Christina Aguilera, Cher und die Welt des Burlesque: Ein Blick hinter die Kulissen

Der Film "Burlesque" aus dem Jahr 2010, geschrieben und inszeniert von Steven Antin, entführt die Zuschauer in die schillernde Welt des Burlesque. Mit Stars wie Cher und Christina Aguilera in den Hauptrollen, bietet der Film eine Mischung aus Tanz, Gesang und angedeutetem Striptease, die vor allem im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts populär war. In diesem Artikel werfen wir einen Blick hinter die Kulissen des Films, die Kostüme und die persönlichen Geschichten der Stars.

Die Handlung: Ein Traum wird wahr

Die Story von "Burlesque" ist schnell erzählt: Ali (Christina Aguilera), ein Mädchen vom Lande, träumt von einer großen Karriere als Sängerin. Um diesem Ziel näher zu kommen, zieht sie nach Los Angeles und landet schnell in der Burlesque Lounge. Von der resoluten Club-Besitzerin Tess (Cher) abgewiesen, heuert sie als Kellnerin bei Barkeeper Jack (Cam Gigandet) an. Doch sie träumt weiterhin davon, ihr Talent auf der Bühne zu beweisen, was sich schon bald ergibt.

Es ist eine Geschichte, die in ähnlicher Form bereits unzählige Male erzählt wurde: Das Mädchen aus der Kleinstadt, das in die Großstadt kommt, um Sängerin zu werden, die eine oder andere eifersüchtige Konkurrentin aus dem Weg räumen muss und mit dem falschen Kerl ausgehen muss, um dann doch noch Ruhm, Freundschaft und "den Richtigen" zu finden. Kleinigkeiten werden dramatisiert (Haare abschneiden - oh nein!), aber schnell ist auch eine Lösung gefunden (einfach eine Perücke tragen). Auch größere Probleme werden in absehbarer Zeit gelöst. So mit Weichspüler versehen ist es auch kein Wunder, dass der Plot vorhersehbar ist.

Aguilera macht ihr Film-Debüt besser als Britney Spears ("Crossroads", 2002) und Mariah Carey ("Glitter", 2001). Eine hoch anspruchsvolle Rolle ist ihre jedoch keineswegs. Nachdem Aguilera bereits in den ersten Minuten gesungen hat, darf sie ab Mitte des Films auch auf der Bühne los schmettern - was sie stimmlich erneut einwandfrei macht. Dass sie singen kann, hat sie allerdings bereits vielfach bewiesen. Nun dazu noch ein bisschen mit den Hüften wackeln, Aguileras Performance weicht auch in "Burlesque" nicht viel von ihren Bühnenshows ab. Christina Aguilera spielt eben X-Tina.

Im Gegensatz zu Cher lebt die Ikone von ihrem Image. Trotz ihrer emotionslosen Mimik, verschuldet durch ihre zahlreichen Schönheitsoperationen, liefert Cher den einzigen Song, der den Film nicht zu einer reinen Aguilera-Show macht. Neben Stanley Tucci (Sean), Alan Cumming (Alexis) und Peter Gallagher (als Tess Ex-Ehemann Vince) in weiteren Nebenrollen ist auch Julianne Hough, in ihrer ersten Spielfilmrolle zu sehen. Als Sängerin und Tänzerin Georgia hat sie gleich zu Beginn des Films ihren großen Auftritt. Die Country-Sängerin gibt eine exakte Version des Marilyn Monroe Covers "Diamonds Are a Girl's Best Friend" aus Moulin Rouge wieder - immer wieder erinnern Szenen aus "Burlesque" an den erfolgreichen Film von 2001. Ab dem Zeitpunkt ist von Hough nicht mehr viel zu erkennen. Einzige Ausnahme: sie wird schwanger - aber keine Sorge, ihr Freund ist heiratswillig und obendrein noch reich.

Burlesque makeup asmr

Cher über ihre Rolle in "Burlesque"

Cher spielte in "Burlesque" eine Frau, die ein altmodisches Revuetheater besitzt und sich gegen einen Immobilienhai zur Wehr setzt. Ursprünglich mochte sie die Figur nicht, so wie sie im Drehbuch stand, und sagte ungefähr eine Million Mal nein. Doch sie durfte nachbessern und improvisieren, schrieb sogar Teile selbst, weil ihr die Figur in den ersten Versionen des Drehbuchs zu schlecht gelaunt war. Cher sagte: "Ich habe diese Szene selbst ins Drehbuch hineingeschrieben. Ein Gesicht ist wie ein Klumpen Lehm, man verwandelt ihn, und am Ende sieht er viel schöner aus. Make-up ist große Kunst."

Cher erzählte auch, dass sie die Szene, in der sie spät in der Nacht ohne Publikum im Club auftritt, selbst ins Drehbuch geschrieben hat. Sonst dominiert den Film musikalisch die jüngere Christina Aguilera. Cher sagte: "Man muss da großzügig sein. So war die Rolle nun mal angelegt: Tess will ja nicht mal diesen einen Song singen, sie ist müde, sie möchte nach Hause - sie tut es nur, weil der Haus-DJ sie dazu auffordert."

Cher betonte, dass Make-up Teil ihres Berufs ist, aber wenn sie nicht arbeitet, braucht sie keins. Sie gehört zu der ersten Generation, die sich weigert abzutreten und den Jüngeren das Gefühl gibt, dass sie auch mitspielen können, solange sie Platz finden. Früher haben sich die Alten irgendwann um die Jüngeren gekümmert, wurden müde, sind in Rente gegangen. Das ist vorbei. Wir haben Energie, wir gehen ins Fitness-Studio, wir essen vernünftig - wenigstens die meiste Zeit.

Christina Aguilera und die Perücke

Was ist bei Christina Aguilera (29) los? Ihr eigener Sohn, Max (2) erkennt sie nicht wieder, hat sogar Angst vor ihr. Doch die ganze Sache ist nur halb so wild, denn für ihren aktuellen Kinofilm „Burlesque“ muss die Sängerin eine Langhaarperücke tragen und weil ihr Sprössling sie sonst nur mit kurzem Bob kennt, ist er verständlicher Weise verwirrt.

Eines Abends kam sie nach den Dreharbeiten heim und hatte vergessen ihre falschen Haare abzulegen. „Max war total durcheinander, er wollte sich ihr nicht nähern“, zitiert Showbizspy eine Quelle. Zuerst verstand die Mama gar nicht, was los war, aber Ehemann Jordan Bratman (32) konnte Abhilfe schaffen. Er erklärte seiner Liebsten, dass die blonden Locken ihrem Sohn unheimlich seien: „Sobald sie die Perücke abnahm, rannte Max zu ihr hin und umarmte seine Mutter stürmisch.“ Noch versteht der Kleine eben nicht, dass Mutti auch gerne mal ihren Look wechselt. Irgendwann wenn Klein-Max alt genug ist, will ihm X-Tina sogar den Clip zu ihrer Single „Dirrty“ zeigen. „Er wird alle meine Arbeiten sehen, da bin ich mir sicher. Aber es gehört auch dazu, das sich ihm beibringe, Frauen zu schätzen - vor allem, dass Sexualität nichts ist, wofür man sich schämen muss.

Kostüme und Karnevalsverkleidungen

Die Welt des Burlesque ist auch eine Welt der Kostüme. Ein beliebtes Kostüm ist das Burlesque Variete Tänzerin Kostüm, das aus einem schulterfreien schwarzen Rüschenkleid aus Satin und Tüll mit Bändern und einem Gürtel in Burgunder-Rot besteht. Dazu gehören ein großer schwarzer Wagenrad-Hut und fingerlose Spitzenhandschuhe.

Fazit

Viel Tanz, viel Gesang, viel (halb-)nackte Haut - wenig Story. Der Film wurde bei der 68. Verleihung der Golden Globe Awards in der Kategorie Bester Film - Musical oder Komödie nominiert, wo Chers Darbietung von "You Haven't Seen the Last of Me", geschrieben von Diane Warren, den Preis für den besten Originalsong gewann. Der Soundtrack erhielt eine Nominierung bei den 54. Grammy Awards in der Kategorie Best Compilation Soundtrack for Visual Media.

tags: #christina #aguilera #burlesque #perücke

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