Blutung nach Rasur stoppen: Effektive Hausmittel und Tipps

Einmal kurz nicht aufgepasst und schon ist es passiert: Du hast dich beim Rasieren geschnitten. Besonders schmerzhaft ist dies zwar meist nicht, doch gerade, wenn die Wunde etwas größer ist, ist es sinnvoll, rasch Erste-Hilfe-Maßnahmen zu ergreifen. Aber keine Sorge, es gibt viele Mittel und Wege, um die Blutung schnell zu stillen und die Wundheilung zu fördern.

Was tun bei Schnittverletzungen nach der Rasur?

Hier sind einige Tipps, wie du bei einer Schnittwunde richtig reagierst und die Wunde gut versorgst:

1. Kaltes Wasser

Dann spritz dir schnell kaltes Wasser ins Gesicht. Nachdem du dich beim Rasieren geschnitten hast, fängt es an zu bluten? Dagegen kannst du nichts tun. Alles, was du machen kannst ist, zu versuchen, die Blutung schnell zu stoppen. Bringe dazu die Wunde im Gesicht oder am Bein schnell mit eiskaltem Wasser in Kontakt. Denn Kälte hat eine adstringierende Wirkung. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen, die Blutung stoppt schneller, gleichzeitig sorgst du so für eine saubere Wunde. Das bedeutet, dass sich durch Kälteeinwirkung die Blutgefäße enger stellen. So wird nicht mehr so viel Blut hindurchgeleitet und die Blutung kann relativ schnell gestoppt werden. Alternativ kannst du auch einen Eiswürfel verwenden. Lege diesen für etwa 30 Sekunden auf die Wunde - das hat denselben Effekt.

Außerdem fängst du mit dieser Vorgehensweise zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen trägst du mit dem kalten Wasser dazu bei, dass die Blutung schwächer wird, zum anderen reinigst du so auch gleich die Schnittwunde.

2. Warmer Waschlappen

Du kannst eine Schnittwunde, die durch eine Rasur im Gesicht oder an den Beinen verursacht wurde, auch stillen, indem du einen sauberen Waschlappen mit warmem Wasser auf die Wunde drückst. Zum einen hört die Wunde durch den Druck schneller auf zu bluten, zum anderen säuberst du die Schnittwunde im Gesicht, am Bein oder im Intimbereich und verhinderst so eine bakterielle Infektion der offenen Wunde.

Gerade bei größeren Verletzungen bietet es sich an, Druck auf die Wunde aufzubringen, damit du nicht unnötig an Blut verlierst. Eventuell ist in dem Fall auch ein Druckverband das richtige Mittel, wenn ein Pflaster für die Wunde zu klein ist.

3. After Shave und Pflegebalsam

Auch Alkohol hat eine desinfizierende Wirkung. Daher ist After Shave geeignet, wenn du dich mit der Rasierklinge geschnitten hast - sofern du normale Haut hast. Vorsicht allerdings bei trockener und empfindlicher Haut - denn Alkohol trocknet deine Haut noch zusätzlich aus. Mit diesem Hauttyp heißt es bei einer offenen Wunde also: Finger weg vom herkömmlichen After Shave.

Hier fährst du eindeutig besser mit einem unparfümierten Pflegebalsam ohne Alkohol wie unserem After Shave Balm mit Teebaumöl und Aloe Vera. Denn seine pflegenden Inhaltsstoffe fördern die Heilung der Wunde, da sie antibiotisch und entzündungshemmend wirken. Alternativ gibt es auch direkt antibiotische Wundsalben zu kaufen, die verhindern, dass Keime eindringen und sich eine Wunde entzündet.

Auch ein Lippenbalsam - wie unser Ultra Rich Lip Care - hilft dir dabei, eine kleinere Blutung infolge einer Rasur zu stoppen. Die wertvollen Inhaltsstoffe wie Sheabutter und Kokosöl haben regenerierende Eigenschaften, wodurch die Wundheilung optimal unterstützt wird.

4. Alaunstift

Ganz schnell zum Alaunstift oder Alaunblock greifen: Dank des enthaltenen Kaliumalauns zieht sich das Gewebe zusammen und die Blutung stoppt. Hinter Alaun verbirgt sich Kaliumaluminiumsulfat. In früheren Zeiten bezeichnete man dieses Salz aus den beiden Bestandteilen Kalium und Aluminium als Alaun. Ein Alaunstift wiederum ist ein medizinisches, stiftförmiges Mittel auf der Basis von Alaun, das zur beschleunigten Wundheilung kleinerer Verletzungen der Haut verwendet wird. Aufgrund seiner adstringierenden Wirkung zieht sich das Gewebe schnell nach Beginn der Blutung zusammen. So kann diese schneller gestoppt werden. Auch Bakterien hältst du so in Zaum, wodurch seltener Entzündungen entstehen.

Es wirkt wie ein Adstringens, das die betroffene Stelle austrocknet und desinfiziert. Befeuchten Sie den Stein oder Stift mit kaltem Wasser und drücken Sie es dann vorsichtig auf die Wunde. Der Alaun desinfiziert die Schnittwunde und stoppt die Blutung. Manche Männer nutzen einen Alaunstein für die gesamte rasierte Stelle, um Rötungen und eingewachsenen Haaren vorzubeugen.

5. Weitere Tipps und Hausmittel

  • Papiertaschentuch: Lege Papierschnipsel auf die Wunde: Taschentücher und Toilettenpapier versiegeln die Schnittverletzung. Ein Stück abreißen und auf die Wunde drücken, das war‘s. Wir empfehlen ein Tempo Soft & Sensitive Taschentuch für Rasierwunden zu verwenden. Stell dich einfach vor den Spiegel und presse ein kleines Stück des weichen Taschentuchs auf die Wunde.
  • Lippenpflegestift: Benutze einen farblosen Lippenpflegestift! Ja, richtig gelesen. Ähnlich wie ein Wachssiegel verschließt der reichhaltige Balsam kleine Schnitte sofort.
  • Deo: Wenn du es eilig hast, kannst du auch schnell zum Deo greifen, wenn du dich beim Rasieren geschnitten hast. Die meisten Antitranspirantien enthalten Aluminiumchlorid, das den Blutgefäßen dabei hilft, sich zusammenzuziehen.
  • Mundwasser: Mundwasser, egal ob mit Minzgeschmack oder neutral, kann die Blutung nach der Rasur stoppen. Wer hätte das gedacht? Der Alkohol im Mundwasser hilft den Blutgefäßen sich zusammenzuziehen und somit wird die Blutung gestoppt. Hast du dich also beim Rasieren geschnitten, es hört nicht auf zu bluten und du hast gerade nichts anderes zur Hand, dann probier’s mit Mundwasser.

Was du vermeiden solltest

Beim Umgang mit offenen Wunden gilt es, einiges zu beachten. Folgendes solltest du dabei stets beherzigen:

  • Gehe nicht mit ungewaschenen Händen an die Wunde, da die Hände natürlicherweise mit Bakterien übersät sind und sich die Wunde so entzünden kann. Wasche deine Hände zunächst mit Seife unter warmem Wasser, erst dann dürfen sie der Wunde nahekommen.
  • Watte und Wunde sind kein Dream-Team: Hast du dich beim Rasieren geschnitten, solltest du die Wunde besser nicht mit Watte abtupfen. Denn es können Fasern an der Wunde haften bleiben, was der Wundheilung ganz und gar nicht zuträglich ist.
  • Lass die Wunde nicht an der "frischen Luft" heilen: An die Wunde muss Luft ran? Stimmt so nicht. Diese Meinung gilt in der Fachwelt inzwischen als überholt. Inzwischen weiß man, dass eine Wunde unter einem Pflaster besser heilt. Denn so ist die Haut zum einen vor äußeren Einwirkungen geschützt und kann die Zellreparatur in Ruhe voranbringen, zum anderen heilt sie schneller unter feuchten Verhältnissen.

Wann du einen Arzt aufsuchen solltest

Kleinere Wunden selbst zu verarzten - kein Thema. Ganz anders verhält es sich aber bei größeren Wunden. Da diese sich ab einer bestimmten Größe und Tiefe nicht mehr gut von allein verschließen - auch mit diversen Hausmitteln nicht - ist in den Fällen eine ärztliche Versorgung erforderlich.

Natürlich sollen sehr stark blutende Wunden und Wunden, die Sie selbst nicht zum Stillstand bringen können, ärztlich versorgt werden, in Abhängigkeit der Blutungsgröße gegebenenfalls auch notärztlich. Darüber hinaus empfehlen wir eine ärztliche Vorstellung bei sehr stark verunreinigten Wunden, um einer Wundinfektion fachmännisch vorzubeugen. Auch bei weit klaffenden und ausgefransten Wundrändern ist eine ärztliche Vorstellung wichtig, da eine Wundrandadaptation für den Heilungsprozess wichtig ist.

Vorbeugung von Schnittverletzungen bei der Rasur

Idealerweise kommt es gar nicht erst zu Schnittverletzungen beim Rasieren. Denn mit ein paar wenigen Regeln kannst du es verhindern, dich zu schneiden:

  • Verwende nur eine scharfe Klinge. Mit stumpfer Klinge ist das Risiko für eine Verletzung höher als mit einer scharfen. Wechsle die Klinge häufiger aus, sodass deren Schärfe stets gewährleistet ist.
  • Reinige die Klinge nach jeder Rasur gründlich: Das ist wichtig, denn Hautschüppchen oder Haare, die sich in der Klinge festgesetzt haben, begünstigen eine Verletzung der Haut beim Rasieren.
  • Und last but not least: Halte die Haut, über die du gerade hinwegrasierst, schön straff, denn so sinkt das Risiko für Verletzungen. Das Prinzip gilt für alle Körperstellen - sowohl für Gesicht, Arme, Brust und unter den Achseln als auch für den Intimbereich oder die Beine.
  • Vor der Rasur solltest du deine Barthaare für einige Minuten mit Rasierschaum, -gel oder -creme einweichen.
  • Rasiere dich mit dem Strich, also mit der Haarwuchsrichtung. So wird die Rasur zwar nicht super glatt, aber du verletzt dich nicht so schnell.

Weitere Tipps zur Vermeidung von Rasierunfällen:

  • Schau genau, ob die Klingen sauber und scharf sind - wenn der Rasierer z. B. mehrere Tage herumlag, könnte sich Rost gebildet haben.
  • Deine Stoppeln sind schon mehr als 3 Tage alt oder du trägst einen Vollbart? Dann kürze deinen Bart mit einem Elektrorasierer oder Trimmer, bevor du nass rasierst. So verhaken sich Barthaare seltener in den Klingen und du hast freie Bahn.
  • Vor allem für die Nassrasur brauchst du Ruhe. Wenn dein Morgen hektisch ist, bietet sich zum Beispiel eher der Abend an.
  • Benutze immer entweder ein Rasiergel oder einen Rasierschaum.

Mit der passenden Ausstattung steht einer reibungslosen Rasur nichts im Weg.

Rasieren für Anfänger🪒 - Tutorial. Rasierpickel. Tipps & Tricks.

Überblick über die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Rasierunfällen
Maßnahme Beschreibung Anwendung
Kaltes Wasser Zieht die Blutgefäße zusammen und reinigt die Wunde. Wunde mit kaltem Wasser spülen oder Eiswürfel auflegen.
Warmer Waschlappen Stoppt die Blutung durch Druck und säubert die Wunde. Sauberen, warmen Waschlappen auf die Wunde drücken.
After Shave/Pflegebalsam Desinfiziert und fördert die Wundheilung. Alkoholfreien Balsam auf die Wunde auftragen.
Alaunstift Zieht das Gewebe zusammen und stoppt die Blutung. Befeuchteten Stift auf die Wunde drücken.

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