Du spielst mit dem Gedanken, Deinen Ausbildungsbetrieb zu wechseln? Ob es am ständigen Kaffeekochen, Mobbing oder einem Umzug liegt - es gibt viele Gründe für diesen Schritt. Dieser Artikel bietet Dir einen umfassenden Überblick, wie Du den Wechsel erfolgreich meisterst.
Wichtiger Hinweis vorab: Überlege gut, ob Du wirklich kündigen möchtest. Jeder hat mal einen schlechten Tag, und jede Tätigkeit hat eintönige Phasen. Ein Ausbildungsabbruch oder -wechsel bleibt im Lebenslauf und kann in Bewerbungsgesprächen thematisiert werden.
Die Gründe für einen Wechsel können vielfältig sein:
Das genaue Vorgehen hängt davon ab, ob Du Dich noch in der Probezeit befindest oder nicht.
Wenn Du noch in der Probezeit bist, ist der Wechsel unkompliziert. Du kannst das Ausbildungsverhältnis ohne Frist und Begründung kündigen.
Nach Ablauf der Probezeit wird es etwas komplizierter. Hier sind Deine Optionen:
Wenn Du Deinen Ausbildungsbetrieb wechseln möchtest, musst Du Deinem alten Ausbildungsbetrieb natürlich kündigen. Hier sind die fünf Möglichkeiten, das Ausbildungsverhältnis zu kündigen:
Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und im Falle eines wichtigen Grundes auch die Gründe enthalten. Die elektronische Form ist ausgeschlossen. Eine Kündigung aus wichtigem Grund ist unwirksam, wenn die Tatsachen, die zur Kündigung berechtigen, länger als zwei Wochen bekannt sind (§ 22 Berufsbildungsgesetz).
Achtung: Kündigst du einfach so deinen Ausbildungsplatz und beginnst woanders neu, machst du dich gegenüber deinem ehemaligen Betrieb schadensersatzpflichtig. Ist die Probezeit bereits beendet, kann von bei Vertragsparteien „aus wichtigem Grund“ gekündigt werden. Dieser Fall ist gegeben, wenn eine Fortsetzung des bestehenden Berufsausbildungsverhältnisses nicht möglich ist.
Um einen neuen Ausbildungsbetrieb zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Wichtig: Lass Deinen Wechsel in der Bewerbung nicht unerwähnt. Sei ehrlich und nenne die Gründe für Deine Kündigung. Beschreibe, was Du bereits gelernt hast und gut kannst. Sprich nie schlecht über Deinen vorherigen Arbeitgeber.
Formulierungsbeispiele für die Bewerbung
Bevor Du in einem neuen Betrieb anfängst, solltest Du folgende Punkte klären:
Ein Aufhebungsvertrag kann eine Option sein, um das Ausbildungsverhältnis vorzeitig zu beenden. Er ermöglicht es, die Kündigungsfrist zu umgehen und eventuell eine Abfindung zu erhalten. Allerdings kann er auch Nachteile haben, wie den Verlust des Anspruchs auf Arbeitslosengeld für einen bestimmten Zeitraum.
Vorteile eines Aufhebungsvertrags:
Nachteile eines Aufhebungsvertrags:
Wichtig: Lass Dich vor der Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrags unbedingt beraten, z.B. durch die IHK/HWK oder einen Anwalt.
Denke auch an die finanziellen Aspekte:
| Aspekt | Hinweis |
|---|---|
| Kindergeld | Bis 25 Jahre möglich, auch bei Übergangszeiten |
| Krankenversicherung | Einmonatiger Nachschutz nach Vertragsende |
| Arbeitslosengeld | Schnellstmöglich arbeitssuchend melden |
Eine Ausbilderin bei Ausbildung.de gab Einblicke, wie sie zu Ausbildungsabbrüchen steht:
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