Braunhirse: Wirkung und Studien zur Haargesundheit

Braunhirse ist nicht nur ein Heilmittel, sondern auch ein wertvoller Nährstofflieferant. Seit vielen Jahren wird sie als natürliches Mittel geschätzt. Im Vergleich zu anderen Getreidearten ist Hirse glutenfrei und leichter verdaulich.

Was ist Braunhirse?

Braunhirse gehört zu den Rispenhirsen und erhält ihren Namen durch die rot-orange Färbung ihrer Schale. Wie alle Hirse-Arten zählt sie zum Spelzgetreide. Eine besondere Eigenschaft der Braunhirse ist ihre Widerstandsfähigkeit, wodurch sie auch auf weniger idealen Böden gute Erträge liefert.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Die Nährstofftabelle der Braunhirse ist beeindruckend, da sie viele nützliche Stoffe enthält, die dem Körper guttun. Sie enthält verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente wie natürliches Fluorid, Schwefel, Eisen, Magnesium und Zink. Ebenfalls sind verschiedene Vitamine reichlich in der Braunhirse enthalten.

Ein besonders wertvoller Mineralstoff ist Silicium, das im menschlichen Körper vor allem für Bindegewebe, Haut, Knochen sowie das Wachstum von Haaren und Nägeln benötigt wird. Je mehr Silicium der Mensch zu sich nimmt, desto höher kann seine Knochendichte werden. Daher ist Braunhirse besonders wichtig für Menschen mit Arthrose-Risiko.

Wirkung von Braunhirse auf die Haare

Silicium leistet einen wichtigen Beitrag zum Wachstum der Haare und der Fingernägel. Der Mensch hat schon früh erkannt, dass Hirse eine kräftigende Wirkung auf Haut, Haare und Nägel hat und z. B. Haarausfall stoppen sowie geschwächtes Bindegewebe und brüchige Nägel stärken kann.

Die besondere Wirksamkeit von Braunhirse gegen Haarausfall liegt in ihrem Gehalt an Silizium. Silizium ist ein essenzieller Bestandteil von Kieselsäure, die wiederum für die Bildung von Keratin, dem Hauptbaustein der Haare, benötigt wird. Die Verwendung von Braunhirse gegen Haarausfall ist eine bewährte Methode, die dazu beitragen kann, das Haar stärker und widerstandsfähiger zu machen.

Der Gehalt an Silizium in der Braunhirse unterstützt den Aufbau von Keratin, was für das gesunde Haarwachstum von entscheidender Bedeutung ist. Darüber hinaus hat die Hirse in ihrer natürlichen Form den Vorteil, dass sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist.

Köstliche Braunhirse: starker Wirkstoff für Haut, Haare, Knochen und Gehirn

Studienlage

Eine deutsche Studie an der Universität Hamburg-Eppendorf mit 55 Frauen hat gezeigt, dass Kieselsäure die Haarqualität verbessern kann. Eine Pilotstudie vom Universitätsklinikum Eppendorf beweist, dass Silizium die Haarqualität deutlich verbessern kann. Zum Ende der Studie erhöhte sich die Haardicke der Teilnehmerinnen durchschnittlich um 13 Prozent.

In einer Studie der Hautklinik Karlsruhe wurden Frauen mit androgenetischer Alopezie, dem erblich bedingten Haarausfall, mit Hirseextrakt behandelt. Zusätzlich wurden Pantothensäure und die Aminosäure L-Cystein angewendet.

Auch in einer randomisierten plazebokontrollierten Studie aus dem Jahr 2014 wurde die Wirkung von Kürbiskernöl untersucht, das ebenfalls zur Hemmung des Enzyms 5-alpha-Reduktase beiträgt. Die Haarfülle hatte um 40 Prozent zugenommen.

Weitere Vorteile von Braunhirse

  • Knochengesundheit: Silicium hält das Bindegewebe elastisch und trägt gemeinsam mit Calcium zur Knochen- und Gelenkgesundheit bei. Je höher die Siliciumzufuhr, desto höher die Knochendichte.
  • Herz-Kreislauf-System: Die Ballaststoffe in der Braunhirse können die Blutfettwerte senken und so Arteriosklerose vorbeugen.
  • Alzheimer-Prävention: Studien deuten darauf hin, dass Silicium das Alzheimer-Risiko mindern kann, da es das Gehirn vor Aluminium schützt.

Anwendung und Verzehr von Braunhirse

Seit einiger Zeit verkaufen Naturkostläden, Reformhäuser und Internetanbieter Braunhirse, überwiegend als Mehl zum Einrühren in Speisen oder Getränke. Braunhirse soll roh verzehrt basenbildend wirken und bei diversen Erkrankungen helfen, von Arthrose über Bindegewebsschwäche bis zu Haarausfall.

Von dem unerhitzten Mehl sollen zweimal täglich 3-4 gehäufte Teelöffel (ca. 70 Gramm) eingenommen werden. Der höhere Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen in der Schale von Braunhirse kann zwar zahlreiche positive, bei übermäßigem Verzehr aber auch unerwünschte Wirkungen haben.

Braunhirse als Sprossen

Braunhirse-Keimlinge kann man selbst keimen lassen. Geschälte Hirse wie die Goldhirse kann leider nicht mehr zum Keimen gebracht werden, doch Braunhirse eignet sich hierfür sehr gut. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Verpackung mit dem Zusatz "keimfähig" versehen ist.

Anleitung zum Keimen:

  1. Weichen Sie die Hirsekörner für ungefähr 4 Stunden in Wasser ein.
  2. Gießen Sie das Wasser ab und spülen Sie die Hirsekörner unter fließendem Wasser ab.
  3. Geben Sie die Hirsekörner in Ihr Keimgerät oder Keimglas.
  4. Spülen Sie die Körner nun 2- bis 3-mal täglich mit Wasser.
  5. Der Keimprozess dauert ungefähr 3 bis 5 Tage.
  6. Ist der Keim etwa 3-mal so groß wie das Hirsekorn selbst, können die Hirsesprossen geerntet werden.

Spülen Sie die Hirsesprossen vor dem Verzehr gründlich unter fließendem Wasser. Sie können die Hirsesprossen in einem abgedeckten Schüsselchen maximal für 3 Tage im Kühlschrank lagern. 10 g Saat ergeben rund 30 g Sprossen.

Wichtige Hinweise und Fazit

Obwohl krankheitsbezogene Werbeaussagen für Lebensmittel rechtlich nicht zulässig sind, werben die verschiedenen Internetanbieter mit nahezu identischem Text für die Heilwirkungen der Braunhirse. Die positiven Wirkungen der Braunhirse sind nicht vollständig nachgewiesen und die Heilversprechen nicht immer glaubwürdig.

Bei den empfohlenen Mengen sind gesundheitliche Nachteile vermutlich nicht zu erwarten. Unklar ist derzeit aber noch, wie sich größere Mengen auswirken, wenn Braunhirsemehl beispielsweise zusätzlich auch zum Brotbacken oder fürs Müsli verwendet wird.

Nährstoff Wirkung
Silicium Stärkt Bindegewebe, Haut, Haare und Nägel
Eisen Verbessert Sauerstoffsättigung des Blutes, fördert Durchblutung der Kopfhaut
B-Vitamine Unterstützen Zellteilung und Spezialisierung der Zellen
Zink Wichtig für Haarwachstum, Schutz der Haarwurzeln, gesunde Kopfhaut

Es ist wichtig zu betonen, dass Braunhirse keine dauerhafte Lösung bei erblich bedingtem Haarausfall bietet. In Studien wurde die Wirkung von Braunhirse gegen Haarausfall nachgewiesen, besonders in Kombination mit B-Vitaminen oder Weizenkeimöl. Diese Kombination stärkt die Haarstruktur, wirkt entzündungshemmend und verlängert die Wachstumsphasen der Haare, was zu einer höheren Haardichte führt.

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