Braun Cruzer4 Face Test: Solide Rasurleistung und vielseitige Styling-Optionen

Mein alter Braun Rasierer, etwa 40 Jahre alt, funktioniert immer noch tadellos, aber er fällt langsam auseinander. Nun ist auch der Langhaarschneider defekt. Es war Zeit für einen neuen Rasierer. Ich entschied mich für den kleinsten im Saturn-Angebot, der aber immer noch 4 cm länger ist als mein Uralt-Gerät: Der Cruzer 4 Face von Braun.

Wie die zahlreichen Kundenstimmen zur CruZer-Serie von Braun belegen, zeichnen sich alle Geräte durch eine sehr solide Rasurleistung aus. Dies trifft auch auf das Modell Cruzer4 Face zu, das sich jedoch, im Unterschied zum CruZer6 face, hauptsächlich an Glattrasierer richtet, die sich nur teilweise ein paar Barthaare stehen lassen.

Integrierter Trimmer, aber kein Bartschneider

Der Braun verfügt zwar über einen pfiffigen integrierten Trimmer, um mit diesem jedoch einen Vollbart pflegen zu können, ist er zu umständlich. Der Trimmer besitzt zwei Seiten, die im Handumdrehen gewechselt werden können. Die schmale Seite ist dafür gedacht, präzise Konturen und Linien zu zeichnen, mit der 28 Millimeter breiteren Schneidefläche hingegen lassen sich größere Flächen bearbeiten.

Doch da sich die Länge nicht variieren lässt und selbst die breite Seite doch zu schmal ausfällt, sollte das Gerät tatsächlich lediglich zum Trimmen von Teilbärten eingesetzt werden.

Gute Rasierergebnisse

Ohne Fehl und Tadel jedoch scheint der Trockenrasierer zu sein. Die Scherfolie ist so gearbeitet, dass sie selbst widerborstige Barthaare zähmen soll. Dies bestätigen zahlreiche Kundenmeinungen, nur die wenigsten sind mit der Rasurleistung des Braun eher unzufrieden. Die Scherfolie selbst fällt übrigens ziemlich breit aus, sodass die Rasur selbst relativ zügig über die Bühne geht.

Ein Komfortmerkmal, über das nicht jeder Rasierer verfügt, ist die Schnellladung. Nach nur fünf Minuten am Netz hält der Braun auf jeden Fall eine Rasur durch. Voll aufgeladen - also nach etwa einer Stunde - steht er für rund 30 Minuten zur Verfügung.

Produkttest: Braun cruZer4 Z60 Black Edition

Nicht nur die Tierschutzorganisation PETA sagt dem Pelz den Kampf an, sondern auch immer mehr Männer streifen ihr Fell ab. Schließlich wünschen sich die Damen laut Umfragen das Fell eher als kuschlige Variante vor dem Kamin oder als Bettvorleger als auf der Brust des Mannes - von zu starker Behaarung an Beinen und Armen oder gar auf dem Rücken ganz zu schweigen. Was tun, fragt sich der Mann, der vor Waxing lieber reißaus nimmt? Rasieren, stylen und trimmen - und das alles in einem Body-&-Face-Gerät wie dem Braun cruZer4 Z60? Klingt nach der perfekten Lösung. Ein Produkttest sollte es beweisen.

Neben dem cruZer4 Z60 black von Braun befinden sich in der Verpackung eine Ladestation samt Kabel, ein Kurzbart- und Trimming-Aufsatz sowie ein Reinungspinsel samt Öl. Kam bei mir bislang ein etwas in die Jahre gekommener Philips SmartTouch XL zum Einsatz, suchte ich nach einer Alternative, die sich nicht ausschließlich auf das Gesicht beschränkt.

Ich habe es inzwischen wirklich mehrfach versucht, aber leider kommt für mich der Braun cruZer nicht als Alternative zum Philips SmartTouch XL in Frage. Hier liefern die Holländer mit dem 3er-Scherkopfsystem in kürzerer Zeit ein um Längen besseres, präziseres und somit auch hautverträglicheres Ergebnis. Würde ich meinen alten Philips als Referenz nehmen, so müsste ich beim Braun mindestens einen Punkt in der Bewertung abziehen.

Styling und Trimmen

Ob sexy 3-Tage-Bart und das Modell „Kevin Kuranyi“ - trimmen und stylen klappt mit dem Braun cruZer4 hervorragend. Zum Einen bietet er einen drehbaren Styler auf der Oberseite des Gerätes und somit zwei verschiedene Breiten (14 und 28 mm) mit denen man(n) zum Wunsch-Bärtchen kommt, zum Anderen würde der Trimming- bzw. Kurzbart-Aufsatz vorher kinderleicht nur all zu langen Bartwuchs kürzen.

Da dieser allerdings nur wenigen Männern, einschließlich dem Herrn zu Heilig Abend stehen dürfte, sind beide dazu gedacht, lange Haar zu kürzen bzw. den Bart in 3-Tage-Optik zu halten. Sollte man(n) also mal tagelang durch die weite Welt umherirren ohne auch nur in die Nähe eines Rasierers zu gelangen, so wird der Braun anschließend seinen Job tun und den Herrn wieder Zivilisations-würdig aus dem Bad kommen lassen.

Körperrasur

Kaum ein Radsportler schwingt sich heute noch mit Fell an den Beinen auf den Drahtesel, denn er würde ebenso viel Zeit liegen lassen, wie der Schwimmer im Becken. Doch inzwischen ist es auch bei vielen jungen Männer üblich, sich der Beinbehaarung gerade im Sommer zu erledigen und auch sonst der Frau ein aalglattes Vergnügen zu bereiten. Man(n) sollte ja nicht nur Bedingungen an das Äußere der Frau stellen, wenn man selber rumrennt, wie frisch auf der Flucht vor den Zoowärtern.

Der Trimming-Aufsatz schien ideal zum Kürzen der Haare, doch was im Gesicht noch gut ausschaut, hinterließ auf den Beinen eher ein Schlachtfeld sondergleichen. Immer wieder musste ich Stellen an Ober- und Unterschenkel entdecken, an denen entweder noch die längeren Haare standen oder sich beinahe eine Komplett-Rasur erahnen ließen. Was optisch grauenvoll aussah, war aber ideal für den vollständigen Test des Braun cruZer4. Mit dem breiten Styler ging’s dran, die Haare auf ein Minimum zu kürzen, bevor sie der Rasierer endgültig verschlucken sollte.

Um sich bei der morgendlichen Dusche auch der Achsel- und Brustbehaarung zu entledigen, nimmt man den Braun cruZer4 einfach gleich mit. Rasierschaum oder -gel verwenden und schon sind die Zeiten der guten, alten Rasierer ohne Elektronik vergessen. Das Ergebnis kann sich hierbei sehen lassen und auch fühlen lassen.

Allgemein liegt der Testkandidat wirklich gut in der Hand, wirkt er mit seinen Abmessungen nicht so klobig wie der Philips. Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich die Platzierung des Ein/Aus-Schalters auf der Unterseite des Gerätes. Dieser wurde an der Stelle platziert, an der bei normalen Gebrauch eh der Daumen liegt. So kam es hin und wieder vor, dass ich den Rasierer ungewollt abstellte. Der Styler lässt sich kinderleicht in beide Richtungen drehen, sodass man ihn auch während der Rasur einstellen kann.

Laut Herstellerangaben hält der vollgeladener Akku ca. 30 Minuten durch, was ich nur bestätigen kann. Allerdings wäre es wünschenswert, wenn man eine vollständige Anzeige verbaut hätte, die einem rechtzeitig signalisiert, dass man diesen aufladen sollte. So passierte es während des Testens, dass man früh im Bad stand und eine Seite rasiert hatte, aber der Braun vor Beginn der anderen Gesichtshälfte den Betrieb einstellte. Die Ladekontrollleuchte dient lediglich zur Anzeige, ob der cruZer4 wieder vom Netz genommen werden kann.

BRAUN Cuzer 4 Face Scheerapparaat voor heren / Rasoir homme - Product video Vandenborre.be

Ein Allrounder zeichnet sich dahergehend aus, dass er mindestens zwei Fähigkeiten in sich vereint. Der Braun cruZer4 Z60 vereint einen guten Rasierer, als auch einen hervorragenden Styler und Trimmer in einem Gerät. Er liegt gut in der Hand, lässt sich kinderleicht bedienen und auch reinigen. Neben der fehlenden Akkustand-Anzeige vermisse ich vor allem eine Transporttasche. Wie in Gottes Namen soll ich das Gerät nur während meiner Reisen mitnehmen? Es ist platzsparender als der Philips und auch besser, da ich ab sofort nicht mehr den Rasierer fürs Gesicht und zusätzlich die Gillette-Klingen für Brust und Achseln mitschleppen muss. Doch wohin nur mit dem Braun cruZer4, wenn man sich schnell noch im Hotelbad rasiert und das Gerät gereinigt hat? So nass kann man ihn ja nicht in die Waschtasche stecken.

Alles in allem ist der Braun cruZer4 Z60 Black Edition eine sehr gute Wahl für alle Männer, die sich mehrere Geräte zur Körperpflege ersparen wollen, auch wenn diese in ihren Einsatzgebieten einzeln auf jeden Fall die bessere Ergebnisse erzielen. Mit einer Tasche und einer eingebauten Anzeigen für den Akkustand hätte das Gerät von mir sicherlich eine 1- bekommen, so reicht es nur für eine gute 2, denn die Rasur-Ergebnisse hätte ich mir besser vorgestellt.

Braun Cruzer 4: Ein Rasierer für junge Leute?

Mit der Braun cruZer Reihe will Braun die untere Preisklasse von Rasierapparaten abdecken. Zielgruppe des Braun Cruzer 4 z60 (neuestes Modell nach Cruzer 2 und 3) sind vorrangig Jugendliche und die, die es bleiben wollen, wie sich dem poppigen Marketing entnehmen lässt. Dort wird mit englischen Slogans gelockt, mit coolem Design verführt, doch wie ist er, der Blick in den Spiegel am nächsten morgen? Ein Rasierer für diejenigen, die nicht mit zig Rasierutensilien Zeit verschwenden wollen. So wirbt Braun für seinen Cruzer 4. Doch schafft es der preisgünstige Braun Rasierer auf diese Utensilien zu verzichten?

Braun verfolgt mit dem cruZer das Ziel die jugendliche Freude am Selbst zu unterstützen. Um alles handlich zu verpacken ist der Braun Cruzer 4 modifizierbar. Der Rasierer beherbergt gleich zwei Langhaarschneider. Einen schmalen, um Linien und Kanten zu präzise definieren und einen breiteren zum Trimmen von größeren Bereichen. Die einzelnen Langhaarschneider liegen an den entgegengesetzten Enden eines Moduls. Auch ein Trimmer findet Platz im Braun Rasierer Cruzer 4. Dieser ist in vier Stufen einstellbar, um die gewünschte Bartlänge zu trimmen und beizubehalten. Zum Gebrauch wird dieser einfach auf den Braun Rasierapparat aufgesetzt, um loszutrimmen.

Durch die federnd gelagerte Scherfolie, die die Barthaare zu dem schneidenden Klingenblock führt, ist der Braun Rasierer für alle Gesichtskonturen und Unebenheiten gewappnet. Erwartungsgemäß kommt der cruZer 4 nicht an andere Braun Rasierapparate höher Preisklassen heran. Dennoch urteilt Stiftung Warentest mit einem Gut für seine Rasierleistung. Dies dürfte unter Anderem der neu verbauten OptiFoil Scherfolie zu verdanken sein. Diese bietet verschieden große Löcher, um Barthaare gleich ihrer Wuchsrichtung zu erfassen. Dieses Designgeschick ließ Braun lange Zeit vermissen, doch weiß mit dem Cruzer 4 z60 zu überzeugen.

Tatsächlich müssen junge Leute kaum Abstriche in der Gründlichkeit der Rasur machen und werden allerlei Freude an und mit diesem Braun Rasierer haben. Die zahlreich gegebenen Möglichkeiten erlauben zu experimentieren oder einfach das Können in die Tat umzusetzen.

Trockenrasierer von Braun: Eine gute Wahl?

Wirft man einen Blick auf den aktuellen Rasierermarkt, entsteht schnell der Eindruck, dass sich Modelle, die sowohl eine Trocken- als auch eine Nassrasur ermöglichen, sich kräftig auf dem Vormarsch befinden und kurz davor stehen, reine Trockenrasierer endgültig zu verdrängen. Doch der Eindruck täuscht, wie sich am Beispiel von Braun, einem der renommiertesten Hersteller hierzulande, zeigen lässt. Selbst in den neuen Serien sind Trockenrasierer anzutreffen. Der Gerätetyp ist aufgrund seiner Vorzüge, was die Rasur betrifft, noch lange kein Auslaufmodell.

Gründlichere Rasur als Nass-/Trockenrasierer

Männer, denen es vorrangig um eine schnelle und gleichzeitig gründliche Rasur geht, fahren mit einem Trockenrasierer in der Regel besser. Das hat rein technische Gründe. Elektrorasierer haben es mit harten Barthaaren leichter, diese zu erfassen und abzurasieren. Im Unterschied zu einem Nassrasierer mit Klinge wird das Barthaar nämlich nicht in einem Rutsch abgeschnitten, sondern mit ultra-schnellen Schnittbewegungen Stück für Stück abgehobelt. Durch den Kontakt mit Wasser und Schaum/Gel wird das Barthaar jedoch weich. Was für die Nassrasur mit einer Klinge von Vorteil ist, erschwert einem Nass-/Trocken-Elektrorasierer also die Arbeit. Trockenrasierer liefern daher in der Regel eine gründlichere Rasur ab und sind zudem schneller, was vor allem dann gilt, wenn die Haare etwas länger sind. Im nassen Zustand legen sich diese nämlich gern flach an die Haut an und sind für die Scherfolie und die darunter liegenden Messer schwerer zu greifen.

Weniger sanft zur Haut

Auf der anderen Seite schwören vor allem Männer mit empfindlicher Problemhaut auf Nass-/Trockenrasierer. Speziell bei der Verwendung von Schaum/Gel bildet sich eine zusätzliche Schutzschicht, die Haut wird durch die Rasur nicht so stark strapaziert. Aber auch ohne Schaum/Gel wird von vielen die Nassrasur als angenehmer empfunden. Das Manko, wahrscheinlich länger für eine Rasur zu brauchen und ein weniger gründliches Ergebnis zu erzielen, wird daher meist gern in Kauf genommen.

Trockenrasierer quer über alle Serien verteilt

Bei Braun finden sich reine Trockenrasierer quer über alle Serien verteilt. Den größten Anteil haben sie in den sogenannten Einsteigerserien, also in der Series 1 und der Series 3. Hier dominieren sie das Sortiment. Bei einigen Modellen dieser Serien lassen sich aber zumindest die Scherköpfe unter fließendem Wasser reinigen. In den höheren Klassen, also der Series 5, Series 7 und seit Neuestem der Series 9, hält sich das Verhältnis von Trocken- und Nass-/Trockenrasierern eher in etwa die Waage. Letztere lassen sich häufig leicht an der Zusatzbezeichnung „Wet & Dry“ erkennen.

Dasselbe trifft auch auf die Bodygroomer der CruZer-Serie von Braun zu sowie auf die Silk-épil-Damenrasierer von Braun. Auch hier sollte vor einer Anschaffung generell eine Entscheidung zwischen einem Trocken- und einem Trocken-/Nassrasierer getroffen werden. Für empfindliche Hauttypen empfehlt es sich tendenziell, eine Nassrasur auszutesten, also der Griff zu einem Kombi-Modell. Die Trocken-/Nassrasierer dürfen außerdem teilweise unter der Dusche benutzt werden, was wiederum Kunden, die es öfter eilig haben, zu schätzen wissen - obwohl die Rasur selbst, wie schon erwähnt, länger dauern kann.

Fazit

Eine gründliche, hautschonende Rasur muss nicht teuer sein - zu diesem Resultat kommen 48 Probanden und die Redakteur:innen der Stiftung Warentest. Nass oder trocken? An der Beantwortung dieser Frage scheiden sich die Geister und kaum ein anderes Thema wird - zumindest unter Männern - so kontrovers diskutiert. Während die Anhänger der Nassrasur vor allem die Gründlichkeit schätzen, schwören Nutzer eines Elektrorasierers auf die zügige Rasur ohne Wasser und Rasierschaum.

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