„Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ ist der fünfte Spielfilm in der ZDF-Reihe moderner Verfilmungen Grimm’scher Stoffe nach „Hänsel und Gretel“, „Rotkäppchen“, „Aschenputtel“ und „Rumpelstilzchen“.
Die deutsche TV-Premiere des Films war am 27. Dezember 2009 im ZDF.
Regisseur Hans-Günther Bücking ("Familie ist was Wunderbares", "Schatten der Gerechtigkeit") inszenierte frei nach den Brüdern Grimm dieses gut gespielte Märchen mit Fritz Karl in der Rolle des Teufels.
Sendedaten:
Erzählt wird von Hans, der als Glückskind geboren scheint: Die Prophezeiung, dass er eines Tages die Tochter des Königs heiraten wird, liegt ihm schon in der Wiege. Doch immer und immer wieder will sich die Weissagung, die der raffgierige König früh und mit Entsetzen in Erfahrung bringt, nicht erfüllen. Dem Landesherrn graut es vor einem Hungerleider als Schwiegersohn, und so trachtet er Hans nach dem Leben. Zwei Anschläge scheitern, mit dem dritten aber erhofft sich der König einen durchschlagenen Erfolg. Die Hand der Prinzessin, so befiehlt er, gewinne Hans nur, wenn es ihm gelingt, die drei goldenen Haare des Teufels herbei zu schaffen!
Hans nimmt die Aufgabe an. Ein Falke, der ihm seit Kindesbeinen zur Seite steht, begleitet und lenkt die Reise ins Unbekannte. Tief im Herzen der Unterwelt gewinnt Hans im Sturm des Teufels Großmutter für seine Zwecke und steht schließlich vor dem alles entscheidenden Duell mit dem feuerroten Fürsten der Hölle. Was klingt wie ein Aufmarsch dunkler Bösewichter, entpuppt sich schnell als wendungsreiche Liebesgeschichte.
Der gewitzte Müllersohn und die nicht minder scharfsichtige Prinzessin, die beide füreinander bestimmt sind und doch lange nicht zueinander kommen können, tragen ebenso witzig durch die wendungsreiche Handlung wie sie entschlossen sind, die ihnen gestellten Hindernisse zu überwinden. Hans läuft den Räubern des Düsterwaldes ins Netz und profitiert doch letztlich von ihrer Wut auf den böswilligen König. Der Müllerssohn blamiert sich bei Hofe und hinterlässt seiner Prinzessin doch einen unsterblichen Eindruck. Er erlebt auf seinem Marsch zur Hölle Hunger und Elend, und kehrt doch als einer zurück, der allenthalben die Not ins Glück wandelt. Und er steht am Ende wieder selig seiner Prinzessin gegenüber, die allem Zwang durch den herzlosen Vater und der ihm treu ergebenen Schwiegermutter getrotzt hat.
Es war einmal eine Tischlerfamilie, in der lebten drei Jungen. Der jüngste von ihnen mit Namen Till hatte ein gutes Herz, aber alle hielten ihn für dumm und nannten ihn Dummling. Doch allein er erkennt, dass Prinzessin Luise sehr traurig ist und überlegt, wie sie wieder fröhlich werden kann. Als er einem Bettler sein letztes Brot gibt, bekommt Dummling als Belohnung eine goldene Gans, die er unbedingt der Prinzessin schenken will. Vielleicht freut sie das und sie lernt wieder, zu lachen.
Es war einmal ein grimmiger und geldgieriger König, der hatte eine Tochter. Als er in einem Dorf erfährt, dass dort ein Junge geboren wurde, dem man prophezeit, dass er die Königstochter heiraten wird, wird der König wütend. Er nimm das Kind und setzt es in einem Weidenkorb auf dem Fluss aus. Eine Müllerin aber rettet den Jungen, und Hans wächst froh und zufrieden in der Mühle auf. Als er viele Jahre später dem König wieder begegnet, will der den Hans aus dem Weg schaffen. Er schickt ihn in die Hölle zum Teufel. Von ihm soll er dem König die drei goldenen Haare holen. Ist das geschafft, kann die Hochzeit mit der Prinzessin gefeiert werden. Ob Hans Glück hat und zurück kommt?
Märchen nehmen dich mit in eine besondere Welt, in der Wunder-Dinge möglich sind. Wer hat schon eine Gans mit goldenen Federn im Stall oder kann gar hinab in die Hölle fahren und den Teufel besuchen? Weil in diesen Filmen die Kostüme toll ausgewählt, die Kulissen gut gestaltet und die Musik aus einer anderen Zeit besondere Stimmung schafft, steckst du gleich mittendrin in der zauberhaften Märchenwelt. Das gelingt sogar ohne riesige Spezialeffekte und durch das wunderbare Schauspiel von Dummling und Hans. Die tricksen die fiesen und grimmigen Menschen, auch ganz gut aus, auch wenn die viel mächtiger sind. Und vor allem bringen sie andere und sicher auch dich, zum Lachen.
Brutal treibt der König in einem verarmten Dorf die Steuern ein. Bei einer alten blinden Frau ist nichts zu holen. Ihrem gerade geborenen Enkel weissagt sie, dass er dereinst die Tochter des Königs heiraten wird. Der König ist erbost und will das Baby ertränken. Doch der kleine Hans überlebt und wächst bei Müllersleuten auf. 17 Jahre später ist aus Hans ein kräftiger junger Mann geworden. Er begegnet dem König und bewahrt ihn vor einem Reitunfall. Der König erkennt Hans und will ihm ans Leben. Doch Hans ist ein Glückskind und entkommt ein zweites Mal. Diesmal helfen ihm die Räuber des Grauwaldes. Und statt Hans hinrichten zu lassen, trägt ihm die Königin die Hand ihrer Stieftochter an. Hans kann sein Glück kaum fassen, denn seit er das Bild von Prinzessin Isabella gesehen hat, liebt er sie mehr als sein Leben.
Kurz vor der Hochzeit kehrt der König heim. Er ist wütend, kann aber das Eheversprechen nicht mehr zurücknehmen. Um Hans loszuwerden, stellt er ihm eine undurchführbare Aufgabe: Nur wenn Hans in die Hölle geht und ihm die drei goldenen Haare des Teufels bringt, bekommt er Isabella zur Frau.
Hier ist eine vollständige Liste der Besetzung und Crew des Films:
Im Kern aber ist die Adaption sehr werkgetreu: Ein ebenso grimmiger wie gieriger König (Leonard Lansink) erfährt, dass laut Weissagung ein armer Waisenjunge dereinst seine Tochter heiraten werde. Er setzt das Kind in einem Weidenkörbchen auf dem Fluss aus. Eine Müllerin rettet den Jungen. Jahre später kreuzen sich die Wege erneut. Als dem König klar wird, wer der hilfsbereite Müllerssohn Hans ist, schickt er ihn mit einer Botschaft zum Schloss: Der Henker soll ihn umbringen. Im Wald fällt Hans unter die Räuber, die lesen den Brief und schreiben eine neue Nachricht: Die Königin soll Hans mit der Prinzessin verheiraten. An dieser Stelle wird die Geschichte durch eine leichte Variation sogar plausibler: Während das junge Paar bei Grimm noch vor der Rückkehr des König heiratet, ist es im Film erst verlobt.
So gelungen Beelzebubs in glühendes Rot gehaltenes und von kochender Lava umgebenes Domizil auch ist: Der Hausherr ist etwas enttäuschend, weil Fritz Karl den Teufel als übergewichtigen, weinerlichen Spießer verkörpert; diabolisch ist er kein bisschen. Kein Wunder, dass die Menschen keinen Respekt mehr vor ihm haben, auch wenn er selbst das darauf zurückführt, dass der König so ein grausamer Herrscher sei. Mit Hilfe der Großmutter des Teufels gelangt Hans in den Besitz der Haare, und weil er dank der Redseligkeit des Höllenfürsten auf dem Heimweg diversen Mitmenschen zu ihrem Glück verhelfen kann, kehrt er im Märchen mit Säcken voller Gold an den Königshof zurück.
Ein goldener Apfel als Brautgeschenk für die Prinzessin Isabella (Ina Alice Kopp). Räuber haben Hans (Belá Baptiste) eingesperrt. Das glückliche Brautpaar - Hans (Belá Baptiste) und Prinzessin Isabella (Ina Alice Kopp). Die Räuber-Roxane (Sibylle Prätsch) befreit Hans (Belá Baptiste) aus seinem Gefängnis. Die Haare des Teufels (Fritz Karl) werden von der Großmutter (Rita Russek) gezogen.
| Rolle | Schauspieler |
|---|---|
| Hans | Bela Baptiste |
| König | Leonard Lansink |
| Prinzessin Isabella | Ina-Alice Kopp |
| Teufel | Fritz Karl |
| Teufels Großmutter | Rita Russek |
Und noch ein Wort zur Besetzung: Während die Liebespaare in den ARD-Märchen durchweg interessant und reizvoll besetzt sind, ist das Pärchen in diesem Film (Belà Baptiste, Ina Alice Kopp) ein bisschen langweilig; und Oliver Korittke als ständig über die ewigen Kutschfahrten jammernder Nebenbuhler für Hans bloß eine Nervensäge.
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