Der Bichon Frisé ist eine bezaubernde Hunderasse, die für ihr lockiges, weißes Fell bekannt ist. Dieses Fell benötigt jedoch besondere Aufmerksamkeit, um Verfilzungen zu vermeiden und das strahlende Aussehen zu erhalten. Eine regelmäßige und korrekte Haarpflege ist daher unerlässlich. Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung, wie Sie die Fellpflege Ihres Bichon Frisé optimal gestalten können.
Der Bichon Frisé ist eine der wenigen Hunderassen, die nicht haart. Trotz allem sollte schon im Welpenalter mit der regelmäßigen Körperpflege begonnen werden. In den meisten Fällen genießen die Hunde es, gekämmt und gebürstet zu werden.
Ein gut gepflegtes Fell beim Hund ist vor allem eine Frage der Gesundheit. Hundehalter sollten deshalb auf die richtige und vor allem regelmäßige Pflege ihrer Fellnasen achten.
Jeder Hundefreund kann Hunde nach der Felllänge unterscheiden.
Die zum Teil tägliche Pflege Ihres Hundes erfordert eine gute Ausrüstung, damit sie nicht anstrengend wird. Beim Werkzeug kommt es also darauf an, dass es Ihnen gut in der Hand liegt und weder zu groß noch zu klein ist. Bei der Länge der Borsten, Harken oder Zinken ist die Dicke der Fellschicht entscheidend.
Das tägliche Bürsten des Bichon Frisé ist sehr wichtig. Dabei werden Schmutzteilchen aus dem Haar entfernt. Ich stelle den Hund auf eine rutschfeste Unterlage für eine sicheren Stand. Für den Fang benutze ich eine kleine Drahtbürste mit Holzgriff und für den Körper eine größere Plastikdrahtbürste. Diese ist für das Haar des Bichons ideal, dabei wird die Haut massiert und durchblutet. Es muss darauf geachtet werden, dass hinter den Ohren und im Schwanzbereich gründlich gebürstet wird, dort befinden sich die gefährdeten Stellen, die besonders zum Verfilzen neigen.
Nach dem Bürsten empfiehlt es sich, mit einem Hundekamm das Haar durchzukämmen. Ich verwende dafür erst einen breitzinkigen Kamm und anschließend einen schmalzinkigen, damit nicht so viele Haare ausgerissen werden. Man sollte immer darauf achten, dass das Haar bis auf die Haut durchgekämmt wird, da das Verfilzen oft am Haaransatz beginnt.
Sollte es wirklich einmal passieren, dass das Haar des Bichon Frisé verfilzt ist, dann eignet sich am besten ein Entfilzungskamm oder ein Entfilzungsmesser. Das Entfilzungsmesser besitzt eine besonders scharfe Klinge, mit der Sie mühelos große Knoten entwirren können.
Alle vier bis sechs Wochen kann der Bichon Frisé gebadet werden. Auf keinen Fall sollte er zu oft gebadet werden, denn das macht das Haar trocken und brüchig. Es sollte ein hochwertiges, rückfettendes Shampoo benutzt werden, das speziell für weiße Hunde im Fachhandel angeboten wird. Ich stelle den Hund in die Dusche und brause ihn mit warmem Wasser von hinten an ab. Dann schäume ich ihn mit dem Shampoo ein, anschließend gründlich ausspülen, der Kopf kommt zum Schluss. Dabei sollte man allerdings darauf achten, dass in die Ohren kein Wasser dringt.
Nach dem Baden benötigen Sie ein Handtuch, das nicht zu klein sein sollte. Am besten ist es, wenn das Handtuch den ganzen Körper bedeckt, denn nach dem Bad hat der Hund den Wunsch, sich kräftig zu schütteln. Anschließend sollten die Haare des Hundes im Handtuch ausgedrückt werden; nicht rubbeln, sonst Filzgefahr. Im Fachhandel wird ein Anti-Spritz-Trockenmantel für Hunde angeboten.
Der Raum darf nicht kalt sein, damit der Hund sich nicht erkältet. Anschließend föhne ich das Haar trocken.
Ich empfehle die tägliche Reinigung der Augen mit Tränensteinentferner, erhältlich im Fachhandel, oder Augenwasser aus der Apotheke. Ich nehme die Augenpflege von Jan Peau und eine weiße Creme (StainFree). Mit der Flüssigkeit benetze ich ein Kosmetiktuch und reinige damit die Augen außen von den sich täglich bildenden Rückständen; danach gebe ich in jedes Auge einen Tropfen der Flüssigkeit. Mit dieser Maßnahme beuge ich den oft bei weißen Hunden entstehenden rotbraunen Flecken unter den Augen vor, beziehungsweise entferne diese nach und nach. Anschließend tupfe ich in jeden Augenwinkel ein wenig der weißen Creme, die dann die Tränenflecke unter den Augen sofort abdeckt und verhindert, dass sich erneut Tränenstein bildet.
Krallenpflege ist genauso wichtig wie Haarpflege. Alle vier bis sechs Wochen kontrolliere ich die Krallen unserer Hunde. Man muss darauf achten, dass die Krallen nicht zu lang werden, sie wachsen sonst nach innen und es kommt zu Entzündungen, die dem Hund Schmerzen bereiten. Bei Hunden, die nicht viel auf Steinplatten laufen, sondern im Garten auf weichem Boden, ist besonders auf die Krallenpflege zu achten. Bei Hunden, die in der Stadt leben und viel auf Steinen laufen, nutzen sich die Krallen oft von selbst ab. Die Krallen bestehen aus sehr hartem Horn und dürfen nicht zu kurz geschnitten werden, sonst besteht die Gefahr, dass die Blutgefäße verletzt werden. Besonders schwierig ist es bei Hunden mit schwarzen Krallen. Hier empfiehlt es sich, die Krallen beim Tierarzt schneiden zu lassen.
Die Ohren eines Hundes sind ein wichtiges Sinnesorgan. Er kann Töne wahrnehmen, die der Mensch nicht mehr hören kann. Besonders wichtig ist es, die Haare aus der Ohrmuschel zu zupfen, sonst kann es zu Verstopfungen kommen. Es führt dazu, dass keine Luft an das Ohr gelangt, denn das Ohrschmalz verstopft den Gehörgang. Es kommt zu Entzündungen. Aus dem Ohr kommt dann ein unangenehmer Geruch. Ein Tierarztbesuch ist dann unerlässlich. Zum Entfernen der Haare benutze ich eine Pinzette, die vorne eine breite Seite hat. Es gibt im Fachhandel einen Ohrreiniger.
Auch die Pflege der Pfoten sollten Sie nicht außer Acht lassen, besonders im Winter bei Schnee und Eis. Ich schneide die Haare an den Pfoten rundherum gleichmäßig kurz über die Krallen ab.
Der Bichon Frisé muss regelmäßig geschnitten werden. Mit ein bisschen Übung und Geschick kann man seinen Hund selber schneiden. Es werden dafür mindesten drei verschieden große Scheren benötigt. Keine Angst, der Bichon Frisé weiß instinktiv, dass er dabei stillstehen muss. Das Schneiden nimmt etwas Zeit in Anspruch. Wer dafür kein Talent oder darauf keine Lust hat, kann auch zum Hundefriseur gehen.
Von großer Bedeutung ist es, die Welpen in regelmäßigen Abständen zu entwurmen. Das erste Mal werden die Welpen im Alter von 2 Wochen entwurmt, dann bis zur Abgabe alle 14 Tage bis zu einem Alter von acht bis zwölf Wochen. Auch danach sollte weiter regelmäßig entwurmt werden. Einen erwachsenen Hund alle sechs Monate entwurmen. Ich entwurme mit Banminth.Paste.
Meine Welpen sind bei der Abgabe an den neuen Besitzer mit acht bis zwölf Wochen gegen Staupe, Leberentzündung, Leptospirose und Parvovirose geimpft. Mit zwölf Wochen muss die Impfung wiederholt werden; nach weiteren vier Wochen wird der Hund dann gegen Tollwut geimpft. Sie bekommen einen internationalen Impfpass. Hat der Hund diese Impfungen erhalten, wird die Impfung jedes Jahr wiederholt.
Die normale Körpertemperatur bei Hunden liegt zwischen 37,5 und 39,0 °C, bei Welpen 39,5 °C. Ich messe rektal mit einem normalen Fieberthermometer, welches ich nur für die Hunde benutze. Die Spitze des Thermometers feuchte ich mit einer Babycreme oder Vaseline an, dann hebe ich die Rute hoch und führe das Thermometer in den After.
Wenn Sie einen Welpen mit acht Wochen kaufen, hat er in der Regel sein komplettes Milchgebiss. Anschließend fallen die Zähne nach und nach wieder heraus, sodass der Hund im Alter von sechs bis sieben Monaten sein vollständiges neues Gebiss hat. Er sollte dann 42 Zähne haben. Nun sollten die Zähne regelmäßig kontrolliert werden. Ich verbinde es mit der Körperpflege. Es empfiehlt sich, eine Hundezahnbürste und Hundezahnpasta zu benutzen. Wer sich das nicht zutraut, kann den Zahnstein beim Tierarzt entfernen lassen, vielleicht in Verbindung mit dem Impfen.
Im Frühjahr und im Herbst ist der Zeckenbefall besonders häufig, wenn man viel in der Natur unterwegs ist. Die Zecke kann man mit bloßem Auge erkennen, wenn man seinen Hund gründlich absucht, besonders bei unserer Rasse mit weißem Haar. Beim Abtasten des Hundes kann man mit den Fingern eine leichte Erhebung auf der Haut fühlen. Besonders an dünnen Hautpartien, z. B. an den Innenseiten der Vorder- und Hinterläufe und am Kopf, kann es vorkommen, dass sich dort Zecken verankert haben. Die Zeckenbisse können zu schmerzhaften Entzündungen führen. Aus diesem Grund sollte man seinen Hund regelmäßig absuchen.
Mit diesen umfassenden Pflegetipps können Sie sicherstellen, dass Ihr Bichon Frisé ein gesundes, glänzendes und gepflegtes Fell hat. Regelmäßige Pflege ist nicht nur wichtig für das Aussehen, sondern auch für das Wohlbefinden Ihres Hundes.
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