Der Braun Series 9 9290cc ist ein elektrischer Rasierer der Premiumklasse, der für rund 230 Euro erhältlich ist und in der Praxis kaum Wünsche offen lässt. Die Stiftung Warentest hat zwölf Rasierer getestet, und die tägliche Rasur erledigen alle gründlich.
Doch kommen Dreitagebärte ins Spiel, haben viele Modelle Probleme.
Die Preisspanne ist gewaltig, denn für einen Rasierer kann man zwischen 70 und 350 Euro ausgeben.
Im Elektrorasierer Test der Stiftung Warentest im Jahr 2017 traten 12 Modelle gegeneinander an, wobei das Vorgängermodell, der Braun 9290cc mit einer Wertung von 1,9 zum Testsieger gekürt wurde.
Hier ist ein Überblick über die Top-Rasierer im Test:
Das Ranking:
Bei zwei Rasierern reichte es nur für Note 4: Beim Carrera No 421 gingen im Dauerbetrieb die Scherfolien zu Bruch. Und der Remington HyperFlex Aqua wurde dem "Aqua" in seinem Namen nicht gerecht. Obwohl er unter der Dusche funktionieren soll, drang bei der Tauchprüfung Wasser ein.
Für die Series 9 Werbekampagne hat Braun wohl mehr Geld ausgegeben, als die meisten von uns im ganzen Leben verdienen. Doch Braun investierte auch an anderer Stelle: An der Entwicklung des Gerätes arbeitete ein Team von 60 Ingenieuren.
Auch ein Team von fähigen Designern muss am Werk gewesen sein, denn der Braun 9297cc fällt durch seine elegante Form auf. Dazu liegt er exzellent in der Hand, er ist sehr gut gewichtet, wobei eine gummierte Rückseite für sicheren Halt sorgt. Mit seinem silbrigen Glanz fällt er einem sofort ins Auge.
Allerdings glänzt er so stark, dass Fingerabdrücke und Wasserflecken auf dem Gerätekörper gleich auffallen.
Das Gehäuse des Series 9 9290cc wirkt im ersten Moment wie aus einem matten oder gebürsteten Metall geformt, entpuppt sich aber schnell zum größten Teil als Kunststoff. Trotzdem muss man ausdrücklich betonen, dass der 9290cc fantastisch verarbeitet ist und auch der gewählte Kunststoff sehr hochwertig wirkt. Entsprechend leicht und gut liegt er dann auch dank der gummierten Griffoberfläche in der Hand.
Im Lieferumfang sind die clean & charge Reinigungsstation, ein Reise-Etui, ein Ladekabel und eine Reinigungsbürste enthalten.
Der Akku ist ein moderner Lithium-Ionen-Akku. Vollgeladen kann das Gerät ca. 50 Minuten ohne Netzanschluss betrieben werden. Der Lithium-Ionen-Akku ist nach einer knappen Stunde in der Ladestation bereits vollständig geladen und erlaubte in unserem Test einen Dauerbetrieb von fast 56 Minuten. Ein sehr guter Wert und vermutlich auch für den zweiwöchigen Strandurlaub absolut ausreichend.
Unterhalb des Einschaltknopfes befindet sich ein schickes LED Display. Fünf metallicblaue Batteriesegmente geben über den Ladezustand Auskunft. Darüber hinaus werden die letzten 9 Minuten verbleibender Rasierzeit als Countdown in Ziffern angezeigt.
Der Clou des Braun Series 9 ist der bewegliche Scherkopf. Bei Bedarf rastet er in einer von fünf Positionen ein, um das Rasieren an schwer zugänglichen Partien zu ermöglichen. Braun hat den Feststellknopf an der passenden Stelle integriert. Wenn Sie den Rasierer während der Rasur häufig verriegeln und entriegeln, werden Sie das zu schätzen wissen.
Doch nicht nur der Scherkopf, sondern die einzelnen Scherelemente sind beweglich gelagert, sodass man mühelos um die Kurven kommt, ohne den Kontakt zu seinen Bartstoppeln zu verlieren. Ein eingebauter Langhaarschneider erledigt die Grobarbeiten.
Genauer gesagt handelt es sich um einen Detailtrimmer, der einen professionellen Bartschneider nicht ersetzen kann. Bei den Koteletten liefert er jedoch ganz gute Ergebnisse. Leider versteckt sich der Trimmer hinter dem Rasierkopf. Das bedeutet, dass Sie den Langhaarschneider bei der Arbeit schlecht im Blick haben.
An der Qualität einer Rasur mit diesem Modell gibt es keine Zweifel. Die Gründlichkeit alleine erreichen aber einige Rasierer. Mit diesem Modell erzielst Du ein wirklich überzeugendes Resultat aber innerhalb kürzester Zeit. Nur an ganz wenigen Stellen ist mehrmaliges Rasieren nötig.
Die Stärke des Rasierers der Braun Series 9 liegt beim Dreitagebart. Anders als die meisten Elektrorasierer, die mit zwei Tage alten Stoppeln Probleme bekommen, mäht der Braun 9297cc auch am dritten Tag unverändert leichtgängig. Bei anderen Rasierern müssten Sie hier bereits einen Bartschneider einsetzen.
Der “Direct & Cut” Trimmer soll Haare, die in verschiedene Richtungen wachsen, ausrichten und schneiden. Während das auf Flächen gut funktioniert, benötigt man am Kinn mehrere Durchgänge. Wie es schon der 9240s gezeigt hat, kann auch der 9290cc bei der Trockenrasur voll überzeugen. Es ziept und zwickt nichts, auch problematische Zonen werden gut rasiert und die Haut fühlt sich im Anschluss wirklich sehr glatt an. Dabei kommt es bei normaler Haut kaum zu Rasurbrand und so gut wie nie zu Irritationen.
Noch einen Tick schonender gestaltet sich die Nassrasur mit etwas Rasierschaum, allerdings ist die Variante natürlich auch deutlich zeitaufwändiger. Im Alltag dürfte die tägliche Trockenrasur jedenfalls die meist genutzte Variante sein, denn die ist sehr sauber und schon nach etwa 2 Minuten erledigt.
Um Deine Haut musst Du Dir mit dem Braun wenig Sorgen machen, da er hautschonend rasiert. Achte aber darauf, dass die Scherfolien nicht noch nass von der Reinigungsflüssigkeit sind, sonst kann es auf der Haut brennen.
Die geringe Breite des Konturenschneiders kommt bei der Kundschaft nicht gut an, zum ästhetischen Kürzen der Koteletten braucht es mehr als einen Schnitt. Auch wäre es gut, wenn er weiter über die Scherfolien herausragte, um eine bessere Sicht im Spiegel zu ermöglichen.
Feiner Rasierstaub lässt sich sowohl unter fließendem Wasser als auch mithilfe der Reinigungsstation ausspülen. Sollten sich aber längere Barthaare im Scherkopf verfangen haben, ist es gar nicht so leicht, diese herauszubekommen. Das liegt an den neuen Scherfolien von Braun, die leider nicht mehr von den Klingen zu trennen sind.
Während einen die Akkustandsanzeige also weitgehend in Ruhe lässt, macht sich die Reinigungsanzeige umso öfter bemerkbar. Das tägliche Reinigen in der Station ist dabei aber gar nicht unbedingt nötig, ginge bei einem Preis von rund 4 Euro für die Kartuschen auch ziemlich ins Geld. Die müssen nämlich zumindest alle 1-2 Monate ausgetauscht werden.
Unserer Erfahrung nach ist es absolut ausreichend den Rasierer im Alltag manuell unter dem Wasserhahn zu reinigen, was ebenfalls sehr schnell erledigt ist. Ein- bis zweimal die Woche kann der Rasierer dann zur optimalen Pflege des Scherkopfs das Programm in der Reinigungsstation durchlaufen.
Der Apparat liegt auch dank seines geringen Gewichts angenehm in der Hand, keine Frage. Die Käufer geben lediglich zu bedenken, dass der große, ein wenig klobige Scherkopf im Bereich der Oberlippe etwas umständlich zu handhaben sein kann.
In Sachen Vibrationen und Geräuschkulisse leistet sich das Gerät keine Fehltritte. Ein gewisser Geräuschpegel lässt sich nicht verhindern, doch auch die Fachpresse zeigt sich zufrieden.
Obwohl der Braun Series 9 9297cc bei der Rasierleistung überzeugt, gibt er in puncto Preis-Leistungs-Verhältnis ein schlechteres Bild ab. Des Weiteren lässt sich schwer nachvollziehen, wieso die einzelnen Versionen im Preis voneinander so stark abweichen.
Unserer Meinung nach ist der Braun Series 7 eine perfekte Alternative. Der Series 7 nimmt es von der Rasierleistung mit dem Series 9 auf. Er wirkt zwar etwas klobig und kann nicht mit einem goldglänzenden Mitteltrimmer aufwarten, doch für die meisten Männer ist er eine sehr gute Wahl.
tags: #Braun #Series #9 #9290cc #Test
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