Die besten Mittel gegen Schuppen: Ein umfassender Ratgeber

Schuppen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Sie können nicht nur ein ästhetisches Ärgernis sein, sondern auch Juckreiz und Hautirritationen verursachen. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl von Mitteln und Behandlungen, die helfen können, Schuppen loszuwerden und die Kopfhautgesundheit wiederherzustellen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die besten Mittel gegen Schuppen, von traditionellen Shampoos bis hin zu natürlichen Hausmitteln.

Ursachen von Schuppen

Schuppen entstehen als Anzeichen einer Hautirritation. Jeder Mensch verliert Hautschuppen. Die nicht entzündlichen Abschuppungen der Kopfhaut werden nur dann zum Problem, wenn sie übermäßig stark auftreten. Zudem können sie eine juckende Kopfhaut verursachen. Daher geht die Schuppenbildung mit trockener Haut, Hautrötung und Juckreiz einher.

Es gibt verschiedene Ursachen für Schuppen:

  • Trockene Kopfhaut: Bei trockener Kopfhaut sorgen nicht Pilze für das Abschuppen, sondern fehlende Feuchtigkeit.
  • Fettige Kopfhaut: Menschen mit einer trockenen Haut neigen zu trockenen Schuppen. Der bei fast allen Menschen vorkommende und sonst harmlose Kleiepilz Malassezia furfur hat bei der vermehrten Fettproduktion ideale Bedingungen, um sich auszubreiten.
  • Hautkrankheiten: Manche Hautkrankheiten lösen die verstärkte Bildung von Schuppen aus. Zu ihnen zählen unter anderem das atopische Ekzem (Neurodermitis) oder die Schuppenflechte.
  • Umweltfaktoren: Häufiges Haarewaschen, zu heißes Föhnen, aggressive Pflege- und Stylingprodukte, aber auch Umwelteinflüsse wie Hitze, Kälte und trockene Heizungsluft tragen dazu bei, dass die Kopfhaut austrocknet.

Anti-Schuppen-Shampoos: Eine neue Ära

Für Schuppen-Shampoos hat damit eine neue Zeitrechnung begonnen. Viele Betroffene greifen schnell zum Klassiker, dem Anti-Schuppen-Shampoo. Ob teuer oder billig: Die meisten wirken gut und pflegen das Haar. Je nach Produkt variieren die Inhaltsstoffe. Manche Hersteller setzen auf natürliche Wirkstoffe wie Weizenkeimöl. Andere verwenden chemische Wirkstoffe wie Pirocton-Olamin und Zink-Pyrithion.

Seit März 2022 ist Zinkpyrithion - jahrelang wichtigster Wirkstoff zur Schuppenbekämpfung - in der EU verboten. Seit etwas mehr als eineinhalb Jahren ist es durch: Zinkpyrithion, jahrelang wichtigster Wirkstoff zur Schuppenbekämpfung in Kosmetika, ist bei uns verboten. Die EU hat den Stoff als "vermutlich reproduktionstoxisch beim Menschen" eingestuft. Zinkpyrithion musste in unseren Augen auch deshalb aus Kosmetik verschwinden, weil es hautreizend ist und giftig für Wasserorganismen.

Erfreulich: Alle anderen Shampoos im Test arbeiten mit Antischuppen-Mitteln, die wir für unbedenklich halten. Allerdings gibt es auch andere Ursachen für Kopfschuppen: Bei trockener Kopfhaut sorgen nicht Pilze für das Abschuppen, sondern fehlende Feuchtigkeit.

Inhaltsstoffe in Anti-Schuppen-Shampoos:

  • Antimykotika: Sie enthalten Antimykotika - das sind Wirk­stoffe, die bestimmte Mikro­organismen auf der Kopf­haut bekämpfen, wie etwa die Hefe Malassezia furfur.
  • Piroctone-Olamine und Zink-Pyrithione: In den von uns getesteten Shampoos sind häufig die Stoffe Piroctone-Olamine und Zink-Pyrithione enthalten, teils kombiniert mit anderen Wirk­stoffen. Sie gelten als sicher und sind laut EU-Kosmetik­ver­ordnung zugelassen.

Anwendung von Anti-Schuppen-Shampoos:

  • Anti-Schuppen-Shampoos gründlich einmassieren und eventuell kurz einwirken lassen.
  • Haften viele Schuppen in den Haaren, sollten Sie das Shampoo dreimal die Woche anwenden und jeweils einige Minuten einwirken lassen.
  • Nach einer zwei- bis dreiwöchigen Anwendung sollte sich das Schuppenproblem deutlich gebessert haben. Dann reicht es aus, das spezielle Haarwaschmittel einmal pro Woche einzumassieren.

Hinweis: Conditioner und Kuren nicht auf der Kopf­haut anwenden - sie waschen die Anti-Schuppen-Wirk­stoffe wieder aus.

Anti-Schuppen Shampoos im Test 2024

Hausmittel gegen Schuppen

Hausmittel gegen Schuppen bieten eine sanfte und natürliche Alternative zu herkömmlichen Produkten, besonders bei juckender Kopfhaut. Einige bewährte Hausmittel wie Teebaumöl, Apfelessig und Kokosöl können beruhigend auf die Kopfhaut wirken und besitzen antibakterielle oder entzündungshemmende Eigenschaften. Diese helfen dabei, das Gleichgewicht der Kopfhaut wiederherzustellen, die Schuppenbildung zu reduzieren und Juckreiz zu lindern. Auch Aloe vera ist beliebt, da sie Feuchtigkeit spendet und gereizte Haut beruhigt.

Ein weiterer Vorteil von Hausmitteln ist, dass sie oft weniger irritierend sind. Dennoch ist die Dosierung hier oft problematisch und auch die Wirksamkeit ist individuell unterschiedlich.

Beliebte Hausmittel gegen Schuppen:

  • Teebaumöl: Wirkt beruhigend auf die Kopfhaut und besitzt entzündungshemmende Eigenschaften.
  • Apfelessig: Als mit Wasser verdünnte Lösung aufgetragen, soll er die Talgdrüsen reinigen und den pH-Wert regulieren. Nachteil: Der Säuregehalt des Essigs kann die Kopfhaut reizen oder weiter austrocknen.
  • Kokosöl: Kokosöl versorgt die Kopfhaut mit Feuchtigkeit und hemmt das Wachstum von Bakterien oder Pilzen.
  • Aloe Vera: Spendet, auf die Kopfhaut aufgetragen, Feuchtigkeit und wirkt antibakteriell.
  • Naturjoghurt: Wirkt beruhigend und feuchtigkeitsspendend; Joghurt wie eine Maske auf die Kopfhaut auftragen und nach zehn Minuten auswaschen.
  • Olivenöl: Olivenöl gibt der Kopfhaut das Fett zurück, welches durch Shampoos entzogen wird. Massieren Sie am Abend ein paar Tropfen in Ihre Kopfhaut ein und und setzen Sie eine Haube auf. Lassen Sie die Ölkur über Nacht einwirken. Am Morgen verwenden Sie ein mildes Shampoo und spülen die Ölreste aus.
  • Zitrone: Zitrone ist ebenfalls wirksam gegen Pilze, die für die Schuppenbildung verantwortlich sind. Die Zitronensäuren helfen zudem gut gegen Juckreiz. Pressen Sie etwas Saft aus einer frischen Zitrone aus und massieren Sie diesen in Ihre Kopfhaut. Spülen Sie nach ein paar Minuten den Zitronensaft aus.
  • Backpulver: Es kommt auch gegen trockene Schuppen zum Einsatz. Hier wirkt es wie ein Peeling und hilft, abgestorbene Hautschuppen zu entfernen. Nach dem Haarewaschen geben Sie eine Handvoll Backpulver auf Ihre Kopfhaut. Massieren Sie es gut ein und spülen Sie es mit lauwarmen Wasser wieder aus Ihren Haaren.

Achtung: Aus dermatologischer Sicht kann man so etwas nicht empfehlen. Die Dosierung dieser Stoffe ist überhaupt nicht standardisiert. Je nach Menge und Anwendung können die Hausmittel die Kopfhaut weiter austrocknen oder die Schutzbarriere der Haut schädigen. Das wiederum kann die Schuppenbildung verstärken.

Weitere Tipps für gesunde Kopfhaut und Haare

  • Milde, wenig tensidhaltige Haarshampoos mit feuchtigkeitsspendenden oder rückfettenden sowie pflegenden oder beruhigenden Inhaltsstoffen verwenden.
  • Haare nicht öfter als nötig waschen. Lauwarmes Wasser schont Haare und Kopfhaut. Haare immer gründlich ausspülen, Rückstände von Pflegeprodukten können die Kopfhaut belasten.
  • Weiche Bürsten verwenden; spitze Borsten reizen die Kopfhaut. Nicht zu heiß föhnen und ausreichend Abstand halten. Starke Hitze trocknet Kopfhaut und Haare aus. Keine aggressiven, zum Beispiel alkoholhaltigen, Stylingprodukte verwenden.
  • Tragen Sie hin und wieder eine feuchtigkeitsspendende Lotion auf die Kopfhaut auf und lassen Sie diese über Nacht einwirken.
  • Vermeiden Sie Alkohole, Silkone, Sulfate, Paraffine und Mikroplastik-Partikel.

Wann sollte man wegen Schuppen zum Arzt gehen?

Sind noch andere Beschwerden da wie Juckreiz, Brennen, Nässen, muss man den Arzt aufsuchen. Mit Maßnahmen wie Shampoo oder Hausmitteln werde man in dem Fall überhaupt keinen Effekt erreichen. "Das muss behandelt werden", rät die Dermatologin. Denn auch allergische Reaktionen, Infektionen, Ekzeme oder Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis können Ursache für Schuppen sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es viele wirksame Mittel gegen Schuppen gibt. Die Wahl des richtigen Produkts oder Hausmittels hängt von der Ursache der Schuppen und den individuellen Bedürfnissen der Kopfhaut ab. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Vergleich von Anti-Schuppen-Shampoos und Hausmitteln
Merkmal Anti-Schuppen-Shampoos Hausmittel
Wirkstoffe Antimykotika, Piroctone-Olamine, Zink-Pyrithione Teebaumöl, Apfelessig, Kokosöl, Aloe Vera, Naturjoghurt, Olivenöl, Zitrone, Backpulver
Wirkung Bekämpfen Mikroorganismen, reduzieren Entzündungen Beruhigen, spenden Feuchtigkeit, wirken antibakteriell und entzündungshemmend
Anwendung Regelmäßige Haarwäsche Auftragen auf die Kopfhaut, Einwirkzeit beachten
Vorteile Gezielte Wirkung, einfache Anwendung Natürlich, oft weniger irritierend
Nachteile Kann aggressive Inhaltsstoffe enthalten Dosierung und Wirksamkeit können variieren

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