Bluterguss zwischen den Augenbrauen: Ursachen, Symptome und Behandlung

Ein plötzlicher roter oder bläulicher Fleck zwischen den Augenbrauen kann beunruhigend sein. Es gibt verschiedene Ursachen für solche Blutergüsse, von harmlosen Verletzungen bis hin zu zugrunde liegenden medizinischen Bedingungen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Blutergüssen im Bereich zwischen den Augenbrauen.

Ein Hämatom am Unterarm.

Was ist ein Hämatom?

Ein Hämatom, umgangssprachlich auch als "blauer Fleck" bezeichnet, entsteht, wenn Blut aus verletzten Blutgefäßen austritt und sich unter der Haut im umliegenden Gewebe ansammelt. Die betroffene Stelle schwillt an und die Haut verfärbt sich blau oder violett.

Formen von Hämatomen

Die Einblutung kann in verschiedenen Körpergeweben und -regionen auftreten, was sich in der medizinischen Bezeichnung widerspiegelt:

  • Subkutanes Hämatom: Einblutungen unter der Haut, meist die Folge eines stumpfen Traumas.
  • Subunguales Hämatom: Einblutung unter dem Fingernagel, oft durch Einklemmen verursacht.
  • Bluterguss im Gesicht: Kann ringförmig um ein Auge auftreten (Monokelhämatom) oder um beide Augen (Brillenhämatom), was auf einen Schädelbruch hindeuten kann.
  • Hämatom im Periost: Einblutung in die Knochenhaut, oft am Schienbein.
  • Hämatome in Muskeln: Einblutung in Muskelgewebe, die im schlimmsten Fall zu einem Kompartmentsyndrom führen kann.
  • Hämarthros: Einblutung in ein Gelenk, z.B. im Knie nach einem Sturz.
  • Hämatome im Schädel: Können gefährliche Blutergüsse innerhalb des Schädels verursachen (intrakranielle Hämatome), die einen medizinischen Notfall darstellen.

Bluterguss: Behandlung von blauen Flecken

Ursachen für Blutergüsse zwischen den Augenbrauen

Blutergüsse entstehen häufig durch eine Verletzung der Gefäße. Es kommt dann zu einer Einblutung unter der Haut, die eine bläuliche Farbe annimmt.

  • Trauma oder Verletzung: Ein Schlag, Stoß oder Schlag gegen das Auge oder den Augenbereich kann dazu führen, dass Blutgefäße platzen und Blut in das umliegende Gewebe austritt, was zu Blutergüssen führt.
  • Senile Purpura: Bei älteren Menschen kann es ohne größere äußere Einwirkung zu Einblutungen in die Haut kommen. Grund dafür ist, dass das Hautgewebe mit dem Alter vor allem durch UV-Strahlung dünner und weniger elastisch wird. Auch die kleinen Blutgefäße in der Haut werden brüchiger, sodass sie leichter undicht werden und bluten.
  • Medikamente: Die Einnahme von bestimmten Medikamenten wie Blutverdünnern kann die Entstehung von blauen Flecken begünstigen.
  • Erkrankungen: In seltenen Fällen können Blutergüsse aufgrund bestimmter Gesundheitszustände auftreten, die die Blutgerinnung beeinflussen.
  • Vitaminmangel: Häufig liegt es an fehlendem Vitamin K, das auf natürliche Weise unter anderem in Spinat, Hülsenfrüchten oder Milchprodukten enthalten ist.

Symptome

Die Symptome eines Blutergusses hängen von der Ursache und der Schwere der Verletzung ab. Typische Symptome sind:

  • Verfärbung der Haut (blau, violett, grünlich, gelblich)
  • Schwellung
  • Schmerzen
  • Druckempfindlichkeit

Ein tiefes Hämatom macht sich meist nicht als Hautverfärbung, sondern als Schwellung bemerkbar.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

In den meisten Fällen sind Blutergüsse harmlos und heilen von selbst ab. Es gibt jedoch Situationen, in denen ein Arztbesuch ratsam ist:

  • Wenn der Bluterguss sehr groß ist oder starke Schmerzen verursacht.
  • Wenn der Bluterguss sich an empfindlichen Stellen wie Kopf oder Auge befindet.
  • Wenn der Bluterguss nicht abheilt oder Anzeichen einer Infektion dazukommen (Rötung, Schwellung, zunehmende Schmerzen).
  • Wenn häufig blaue Flecken ohne erkennbaren Grund auftreten.
  • Wenn zusätzlich Symptome wie Bewusstlosigkeit, Bewusstseinsstörungen oder eine Blutung aus Nase oder Ohren auftreten.

Diagnose

Eine Ärztin oder ein Arzt diagnostiziert eine senile Purpura in der Regel mit einer körperlichen Untersuchung der betroffenen Stellen und mithilfe eines Anamnese-Gesprächs. So können andere Ursachen für die Blutergüsse ausgeschlossen werden.

Bei Verdacht auf innere Blutungen oder Hämatome (z.B. im Schädel) sind weitere Untersuchungen notwendig. So ist etwa ein Hämatom im Schädel mittels Computertomografie (CT) nachweisbar.

Behandlung

Die Behandlung eines Blutergusses hängt von der Ursache und der Schwere der Verletzung ab.

  • Kühlen: Das Auftragen kalter Kompressen kann die Schwellung reduzieren und die Schmerzen lindern.
  • Hochlagern: Die betroffene Stelle sollte hochgelagert werden, um die Schwellung zu reduzieren.
  • Schmerzlinderung: Auf ärztliche Anweisung können Schmerzmittel eingenommen werden, um die Beschwerden zu lindern.
  • Arnika- oder Heparinsalbe: Salben wie Heparin-Salbe oder Arnika-Salbe können auf die betroffene Stelle aufgetragen werden, um die Genesung zu unterstützen und die Schwellung zu reduzieren.

Wichtig: Rohes Fleisch sollte nicht auf das Auge gelegt werden, da es Bakterien enthalten kann, die zu einer Infektion führen können.

Behandlung von Gefäßverschlüssen im Auge

Bei Gefäßverschlüssen im Auge gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:

  • Infusionstherapie: Bei rechtzeitiger Reaktion kann eine sofortige Behandlung mit einer Infusionstherapie möglich sein.
  • Medikamenteneingabe in den Glaskörper (IVOM): Verbessert die Sehkraft in den meisten Fällen bei einem Venenverschluss.
  • Vitrektomie mit radiärer Opticusneurotomie (RON): In ausgesuchten Fällen ermöglicht eine Glaskörperentfernung mit radiärer Opticusneurotomie (RON) die Durchblutung zu verbessern.

Verlauf mit Zentralvenenverschluss vor (obere Reihe) und 12 Monate nach (untere Reihe) IVOM-Therapie.

Es ist wichtig, dass ein Internist die Ursachen für Gefäßverschlüsse abklärt, um weitere Verschlüsse in anderen Regionen des Körpers zu vermeiden.

Vorbeugung

Es gibt verschiedene Maßnahmen, um Blutergüssen vorzubeugen:

  • Vorsicht im Alltag: Vermeiden Sie Stöße und Schläge auf den Kopf und das Gesicht.
  • Schutzausrüstung beim Sport: Tragen Sie beim Sport eine Schutzausrüstung, um Verletzungen vorzubeugen.
  • Sonnenschutz: Schützen Sie Ihre Haut vor übermäßiger UV-Strahlung, um die Hautalterung zu verlangsamen.
  • Gesunde Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen.

Menschen mit Gerinnungsstörungen oder die blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollten besonders vorsichtig sein.

Senile Purpura

Unter seniler Purpura oder Purpura senilis werden Blutergüsse bezeichnet, die im Alter auftreten.Die Einblutungen unter der Haut entstehen ohne große äußere Einwirkungen - beispielsweise durch einen leichten Stoß.Grund dafür sind Hautveränderungen: Durch die Hautalterung, insbesondere durch UV-Strahlung, wird das Hautgewebe dünner und weniger elastisch. Es kann die brüchigen Blutgefäße darunter nicht ausreichend stützen. Diese bluten deshalb leicht und es entstehen Blutergüsse.Senile Purpura ist schmerzfrei und heilt von allein ab.Allerdings kann sie immer wieder auftreten.

Was sind die Symptome einer senilen Purpura?

Die Blutergüsse sind häufig violett und können unterschiedlich groß sein - ihr Durchmesser liegt bei 1 bis 4 Zentimetern.Meistens treten die Blutergüsse am Handrücken und an den Unterarmen auf. Sie können aber auch andere Körperstellen - wie die Beine, den Hals oder das Gesicht - betreffen.

Wie lässt sich einer senilen Purpura vorbeugen?

Die Blutergüsse bei einer senilen Purpura entstehen ohne größeres Einwirken von außen - häufig genügen leichte Stöße. Vorsicht im Alltag, aber auch bei der Körperpflege kann verhindern, dass die Blutergüsse entstehen.Vor allem ausreichender Sonnenschutz - beispielsweise durch lange Kleidung - kann einer Hautalterung durch Sonnenlicht vorbeugen.

Petechien

Petechien zeigen sich als kleine, anfangs rötlich-violette, später eher bräunliche Punkte in der Haut. Die schmerzlosen Einblutungen treten häufig an den Armen oder Beinen oder auch im Bereich von Bauch und Gesäß auf. Da Petechien in der Regel in kleinen Ansammlungen auftreten, könnte man die Hauteinblutungen unter Umständen für Ausschlag halten.

Petechien: Ursachen

Für Petechien (kleine punktförmige Hauteinblutungen) gibt es unterschiedliche Ursachen. In vielen Fällen sind diese harmlos. Petechien entstehen, wenn es zu Blutungen aus den feinsten Blutgefäßen kommt, den Kapillaren. Das auslaufende Blut sammelt sich dann punktförmig in der Haut.

  • erhöhte Blutungsneigung, z. B. durch Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder Mangel an Blutgerinnungsfaktoren
  • Gefäßentzündung (Vaskulitis)
  • erworbene Gefäßschäden (Vasopathien), z. B. als Folge von Diabetes mellitus oder durch altersbedingte Verschleißerscheinungen
  • Gewalteinwirkung auf die Haut, z. B. Auch Reibung oder Druck auf der Haut kann bei manchen Menschen zu kleinen punktförmigen Einblutungen führen, etwa durch den Gurt oder Träger einer schweren Tasche oder durch einen zu engen BH-Träger.

In vielen Fällen sind Petechien (kleine punktförmige Hauteinblutungen) harmlos und erfordern keine weitere Behandlung. Hat beispielsweise eine Infektionskrankheit die Petechien hervorgerufen, verschwinden die Hauteinblutungen in der Regel im Verlauf von Heilungsprozess und Therapie.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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