Chinesische Frisuren Anleitung: Von traditionellen Looks bis zum modernen Dutt

Chinesische Frisuren bieten eine faszinierende Mischung aus Tradition und Moderne. Von kunstvollen Hochsteckfrisuren, die von Geishas inspiriert sind, bis hin zu alltagstauglichen Flechttechniken gibt es eine Vielzahl von Stilen zu entdecken. Dieser Artikel bietet Anleitungen und Inspirationen, um chinesische Frisuren selbst zu kreieren.

Traditionelle chinesische Frisur mit Kanzashi Haarnadeln

Traditionelle chinesische Frisuren

Unser Bild von einer japanischen Geisha ist geprägt von klaren Linien, Anmut und Eleganz: Aufrecht steht sie da, gerade fällt ihr Kimono, ihre Haare sind ein kleines Kunstwerk. Nicht fehlen darf der typisch japanische Haarschmuck - insbesondere verzierte Haarnadeln, Klemmen und Spangen, mit denen sich nicht nur die langen Haare zu den typischen Knoten fixieren lassen, sondern die auch kunstvolle Steckfrisuren ermöglichen, wie wir sie aus Filmen kennen. Bis in die japanische Vorgeschichte, die Jomon-Zeit, lässt sich der Gebrauch von Haarnadeln zurückverfolgen. Zunächst verwendeten die Menschen Holzstäbchen für ihre Frisuren, im Lauf der Jahrhunderte stellte man Kanzashi aus nahezu jedem Material her. So wurde der japanische Haarschmuck über die Epochen immer vielfältiger und spiegelte gesellschaftliche Trends. Ab dem 17. Jahrhundert wurde das Kunsthandwerk der Kanzashi und die Kreation aufwendiger Frisuren endgültig populär. Obwohl Haarnadeln & Co. heute vor allem bei traditionellen Anlässen getragen werden, entdecken auch jüngere Japanerinnen die Faszination dieses Haarschmucks wieder - und Japan-Fans sowieso.

Kanzashi gibt es in vielen Formen, von Haarnadeln über Clips und Spangen bis zu großen Haarstäben. Neben klassischen Stäbchen gibt es den Haarschmuck in verschiedenen Formen, beispielsweise als Haken oder Kämme. Kanzashi gibt es auch mit zusätzlichen Dekorationen - feine Ornamente, edle Kugeln aus Koralle oder Jade sowie Seide, die zu Blüten geformt und an der Haarspange befestigt wird. Man unterscheidet grob in „Mimikaki Kanzashi“, die einfache Haarnadel der allgemeinen Bevölkerung und „Matsuba Kanzashi“, gegabelte Haarnadeln. „Tama Kanzashi“ bezeichnet ein Stäbchen mit einer Kugel am Ende, „Hirauchi Kanzashi“ sind mit einer kreisförmigen, flachen Dekoration versehen. „Birabira Kanzashi“ klingen und klimpern durch ihre Metallstreifen mit jedem Schritt. „Hana Kanzashi“ ist hingegen der Begriff für den bunten Blumenhaarschmuck der Geisha.

Die populärsten traditionellen Materialien für Kanzashi sind lackiertes Holz, Metall, Keramik und Schildplatt, aber es gibt auch Haarnadeln aus Gold und aus Kunststoff. Dementsprechend variieren die Preise. Farben, Blattgold oder Perlmutt werden für die Verzierungen eingearbeitet. Soll die Frisur mit flatternden Blüten, Vogel- oder Schmetterlingsfiguren ergänzt werden, werden diese kunstvoll aus Seide geformt. Dieses Handwerk will gelernt sein: Die dazugehörige Falttechnik „Tsumami“ ist eine Kunst für sich.

Maiko und Geisha tragen im Jahr viele verschiedene Kanzashi, je nach Jahreszeit und Anlass. Traditionell war das Tragen von Haarnadeln und Haarschmuck in Japan weit verbreitet und unterlag genauen Arrangements. Der Haarschmuck musste passend zum Anlass ausgewählt werden - klassisch getragen wurde er zum Beispiel bei der japanischen Teezeremonie („Chado“), zur Blumenzeremonie „Ikebana“ sowie zur Hochzeit. Besonders für die uns so bekannten Geishas bestand kaum Wahlfreiheit, was ihren Haarschmuck anging. Im Januar werden die Kanzashi im Geist der Neujahrsfeierlichkeiten ausgewählt. Im April steht in Japan die Kirschblüte an, eine der wichtigsten Episoden des Jahres. Im Sommermonat Juli sind Fächer in verschiedenen Formen Teil der Kanzashi, beispielsweise runde Blattfächer („Uchiwa“) oder Faltfächer, genannt „Ogi“ oder „Sensu“. Mit Prunkwinden und Chinaschilf werden Kanzashi im August gestaltet. Im Oktober dominieren Chrysanthemen die Haarpracht. Der Dezember ist die Zeit der glücksbringenden Mochibana: Äste werden mit kleinen Reisbällchen („Mochi“) dekoriert, die passend zum bevorstehenden Jahreswechsel neue Knospen und Blüten darstellen sollen.

Kanzashi basteln erfordert einiges an Bastelgeschick, ist aber mit den richtigen Utensilien zu bewältigen. Eine klassische Ausbildung in der Kunst und Fingerfertigkeit des Tsumami, des Faltens der Seidenquadrate zu Blumen, Vögeln und Schmetterlingen, benötigt fünf bis zehn Jahre Zeit. Die Zahl der ausgebildeten Künstler ist in Japan über die letzten Jahre immer weiter zurückgegangen. Einfache Hana Kanzashi lassen sich allerdings auch mit einem guten Lehrbuch und etwas Geduld selbst herstellen. Anleitungen finden sich unter anderem auf Blogs und auf Plattformen wie Youtube und Pinterest. Kanzashi zu basteln macht nicht nur Spaß, sondern hat eine ähnliche entspannende Wirkung wie Origami. Die Seidenblüten sind anschließend nicht nur im eigenen Haar ein Hingucker, sondern auch ein tolles Geschenk. Selbstgemachte Kanzashi können beispielsweise ein außergewöhnlicher Kopfschmuck bei Hochzeiten oder anderen feierlichen Anlässen sein.

Der geflochtene chinesische Dutt

Der geflochtene chinesische Dutt ist eine elegante und praktische Frisur, die sowohl für den Alltag als auch für besondere Anlässe geeignet ist. Hier ist eine einfache Anleitung:

  1. Zuerst flechten Sie zwei Zöpfe.
  2. Diese können dann zu einem Dutt geformt werden.
  3. Der Dutt geht genauso auch ungeflochten, bei mir rutschen dann nur die Haare rechts und links vom Stab.
  4. Die Zöpfe /den Zopf fixiere ich ja mit einem Haargummi, das stopfe ich dann unter den Dutt.

Diese Frisur ist besonders gut geeignet, wenn Sie Ihr Haar aus dem Gesicht halten möchten, ohne dabei auf einen stilvollen Look zu verzichten.

Der chinesische Zopf (chinesische Treppe)

Flechtfrisuren gibt es jede Menge: Fischgrätenzopf, französischer Zopf, Wasserfallzopf, holländischer Zopf... Vom chinesischen Zopf - auch chinesische Treppe genannt - hatten wir bis jetzt allerdings noch nicht gehört. Nun schwirrt die Flechtfrisur durch die Social Media Kanäle.

So geht der chinesische Zopf:

  1. Haare zum Pferdeschwanz binden
  2. Eine dünne Strähne von der rechten Seite des Pferdeschwanzes nehmen und in eine Schlaufe legen
  3. Das Ende der Strähne dann einmal um den Zopf wickeln und durch die Schlaufe ziehen
  4. Die Schlaufe festziehen
  5. Zu dem Haarende aus der Schlaufe eine neue feine Haarsträhne aufnehmen
  6. Die Schritte drei und vier wiederholen bis die gewünschte Länge erreicht ist. Das kann schon nach nur wenigen Steps sein, man kann aber auch bis zum Ende flechten.

Tipp: Am Besten die Haare mit Trockenshampoo oder Salzwasserspray einsprühen. Das gibt rutschigem Haar mehr Griffigkeit.

Frisur Anleitung: Braided Chinese Bun

Weitere Dutt-Frisuren

Dutt-Frisuren sind aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, die es beim Styling gibt, für jeden Anlass geeignet. Für die Freizeit bietet sich ein lockerer Messy Bun an, für das Büro ist ein Low Bun ein absoluter Klassiker und zum Yoga oder für das Fitnessstudio ist ein hoher Dutt eine willkommene Abwechslung zum Pferdeschwanz. Für elegante Veranstaltungen wie eine Hochzeit oder eine Gala ist ein Sleek Bun oder ein Chignon eine gute Wahl und verleiht jedem Outfit das gewisse Extra.

Hier sind einige Ideen für Dutt-Frisuren:

  • Messy Bun: Binden Sie einen lockeren Zopf und drehen Sie das Haar locker zu einem Dutt. Lockern Sie einzelne Strähnen und ziehen Sie um das Gesicht herum ein paar vorsichtig heraus. Fixieren Sie den Dutt mit ein paar Nadeln oder einem weiteren Haargummi und wenig Haarspray - je unordentlicher, desto besser.
  • Seitlicher Dutt: Binden Sie das Haar seitlich zu einem Zopf tief im Nacken. Drehen Sie den Zopf zum Dutt und befestigen Sie ihn locker hinter dem Ohr. Einzelne Strähnen um das Gesicht herauszupfen - das wirkt verspielt. Besonders schön ist dieser Look für eine Hochzeit.
  • Klassischer Ballerina-Dutt: Kämmen Sie Ihr Haar streng und ohne Scheitel nach hinten und binden Sie es zu einem hohen Pferdeschwanz am Hinterkopf. Eine gute Richtlinie für die perfekte Höhe: über den Ohren. Drehen Sie das Haar fest ein und wickeln Sie es spiralförmig zu einem Kreis. Fixieren Sie die Frisur mit einem engen Haargummi und stecken Sie die Frisur zusätzlich mit Haarnadeln fest. Glätten Sie kleine Härchen mit Haarspray und einer Wildschweinborstenbürste.
  • Low Bun im Nacken: Ziehen Sie einen Mittelscheitel und binden Sie Ihr Haar tief im Nacken zusammen. Drehen Sie den Zopf zu einem Knoten und stecken Sie diesen mit Nadeln fest. Glätten Sie mit etwas Gel die Konturen für einen cleanen Look.
  • Geflochtener Dutt: Fassen Sie Ihr Haar zu einem Zopf am Hinterkopf zusammen. Flechten Sie diesen, fixieren Sie ihn mit einem Haargummi und drehen Sie ihn dann zu einem Dutt ein. Stecken Sie ihn mit Klammern fest. Dieser Look wirkt aufwendig, ist aber in wenigen Minuten gemacht.
  • Sleek Bun: Das glättet fliegende Haare und sorgt für den typischen Sleek-Effekt. Kämmen Sie Ihre Haare mit einer Wildschweinborstenbürste zu einem festen Zopf und fixieren Sie sie mit einem Haargummi. Drehen Sie den Zopf ein und wickeln Sie ihn kompakt zu einem Dutt. Fixieren Sie alles mit Haarnadeln und einem stark haltenden Haarspray für ein glänzendes, makelloses Finish.
  • Dutt mit Duttkissen (Donut Bun): Binden Sie einen hohen Zopf und ziehen Sie das Haar durch ein rundes Duttkissen, einen sogenannten Donut. Verteilen Sie das Haar gleichmäßig darüber nach außen und fixieren Sie es mit einem weiteren Haargummi von oben. Wickeln Sie die restlichen Spitzen um den Donut und stecken Sie sie fest.
  • Twisted Bun (gedrehter Dutt): Teilen Sie Ihr Haar in zwei Stränge, drehen Sie sie jeweils in eine Richtung ein und drehen Sie sie dann umeinander in die entgegengesetzte Richtung zu einem gedrehten Zopf. Wickeln Sie diesen zu einem Knoten. Fixieren Sie den gedrehten Dutt.
  • Half Bun: Teilen Sie das obere Drittel Ihrer Haare ab und binden Sie es zu einem Pferdeschwanz. Drehen Sie diesen zu einem Mini-Dutt am Oberkopf und fixieren Sie ihn mit einem schmalen Haargummi. Der Rest bleibt offen - ein moderner, jugendlicher Look.
  • Chignon: Binden Sie das Haar im Nacken zu einem Zopf, wickeln Sie es horizontal leicht nach innen ein (wie eine Rolle) und stecken Sie es mit Nadeln fest. Mit einem Kamm glätten und den Chignon mit Haarspray fixieren.
  • Double Bun (zwei Dutts): Teilen Sie das Haar in zwei Partien und binden Sie je einen hohen Zopf. Wickeln Sie diese zu zwei kleinen Dutts - ein Look, der verspielt wirkt und sich für lockere Sommerfeste oder besonders für Festivals gut eignet.

Stylingprodukte für eine perfekte Dutt-Frisur

Damit Sie Ihre Haare gut zum Dutt stylen können und die Frisur auch möglichst lange hält, kann es sinnvoll sein, Stylingprodukte zu benutzen. Für einen Sleek Bun ist ein Haarwachs oder -gel unerlässlich, Texturspray hilft, besonders feine und glatte Haare in Form zu bringen, indem es sie griffiger macht, und Trockenshampoo gibt dem Haar Volumen und Struktur. Für eine Portion Extra-Halt ist Haarspray eigentlich bei jeder Dutt-Frisur zum Abschluss sinnvoll.

ProduktBeschreibung
Ouai Trockenshampoo "Super Dry Shampoo"Gibt dem Haar Volumen und Struktur.
ghd Shiny Ever After HaarsprayFür eine Portion Extra-Halt.
"Style + Treat Sleek Stick"-Haarwachs von BriogeoUnerlässlich für einen Sleek Bun.
Rahua, Haarspray "Enchanted Island Salzspray"Texturspray hilft, besonders feine und glatte Haare in Form zu bringen.

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