Chihuahua Haarausfall Ursachen kurzhaar

Haarausfall beim Hund ist ein häufiges Problem, das viele Hundebesitzer betrifft. Es ist frustrierend, ständig Hundehaare von Möbeln, Kleidung und anderen Oberflächen entfernen zu müssen. Während ein gewisser Grad an Haarausfall normal ist, kann übermäßiger Fellverlust oder kahle Stellen auf verschiedene Ursachen hindeuten.

Der Fachbegriff für Haarausfall ist Alopezie. Wenn Ihr Hund so stark haart, dass er an einigen Stellen sein Fell vollständig verliert oder es sich schnell ausdünnt, gibt es oft verschiedene Ursachen.

Haarausfall beim Hund | Ursachen & Behandlung

Normaler Fellwechsel beim Chihuahua

Chihuahua-Welpen verlieren mit etwa 4 bis 5 Monaten ihr Babyfell. Als ausgewachsene Hunde durchlaufen Chihuahuas zweimal im Jahr den saisonalen Fellwechsel. In dieser Zeit bekommen sie entweder ihr Winter- oder Sommerfell und werfen reichlich alte Haare ab. Auch sonst haaren Chihuahuas das ganze Jahr über leicht.

Zweimal im Jahr ist Fellwechsel angesagt. Im Frühling verliert der Hund sein Winterfell und legt sich ein dünneres und oft auch glatteres Sommerfell zu. Im Herbst geht es dann retour: Der Hund verliert das Sommerfell, der Winterpelz kommt. Meist fällt dieser Fellwechsel nicht ganz so fulminant aus. Der Fellwechsel zieht sich über einige Wochen. Ihr Hund verliert zwar Fell in dieser Zeit, aber das ist völlig normal.

Allerdings, wenn Ihr Chihuahua so viel Fell verliert, dass kahle Stellen entstehen, ist dies nicht mehr normal und sollte untersucht werden.

Krankheitsbedingter Haarausfall

Haarausfall, besonders wenn er nur an bestimmten Stellen vorkommt, kann unterschiedliche Ursachen haben. Hier könnte die Ernährung durchaus eine Rolle spielen. Aber auch Pilzinfektionen oder Parasiten kommen in Frage. Sollte der Haarausfall nicht weggehen oder sogar stärker werden, dann unbedingt mit dem Tierarzt abklären.

Hier ist eine Zusammenfassung von Erkrankungen, die Fellverlust beim Hund auslösen:

Hormonelle Störungen

  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Zuerst entsteht trockenes, stumpfes Fell. Der Hund verliert Fell am Hals oder an anderen Hautfalten, wo viel Reibung herrscht. Häufig bilden sich dann symmetrische haarlose Bereiche am Rumpf.
  • Cushing-Syndrom (Hyperadrenocortizismus, Hypercortisolismus): Es kommt ebenfalls erst zu stumpfem Fell und Schuppen. Dann folgt Haarausfall am ganzen Rumpf, bei manchen Hunden wird das Fell nur dünner, ohne kahle Stellen zu bilden.
  • Hyperöstrogenismus: Ein Überschuss an Östrogen, sowohl beim Rüden als auch bei der Hündin (selten), der meist durch Tumoren in Eierstöcken oder Hoden ausgelöst wird. Der Hund verliert Haare, besonders im Genital- und Analbereich sowie zwischen den Oberschenkeln und am Bauch. Des Weiteren treten ein Anschwellen des Gesäuges (Gynäkomastie), eine vergrößerte Vulva (Hündin) bzw.
  • Alozepie X: Eine Hundekrankheit, die Schritt für Schritt zum Fellverlust führt, allerdings nur an Hals und Rumpf. Alopezia X ist eine Haarfollikelstörung, deren Ursache nach wie vor nicht bekannt ist. Sie wird nach Ausschluss anderer Stoffwechsel-bedingter Ursachen als Diagnose gestellt. Es handelt sich dabei um ein kosmetisches bzw.

Parasiten und Infektionen

  • Demodikose: Ist eine durch die Demodex-Milbe hervorgerufene Erkrankung der Haarfollikel.
  • Dermatophytose: Wird durch Hautpilze ausgelöst. Sie betrifft ebenfalls immungeschwächte Tiere sowie Junghunde und Jagdhunde. Warm-feuchtes Klima befördert das Pilzwachstum. Typisch für Hautpilz beim Hund: Kreisförmige haarlose Stellen, teilweise mit Schuppen und häufig ohne Juckreiz.
  • Pyodermie: Bezeichnet man eine bakterielle Infektion und folgende Entzündung der Haut. Sie kann zwar auch allein auftreten, meist ist sie aber die Folge anderer Erkrankungen: Durch eine gestörte Hautbarriere, Verletzung, Allergie, uvm. können sich die Keime vermehren.

Weitere Ursachen

  • Juckende Haut: Wenn Hunde juckende Hautstellen haben, entwickeln sie dort oft Haarausfall aufgrund des ständigen Kratzens, Leckens oder Beißens. Ursachen dafür können Allergien, bakterielle oder Pilzinfektionen der Haut sein.
  • Druckwunden: Knochige Körperstellen wie die Ellegebogen haben oft Kontakt mit harten Oberflächen. Dort kann die Haut schnell haarlos werden.
  • Reaktion auf bestimmte Medikamente: Bekommt Dein Hund eine Chemo- oder Corticosteroid-Therapie?
  • Weitere Ursachen: Krankheiten wie Follicular Dysplasia oder Kreisrunder Haarausfall. Bei Follicular Dysplasia sieht das Fell bei bestimmten Hunderassen „mottenzerfressen“ aus.

Diagnose und Behandlung

Wenn Ihr Hund Fell außerhalb des Fellwechsels verliert, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Neben einer körperlichen Untersuchung mit besonderem Augenmerk auf die Haut können weitere Checks notwendig werden. Insbesondere eine Blutuntersuchung ist hilfreich, um den diversen Stoffwechselstörungen auf die Spur zu kommen, die ursächlich sein können. Aber auch die mikroskopische Untersuchung von Haaren und Haut ist hilfreich.

Die Therapie richtet sich dann nach der Ursache. Während die Schilddrüsenunterfunktion recht einfach zu behandeln ist, können andere Erkrankungen schwieriger einzudämmen sein. Dies gilt insbesondere für z. B. Wenn eine greifbare Erkrankung vorhanden ist, sollten Sie Ihren Hund unbedingt dem Tierarzt vorstellen! Je stärker Haut und Haare geschädigt sind, z. B. durch Juckreiz, desto schwieriger wird es, den Weg zurück zu finden.

Die folgende Tabelle fasst einige der häufigsten Ursachen für Haarausfall bei Chihuahuas und ihre entsprechenden Behandlungen zusammen:

Ursache Behandlung
Schilddrüsenunterfunktion Schilddrüsenhormone
Cushing-Syndrom Medikamente zur Regulierung der Cortisolproduktion
Allergien Allergietests, hypoallergene Ernährung, Medikamente zur Linderung des Juckreizes
Parasitenbefall Antiparasitäre Medikamente (z.B. gegen Milben, Flöhe)
Pilzinfektionen Antimykotische Shampoos oder Medikamente

Vorbeugende Maßnahmen

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Haarausfall bei Ihrem Chihuahua vorzubeugen:

  • Regelmäßiges Bürsten: Regelmäßiges Bürsten entfernt lose Haare und Hautschüppchen und fördert die Hautdurchblutung.
  • Möglichst selten baden: Das Hundefell reinigt sich prima selbst. Baden Sie Ihren Hund nur dann mit Shampoo, wenn er wirklich großflächig verschmutzt ist und wählen Sie dafür ein Hundeshampoo, das die Haut des Hundes möglichst wenig austrocknet. Gut ausspülen und abtrocknen ist wichtig, damit sich keine warme Feuchtigkeit unter dichtem Fell hält, die das Wachstum von Bakterien und Pilzen befördert. Wasser und Seife greifen zudem immer den Fett- und Säureschutzmantel der Haut an, was sie anfälliger macht für Infektionen.
  • Optimale Fütterung: Ein hochwertiges Hundefutter, das alle Vitamine, Mineralien und essentiellen Fettsäuren in ausreichender Menge enthält, ist die beste Voraussetzung für gesunde Haut und schönes Fell. Bei bereits bestehenden Problemen können essentielle Fettsäuren (z. B. in Leinöl) und Probiotika (fördern die Darmflora) unterstützend sehr hilfreich sein. Sprechen Sie ggfs.
  • Parasitenprophylaxe: Behandeln Sie Ihren Hund regelmäßig gegen innere und äußere Parasiten. Durch z. B. Milben hervorgerufene Hautveränderungen können sehr unangenehm sein. Würmer oder Einzeller, die im Darm leben, schädigen die Darmschleimhaut und verschlechtern die Futteraufnahme.

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