Blonde Haare bei Männern: Fakten und Wissenswertes

Blonde Haare faszinieren. Besonders im Norden Europas verbreitet, fasziniert kaum eine andere Haarfarbe so wie Blond. Männer können durch sie kühl und distanziert, aber auch lebensfroh und sportlich wirken.

Aber nicht nur deshalb faszinieren blonde Haare. Sie ist nicht nur sehr selten, sondern galt lange Zeit auch als königliche oder göttliche Farbe. In der modernen Welt werden blonde Haare mit Sonne, Strand und Surfern assoziiert.

Ob kühl und distanziert oder sportlich und wild: Blonde Haare lassen Männer attraktiv und faszinierend wirken. Vorausgesetzt, sie haben sich intensiv mit Pflege und Styling beschäftigt. Denn naturblonde Haare sind zwar selten und sexy, aber auch sehr fein und empfindlich. Um die maximale Wirkung zu entfalten, musst Du Deine blonden Haare genau kennen.

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Was bestimmt die Haarfarbe?

Nur zwei Pigmente erzeugen - durch unterschiedliche Mengenanteile - die jeweilige Haarfarbe: Eumelanin und Phäomelanin. Beide Pigmente nennt man auch Melanine. Dabei ist viel Eumelanin für eine dunkelbraune bis schwarze Färbung ausschlaggebend, viel Phäomelanin für eine orangefarbene oder rote Färbung. Blonde Menschen haben von beiden Pigmenten sehr wenig.

In der Wissenschaft wird Blond mitunter nicht als eigenständige Haarfarbe gezählt, sondern mit zur Haarfarbe Rot kategorisiert, weil beide wenig Eumelanin produzieren. Wie sich die Haarfarbe Blond entwickelte, weiß die Forschung noch nicht sicher.

Die natürliche Haarfarbe ist von „Natur“ gegeben und kann sich bedingt durch Alter, Stressbedingungen und äußere Faktoren ändern. Die natürliche Haarfarbe wird vom Melaningehalt des Haares bestimmt. Doch es ist nicht die Menge an Pigmenten allein, die unsere Haarfarbe bestimmt.

Zwei verschiedene Melanin-Typen legen die verschiedenen Farbvarianten und Helligkeitsstufen des Haares fest. Das Schwarz-Braun-Pigment, Eumelanin genannt, entscheidet im Wesentlichen über die Farbtiefe (Farbsättigung). Klein und deutlich feiner im einzelnen Haar verteilt ist dagegen das für blassgelbe, blonde und rote Haare maßgeblich mitverantwortliche Rot-Pigment Phäomelanin.

Blondes Haar enthält insgesamt nur eine geringe Melaninkonzentration und in der Regel eine Kombination aus beiden Pigmenten, wobei Eumelanin überwiegt.

Haarfarbe und Geschlecht

Bei der Erforschung der Grundlagen der Haarfarben finden Genetiker Überraschendes - unter anderem, dass es einen Zusammenhang zwischen Haarfarbe und Geschlecht gibt. Ein großes Forscherteam hat 111 neue Erbgutstellen entdeckt, die für Haarfarben verantwortlich sind.

Bislang seien erst 13 bekannt gewesen, jetzt 124, schreiben die Genetiker aus sieben Ländern im Journal "Nature Genetics". Insgesamt hatten die Forscher Daten von rund 300.000 Menschen analysiert. Sie stammen je etwa zur Hälfte von der US-amerikanischen Firma 23andMe, bei der Privatkunden ihr Erbgut untersuchen lassen können, und von der britischen Biobank (UKBB).

"Wir fanden, dass Frauen signifikant hellere Haare haben als Männer", sagte einer der beiden Studienleiter, Timothy Spector vom King's College London. Das zeige, welche Bedeutung die kulturellen und sexuellen Vorlieben für unsere Gene und unsere Biologie haben.

Der Studie zufolge gibt es mehr Frauen mit hellen Haaren als Männer. Allerdings hatten die Teilnehmer ihre natürliche Haarfarbe als Erwachsener jeweils selbst angegeben.

Da zwei frühere, rein auf Messungen basierende Studien zu ähnlichen Ergebnissen gekommen waren, schlussfolgern die Wissenschaftler, dass es tatsächlich einen biologischen Zusammenhang zwischen Haarfarbe und Geschlecht gibt, der eine evolutionäre Ursache hat.

Bis zu 97 Prozent der Variation in der Haarfarbe seien erblich, schreiben die Wissenschaftler mit Verweis auf frühere Zwillingsstudien. Dabei ist die Genetik nicht für alle Haarfarben gleich: Aus Studien weiß man, dass rote Haare einzigartige genetische Faktoren zur Grundlage haben.

Nur wenige Prozent der Haarfarbe werden nicht durch genetische Faktoren, etwa durch Umwelt oder Alter bestimmt, erläutert der zweite Studienleiter, Manfred Kayser von der Erasmus Universität Rotterdam.

Entwicklung von Therapien gegen Pigmentstörungen

Insgesamt könnten die nun entdeckten Gene je nach Haarfarbe 25 bis 35 Prozent der Erblichkeit erklären, schreiben die Forscher. Die Studie zeigt auch, dass es noch viele weitere Gene für die Haarfarbe geben muss.

In Zukunft können die neuen Erkenntnisse nach Angaben der Forscher genutzt werden, um die Genauigkeit, mit der die Haarfarbe aus Tatortspuren ermittelt wird, weiter zu erhöhen. Sie könnten auch zur Entwicklung von Therapien gegen Pigmentstörungen dienen und gegen anderen Erkrankungen, die von Pigmentierung beeinflusst werden, wie bestimmte Formen von Hautkrebs.

Bereits 2013 hatte Kayser einen DNA-Test zur Haarfarbe veröffentlicht, der nach seinen Angaben inzwischen auch in der forensischen Fallarbeit zum Beispiel in den Niederlanden eingesetzt wird. Er hilft dabei, unbekannte Straftäter, die mittels herkömmlicher forensischer DNA-Profilanalyse allein nicht identifizierbar sind, ausfindig zu machen.

Kayser: "Wir konnten im direkten Vergleich zeigen, dass die genetische Information der neu entdeckten zusammen mit den bisher bekannten Genen die Genauigkeit von Haarfarbenbestimmung aus DNA signifikant erhöht.

Beliebtheit von Haarfarben

Auch wenn Blond niemals aus der Mode zu kommen scheint, so zeigen die Ergebnisse der aktuellen Umfrage im Auftrag des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel (IKW)*, dass braune Haare am beliebtesten sind.

Gut ein Drittel der Umfrageteilnehmenden (35%) mag braune Haare an sich selbst am meisten. Nur knapp dahinter liegt mit 32 Prozent die Farbe Blond. Mit Abstand folgen Schwarz (12%), Grau (12%) und Rot (9%).

Interessant ist hierbei der Unterschied zwischen den Geschlechtern: Während bei den Frauen Blond mit 39 Prozent gleichauf mit Braun liegt, präferieren nur 24 Prozent der Männer die Farbe Blond - an sich selbst wohlgemerkt.

Geht es um die Haarfarbe anderer, sieht es ganz anders aus. Demnach mögen 38 Prozent der Männer an anderen am liebsten die Farbe Blond.

Haarfarbe Beliebtheit bei Umfrageteilnehmern (an sich selbst) Beliebtheit bei Männern (an anderen)
Braun 35% -
Blond 32% (Frauen: 39%, Männer: 24%) 38%
Schwarz 12% -
Grau 12% -
Rot 9% -

Die Haarfarbe der anderen ist den Jüngeren wichtig

Auf den ersten Blick scheint die Haarfarbe anderer generell nicht so wichtig zu sein. 37 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen die Haarfarbe von anderen egal ist. Unter den Frauen sind es sogar 44 Prozent, die dieser Aussage zustimmen.

Differenziert man hier nach dem Alter, verändert sich aber das Bild: 42 Prozent der 16- bis 29-Jährigen mögen an anderen am liebsten Blond, gefolgt von 40 Prozent, die braune Haare an anderen bevorzugen.

Mit dem Älter-Werden wird die Haarfarbe des Gegenübers jedoch zunehmend unwichtiger: 50 Prozent der Frauen über 50 Jahren haben keine Lieblingshaarfarbe an anderen mehr.

Männer mögen an Frauen am liebsten Blond

Die eigene Haarfarbe ist Frauen selten egal - nur 7 Prozent sagen dies. Hingegen ist einem guten Drittel (34%) der Frauen die Haarfarbe des anderen Geschlechts gleichgültig.

Umgekehrt sagen dies nur 27 Prozent der Männer über die Haarfarbe von Frauen. Ein Großteil der Männer legt Wert auf die Haarfarbe von Frauen. 43 Prozent der Männer mögen an Frauen am liebsten die Haarfarbe Blond. Bei den Jüngeren sind dies sogar 51 Prozent.

40 Prozent der Frauen sehen an Männern hingegen am liebsten Braun. Unter den 16- bis 29-jährigen Frauen steigt dieser Anteil auf 65 Prozent.

Mehr als die Hälfte der Frauen färbt sich die Haare

Die Relevanz der Haarfarbe für Frauen zeigt sich auch in den Ergebnissen rund ums Haare färben, denn über die Hälfte (53%) der Frauen hat aktuell gefärbte Haare. Unter den 16- bis 39-jährigen Frauen haben sogar 60 Prozent gefärbte Haare.

Dabei besteht hier eine lange Tradition: 29 Prozent der 30- bis 49-jährigen Frauen färben sich seit 10 bis 20 Jahren die Haare, weitere 17 Prozent seit mehr als 20 Jahren. Nur ein Drittel der Frauen (33%) hat sich noch nie die Haare gefärbt.

Bei den Männern tragen dagegen 96 Prozent ihre Naturhaarfarbe. Doch hier scheint sich eine Umkehr abzuzeichnen.

Bei diesem Trend zum farbigen Hairstyling schafft eine Tatsache für alle Anwender:innen ein hohes Maß an Sicherheit: Bestimmte Inhaltsstoffe von Haarfarben sind im Kosmetikrecht hinsichtlich ihrer Konzentration bzw. in ihrer Anwendung mit Sicherheitshinweisen geregelt.

Außerdem müssen alle am Markt befindlichen kosmetischen Produkte einer Sicherheitsbewertung von Experten unterzogen werden.

Mythen und Fakten über blonde Haare

Zahlreiche Mythen und Klischees ranken sich um blonde Haare - wir lassen Fakten sprechen.

  • In Europa, den USA, Kanada, Australien findet man die meisten Blondschöpfe … und überraschenderweise auf den Salomon-Inseln im Pazifik.
  • Blonde Menschen haben mehr Haare auf dem Kopf. Im Durchschnittlich 150.000 Haare.

Blondinen wirken weiblicher. Das geht aus einer Umfrage hervor im Auftrag von Philips Sensual Massagers. Unter 1500 befragten Männer stehen 34 Prozent auf blonde Frauen, 31 Prozent bevorzugen dagegen Brünette.

Eine Ursache für dieses Empfinden ist ein höherer Östrogen-Spiegel bei blonden Frauen. Dadurch ist die Nase kleiner, der Kiefer schmaler, die Gesichtszüge weicher und die Körperbehaarung weniger, als bei dunkelhaarigen Frauen.

Von wegen, blonde Menschen (vor allem Frauen) seien blöd - im Gegenteil! Blonde Menschen gelten als mutiger und selbstbewusster.

Bemerkenswert ist daran zudem, dass das auch auf Menschen zutreffe, die nur blond gefärbt sind, wie eine Studie an der Nottingham Trent University ergeben hat.

Haarstruktur und Styling für blonde Männer

Es ist nicht ganz einfach, blonde Haare in Form zu halten. Männer müssen daher die individuelle Haarstruktur vor dem Styling beachten. Für Männer bedeutet das, mit Stufenschnitten die Frisur in Form zu bringen und Ordnung auf dem Kopf zu schaffen.

Männer sollten höchstens mit einem Haarspray mit starkem Halt stylen, das das Haar nicht austrocknet. Dunkelblonde Männer können sich durch akkurate Frisuren wie den Recon profilieren, bei dem die Seiten abrasiert werden und die Haare am Oberkopf wenige Millimeter kurz stehen bleiben.

Männer, die eine waschechte blonde Mähne bevorzugen, sollten sich aber auf viel Pflege gefasst machen. Wenn das Haarstyling sitzt, kannst Du Dich in Schale werfen.

Bedenke bei der Farbwahl Deiner Kleidung, keine zu hellen oder pastelligen Töne zu tragen. Wähle stattdessen satte, aber nicht zu grelle Farben.

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