Die Auswahl des richtigen Shampoos für Kinder kann eine Herausforderung sein. Eltern suchen nach Produkten, die mild, sicher und frei von schädlichen Inhaltsstoffen sind. In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf die Inhaltsstoffe von Bübchen Shampoo, vergleichen es mit anderen Kindershampoos und geben Einblicke in wichtige Aspekte wie Mikroplastik, Palmöl und Zertifizierungen.
Kindershampoo sollte besonders mild sein und keine Schadstoffe enthalten.
Kindershampoos sind oft milder als Shampoos für Erwachsene. Viele Hersteller verwenden nur milde Tenside, wie Zucker-Tenside, und reduzieren die Dosis der Tenside. Die Rezeptur unterscheidet sich sonst nicht sehr von Shampoos für Erwachsene, jedoch werden spezielle, milde Duftstoffe eingesetzt, die Kinder mögen.
Oft ist der Stoff Denatoniumbenzoat im Kindershampoo enthalten. Er ist extrem bitter und soll verhindern, dass Kinder Shampoo verschlucken.
Das „Bübchen Shampoo & Duschgel 2in1 Sportsfreund“ hat bei Öko-Test mit „befriedigend“ abgeschnitten und liegt damit im hinteren Drittel der Produkte. Es enthält den Stoff Polyethylenglucol (PEG), der als bedenklich gilt, da PEG-Verbindungen meist auf Basis von klimaschädlichem Erdöl gewonnen werden und die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen können.
Ein weiterer Kritikpunkt am Kinder-Duschshampoo von Bübchen ist, dass es wasserlösliche, synthetische Polymere, also Mikroplastik im weiteren Sinne, enthält. Öko-Test bezeichnet sie jedoch nicht als Mikroplastik, weil es sich nicht um feste Partikel handelt. Bübchen hat inzwischen angekündigt, in Zukunft auf PEG und Mikroplastik zu verzichten.
Ein Viertel der getesteten Shampoos für Kinder besteht bei Öko-Test aus zertifizierter Naturkosmetik. Kritische Stoffe haben die Expert*innen bei ihnen nicht gefunden. Kein Wunder, schließlich sind viele Problemstoffe in Naturkosmetik ohnehin verboten. Daher haben alle Naturkosmetik-Shampoos auch mit „sehr gut“ abgeschnitten. Getestet hat Öko-Test zum Beispiel das „Sante Family Kids Shampoo & Duschgel für kleine Entdecker“ und das „Weleda Kids 2in1 Shower & Shampoo Spritzige Limette“.
Weleda verzichtet auch auf großartige Versprechen auf der Verpackung. Aussagen wie „keine Tränen“ seien „unseriös“, erklärt das Unternehmen.
Das „Nickelodeon Paw Patrol 2in1 Shower Gel & Shampoo“ ist ein Lizenzprodukt der TV-Kinderserie Paw Patrol und Schlusslicht bei Öko-Test. Das Kindershampoo enthält die halogenorganische Verbindung Dichlorbenzylalkohol, die unter anderem Wasserorganismen dauerhaft schädigen kann.
Bei der Auswahl von Kosmetikprodukten spielen auch weitere Aspekte eine Rolle, wie beispielsweise der Einsatz von Palmöl, das Vorhandensein von Gluten oder Laktose sowie die Frage, ob das Produkt vegan ist.
Folgender Inhaltsstoff kann aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt sein: Glycerin. Um Platz für Ölpalmplantagen zu schaffen, werden grosse Flächen von Regenwäldern gerodet. In Indonesien sind bereits über zwei Drittel der Regenwälder zerstört und zahllose Lebewesen vom Aussterben bedroht. Besonders der Orang-Utan, der weltweit nur in den Regenwäldern von Sumatra und Borneo vorkommt, ist in akuter Gefahr. Die Zahl der wild lebenden Sumatra Orang-Utans ist seit 1900 um 91% gesunken. Seit 2016 gilt auch der Borneo Orang-Utan als unmittelbar vom Aussterben bedroht.
Durch die Waldzerstörung wird so viel Kohlendioxid freigesetzt, dass Indonesien zum drittgrössten Treibhausgasemittenten geworden ist - nach den USA und China. Dabei kommt ein grosser Teil des CO2 Ausstosses von der Zerstörung der Torfgebiete. Diese speichern riesige Mengen von Kohlenstoff. Für den Anbau von Ölpalmen werden die Torfböden entwässert, wobei Kohlendioxid und Methangas freigesetzt wird.
Die Ausdehnung der Palmölplantagen führt immer wieder zu sozialen Konflikten. Die einheimische Bevölkerung verliert ihr Land, welches ihnen als Lebensgrundlage dient, an die Palmölindustrie. Zusätzlich halten die Palmölfirmen dabei häufig ihre Versprechungen zur Kompensation gegenüber der Landbevölkerung nicht ein.
Seit 2016 müssen in der EU Lebensmittel, die Palmöl enthalten, entsprechend deklariert werden. Für Kosmetika gibt es aber noch keine Deklarationspflicht. In Kosmetika gibt es viele Begriffe, hinter denen sich Bestandteile der Ölpalme verstecken können, wie beispielsweise Sodium palmate oder Elais guineensis.
Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn seine Produktion nicht zu Regenwald- und Torflandzerstörung und/oder zu sozialen Konflikten führt. Leider ist der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt aber noch sehr klein.
Einige Produkte sind als gluten- oder laktosefrei gekennzeichnet. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Glutengehalt oder sind die Angaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein.
Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen und Hafer vorkommt. Mais, Reis, Buchweizen und Hirse sind hingegen glutenfrei.
Laktose, auch Milchzucker, ist ein Zweifachzucker aus Glukose und Galaktose, der unter anderem in Kuhmilch, Schafsmilch, Ziegenmilch und Stutenmilch vorkommt. Bei der Laktose-Intoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit) liegt ein Mangel des Enzyms Laktase vor.
Einige Produkte können Bestandteile tierischen Ursprungs enthalten oder unter Verwendung solcher Bestandteile hergestellt worden sein. Auf Grund von fehlenden, widersprüchlichen oder unverständlichen Daten ist keine definitive Einschätzung möglich.
Veganismus ist eine Lebens- und Ernährungsweise, bei der auf den Konsum von Produkten verzichtet wird, die tierischen Ursprungs sind oder Bestandteile tierischen Ursprungs beinhalten. Dazu zählen Lebensmittel und Kosmetika, die Inhaltsstoffe aus Fleisch, Fisch, Meerestieren, Milch, Ei und Honig enthalten.
Es gibt eine Vielzahl von Inhaltsstoffen in Kosmetikprodukten, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Einige Inhaltsstoffe sind jedoch umstritten und können unerwünschte Wirkungen haben.
PEG/PEG-Derivate verbinden als Emulgatoren Wasser und Fett. Diese Stoffe können die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den Körper einschleusen. Sie können auch irritierend im Kontakt mit Augen und Haut wirken.
Einige Farbstoffe färben kosmetische Mittel und/oder geben der Haut und/oder den Hautanhangsgebilden Farbe. Aromatische Amine sind Bausteine von Azo-Farben, von denen sich einige im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen haben.
Konservierungsstoffe hemmen in erster Linie die Entwicklung von Mikroorganismen in kosmetischen Mitteln. Einige Konservierungsstoffe können jedoch auch allergische Reaktionen auslösen.
Damit ein Produkt vom Hautschutzengel bewertet und empfohlen werden kann, muss das Produkt in die INCI-Tester Datenbank eingetragen sein bzw. eingetragen sein. Die Inhaltsstoffe müssen nachprüfbar sein. Der Hautschutzengel empfiehlt u.a. auch Produkte mit nicht ausschließlich unbedenklichen Inhaltsstoffen und zwar immer dann, wenn der Nutzen dem Risiko überwiegt und das Produkt eine besondere Aufgabe erfüllt, für die es derzeit keine wirkliche Alternative gibt.
In der Hautschutzengel Datenbank kann jeder durch das gezielte Filtern selbst entscheiden, welche Faktoren ihm bei der Wahl seiner Kosmetikprodukte besonders wichtig sind.
Labelinhaber ist die Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland GmbH (DSD), ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das wiederum der DSD - Duales System Holding GmbH & Co. KG angehört. Die Holding bündelt alle unternehmerischen Aktivitäten des Grünen Punkts.
Das DSD ist eine Reaktion der Wirtschaft auf die Verpackungsverordnung von 1991. Diese gibt vor, dass Verkaufsverpackungen durch Hersteller und Handel kostenlos zurückgenommen werden müssen. Diese sind von der Rücknahmepflicht freigestellt, wenn sie sich an einem dem DSD entsprechenden System beteiligen.
Ziel des Labels ist, Verpackungsmaterialien wieder zu verwenden und so Rohstoffe einzusparen. Hersteller und Händler sind seit 1991 verpflichtet, ihre Verpackungen zurückzunehmen. Sie können sich von dieser Pflicht befreien, wenn sie einem Rücknahmesystem wie dem DSD angehören.
Gegen eine Gebühr übernimmt das DSD die Aufgabe der Sammlung, Sortierung und Verwertung der gebrauchten Verkaufsverpackungen. Diese Gebühr richtet sich nach Material, Gewicht, Volumen sowie der Stückzahl der Verpackungen. Für die Nutzung des Symbols auf den Verpackungen muss eine zusätzliche Lizenzgebühr entrichtet werden.
Seit 2009 ist es nicht mehr Pflicht, das Symbol auf Verpackungen anzubringen. Er ist lediglich ein Symbol dafür, dass die entsprechende Verpackung über die Gelbe Tonne beziehungsweise den Gelben Sack entsorgt werden darf. Der Grüne Punkt sagt nichts über die Umweltverträglichkeit der Verpackung aus.
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