Fußballfrisuren im Wandel der Zeit: Von Vokuhila zu Undercut

Die Welt des Fußballs ist nicht nur von sportlichen Leistungen geprägt, sondern auch von individuellen Stilen und Trends. Ein besonders auffälliges Merkmal vieler Fußballspieler ist ihre Frisur. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Fußballer-Frisuren stark gewandelt, von klassischen Schnitten bis hin zu extravaganten Styles.

Der Einfluss von Social Media und persönlichen Vorlieben

Die Sympathiewerte der deutschen Nationalspieler sind nicht nur aufgrund ihrer sportlichen Leistungen gestiegen, sondern auch durch unterhaltsame Einblicke, die der DFB über Social Media ermöglicht.

Fußball Frisuren

Ein Beispiel dafür ist ein Youtube-Video, in dem Robert Andrich und Serge Gnabry Fan-Fragen beantworten.

Andrich plant Haar-Update

Eine ganze Reihe von Fan-Fragen dreht sich um die Haarpracht von Robert Andrich. "Die Haarfarbe wird nichts Neues", versichert Andrich, der aktuell auf ein natürliches Blond setzt. Er könne auch noch nicht sagen, wann genau er etwas Neues präsentieren kann, aber: "Es ist in Planung, es ist eine wilde Übergangsphase."

Andrich wähnt sich dabei "auf einem guten Weg. Ich bin fast über die schlimmste Phase hinweg. Im Winter kann ich jetzt eine Mütze tragen, ich bin gespannt". Es klingt stark danach, als wolle sich der DFB-Profi die Haare also weiter wachsen lassen.

"Ich muss das für mein Gewissen machen", führt Andrich lediglich kryptisch aus und ergänzt: "Meine Frau hat schon seit Monaten versucht, mich davon abzuhalten." Auch Gnabry stimmt Andrichs Frau zu: "Zu Recht".

Gescheiterte Talente und ihre Frisuren

Auch die Frisuren einiger gescheiterter Talente des BVB sind in Erinnerung geblieben. Ein Beispiel ist Mustafa Amini, der aufgrund seiner außergewöhnlichen Frisur Bekanntheit erlangte. Auf dem Spielfeld reichte es für den Australier in drei Jahren "nur" zu 57 Auftritten in der BVB-Reserve.

Der Star-Friseur der Fußballprofis

Adem Coban, ein Friseurmeister aus Wangen, hat sich einen Namen als Star-Friseur der Fußballprofis gemacht. Er frisiert nicht nur Spieler des VfB Stuttgart, sondern auch Nationalspieler anderer Vereine. Vor dem Spiel gegen Ungarn fuhr er nach Herzogenaurach, um Niclas Füllkrug, Kai Havertz, Emre Can oder Aleksandar Pavlovic die Haare schön zu machen.

Coban wurde Mitte der Saison 22/23 offiziell Teil des vereinsinternen Frisörteams des VfB Stuttgart. Er fährt meistens zwei Tage vor Spielen aufs VfB-Gelände, wo ein Großteil der Profis nach den Trainingseinheiten bei ihm vorbeischaut. "Die Spieler legen halt Wert darauf, dass sie zu jeder Partie auch eine Topfrisur haben", sagt Coban. "Nicht nur die Leistung, auch optisch muss alles passen."

Zu seinen regelmäßigen Kunden zählt er auch den Stuttgarter Trainer Sebastian Hoeneß, Teile der sportlichen Leitung und des Betreuerstabs.

Bei den Eigenheiten, Wünschen und Marotten seiner Promis will der Wangener nicht ins Detail gehen. Nur so viel: „Was die Frisur, den Bart oder die Übergänge angeht, sind alle penibel. Das Haar hat bei den Jungs eben einen hohen Stellenwert, das muss perfekt sein“, sagt Adem Coban. Und hebt doch einen heraus: „Deniz Undav ist da schon ein Spezialkandidat.“

Die Entwicklung der Fußballer-Frisuren im Überblick

Star-Friseur Udo Walz erklärte die Fußballer-Matten der letzten sieben Jahrzehnte:

  • 1950er Jahre: Tolle Tollen wie Elvis
  • 1960er Jahre: Pilzköpfe wie die Beatles
  • 1970er Jahre: Lange Haare und Kult-Scheitel
  • 1980er Jahre: Das Jahrzehnt der Vokuhilas
  • 1990er Jahre: Strähnchen treiben's bunt
  • 2000er Jahre: Alle haben den Beckham-Iro
  • 2010er Jahre: Oben den Undercut
Jahrzehnt Frisur Bekannte Beispiele
1950er Tolle Fritz Walter
1960er Pilzkopf George Best
1970er Lange Haare, Scheitel Günther Netzer
1980er Vokuhila Mike Werner
1990er Strähnchen Alexander Zickler
2000er Irokese David Beckham, Bastian Schweinsteiger
2010er Undercut Mario Gomez, Toni Kroos, Marco Reus

Skurrile Fußballsprache

Auch die Fußballsprache ist vielfältig und kreativ. In Tschechien steht der Begriff "Bundesliga" für die Kickerfrisur "Vokuhila". In Brasilien wird ein "Senker" als "Folha seca" (trockenes Blatt) bezeichnet. Und in Spanien parkt ein Team, das sich mit elf Spielern hinten reinstellt, "poner un autobus" (einen Bus hinstellen).

tags: #bundesliga #frisur #ungarn

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen