Die Welt des Fußballs ist nicht nur von sportlichen Leistungen geprägt, sondern auch von individuellen Stilen und Trends. Ein besonders auffälliges Merkmal vieler Fußballspieler ist ihre Frisur. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Fußballer-Frisuren stark gewandelt, von klassischen Schnitten bis hin zu extravaganten Styles.
Die Sympathiewerte der deutschen Nationalspieler sind nicht nur aufgrund ihrer sportlichen Leistungen gestiegen, sondern auch durch unterhaltsame Einblicke, die der DFB über Social Media ermöglicht.
Eine ganze Reihe von Fan-Fragen dreht sich um die Haarpracht von Robert Andrich. "Die Haarfarbe wird nichts Neues", versichert Andrich, der aktuell auf ein natürliches Blond setzt. Er könne auch noch nicht sagen, wann genau er etwas Neues präsentieren kann, aber: "Es ist in Planung, es ist eine wilde Übergangsphase."
Andrich wähnt sich dabei "auf einem guten Weg. Ich bin fast über die schlimmste Phase hinweg. Im Winter kann ich jetzt eine Mütze tragen, ich bin gespannt". Es klingt stark danach, als wolle sich der DFB-Profi die Haare also weiter wachsen lassen.
"Ich muss das für mein Gewissen machen", führt Andrich lediglich kryptisch aus und ergänzt: "Meine Frau hat schon seit Monaten versucht, mich davon abzuhalten." Auch Gnabry stimmt Andrichs Frau zu: "Zu Recht".
Auch die Frisuren einiger gescheiterter Talente des BVB sind in Erinnerung geblieben. Ein Beispiel ist Mustafa Amini, der aufgrund seiner außergewöhnlichen Frisur Bekanntheit erlangte. Auf dem Spielfeld reichte es für den Australier in drei Jahren "nur" zu 57 Auftritten in der BVB-Reserve.
Adem Coban, ein Friseurmeister aus Wangen, hat sich einen Namen als Star-Friseur der Fußballprofis gemacht. Er frisiert nicht nur Spieler des VfB Stuttgart, sondern auch Nationalspieler anderer Vereine. Vor dem Spiel gegen Ungarn fuhr er nach Herzogenaurach, um Niclas Füllkrug, Kai Havertz, Emre Can oder Aleksandar Pavlovic die Haare schön zu machen.
Coban wurde Mitte der Saison 22/23 offiziell Teil des vereinsinternen Frisörteams des VfB Stuttgart. Er fährt meistens zwei Tage vor Spielen aufs VfB-Gelände, wo ein Großteil der Profis nach den Trainingseinheiten bei ihm vorbeischaut. "Die Spieler legen halt Wert darauf, dass sie zu jeder Partie auch eine Topfrisur haben", sagt Coban. "Nicht nur die Leistung, auch optisch muss alles passen."
Zu seinen regelmäßigen Kunden zählt er auch den Stuttgarter Trainer Sebastian Hoeneß, Teile der sportlichen Leitung und des Betreuerstabs.
Bei den Eigenheiten, Wünschen und Marotten seiner Promis will der Wangener nicht ins Detail gehen. Nur so viel: „Was die Frisur, den Bart oder die Übergänge angeht, sind alle penibel. Das Haar hat bei den Jungs eben einen hohen Stellenwert, das muss perfekt sein“, sagt Adem Coban. Und hebt doch einen heraus: „Deniz Undav ist da schon ein Spezialkandidat.“
Star-Friseur Udo Walz erklärte die Fußballer-Matten der letzten sieben Jahrzehnte:
| Jahrzehnt | Frisur | Bekannte Beispiele |
|---|---|---|
| 1950er | Tolle | Fritz Walter |
| 1960er | Pilzkopf | George Best |
| 1970er | Lange Haare, Scheitel | Günther Netzer |
| 1980er | Vokuhila | Mike Werner |
| 1990er | Strähnchen | Alexander Zickler |
| 2000er | Irokese | David Beckham, Bastian Schweinsteiger |
| 2010er | Undercut | Mario Gomez, Toni Kroos, Marco Reus |
Auch die Fußballsprache ist vielfältig und kreativ. In Tschechien steht der Begriff "Bundesliga" für die Kickerfrisur "Vokuhila". In Brasilien wird ein "Senker" als "Folha seca" (trockenes Blatt) bezeichnet. Und in Spanien parkt ein Team, das sich mit elf Spielern hinten reinstellt, "poner un autobus" (einen Bus hinstellen).
tags: #bundesliga #frisur #ungarn
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