Viele Menschen träumen von hellem, kühlen Blond, aber nach dem Blondieren kann das Haar oft einen gelblichen Farbton annehmen. Wer sich dann nach einer Veränderung sehnt und von blond auf braun wechseln möchte, steht vor einigen Herausforderungen. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Anleitung, wie Sie blondiertes Haar erfolgreich dunkler tönen können, ohne unerwünschte Ergebnisse wie Grünstiche zu riskieren.
Blondiertes Haar kann die Tönung anders aufnehmen als unbehandeltes Haar. Bei der Blondierung werden dem Haar die eigenen Farbpigmente entzogen, um den gewünschten Blondton zu erreichen. Dabei wird die äußere Schuppenschicht der Haare aufgebrochen und die Haarstruktur geschwächt.
Die Farbpigmente lagern sich bei einer Tönung normalerweise an der Schuppenschicht der Haare an. Bei stark geschädigtem, blondiertem Haar dringen sie möglicherweise in die Haarfaser ein. Dadurch ist nicht länger gewährleistet, dass sich die Tönung nach ein paar Haarwäschen auch wieder auswäscht.
Unabhängig von der Haarstruktur ist die Farbtiefe des aufgehellten Haares so hell, dass sie sich nicht im empfohlenen Anwendungsbereich der meisten Tönungen bewegt. Ausnahmen sind lediglich kühle Blondshades. Bei einer zu hellen Ausgangsbasis ist die Auswaschbarkeit einer Tönung nicht gewährleistet.
Es ist offiziell: Blondes Haar mit dunklem Ansatz feiert sein Comeback! Was als unfreiwilliger Trend aus dem Lockdown hervorging, hat sich nach 12 Monaten mit immer neuen Salonschließungen zu einem pflegeleichten Look entwickelt, der nicht nur auf Instagram gefeiert wird. Während ein frisch gefärbter Ansatz makellos schön aussieht, kann ein Hauch von Ansatzschattierungen dem Look mehr Tiefe geben, für einen wunderschönen effortless Look.
Hier sind drei Techniken für einen dunklen Ansatz auf blondem Haar:
Bei dieser Frisur geht die Farbe vom dunklen Ansatz bis zu den blonden Längen und Spitzen in einen sehr gleichmäßigen Verlauf über. Beginnen Sie mit einem dunklen oder einem natürlich nachgewachsenen Ansatz. Danach wird der Aufheller über die mittleren Längen und Spitzen gestrichen. Anschließend zwei Tönungsformulierungen mischen: eine für die mittleren Längen und eine für die Spitzen.
Der Trick für eine harmonische Mischung: Tönungsfarben in der gleichen Farbrichtung. Wenn Sie z. B. ein goldenes Blond in der Mitte des Haares auftragen, verwenden Sie an den Enden ein helleres Goldblond. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie ein kühles, aschiges Braun am Ansatz auftragen: Für die Längen sollten Sie dann ein aschblondes Ombré verwenden. So wird sichergestellt, dass die Farben miteinander harmonieren.
Der schwierigere Teil ist die Wahl einer Farbformel, die zu Ihrem Kunden passt. Wenn Sie einen weichen, demi-permanenten Style wollen, mischen Sie Nuancen von Color Touch. Wenn Sie aber einen Look mit einer stärkeren Deckkraft kreieren wollen - um zum Beispiel graue Ansätze zu kaschieren - sollten Sie Illumina Color oder Koleston Perfect ausprobieren. Beide bieten bis zu 100% Grauabdeckung, ersteres bietet eine lichtreflektierende Abdeckung, während letzteres für mehr Farbtiefe sorgt.
Eines der besten Dinge an dem Look ist, dass sich die Pflege fast von selbst erledigt. Wenn Sie die natürliche Haarfarbe der Kundin aufgehellt haben, muss sie nur die hellen mittleren Längen und Spitzen pflegen. Für die Pflege zuhause können Sie Ihrer Kundin ein farbschonendes Shampoo, wie das ColorMotion+ Color Protection Shampoo sowie eine wöchentlich pflegende Color Fresh Mask empfehlen. Sie bietet einen Hauch von Tönung und frischt die Salonfarbe in nur 10 Minuten auf.
Der Rest der Pflege liegt dann bei ihnen selbst. Kunden sollten alle sechs bis acht Wochen zu einem Auffrischungstermin kommen, bei dem sie selbst entscheiden können, ob der Ansatz nachgefärbt werden muss. Wenn ja, ist eine neue Charge blonder Strähnchen erforderlich.
Wer von Blond auf Braun umsteigen möchte, kann für das Färben auf drei verschiedene Produkte zurückgreifen: Eine Tönung, eine Tönungswäsche oder eine Haarfarbe. Eine richtige Haarfarbe, auch Coloration genannt, lässt sich nicht mehr aus den Haaren herauswaschen. Eine Tönung ist nicht dauerhaft haltbar und wird nach und nach wieder aus dem Haar herausgewaschen. Eine Tönungswäsche überlebt nur drei bis vier Haarwäschen. Sie ist die schonendste Färbevariante für Ihre Haare, da die Haarfaser in keinster Weise angegriffen wird.
Damit die Haare den Braunton gut annehmen, sollten Sie vor dem Haare selber färben eine proteinreiche Kur oder einen proteinreichen Conditioner auftragen. Reichern Sie die Haarfaser durch ein proteinreiches Haar-Treatment an, kann die Farbe besser haften und sieht länger strahlend aus.
Eine ganz wichtige Regel vorweg: Wer von Blond auf Braun umfärben will, braucht ein Braun mit einem rötlichen Anteil. Wählen Sie einen Braunton aus, der zu neutral oder aschig ist, riskieren Sie grüne Haare. Der Grund: In braunem Haar stecken von Natur aus mehr Rotpigmente als in blondem Haar. Damit das Braun zum Schluss natürlich wirkt, müssen Rotpigmente blonden Haaren zugeführt werden.
Achtung: Das Färben von Blond auf Braun kann zwar Zuhause gelingen. Bei sehr großen Farbveränderungen, zum Beispiel von Platinblond auf Dunkelbraun, sollten Sie aber lieber den Profi an Ihre Haare lassen. Hier ist die Gefahr zu groß, dass Ungleichmäßigkeiten entstehen könnten. Sollten die Haare nach dem Färben doch einen Grünstich zeigen, können Sie das ganz schnell selbst korrigieren: Einfach mit einer rötlicheren Farbe nachfärben. Rot wird das Grün neutralisieren und die Haarfarbe sieht danach ganz natürlich aus.
Kaputte, poröse Haare können Farbpigmente schlechter halten. Bei einer geöffneten Schuppenschicht, typisch für spröde Haare, fallen sie ganz einfach heraus. Deshalb sollten Sie auf eine reichhaltige Pflege setzen, die das Haar gesund hält. Gönnen Sie sich nach dem Shampoo einen Conditioner und tragen Sie mindestens einmal in der Woche eine Haarmaske auf. So werden Längen und Spitzen nicht nur vor dem Farbverlust geschützt, man kann auch brüchige Haare, krause Haare und Spliss vermeiden.
| Warme Brauntöne (geeignet) | Kühle Brauntöne (ungeeignet) |
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Blondiertes Haar hat eine stärker aufgeraute Struktur als jedes andere Haar. Natürliche Brauntöne haben in den meisten Fällen grüne Untertöne. Blondiertes Haar jedoch wirkt wie ein Schwamm, der die Farbe aufsaugt, wodurch der neue Wunschton stark „absackt“. Dies verfälscht das Ergebnis, sodass der Unterton sich durchsetzt und als Grünstich auf der Leinwand sichtbar wird. Wie Sie dem vorbeugen können? Indem Sie Ihr Haar vorbehandeln und zwar mit einer rötlichen Tönung!
Um diesem Schrecken zu entgehen, muss bereits vor dem eigentlichen Färben eine Art zusätzliche Schicht Farbe in Ihre Haare gegeben werden. Die Vorpigmentierung ist somit der wohl wichtigste Vorgang bei einem Farbwechsel von Blond auf Braun. Bei diesem Vorgang werden zunächst die Haarlängen und -spitzen mit einer rotgoldenen bis roten Tönung bearbeitet, um im direkten Anschluss die Coloration im gewünschten Farbton aufzutragen. Keine Sorge: Ihr Haar wird keinen Rotstich bekommen, sondern einen total natürlichen Farbeindruck erhalten.
Sollte es nach dem Tönen Ihrer Haare trotz einer Vorpigmentierung zu einem Grünstich gekommen sein, geraten Sie nicht in Panik. Schuld daran sind nach wie vor fehlende Rotpigmente. Diesen können Sie entweder mit einer erneuten rötlichen Haartönung aufheben oder einen Blick auf unsere Tipps werfen, wie Sie den unerwünschten Grünstich loswerden können!
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