Viele Menschen empfinden Nadeleinstiche und bestimmte kosmetische Behandlungen als schmerzhaft. Das Schmerzempfinden ist jedoch von Person zu Person unterschiedlich stark ausgeprägt. Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, die Haut bei schmerzhaften Eingriffen zu betäuben. Eine solche Möglichkeit ist die Verwendung von Betäubungscremes.
In diesem Artikel werden wir uns ausführlich mit Betäubungscremes, insbesondere der EMLA Creme, befassen. Wir werden ihre Wirkungsweise, Anwendung, Vorsichtsmaßnahmen und mögliche Nebenwirkungen untersuchen. Ziel ist es, Ihnen ein umfassendes Verständnis dieser Produkte zu vermitteln, damit Sie fundierte Entscheidungen treffen können.
EMLA Creme ist ein rezeptpflichtiges Arzneimittel, das zur Gruppe der Lokalanästhetika gehört. EMLA enthält die Wirkstoffkombination Lidocain und Prilocain. Diese Wirkstoffe betäuben die Haut lokal und helfen, den Schmerz auszuschalten - für eine schmerzarme Behandlung.
EMLA Creme wird auf die zu betäubende Hautstelle aufgetragen und setzt das Schmerzempfinden herab, indem sich die Wirkstoffkombination Lidocain und Prilocain in der obersten Hautschicht verteilt. In dieser Hautschicht befinden sich sogenannte Schmerzrezeptoren, welche den Schmerz erfassen und zum Gehirn weiterleiten. Lidocain und Prilocain blockieren genau diese Schmerzreizleitung. Somit wird das Schmerzempfinden herabgesetzt. Anders als Tabletten wirkt EMLA direkt an der Hautstelle, wo der Schmerz entsteht.
EMLA ist eine Alternative zu Betäubungsspritzen bei kleinen chirurgischen Hauteingriffen.
EMLA kann zur Betäubung der Haut angewendet werden vor:
Bei Erwachsenen und Jugendlichen kann EMLA auch angewendet werden zur Betäubung der Genitalien vor:
Bei Erwachsenen kann EMLA auch zur Betäubung der Haut angewendet werden vor:
Für alle anderen Anwendungen als das Aufträgen auf der intakten Haut, sollte das Arzneimittel nur auf Empfehlung des Arztes, des medizinischen Fachpersonals oder des Apothekers angewendet werden.
Es ist wichtig, die Anweisungen zur Anwendung von EMLA Creme sorgfältig zu befolgen, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen und unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Die Wirkdauer der Anästhesie liegt bei mindestens 2 Stunden. Wenn Sie EMLA im Gesicht anwenden, ist die Einwirkzeit 30 - 60 Min. Sollten Sie an atopischer Dermatitis leiden, darf die Einwirkungszeit nicht länger als 30 Minuten sein.
Wichtige Hinweise:
Lassen Sie sich zur Anwendung des Arzneimittels von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Die Anwendung des Arzneimittel auf Genitalien oder bei Beinulkus sollte nur von medizinischem Fachpersonal bzw. unter deren Aufsicht erfolgen. Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) werden mit einem luftdichten Verband bedeckt (außer bei Eingriffen an der genitalen Schleimhaut). Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Augen, geschädigter Haut und offenen Hautstellen (außer bei Beinulkus).
Die Anwendungsdauer bzw. Einwirkdauer des Arzneimittels richtet sich nach der Art des Eingriffs. Sie sollte deshalb in Absprache mit Ihrem Arzt festgelegt werden.
Die anzuwendende Menge und Einwirkzeit ist vom Alter abhängig. Ihr Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen sagen, wie viel Creme und wann Sie diese auftragen sollen.
Hier ist eine Tabelle, die die üblichen Dosierungen für Kinder zusammenfasst:
| Altersgruppe | Maximale Dosis | Maximale Fläche | Einwirkdauer |
|---|---|---|---|
| Neugeborene und Säuglinge (0-2 Monate) | Bis zu 1 g | 10 cm² | Max. 1 Stunde |
| Säuglinge (3-11 Monate) | Bis zu 2 g | 20 cm² | Ca. 1 Stunde (max. 4 Stunden) |
| Kinder (1-5 Jahre) | Bis zu 10 g | 100 cm² | Ca. 1 Stunde (max. 5 Stunden) |
| Kinder (6-11 Jahre) | Bis zu 20 g | 200 cm² | Ca. 1 Stunde (max. 5 Stunden) |
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu einem verminderten Sauerstofftransport roter Blutkörperchen (Methämoglobinämie), Störungen des Nervensystems wie Krämpfe und Bewusstseinsstörungen und zu Herz-Kreislauf-Beschwerden kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen.
EMLA darf nicht angewendet werden, wenn Sie allergisch gegen Lidocain oder Prilocain, andere ähnliche Lokalanästhetika oder gegen einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Vermeiden Sie, EMLA in die Augen zu bekommen, da dies Reizungen verursachen kann. Sollte EMLA versehentlich in Ihr Auge gelangen, sollten Sie es sofort gut mit lauwarmem Wasser oder Kochsalzlösung (Natriumchlorid) spülen. Achten Sie darauf, dass nichts In Ihr Auge kommt, bis das Gefühl zurückgekehrt ist. EMLA sollte nicht an einem geschädigten Trommelfell angewendet werden.
Was sollten Sie beachten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen Sie stört oder nicht abzuklingen scheint. Informieren Sie Ihren Arzt über andere Beschwerden, die Sie während der Anwendung dieses Arzneimittels haben.
Auf dem Anwendungsbereich kann es zu einer leichten Reaktion (Blässe oder Rötung der Haut, leichte Schwellung, anfängliches Brennen oder Jucken) kommen. Dies sind normale Reaktionen auf die Creme und die Betäubungsmittel, die nach kurzer Zeit von selbst wieder abklingen. Wenn Sie während der Anwendung beschwerliche oder ungewöhnliche Wirkungen bemerken, beenden Sie die Anwendung und wenden Sie sich sobald als möglich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 Behandelten von 10 betreffen):
Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 Behandelten von 100 betreffen):
Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 Behandelten von 1.000 betreffen):
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