Trockenrasierer von Braun im Test: Ein umfassender Überblick

Wirft man einen Blick auf den aktuellen Rasierermarkt, entsteht schnell der Eindruck, dass sich Modelle, die sowohl eine Trocken- als auch eine Nassrasur ermöglichen, sich kräftig auf dem Vormarsch befinden und kurz davor stehen, reine Trockenrasierer endgültig zu verdrängen. Doch der Eindruck täuscht, wie sich am Beispiel von Braun, einem der renommiertesten Hersteller hierzulande, zeigen lässt. Selbst in den neuen Serien sind Trockenrasierer anzutreffen. Der Gerätetyp ist aufgrund seiner Vorzüge, was die Rasur betrifft, noch lange kein Auslaufmodell.

Bei Braun finden sich reine Trockenrasierer quer über alle Serien verteilt. Den größten Anteil haben sie in den sogenannten Einsteigerserien, also in der Series 1 und der Series 3. Hier dominieren sie das Sortiment. Bei einigen Modellen dieser Serien lassen sich aber zumindest die Scherköpfe unter fließendem Wasser reinigen.

In den höheren Klassen, also der Series 5, Series 7 und seit Neuestem der Series 9, hält sich das Verhältnis von Trocken- und Nass-/Trockenrasierern eher in etwa die Waage. Letztere lassen sich häufig leicht an der Zusatzbezeichnung „Wet & Dry“ erkennen. Dasselbe trifft auch auf die Bodygroomer der CruZer-Serie von Braun zu sowie auf die Silk-épil-Damenrasierer von Braun. Auch hier sollte vor einer Anschaffung generell eine Entscheidung zwischen einem Trocken- und einem Trocken-/Nassrasierer getroffen werden.

Betrachtet man die Schneidsysteme, so fokussiert sich Braun auf die Herstellung von Folienrasieren, während Philips auf Rotationsrasierer setzt. Besonders die Braun Series 7 mit ausgezeichneter Akkuleistung und die Series 9 mit Schwenkkopf haben sich hier etabliert.

Vorteile von Trockenrasierern

Männer, denen es vorrangig um eine schnelle und gleichzeitig gründliche Rasur geht, fahren mit einem Trockenrasierer in der Regel besser. Das hat rein technische Gründe. Elektrorasierer haben es mit harten Barthaaren leichter, diese zu erfassen und abzurasieren. Im Unterschied zu einem Nassrasierer mit Klinge wird das Barthaar nämlich nicht in einem Rutsch abgeschnitten, sondern mit ultra-schnellen Schnittbewegungen Stück für Stück abgehobelt. Trockenrasierer liefern daher in der Regel eine gründlichere Rasur ab und sind zudem schneller, was vor allem dann gilt, wenn die Haare etwas länger sind.

Nassrasur vs. Elektrorasur: Welche Methode ist für wen besser und günstiger?

Wer ein normales Hautbild aufweist, ist mit einer Trockenrasur gut aufgestellt. Sie sollte stets vor dem Duschen durchgeführt werden. So wird ein leichtes Aufquellen der Haut vermieden und die Bartstoppeln werden besser erreicht. Wer mag, kann vor der Rasur eine Preshave-Lotion aufgetragen.

Nass- und Trockenrasierer: Vor- und Nachteile

Auf der anderen Seite schwören vor allem Männer mit empfindlicher Problemhaut auf Nass-/Trockenrasierer. Speziell bei der Verwendung von Schaum/Gel bildet sich eine zusätzliche Schutzschicht, die Haut wird durch die Rasur nicht so stark strapaziert. Aber auch ohne Schaum/Gel wird von vielen die Nassrasur als angenehmer empfunden. Das Manko, wahrscheinlich länger für eine Rasur zu brauchen und ein weniger gründliches Ergebnis zu erzielen, wird daher meist gern in Kauf genommen.

Für empfindliche Hauttypen empfehlt es sich tendenziell, eine Nassrasur auszutesten, also der Griff zu einem Kombi-Modell. Die Trocken-/Nassrasierer dürfen außerdem teilweise unter der Dusche benutzt werden, was wiederum Kunden, die es öfter eilig haben, zu schätzen wissen - obwohl die Rasur selbst, wie schon erwähnt, länger dauern kann.

Die Nassrasur erfolgt in der Regel mit Rasierschaum. Sie eignet sich hervorragend für alle, die schnell zu Irritationen neigen und generell sensible Haut haben. Wer sich für die Nassrasur entscheidet, wird länger mit der Rasur zufrieden sein. Denn Bartstoppeln werden hier deutlich effektiver gekürzt. Minuspunkt bei der Nassrasur: Sie dauert etwas länger.

Möchtest du dich beim Rasiererkauf nicht auf eine Rasurart festlegen, wählst du einfach ein All-in-One-Gerät (Wet/Dry), welches die perfekte Kombination aus Komfort und Effektivität bietet. Bist du ein Verfechter der Trockenrasur, solltest du unbedingt wasserresistente Modelle wählen.

Reinigung und Pflege

Damit du möglichst lange etwas von dem Gerät hast, sollte der Scherkopf nach jeder Rasur gereinigt werden. Dazu wird bei Folienrasieren ganz einfach der Scherkopf gelöst, kurz vorsichtig ausgeklopft und mit einem kleinen Pinsel von Härchen befreit. Wer sich einen Elektrorasierer mit Reinigungssystem zulegt, kann sich glücklich schätzen. Hier wird die Reinigung ganz automatisch vorgenommen. Achtung: Hier entstehen häufig hohe Folgekosten durch Reinigungsflüssigkeiten und spezielle Kartuschen. Etwa alle 2-18 Monate empfiehlt sich das Auswechseln der Schermesser.

Nach der Rasur - ganz gleich, auf welche Art und Weise - wird das Gesicht zuerst mit warmem Wasser abgespült. Das beruhigt die Haut und entfernt die kleinen abrasierten Barthärchen. Anschließend ist kaltes Wasser fürs Gesicht optimal, um die Poren zu schließen.

Empfehlungen und Testergebnisse

Eine gründliche, hautschonende Rasur muss nicht teuer sein - zu diesem Resultat kommen 48 Probanden und die Redakteur:innen der Stiftung Warentest. Rechtzeitig zum Fest hat die Stiftung Warentest 15 Modelle getestet. Wer 380 Euro ausgibt, bekommt den Testsieger Braun Series 7 795cc. Im Preis ist eine Reinigungsstation enthalten, die das mühsame und lästige Ausbürsten des Schersystems nach der Rasur erspart.

Rund 200 Euro preiswerter, im Rasierergebnis aber praktisch ebenbürtig ist der leichte und leise laufende Philips Nivea for men HS 8460. Während der Rasur bringt das Gerät eine feuchigkeitsspendende und hautschonende Lotion auf die Haut auf. Die Ladestation frischt nicht nur den Akku wieder auf, sondern füllt auch den Vorrat an Rasierlotion automatisch nach.

Die drei billigsten "guten" Rasierer im Test sind der Philips HQ 6990 für 53, der Carrera Supreme Shave für 59 und der Braun cruzer 2 für 70 Euro. Besser rasieren jedoch der Braun Series 3320 für 100, der Philips HQ 7360 für 95 und der Panasonic Pro-Curve ES 8249 für 199 Euro.

Klopfen, pusten, pinseln - nur beim Philips HQ 6990 müssen Männer die Bartstoppeln aus dem Schersystem noch auf die herkömmliche Weise entfernen. Er ist der letzte echte "Trockenrasierer" im Test. Bei allen anderen Elektrorasierern lassen sich die Schersysteme inzwischen durch einfaches Ausspülen unter fließendem Wasser reinigen.

Philips Nivea for men HS 8460 und die beiden Panasonic-Rasierer erlauben sogar eine Nassrasur unter der Dusche. Im Test erwies sich das Gehäuse des Panasonic Pro-Curve ES 7101 jedoch als nicht vollständig wasserdicht. Netz-Akku-Rasierer funktionieren mit und ohne Stromkabel. Reinigt der Nutzer sie unter Wasser, muss er aus Sicherheitsgründen stets den Netzstecker ziehen. Selbstverständlich darf auch die Rasur unter der Dusche nur schnurlos im Akkubetrieb erfolgen.

Die beiden Panasonic-Rasierer, der Philips Nivea for men HS 8460 und der Philips arcitec RQ 1095 sind reine Akkugeräte. Sie müssen vor dem Rasieren erst aufgeladen werden.

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