Braun Series 3 350cc Testbericht: Ein umfassender Überblick

Viele Kunden, die sich durch den Produktkatalog der elektrischen Herrenrasierer von Braun klicken, stellen sich die Frage, weswegen ein Elektrorasierer aus der Topetage mehrere Hundert Euro kosten soll - und bleiben daher oft an einem Modell aus der Series 3 hängen. Einige Geräte dieser Serie wie etwa der 350CC sind nämlich, inklusive einer Reinigungsstation, schon für unter 100 Euro zu haben, und drei Viertel aller Kunden sind zufrieden mit dem Gerät. Das Restrisiko, dass der Braun ausgerechnet den eigenen Bart leider nicht so gut rasiert, nehmen daher viele in Kauf.

Die Series 3 ist die günstigste der unterschiedlichen Linien bei Braun. Dementsprechend gibt es hier keine Hightech Funktionen wie sie bei den wesentlich teureren Rasierern der Series 5 und 7 zum Einsatz kommen. Keine Mikro-Vibrationen, keine unterschiedlichen Rasiermodi keine aktive Kühlung und auch keinen beweglichen Scherkopf. Stattdessen erhalten herkömmliche und damit preisgünstigere Techniken den Vorzug.

Im Folgenden werden wir die verschiedenen Aspekte des Braun Series 3 350cc Rasierers genauer betrachten:

Design und Handhabung

Das typische Braun Design ist unverkennbar und es besticht durch sein Minimalisums an Elemente, klare fließende Formen, eine hohe Materialität sowie das immer wiederkehrende Farbspiel was sich in der gesamten Wertigkeit aller Produkte widerspiegelt. Der Braun Series 9 liegt durch den schmaleren Griff besser in der Hand.

Der gummierte Griff sorgt für ein sicheres Handling und für einen festen Halt selbst unter der Dusche. Allein der Rasierer ist einfach gut zu Händeln und es macht auch Spaß sich mit dem 9075cc zu Rasieren, da man immer die Kontrolle über den Rasierer hat und diesen bei der Rasur schön lenken kann.

Der gut Proportionierte Griff mit der guten Bedienbarkeit des ON/OFF Button und MultiHeadLock Schalter, bieten zur Jederzeit eine 100%ige Führung ohne die kurze Nutzung der zweiten Hand oder ein absetzten während der Rasur.

Der Rasierer liegt super in der Hand und macht einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Auch im Urlaub darf der Series 9 nicht fehlen. Und mit dem mitgeliefertem Reiseetui ist das auch kein Problem.

Allerdings wirkt die Oberfläche auf mich nicht besonders hochwertig.

Rasurleistung

Der Präzisionsscherkopf der mit seinen vier Scherteilen mehr Harre erfassen soll, tut es auch und dies in einer wirklich angenehmen weise. Der Rasierer verrichtet seine Arbeit so, das man eigentlich nur den leichten druck (den man selbst ausübt) und die Sonic-Technologie spürt, als das man was von der eigentlichen Rasur merkt. Jetzt könnte man ja denken „Rasierte der überhaupt schon“, ja das macht Der Braun und dies wirklich Sauber und sehr Sanft.

Die MicroComb-Funktion ist erstmals mit der Linie Series 3 auf den Markt gekommen. Der separat liegende Mitteltrimmer ist umgeben von 2 Reihen, die mit akkurat angeordneten Rillen bestückt sind. Wie bei einem Kamm werden die Barthaare auf diese Weise dem Scherelement zugeführt.

Der Aufbau des Scherkopfes ist in 3 Bereiche unterteilt: So umgeben 2 SensoFoils den mittleren Teil. Sie sorgen für eine gründliche und langanhaltende Rasur. Der Mitteltrimmer erreicht sogar lange und kompliziert strukturierte Haare. Die einzelnen Elemente des Triple Action Free Float-Systems stehen für sich allein und sind unabhängig beweglich zueinander.

Durch die 3 flexiblen Scherelemente lässt sich über einen Schalter eine der 2 Folien einziehen, wodurch der gesamte Gerätekopf schmaler wird. Schwer erreichbare Stellen, wie der Bereich unter der Nase, können auf diese Weise gut bearbeitet werden.

Der Rasierer steuert seine Motorleistung selber und passt sich dem Bartwuchs Automatisch an, was man selbst nicht merkt, aber in der Rasur Qualität deutlich gespürt.

Die Rasur ist sehr gründlich der Sonicschärkopf arbeitet äuserst präzise. Daher ist das Gesamtergebnis der Rasur sehr gut. Das herausragende Argument des Rasieres für mich ist einfach die Zeit. Dadurch das der Rasiere derart gründlich ist muss man kaum nachrasieren und ist Morgens Ruck Zuck fertig fürs Büro.

Mit dem oben schon erwähnten MultiHeadLock Schalter, kann man den kompletten Scherkopf in verschiedenen Positionen leicht Speeren bzw. Einrasten lassen, so dass man sich an schwierigen oder Problematischen Stellen wie der Nase oder Kin besser Rasieren kann. Das ist eine echt praktische und nützliche Funktion, die einen während der Rasur unterstützt und man sich nicht dabei verrenken muss.

Ein echter Bonus ist die Wet&Dry Technologie, also die Möglichkeit das Gerät auch als Nassrasierer einzusetzen.

Problemfälle: Weniger verwunderlich ist dagegen, dass der Braun Kritik hauptsächlich für seine Rasurleistung an den typischen Problemstellen einstecken muss - also am Hals sowie am Übergang zum Kinn. Der Bart wächst hier meist kreuz und quer, viele Barthaare liegen flach an - kurzum: Für jeden Rasierer sind diese Stellen die Königsdisziplin. Überzeugt hat der Braun nicht alle Nutzer, rund ein Viertel bemängelt hier seine Rasurleistung.

Restrisiko: Zugegeben: Bei den Modellen der höheren Serien ist der Prozentsatz meistens deutlich kleiner, was konkret bedeutet, dass auch das Restrisiko bei einem 3er-Modell de facto größer ist. Je unproblematischer der Bartwuchs, umso kleiner wird es natürlich wieder, weswegen Männer mit einem relativ regelmäßigen Bartwuchs größere Chancen haben, dass der Braun ihren Erwartungen entspricht.

Allerdings steht der 330s beispielsweise bei etwas längeren Barthaaren vor Problemen und man muss mehrfach über Stellen fahren. Genauso sorgen schwierige Konturen wie am Hals oder am Kinn oft für Probleme.

Braun Series 3 Rasierer

Hautschonung

Ich habe ja schon kaum Probleme bei, bzw. nach einer Rasur gehabt, aber nun überhaupt keine zu haben war doch echt erschreckend. Doch es bestätigte sich aber bei den nachfolgenden Rasuren mit verschiedenen Bart längen immer wieder.

Dazu erzeugt er keine Hautirretationen. Bei meinem alten Series 5 hatte ich ab und zu mal ein paar Pickelchen am Hals, habe ihn aber regelmäßig gereinigt. Gerade bei dem heißen Wetter schitzt man ja mehr und neigt eher zu Pickelchen.

Die Wet&Dry Technologie, also die Möglichkeit das Gerät auch als Nassrasierer einzusetzen. Mit Rasierschaum und beispielsweise auch unter der Dusche kann der Braun 330s also eingesetzt werden. Das ist nicht nur praktisch, sondern eine Nassrasur ist in der Regel auch immer etwas hautschonender als eine reine Trockenrasur.

Reinigungsstation

Nun kommt für mich das Heimliche Herzstück, das Schersystem bzw. der SynchroSonic Scherkopf.

Kommen wir nun zu Reinigung, da tuen sich wohl einige Leute wie ich gelesen habe schwer mit. Die kann ich nicht ganz nachvollziehen, da ich nach der Rasur den Scherkopf entferne und mit der Öffnung nach unten erstmal ausklopfe und anschließend mit der mitgelieferten Bürste noch ausbürste. Somit habe ich schon mal mindestens 90% der Haare entfernt. Das gleiche mache ich am Rasiere auch und Bürste diesen an der Aufnahme für den Scherkopf ebenfalls sauber.

Nun setzt man alles zusammen und legt/steckt den Rasierer wieder in die Reinigungsstation und Drückt den Knopf zum Reinigen. Die Reinigung Station wählt automatisch welches Reinigungsprogramm nun ausgeführt wird und los geht es.

Jetzt wird der Scherkopf mehrmals hintereinander mit der Reinigungsflüssigkeit geflutet und der Rasierer geht dementsprechend auch immer wieder an. Der Scherkopf wird so; gründlich gereinigt, desinfiziert und die Messer gleichzeitig gepflegt.

Im Anschluss folgt nur noch ein Fön Vorgang mit einem Hochleistungsfön (diesen hört man leise Suren und sein Dienst verrichten), der den Rasierkopf und Scherteil trocknet, so dass man ihn in einer kürzeren Zeit wieder nutzen kann. Die war bei meinem 350cc immer mal ein Problem, weil der Scherkopf schon mal nicht richtig Trocken war und ich ihn erstmal trocknen musste. Das konnte auch zu einem Problem werden wenn man mal Zeitdruck hatte.

Alternativ könnte man ihn auch in die Station stellen. Muss man natürlich nicht. Auch ein Tipp für nach der Reinigung per Clean & Charge System: Nimm den Scherkopf kurz ab und puste einmal kräftig durch.

Über die Clean&Charge-Station lassen sich die Elektrorasierer aber auch entspannt automatisch säubern. Dazu platzierst du das Gerät kopfüber im mitgelieferten Tower. Dort umspült die alkoholhaltige Lösung das Gerät und sorgt für hygienische Reinheit, die zu weniger Hautirritationen führt. Der Rasierer wird vollständig von Unreinheiten und Bartresten befreit. Zusätzlich pflegt die Flüssigkeit das Klingenmaterial.

Allerdings nervt die Reinigungsfunktion schon ein Wenig. Die Station ist von den Maßen so groß dass sie im Bad auf dem Waschtisch keinen Platz hat.

Insbesondere die Reinigungsstation und die von mir überprüfte Sauberkeit des Scherkopfes nach der Reinigung finde ich überragend!

Wären der Reinigung wird gleichzeitig der Rasierer wieder geladen.

Problem: Wie schon andere beschrieben haben, ist der Scherkopf trotz "Hochleistungs-Föhn" auch 2 Stunden nach Abschluss der Reinigung noch leicht feucht - das hatte ich nicht erwartet, und werde das im Testverlauf noch etwas genauer beobachten.

Akkuleistung

Hier sind Lithium-Ionen- Akkus verbaut was keinen Memory-Effekt verspricht.

Egal, ob über die Reinigungsstation oder ein direktes Netzteil, bis der Rasierer der Braun Series 3 vollkommen geladen ist, dauert es rund eine Stunde. Die Betriebszeit beträgt 45 Minuten. Soll es einmal schnell gehen, ermöglicht die Schnellladefunktion innerhalb von 5 Minuten eine Ladung des Apparates. Diese soll genau für eine Rasur reichen, was nicht immer klappen kann - schließlich dauert die bei unterschiedlichen Nutzer:innen unterschiedlich lang.

Eine volle Ladung dauert rund eine Stunde und erlaubt den kabellosen Betrieb für rund 45 Minuten. Außerdem ist eine Schnellladefunktion vorhanden, die nach guten 5 Minuten genügend Power für zumindest eine Rasur bietet.

Langhaarschneider

Zum Langhaarschneider muss man nicht viel sagen, der ist wie man es als Braun Nutzer schon kennt ein nützliches und unverzichtbares Feature, was ein Muss ist für jeden Elektrorasierer.

Mithilfe einer einfachen Schiebefunktion wird der Langhaarschneider ausgefahren.

Beste BRAUN ELEKTRORASIERER (5 Preisklassen) | Top 5 Braun Rasierer im Vergleich

Preis/Leistung

Einzig und allein gibt es einen Punkt der würdig ist anzusprechen und das ist der Preis. Natürlich kann man jetzt sagen, Qualität hat ihren Preis! Aber ist dieser hier gerechtfertigt?

Für UVP 429,99 € bekommt man ein wirklich ausgereiftes Produkt, was man in allen Belangen Spürt. Sei es in der Verarbeitung, das Material die ganze Wertigkeit im Typischen Braun Design, Spiegelt sich überall wieder und das für meinen Teil finde ich schon passend.

Die UVP ist mit 429,99 Euro schon erheblich - wie boludo und Necroll schon geschrieben haben, ist zu erwarten, dass sich der tatsächliche Preis nach Markteinführung noch wie bei anderen Modellen deutlich reduzieren wird.

Ich denke, da sich die Preise im Handel dann regulieren, ist das für den Endbenutzer doch in Ordnung.

Die solide Verarbeitung, die hautschonende Rasur und die Möglichkeit den 330s-4 als Nassrasierer einzusetzen, sind bei einem Preis von nicht einmal 70 Euro einzigartig.

Vergleich mit anderen Braun Rasierern

Einer der größten Unterschiede zwischen einem Series-3- und einem Series-5- beziehungsweise Series-7-Modell liegt in der Lagerung des Scherkopfs. In den höheren Serien sind nämlich nicht nur die drei Schereinheiten flexibel aufgehängt, sondern auch der komplette Scherkopf selbst. Die Führung des Rasierers wird durch diese Konstruktion natürlich einfacher, doch nicht jeden hat der bewegliche Kopf bislang überzeugt.

Wichtig ist primär, dass sich die drei Schereinheiten den Konturen anpassen, was sowohl bei dem 3er als auch in den höheren Serien der Fall ist. Nur dass bei einem 3er-Modell die Kurvenfahrten im Gesicht von Hand ausgesteuert werden müssen, mit einem 5er und höher fällt dies etwas leichter.

Darüber hinaus ist der Scherkopf des 3er etwas schmaler, was beim Rasieren der Oberlippe natürlich von Vorteil ist, ansonsten aber die Rasurdauer etwas verlängert.

Dieser Unterschied ist besonders für Männer mit empfindlicher Haut buchstäblich ein sensibler Punkt. Je länger eine Rasur andauert, desto größer die Gefahr, dass die Haut unangenehme Spuren davonträgt.

Im Vergleich zu meinem eigenen Braun Series 3 ist es ein himmelweiter Unterschied. Vorher mußte ich immer mit einem Nassrasierer nachbessern, was nun komplett wegfällt.

Series 3 kann von vornherein kein Maßstab für den Vergleich zum Series 9 sein.

Mit meinem Rasierer der 5er-Serie bin ich ja schon sehr zufrieden.

Die fehlende Lade- und Reinigungsstation wird hier übrigens zum Vorteil, denn im Gegensatz zu den teureren Geschwistern aus den höheren Serien kann der 330s-4 direkt mit dem Ladekabel verbunden werden.

Keine Mikro-Vibrationen, keine unterschiedlichen Rasiermodi keine aktive Kühlung und auch keinen beweglichen Scherkopf.

Weniger beweglich als ein Series-5/-7-Modell, dafür schmaler: Einer der größten Unterschiede zwischen einem Series-3- und einem Series-5- beziehungsweise Series-7-Modell liegt in der Lagerung des Scherkopfs. In den höheren Serien sind nämlich nicht nur die drei Schereinheiten flexibel aufgehängt, sondern auch der komplette Scherkopf selbst. Die Führung des Rasierers wird durch diese Konstruktion natürlich einfacher, doch nicht jeden hat der bewegliche Kopf bislang überzeugt.

Merkmal Braun Series 3 Braun Series 5 Braun Series 9
Scherkopf 3-fach, flexibel Flexibel, beweglich 4-fach, SynchroSonic
Technologie MicroComb - Sonic
Wet&Dry Ja Ja Ja
Reinigungsstation Optional Optional Ja
Akkulaufzeit 45 Minuten 50 Minuten 60 Minuten

tags: #braun #rasierer #350cc #testbericht

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen