Braun Rasierer: Eine Geschichte von Design und Innovation

Kaum ein Unternehmen hat die Design-Szene in Deutschland so stark geprägt wie Braun. Besonders die Entwürfe von Dieter Rams sind zu Ikonen geworden. AD wirft einen Blick auf die Geschichte des Unternehmens.

Braun begann 1921 als kleiner Ingenieurbetrieb in Frankfurt am Main und entwickelte sich bis heute zur international renommierten Marke. Maßgeblich beteiligt an dieser Entwicklung waren Brauns Ingenieure, denn sie sorgten für stetige Innovation und Langlebigkeit der Produkte. Aber auch ihre außergewöhnliche Produktgestaltung zeichnet die Marke seit jeher aus.

Als Max Braun 1921 in einem Hinterhof im Frankfurter Stadtteil Bockenheim Räume mietete, um dort elektrische Geräte zu bauen, konnte niemand ahnen, dass seine Firma Design-Geschichte schreiben würde. Nicht mal er selbst. Braun war Ingenieur und gerade 30 Jahre alt. Und er war Erfinder. Der erste Gegenstand, den er im dritten Stock Seitenflügel Jordanstraße für die „Max Braun oHG“ herstellte, war ein so genannter Triebriemenverbinder - ein Bauteil der Antriebstechnik. Zwei Jahre später ließ er den „Trumpf Walzendetektor“ folgen, es war Brauns Einstieg in den Markt für Unterhaltungselektronik. Will heißen: sein erstes Radio.

Das Haus Jordanstraße 12 steht heute noch, die Max Braun oHG aber ist schon vor langer Zeit umgezogen nach Kronberg im Taunus und zur Braun AG geworden, einem Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und rund einer halben Milliarde Euro Umsatz im Jahr. Max Braun war ein hervorragender Techniker, doch in die Annalen des Design sollte die Firma erst eingehen, als 1950 seine Söhne Artur und Erwin, damals beide in ihren Zwanzigern, in die Geschäftsführung eintraten.

Der erste elektrische Rasierer von Braun

Den ersten elektrischen Rasierer, den "S 50", stellte Braun dann 1950 vor. Er kombinierte einen oszillierenden Klingenblock mit einer darüber gespannten, ultradünnen aber dennoch stabilen Stahlfolie.

Noch im selben Jahr brachten sie den Rasierapparat S 50 heraus. Er war für seine Zeit avanciert konstruiert: ein Trockenrasierer mit von Max Braun erfundener und patentierter Scherfolie. Im Jahr darauf starb Max Braun unerwartet früh - nun übernahmen die beiden Brüder die volle Verantwortung und richteten die Firma nach ihren Vorstellungen neu aus.

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Die Ära Dieter Rams und die "Gute Form"

1953 engagierten sie Fritz Eichler, den ersten Design-Direktor der Max Braun oHG. Eichler war es, der Hans Gugelot und die Ulmer Hochschule für Gestaltung ins Spiel brachte, vor allem Otl Aicher, aber auch Herbert Hirche und Wilhelm Wagenfeld, zwei ehemalige Bauhaus-Schüler. Ab dem Zeitpunkt entwickelten sich die Dinge rasant. 1955 stellten Eichler und die Braun-Brüder Dieter Rams ein. Die gute Form wurde zum Markenzeichen von Braun, und Rams ihr Gesicht.

Die ersten wirklich genialen Entwürfe hatten Artur Braun und Fritz Eichler bereits 1954 gelandet: die Röhrenradios SK 1 und SK 2. Waren Radioapparate bis dahin mehr Möbel als Gegenstände, weitgehend aus Holz gefertigt, klobig und unansehnlich, mit vielen Drucktasten und dem typischen horizontalen Frequenzband, so wirkten die SK-Modelle wie Geräte aus einem Science Fiction-Film. Sie waren Objekte von einfach bestechender, bestechend einfacher Schönheit: strahlend hell, das Gehäuse ein Quader mit gerundeten Ecken, planer, gelochter Front und zwei runden Drehknöpfen, über denen ein hellgrauer, ebenfalls runder Sendersucher thronte.

Das nächste Radio kam mit einem Plattenspieler - der legendäre „Schneewittchensarg“. Den Spitznamen erhielt der SK 4 wohl wegen seiner durchsichtigen aufklappbaren Haube und natürlich war er schon immer absolut unpassend. Aber er drückt eben auch aus, was die Zeitgenossen über das Gerät dachten, das das spießige Nachkriegsdeutschland vollkommen unvorbereitet traf: ein Design wie aus dem Märchen, und wenn nicht von dort, dann auf jeden Fall eines aus einer anderen Welt.

Der schlichten Eleganz blieben die Designer auch weiterhin treu, allen voran Dieter Rams. Die Wanduhr ABW 41 „domodisque“ oder der Taschenrechner ET 66 sind nur zwei Beispiele für den unverwechselbaren Braun-Stil, der um die Welt gehen sollte - und zwar im wortwörtlichen Sinn.

Der Einfluss, den die Firma auf die Design-Szene daheim in Deutschland ausübte, lässt sich daher kaum überschätzen. Dies betrifft nicht nur die Gestaltung, sondern auch ihren Status. Als das Marketing des Unternehmens Dieter Rams als „Mr. Braun“ in den Vordergrund rückte, nahmen das die anderen Gestalter zum Anlass, ebenfalls auf ihrer Autorenschaft, ihrem Urheberrecht und der Nennung ihres Namens zu bestehen - ein Meilenstein in der Geschichte des Designs in Deutschland.

Braun heute: Innovation und Tradition

Die Braun AG selbst hat sich verändert und schon vor Jahrzehnten aus dem Geschäft etwa mit Radios und Plattenspielern - einem der weltweit am stärksten umkämpften Märkte überhaupt - praktisch komplett zurückgezogen. Doch zum 100-jährigen Jubliläum der Firmengründung durch Max Braun besinnt man sich auch in Kronberg gerne seiner Wurzeln.

In diesem Jahr wird die „100 Jahre Design Edition“ mit Sonderausführungen ausgewählter Braun-Tools aufgelegt. Damit nicht genug: Virgil Abloh, der gefeierte Off White-Gründer und Chefdesigner der Männerkollektionen von Louis Vuitton, konnte für eine Kollaboration gewonnen werden. Noch sind die endgültigen Entwürfe nicht publik, aber so viel ist klar: Es wird um die Rams-Komponenten TS 45, TG 60 und L 450 gehen. Hinter diesen Bezeichnungen verbergen sich Steuerung, Tonbandgerät und Lautsprecher einer Stereoanlage, die man in den Sechzigerjahren an der Wand hängend anbringen konnte. Abloh beabsichtigt, daraus ein „funktionales Kunstwerk“ zu machen.

Ersatzteile für Braun Rasierer

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Geräte wie neu funktionieren oder erweitern Sie die Funktionalität Ihres Braun-Gerätes. Braun empfiehlt, Scherfolie und Klingenblock alle 18 Monate auszutauschen, um weiterhin ein optimales Ergebnis zu garantieren. Tag für Tag eine perfekte Rasur. Ihr Braun Rasierer schneidet innerhalb von 18 Monaten durchschnittlich 6 Mio. Haare. Diese unglaubliche Aufgabe fordert ihren Tribut: die Schneideteile nutzen sich langsam ab und Ihre Rasur kann weniger gründlich und komfortabel werden.

Wir versenden ausschließlich nur original Braun Scherteile und Braun Schersysteme. Hier finden Sie jegliche Ersatzteile von Braun Rasierern, die nach Typennummern und Modellen gelistet sind. Die Produkttypennummer ist ein 4-stelliger Code, den Sie direkt auf Ihrem Braun Produkt finden. Normalerweise wird sie als "Type: XXXX" angegeben. Wenn Sie sie nicht direkt finden können, ist sie vielleicht hinter dem ausziehbaren Trimmer Ihres Geräts versteckt oder unterhalb des Scherkopfes.

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