wie sein flüssiger Bruder und kann zudem mit den gleichen pflegenden Ergebnissen punkten. Deshalb entscheiden sich immer mehr für feste Shampoos, zumal diese umweltfreundlich in Papier oder Pappe verpackt werden können.

Anwendungstipps

Wie shampooniert man Haare richtig?

Um das Haar richtig zu shampoonieren, solltest du es zunächst gründlich mit Wasser befeuchten - sonst lässt sich das Shampoo nicht richtig schäumen. Eine kleine Menge Shampoo in den Händen verteilen und sanft in die Kopfhaut einmassieren. Anschließend das Shampoo gründlich (!) ausspülen (auch den Nacken), da Rückstände das Haar stumpf machen können.

Viele von uns verwenden beim Einschäumen der Haare zu viel Shampoo. Dabei ist bereits eine haselnussgroße Menge ausreichend. Mehr sollte - bei einem guten Shampoo - nicht nötig sein. Allen voran, weil stets nur der Ansatz und die Kopfhaut eingeseift werden sollten.

Wird das Shampoo ausgespült, werden Längen und Spitzen automatisch mit gewaschen.

Stellen sie sicher, dass Sie ihre Haare gründlich Auswaschen. Shampooreste können das Haar unnötig beschweren und für schnelles Nachfetten sorgen. Deshalb so lange spülen, bis sich die Haare wirklich sauber und frei von Schaum und Shampoo anfühlen.

Wie oft sollte man Haare waschen?

Die Häufigkeit des Haarewaschens hängt vom Haartyp und den individuellen Bedürfnissen ab. Während Menschen mit fettigem Haar möglicherweise täglich waschen müssen, reicht es bei trockenem Haar oft aus, alle drei bis vier Tage zu waschen.

Shampoo Arten

Nicht jedes Shampoo funktioniert für jeden Haartyp und auch wenn wir uns in unserem Test auf normales Haar konzentriert haben, möchtet wir Ihnen hier einen kleinen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Shampoo-Arten geben.

Wer abstehenden Härchen und Krauselocken den Kampf ansagen möchte, sollte zu dieser Shampoo-Art greifen. Sie glättet die Haarstruktur sichtbar. Da Frizz viele Ursachen hat, wie beispielsweise feuchte Umgebungsluft, gibt es meist keine Möglichkeit, das Problem ganz loszuwerden.

Die Struktur lockiger Haare unterscheidet sich deutlich von der glatter Haare. Deshalb braucht man für diese auch eine speziell auf sie zugeschnittene Pflege.

Schluss mit Schuppen! Wie Frizz, kann auch schuppiges Haar viele Ursachen haben: genetische Veranlagung, Hormonschwankungen oder äußere Einwirkungen. Um gegen das Problem anzugehen, konzentrieren Anti-Schuppen-Shampoos sich auf die Kopfhaut.

Dass es unser Haar strapaziert, wenn wir es färben, tönen oder uns eine Dauerwelle machen lassen, ist kein Geheimnis. Umso wichtiger ist es, dass wir es im Anschluss besonders gut pflegen. Shampoos für koloriertes und dauergewelltes Haar sind spezifisch darauf ausgelegt, den Haaren dieses Plus an Pflege zukommen zu lassen.

Vitamine und Pflanzenextrakte stärken das Haar und helfen ihm dabei, sich zu regenerieren.

Am wohlsten fühlt sich unser Haar, wenn wir es möglichst naturbelassen tragen. Glätten, häufiges Frisieren mit Gel und Haarspray, aber auch das Föhnen strapaziert unser Haar. Auch hierfür gibt es Shampoos mit speziell darauf zugeschnittenen Rezepturen. Diese eignen sich auch sehr gut für besonders lange Haare, bei denen man oft mit ausgetrockneten, splissanfälligen Spitzen zu kämpfen hat.

Weitere getestete Shampoos

  • Jean&Len Volumen Shampoo

    Es macht das Haar angenehm weich und leicht. Zudem kommt es - anders als viele andere - ohne Parabene, Silikone und Co. aus.

  • Khadi Aryuvedisches Elixier Shampoo Rose Repair

    Im Test überzeugt allen voran das Endergebnis der Haarstruktur: weich, leicht und glänzend. Dafür kommen natürliche Inhaltsstoffe zum Einsatz, auf Silikone und Co.

  • Lavera Pflegeshampoo Family

    Es bietet tolle Pflege für Kinder und Erwachsene. Dafür kommen unter anderem Bio-Apfel und Bio-Quinoa zum Einsatz. Dass die gesamte Rezeptur biologisch abbaubar ist, verschafft dem Shampoo einen weiteren Pluspunkt.

  • Swiss-O-Par Shampoo Teebaumöl

    Ein Shampoo, das für Balance sorgt: Das Swiss-O-Par Shampoo Teebaumöl wurde für gereizte Kopfhaut und gegen Schuppen entwickelt. Ein Ziel, das hier mit wenigen, aber dafür effektiven Inhaltsstoffen erreicht wird.

  • Anti-Juckreiz Shampoo von Salthouse

    Alles, was Kopfhaut und Haare brauchen, um ins Gleichgewicht zu kommen: Das Anti-Juckreiz Shampoo von Salthouse setzt auf beruhigende und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Mineralien aus dem Toten Meer.

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