Sind wir mal ehrlich: Rasieren ist lästig. Kaum etwas nervt wie die Haarentfernung, aber das Ergebnis, also schöne glatte Haut, wollen trotzdem viele. Zum Glück entwickelt sich die Technik immer weiter, und darum kannst du die Haare jetzt mit Licht entfernen. Wie bitte? Erklären wir dir.
Ob im Kosmetikstudio oder bequem zu Hause: Die Haarentfernung mit Lichtimpulsen stoppt das Haarwachstum an der Wurzel. Doch wie effektiv ist die Methode wirklich? Welche IPL-Geräte sind empfehlenswert? Und lohnt sich die Investition? Hier bekommst du alle Antworten - plus praktische Tipps, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Mit einem IPL-Laser kannst du störende Haare langfristig entfernen - ganz ohne tägliche Beauty-Session. Wie die Methode funktioniert, welche Geräte überzeugen und worauf du achten solltest.
IPL ist eine Haarentfernungsmethode, die mit hochenergetischen Lichtimpulsen arbeitet, um das Wachstum der Haare bereits in der Wurzel zu stoppen. Das Kürzel IPL steht dabei für "Intense Pulsed Light" und hat sich in der Beauty-Branche längst einen Namen gemacht.
Bei einer IPL-Behandlung werden intensive Lichtimpulse über die Farbpigmente der Haare an die Wurzel weitergeleitet. Aufgrund einer starken Hitzeentwicklung wird diese daraufhin verödet, sodass ein Wachstum verhindert wird. Klingt eigentlich ganz einfach - doch unsere Haare wachsen nicht synchron, sondern befinden sich in unterschiedlichen Wachstumsphasen. Daher ist es mit einer einzigen Behandlung leider nicht getan. Um wirklich jede Haarwurzel zu erreichen, muss IPL also mehrmals zum Einsatz kommen.
Aber keine Sorge: Die Anwendung ist zwar spürbar, jedoch an den meisten Stellen nicht sehr schmerzhaft.
Ob 6-, 8- oder 12-mal: Wie viele IPL-Behandlungen nötig sind, hängt von vielen Faktoren ab. Ausschlaggebend ist zunächst einmal die Pigmentierung der Haare: Je höher, desto effektiver die Haarentfernung. Das heißt, dass ein IPL-Gerät besonders geeignet für dunkle Haare ist, da sie mehr Melatonin enthalten - und eben dieses Farbpigment leitet die Lichtimpulse sehr effizient an die Haarwurzel weiter. Je heller die Haare, desto häufiger muss die Behandlung durchgeführt werden. Mehrere Behandlungen sind aber in jedem Fall nötig.
In der Regel wird zwischen jeder Sitzung eine Pause von 6 bis 8 Wochen eingehalten, um die unterschiedlichen Wachstumsphasen und somit alle Haare zu erwischen. Aber auch, um die Haut nicht zu stark zu belasten. Für eine IPL-Haarentfernung der Oberlippe sind in der Regel wesentlich kürzere und weniger Sitzungen nötig als für eine Laser-Haarentfernung an Beinen oder Armen.
Bei blondem, grauem oder rotem Haar kann es Sinn machen, statt IPL auf eine SHR-Methode - zu Deutsch: Super Hair Removal - mit höherer Frequenz zu setzen. Im Zweifel am besten einen Dermatologen oder eine Kosmetikerin fragen, um ganz sicher zu sein. Vorteil: Ein Experte kann die Wellenlänge der Lichtimpulse gezielt auf den jeweiligen Haartyp abstimmen, was als Laie zu Hause schwer ist.
IPL steht für „Intense Pulsed Light“, was frei übersetzt etwa „intensive Lichtimpulse“ bedeutet. Diese werden von einer Xenon-Lampe abgegeben, wobei das Licht durch diverse Filter mehrere Wellenlängen umfasst - wichtig für die Feinjustierung der IPL-Anwendung auf Haar- und Hauttyp. Das Licht selbst wiederum wandert das Haar entlang bis zur Wurzel und wandelt sich dort in Wärme um - mit der Folge, dass das Haar in eine Ruhephase versetzt wird und für eine bestimmte Zeit nicht mehr nachwächst. Teilweise werden die Wurzeln sogar verödet, das Haar kann überhaupt nicht mehr nachwachsen.
Damit das Licht bis zur Haarwurzel vordringen kann, benötigt es den Farbstoff Melanin - woraus sich Einschränkungen bezüglich der Haar- und auch Hautfarbe ergeben. Am besten wirkt die Blitzmethode bei schwarzen Haaren, danach folgen braune und dunkelblonde Haare. Für rote, hellblonde, graue und weiße Haare eignet sich das Verfahren nicht oder nicht optimal.
Melanin bestimmt aber auch die Farbe der Haut, und hier heißt die Faustregel: Je heller der Hauttyp, desto weniger Licht wird absorbiert und desto effizienter fällt daher die Anwendung aus. Bei dunkler Haut wächst zudem die Gefahr von Verbrennungen und Rötungen, ein Vorabtest auf Verträglichkeit empfiehlt sich in diesem Fall unbedingt.
Die Lichtimpulse entfalten ihre Wirkung nur auf Haare in der Wachstumsphase. Jede Behandlung schlägt daher immer nur bei einem kleinen Prozentsatz an, woraus sich zwingend die Notwendigkeit mehrerer Anwendungen ergibt. In der Regel sind aber nach vier bis fünf Mal bei bis zu 80 Prozent positive Ergebnisse zu verzeichnen, sodass der Behandlungszyklus auf etwa vier bis acht Wochen gestreckt werden kann. Zudem sind etliche Haarwurzeln mittlerweile so verödet, dass der Haarwuchs insgesamt spärlicher geworden ist - ein Effekt, der sich zunehmend noch verstärkt. Im besten Fall ergibt die IPL-Methode daher eine dauerhafte Entfernung eines Großteils der ungeliebten Körperbehaarung.
| Haarfarbe | Hautfarbe | Eignung für IPL |
|---|---|---|
| Schwarz | Hell | Sehr gut |
| Braun | Hell | Gut |
| Dunkelblond | Hell | Akzeptabel |
| Rot, Hellblond, Grau, Weiß | Dunkel | Nicht geeignet/Optimal |
Auch hier gibt es leider keine pauschale Antwort, denn die Preise richten sich immer nach dem Anbieter, der Körperregion und der Häufigkeit der Anwendungen. So kostet eine IPL-Behandlung zwischen 25 Euro und 1.000 Euro. In der Regel sind die Preise beim Dermatologen etwas höher als im Kosmetikstudio - am besten einfach informieren und persönlich beraten lassen.
Mit Preisen ab etwa 150 Euro sind die Kosten für ein eigenes IPL-Gerät insgesamt überschaubarer. Dafür musst du dich aber auch ein wenig mit der Technik auseinandersetzen und in Kauf nehmen, dass mehrere Behandlungen nötig sind - denn die Leistungsfähigkeit bei den frei verkäuflichen Lasern ist wesentlich niedriger.
Das ist aber auch gut so - denn bei intensiver Lichteinwirkung kann es zu Verbrennungen und anderen Hautschäden kommen. Hier gilt: Auf eine vertrauensvolle Marke setzen und lieber etwas mehr Geld investieren.
Unsere Kollegin Susanna hat für uns einen IPL-Laser von BRAUN getestet. Ihr Fazit: Funktioniert, erfordert aber etwas Geduld.
Diesen Sommer hatte ich endgültig genug und machte den Haaren auf meinen Beinen eine Kampfansage. Statt seidenglatter Haut, die man so gut in Sommershorts und Kleidern zeigen kann, war bei mir meist Kaktus-Gefühl angesagt. Noch dazu kommt, dass ich mich noch nie mit dem Rasierer sonderlich gut angestellt habe - Stellen vergessen, ungeduldig ohne Schaum geshaved oder auch unachtsam in die Waden geschnitten - und leider zu empfindlich bin für Waxing, Sugaring und Co. Ein Hoch auf moderne Technik! Ich wollte unbedingt den IPL-Laser von Braun testen, von dem mir bereits zwei Freundinnen vorgeschwärmt hatten. Leicht von zu Hause zu bedienen und sichtbare Erfolge schon nach ein paar Anwendungen. Hörte sich fast zu schön an, um wahr zu sein…
Neugierig habe ich mich dann erst einmal mit dem Prozess, verschiedenen Aufsätzen und dem Laser-Gerät selbst auseinandergesetzt. Nach und nach habe ich mich immer mehr daran gewöhnt und ein richtiges Beauty-Ritual daraus gemacht:
Rasieren, lasern, eine Woche warten und wieder von vorn - anfangs war das meine Routine. Doch die Abstände, in denen die Haare nachwachsen, werden immer größer. Nach ca. 3 Monaten habe ich nur noch wenige Stellen, an denen überhaupt Haare nachwachsen. Alle 2 bis 3 Wochen kommt der Laser jetzt noch zum Einsatz.
Im Gegensatz zu IPL, das mit breit gestreutem Licht arbeitet, setzt die Laser-Haarentfernung auf gebündelte Energie, die gezielt tief in die Haarwurzel eindringt. Dadurch ist sie oft wirksamer und benötigt weniger Sitzungen. Lange nur im Kosmetikstudio möglich, gibt es inzwischen auch Heimgeräte, die mit echtem Diodenlaser arbeiten - wie der Tria 4X Laser.
Die Anwendung ist intensiver als bei IPL und dauert etwas länger, zeigt dafür aber meist schneller sichtbare Ergebnisse. Voraussetzung ist allerdings: heller Hauttyp, dunkle Haare - denn auch der Laser arbeitet über das Pigment Melanin.
Der Tria 4X Laser: präzise, effektiv und ideal für kleinere Hautbereiche.
Die Anwendung lässt sich entweder im Kosmetikstudio, beim Dermatologen oder zu Hause mit einem eigenen IPL-Gerät durchführen. Das Prozedere ist immer gleich: Ein spezieller Laser wird mit direktem Hautkontakt über die zu behandelnden Körperstellen geführt - also beispielsweise über Gesicht, Beine, Arme oder Achseln. Je nachdem, wie groß das Areal ist, dauert eine IPL-Behandlung zwischen 5 und 60 Minuten. Damit die Anwendung erfolgreich ist, gibt es allerdings einiges zu beachten:
Bei falscher Anwendung kann eine IPL-Behandlung Verletzungen und Schäden verursachen. Das Gerät sollte daher nicht häufiger angewendet werden als vom Hersteller empfohlen. BEURER rät bei einer Entfernung der Körperbehaarung beispielsweise zu 4 Behandlungen im Abstand von 2 Wochen, gefolgt von 3 Behandlungen im Abstand von 4 Wochen. Wenn sie sachgemäß genutzt werden, geht aber in der Regel keine Gefahr von IPL-Geräten aus. In folgenden Fällen sollte die IPL-Behandlung jedoch nicht erfolgen:
Vorsicht geboten ist bei Muttermalen, Tattoos, Sommersprossen, Narben und großen Venen. Diese Bereiche müssen sorgfältig abgedeckt werden und sollten nicht mit einem IPL-Laser in Berührung kommen. Bitte auch niemals ein IPL-Gerät an den inneren Schamlippen oder am Anus anwenden - die Behandlung ist nur bis zur Bikinizone gedacht.
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