Volles, gesundes Haar gilt für viele Menschen als Symbol für Jugend, Vitalität und Attraktivität. Doch immer mehr Männer und Frauen leiden unter Haarausfall - sei es durch Stress, hormonelle Veränderungen, Nährstoffmangel oder genetische Veranlagung. Zu den alten und neuen Mitteln gegen Haarausfall gehört die Heilpflanze Bockshornklee. Forscher haben mit wissenschaftlichen Methoden Erklärungen gefunden, warum Bockshornklee bei Haarausfall wirksam ist. Vor der Verwendung von Bockshornklee gegen Haarausfall solltest du dich über die Eigenschaften der Pflanze informieren und bei der Anwendung einige Dinge beachten.
Bockshornklee - im Lateinischen Trigonella foenum-graecum - ist ein jahrtausendealtes Heilkraut, das vor allem in der ayurvedischen und orientalischen Medizin geschätzt wird. Ob als Tee, Öl, Paste oder Nahrungsergänzung: Immer mehr Anwender schwören auf Bockshornklee, um Haarverlust zu stoppen und das Haarwachstum zu stimulieren. Doch was sagt die Wissenschaft? Welche Formen des Haarausfalls könnten tatsächlich davon profitieren? Und worauf sollte man bei der Anwendung achten?
Bockshornklee, auch bekannt als Trigonella foenum-graecum, ist eine einjährige Pflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt und heute in Indien, Nordafrika, China und Teilen Europas angebaut wird. Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit wächst er auch auf trockenen oder salzhaltigen Böden problemlos. Seine gelben Samen besitzen einen intensiven, heuähnlichen Geruch, der in der Küche ebenso geschätzt wird wie in der traditionellen Heilpflanzenkunde.
Interesse am Anbau des Bockshornklees ist nach wie vor groß und er wird als Futterpflanze, als Gewürz und als Heilpflanze verwendet.
Bockshornklee: Eine vielseitige Pflanze mit langer Geschichte
Als Kulturpflanze ist Bockshornklee bereits seit der Kupferzeit nachgewiesen. In der Antike waren im Nahen Osten, in Ägypten und China seine Heilwirkungen bekannt. Seit dem Mittelalter wird er als Heilpflanze in Mitteleuropa angebaut und geschätzt.
Vor allem wird Bockshornklee gegen Haarausfall, Hautkrankheiten oder Menstruationsbeschwerden verwendet. Die Wirkungsweise von Bockshornklee wurde in einer Reihe wissenschaftlicher Studien untersucht. Die Forscher beschäftigten sich beispielsweise mit der Wirksamkeit bei Parkinson, entzündlichen Vorgängen, Stoffwechselstörungen sowie Haarausfall. Neben den medizinischen Anwendungen gibt es verschiedene Verwendungsmöglichkeiten in der Küche. Junge Blätter lassen sich zu Gemüse verarbeiten. Bockshornklee ist beispielsweise Bestandteil indischer Currys, Schweizer Brot- und Käsegewürze und türkischer Würzpasten.
Die heilende Wirkung beruht auf einer Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe: Saponine, Flavonoide, Bitterstoffe, Trigonellin, Histidin, Diosgenin, Lecithin und ätherische Öle sorgen gemeinsam mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen - wie Eisen, Magnesium, Calcium, Zink und den Vitaminen A, B, C und D - für eine ganzheitliche Nährstoffversorgung.
Die Wirkung von Bockshornklee gegen Haarausfall lässt sich auf seine außergewöhnlich reichhaltige Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und sekundären Pflanzenstoffen zurückführen.
Insgesamt bietet Bockshornklee gegen Haarausfall einen natürlichen, vielschichtigen Wirkansatz, der nicht nur die Haarwurzeln stärkt, sondern auch die Kopfhaut ins Gleichgewicht bringt.
Zu den wissenschaftlich untersuchten Einsatzgebieten von Bockshornklee gehört der Haarausfall bei Frauen und Männern. Die bekannteste Studie von Ernährungswissenschaftlern wurde 2006 durchgeführt. Sie war ein Gemeinschaftsprojekt eines Forschungsinstituts und der Universität Hohenheim.
60 Männer und Frauen nahmen an der randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie teil. Ein Teil der Probanden nahm täglich Bockshornklee-Kapseln mit Mikronährstoffen, die anderen ein Plazebopräparat ohne Bockshornklee. Die Haardichte der Teilnehmer wurde im Zwei-Monatsrhythmus vermessen. Nach sechs Monaten gab es zusätzlich eine Befragung, in der die Probanden ihre subjektiven Eindrücke schilderten.
Das Ergebnis der Bockshornklee-Studie zeigt, dass die kontinuierliche Einnahme der Wirkstoffkapseln über einen längeren Zeitraum zu einer messbaren Verbesserung der Haardichte führen kann. Die Teilnehmer selbst äußerten sich positiv über ihr Haarvolumen und die Widerstandskraft der Haare.
Wie bei vielen Pflanzen, die eine medizinische Wirkungen zeigen, ist zu vermuten, dass es die Kombination der Inhaltsstoffe ist, die für den positiven Effekt sorgt, nicht ein einzelner. Beim Bockshornklee sind zunächst die ätherischen Öle zu nennen, die auch für den würzigen Geschmack verantwortlich sind. Medizinisch gesehen haben sie eine leicht desinfizierende Wirkung.
Die Saponine sind für unterschiedliche pharmazeutische Eigenschaften der Pflanze verantwortlich, die ihren Nutzen als Heilpflanze in vielen Kulturen erklären. Das Phytohormon Foenugraecin, das in der Pflanze enthalten ist, zeigt fördernde Wirkung auf die Hormonproduktion im menschlichen Körper. Schließlich enthält Bockshornkleesamen eine eindrucksvolle Kombination aus Nährstoffen, die bestehende Mangelzustände ausgleichen können und den Körper bei der Haarentwicklung unterstützen. Dazu zählen Proteine, Eisen, Kalzium und Magnesium sowie B-Vitamine, Vitamin A, Vitamin C und Vitamin D.
Haarausfall kann sehr unterschiedliche Ursachen haben, die sich nicht alle durch die Einnahme von Bockshornkleepräparaten beheben lassen. Vereinfacht gesagt entsteht Haarausfall, wenn sich mehr Haare im Endstadium ihres Wachstumszyklus befinden und ausfallen als nachwachsende Haare. Die Faktoren, die das Ausfallen der Haare begünstigen oder die das Nachwachsen behindern, sind vielfältig.
Besonders häufig spielt das Hormon Testosteron eine Rolle, das die Tätigkeit der Haarwurzeln beeinträchtigen kann. Stoffwechselstörungen sind ein weiterer Grund. Diese können angeboren sein oder durch Krankheiten verursacht werden. Bei manchen Medikamenten gehört Haarausfall zu den Nebenwirkungen. Ernährungsgewohnheiten, die einen Mangel an bestimmten Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen hervorrufen, sind eine weitere Möglichkeit.
Vor der Einnahme eines Präparats kannst du durch einen Dermatologen feststellen lassen, was bei deinen Haare die Symptome auslöst. Auf diese Weise kannst du besser entscheiden, ob Bockshornklee bei Haarausfall in deinem Fall erfolgsversprechend ist.
Bockshornklee gegen Haarausfall ist in unterschiedlichen Formen anwendbar - sowohl äußerlich als auch innerlich. Die einfachste Möglichkeit zur äußeren Anwendung ist ein Sud oder eine Spülung aus getrockneten Bockshornkleeblättern. Dafür werden die Blätter mit heißem Wasser übergossen, ähnlich wie bei einem Kräutertee. Nach dem Abkühlen kann der Sud direkt auf die Kopfhaut und in das Haar einmassiert werden. Er muss nicht ausgespült werden und kann regelmäßig nach der Haarwäsche verwendet werden.
Alternativ lassen sich die frischen Keimlinge oder gemahlene Samen auch in die tägliche Ernährung integrieren - etwa in Salaten oder warmen Speisen. Wer eine gezielte und gleichmäßige Zufuhr der wertvollen Inhaltsstoffe von Bockshornklee wünscht, kann auf Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform zurückgreifen. Diese enthalten die Vitamine, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe des Bockshornklees in hochkonzentrierter Form. Die Einnahme ist unkompliziert, sollte aber immer entsprechend der Packungsbeilage erfolgen.
Bockshornklee gegen Haarausfall lässt sich ideal kombinieren: Die äußerliche Anwendung stärkt direkt die Kopfhaut, während die innere Einnahme über die Blutbahn die Haarwurzeln versorgt.
Wenn du Bockshornklee gegen Haarausfall innerlich anwenden möchtest, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die einfachste Methode ist natürlich, die Samen in den täglichen Speiseplan einzubauen. Daneben gibt es Bockshornkleetee, von dem du jeden Tag zwei Tassen trinken kannst. Die gemahlenen Samen gibt es auch als Pulver zu kaufen. Dieses lässt sich beispielsweise in Joghurt einrühren oder mit Speisen vermischen. Was eine zielgerichtete Therapie auf diese Weise schwierig macht, ist das Problem der Dosierung. Bei Samen, die du auf dem Markt kaufst, weißt du wenig über die Konzentration der Inhaltsstoffe. Wie bei allen natürlichen Nahrungsmitteln kann es zu Schwankungen kommen. Auch beim Tee lässt sich eine gleichmäßige Dosierung kaum einhalten, da jeder Aufguss etwas anders ausfällt. Wenn du Bockshornklee bei Haarausfall kurmäßig einsetzen möchtest, sind Präparate in Kapselform einfacher zu dosieren. Durch die industrielle Herstellung ist eine genauere Dosierung möglich.
Zur Unterstützung der Therapie kannst du Bockshornklee bei Haarausfall zusätzlich äußerlich anwenden. Dies hat den Vorteil, dass die Wirkstoffe in direkter Nähe der Problemzone aufgetragen werden. Allerdings kann über die Haut nur ein Teil der wirksamen Substanzen vom Körper aufgenommen werden. Für die Behandlung der Haare gibt es Shampoos und Haartinkturen, die Bockshornklee enthalten. Die Heilpflanze eignet sich jedoch auch für selbst gemachte Pflegeprodukte. Eine sehr einfache Methode besteht darin, Bockshornkleesamen mit heißem Wasser zu übergießen. Nach einiger Zeit bildet sich eine gelartige Substanz, die Inhaltsstoffe des Bockshornklees enthält. Nach dem Abkühlen kannst du dieses Gel dünn auf die Kopfhaut auftragen und trocknen lassen.
Wer auf natürliche Haarpflege setzt, kann Bockshornklee gegen Haarausfall auch ganz einfach selbst anwenden. Neben fertigen Shampoos und Tinkturen, die im Handel erhältlich sind, gibt es mehrere Hausmittel-Rezepte, die sich bewährt haben.
Um die Wirkung zu steigern, empfiehlt sich eine kurze Kopfhautmassage nach dem Auftragen. Dadurch wird die Durchblutung gefördert und die Wirkstoffe aus dem Bockshornklee gegen Haarausfall können besser in die Haarwurzeln eindringen.
Ein entscheidender Faktor für den Therapieerfolg mit Bockshornklee bei Haarausfall ist die Wirkstoffkonzentration in den Kapseln. Ist sie zu gering, ist keine durchgreifende Wirkung zu erwarten. Ähnlich wie bei Hautbehandlungen ist auch bei einer Therapie gegen Haarausfall Geduld erforderlich. Die Wirkstoffe des Bockshornklees müssen im Körper eine gewisse Konzentration erreichen. Außerdem müssen die Haare, die schon auf die Therapie ansprechen, erst ein Stück wachsen, bis die Erfolge sicht- und fühlbar werden.
Ganz wichtig: Nachteilige Faktoren, die den Haarausfall verstärken, sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass du deine Ernährungsgewohnheiten ändern solltest, um deine Haare besser mit Nährstoffen zu versorgen. Wenn übermäßiger Stress sich negativ auf den Haarstoffwechsel auswirkt, kannst du versuchen, mit Entspannungsübungen oder Sport einen Ausgleich zu finden. Schließlich ist es ratsam abzuklären, ob die Wirkstoffe des Bockshornklees Wechselwirkungen mit Medikamenten zeigen, die du einnimmst.
Grundsätzlich gilt Bockshornklee als gut verträglich. Dennoch können - wie bei allen Naturprodukten - bei empfindlichen Personen Hautreizungen oder allergische Reaktionen auftreten, insbesondere bei der äußeren Anwendung. Bei der innerlichen Anwendung ist besondere Vorsicht geboten, wenn bereits Medikamente eingenommen werden. Bockshornklee kann die Wirkung bestimmter Arzneistoffe beeinflussen. Wichtig: Während der Schwangerschaft und bei Kinderwunsch wird von der Einnahme abgeraten.
Da es noch keine gesicherten Studien zur Unbedenklichkeit gibt, sollten Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren auf die Anwendung von Bockshornklee verzichten.
Diabetiker müssen die blutzuckersenkenden Eigenschaften von Zubereitungen mit Bockshornklee beachten. Häufigere Kontrollen des Blutzuckerspiegels sind hier zu empfehlen.
In der Regel hat Bockshornklee keine wesentlichen Nebenwirkungen. Bei der lokalen Anwendung kann es vereinzelt zu Unverträglichkeitsreaktionen kommen.
Es ist generell empfehlenswert, die äußerliche Anwendung der Mittel mit einer Kopfhautmassage zu kombinieren. Dadurch wird die Durchblutung der Kopfhaut angeregt und die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln verbessert.
Bockshornklee kann angewendet werden, wenn der Haarausfall nicht erblich und nicht krankheitsbedingt ist. Jede Therapie kann nur dann greifen, wenn sie an der richtigen Ursache ansetzt. Bevor blind und wahllos verschiedene Mittel und Medikamente ausprobiert werden, ist daher eine ausführliche Diagnostik wichtig.
Bockshornklee gegen Haarausfall kann eine natürliche und gut verträgliche Option darstellen - insbesondere bei diffusem Haarausfall, der auf Mangelzustände, Stress oder hormonelle Veränderungen zurückzuführen ist. Bei erblich bedingtem oder krankheitsassoziiertem Haarausfall reichen pflanzliche Mittel jedoch meist nicht aus.
Sicherlich ist Bockshornklee kein Wundermittel gegen Haarausfall. Insbesondere erblich bedingter oder krankhafter Haarausfall lässt sich damit nicht adäquat behandeln. Auch Menschen mit sehr schweren Formen des Haarausfalls sollten eher zu anderen Möglichkeiten greifen.
Je nach Ausprägung des Haarausfalls kann es eine Weile dauern, bis die Wirkung des Bockshornklees sichtbar wird. Wirksam ist Bockshornklee jedoch nur, wenn die Haarfollikel intakt sind und noch neue und gesunde Haare daraus wachsen können.
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