Für viele Frauen und Männer ist eine glatte, weiche und haarlose Haut ein Schönheitsideal, für das sie auch schmerzhafte, langwierige und teure Prozeduren in Kauf nehmen. Wie die Universität Leipzig in einer Studie aus dem Jahr 2020 herausfand, entfernen die meisten jungen Frauen ihre Körperhaare, vor allem an den Beinen. Ob die Behaarung am Körper stark oder schwächer ausgeprägt ist, legen die Erbanlagen fest. Auch die Hormone, insbesondere männliche Geschlechtshormone, beeinflussen, wie üppig die Haare sprießen. Es gibt zahlreiche Methoden, um unerwünschte Haare zu entfernen. Welche Technik die geeignetste ist, hängt dabei nicht nur vom gewünschten Ergebnis ab, sondern auch von der betroffenen Körperstelle und dem persönlichen Schmerzempfinden. So ist eine Haarentfernung im Intimbereich zumeist wesentlich schmerzhafter als das Entfernen der Beinhaare.
Im Folgenden werden die wichtigsten Methoden zur Haarentfernung vorgestellt, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern.
Verschiedene Methoden der Haarentfernung: IPL-Gerät, Rasierer (nass und trocken) sowie Kaltwachsstreifen.
Wir zeigen dir sechs verschiedenen Enthaarungsmethoden mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen, Kosten, Schmerzlevels und der Haltbarkeit des Ergebnisses. Hier kannst du deine Methode für eine effektive Haarentfernung finden!
Die einfachste Möglichkeit, unerwünschte Haare loszuwerden, ist die Rasur. Die Rasur kann dabei sowohl mit einem Nassrasierer als auch mit einem elektrischen Gerät erfolgen. In beiden Fällen muss die Haut jedoch zuvor auf die Behandlung vorbereitet werden. Die meisten erledigen ihre Rasur unter der Dusche, denn durch die Wärme weichen die Haare auf und die Rasierklinge kann die Haare somit besser kürzen. Neben den weitverbreiteten Einmalrasierern gibt es auch Rasierer, die öfter verwendet werden können und somit deutlich besser für die Umwelt sind.
Bei sehr langen Körperhaaren, wie beispielsweise unter den Achseln oder im Bereich der Bikinizone sollten die Haare zudem vorab gestutzt werden, um die Klingen nicht zu verstopfen. Damit die Klinge sanft über die Haut gleitet, darf beim Haare rasieren auch auf den Rasierschaum oder das passende Gel nicht verzichtet werden.
Die großen Vorteile dieser Methode sind die Schnelligkeit sowie die einfache und kostengünstige Handhabung. Beinhaare und Achselhaare können so in nur wenigen Augenblicken entfernt werden, wobei gewöhnliche Rasierklingen in beinahe jedem Supermarkt für wenige Euro erhältlich sind.
Je nach persönlichem Haarwuchs können die ersten Haarstoppeln schon nach wenigen Stunden wieder auf der Haut spürbar werden. Nach spätestens drei Tagen sprießen die Haare dann auch bei Menschen mit nur langsamen Haarwuchs, sodass eine erneute Anwendung notwendig wird.
Das größte Manko beim Haare rasieren sind jedoch Entzündungen. Durch den geraden Schnitt der Haare sieht es aus, als würden die Haare auch noch dunkler und dicker nachwachsen, was zwar nicht der Wahrheit entspricht, doch man bekommt schnell den Eindruck.
Hauttyp: Am besten geeignet für normale Haut; eher ungeeignet für sehr trockene oder sehr empfindliche Haut
Kosten: Einwegrasierer ab 1€ pro Stück, Gelrasierer ab 4€ pro Stück, elektrische Rasierer ab circa 30€, Rasierhobel ab 17€
Schmerzlevel: komplett schmerzfrei (Schnittverletzungen sind nicht auszuschließen)
Ergebnis: Hält je nach Haarwuchs 1-3 Tage
Im Gegensatz zum Wachsen wird beim Epilieren das Haar samt Wurzel mithilfe eines Elektrogeräts entfernt. Der Epilierer ähnelt äußerlich einem gewöhnlichen Rasierapparat, ist jedoch mit speziellen Pinzetten ausgestattet, die Haar für Haar einzeln auszupfen. Die Methode eignet sich sehr gut für die Anwendung in den eigenen vier Wänden.
Die Resultate sind dabei ähnlich gut wie beim Wachsen, wobei die Methode besonders anfangs meist eine große Überwindung kostet. Das Epilieren mit einem elektronischen Gerät ist zeitaufwendig und schmerzhaft. Die Methode sollte daher überwiegend an unsensiblen Stellen, wie bei der Entfernung der Beinhaare eingesetzt werden. Das Epilieren der Achselhaare oder der Haare im Intimbereich ist oftmals ganz einfach zu schmerzhaft, wobei es auch leicht zu Entzündungen kommen kann.
Moderne Methoden, wie das Lasern sind hierbei weitaus angenehmer in der Anwendung.
Ein Epilierer entfernt mithilfe kleinster Pinzetten die Haare samt Wurzel. Am besten duschst du dich vorher warm, denn so öffnen sich deine Poren und die Haarentfernung mit dem Epilierer ist weniger schmerzhaft. Ein großer Vorteil hier ist: Je öfter du dich epilierst, desto weicher und weniger werden deine Haare. Somit werden die Schmerzen ebenfalls von Mal zu Mal leichter.
Zusätzlich machst du im Vergleich zum Rasieren beim Epilieren keinen Müll. Außerdem verspricht das Epilieren samtweiche Haut von bis zu 4 Wochen. Nachteile bietet aber auch die Haarentfernung mit dem Epilierer - das Epilieren ist nicht gerade schmerzfrei. Insbesondere Personen mit einem empfindlichen Hauttyp haben im Anschluss an die Epilation oftmals mit Rötungen zu kämpfen. Am besten epilierst du dich am Abend, denn so kann sich deine Haut während der Nacht regenerieren.
Enthaarungscremes basieren auf Schwefel, der die Haare von den Haarwurzeln löst und diese so zum Ausfallen bringt. Du trägst die Enthaarungscreme auf die gewünschte Stelle auf und entfernst diese nach der angegebenen Einwirkungszeit mithilfe eines kleinen Spatels. Je nach Hauttyp solltest du im Falle einer eher empfindlichen Haut die Enthaarungscreme erst einmal Probeweise auf einer kleinen Stelle testen.
Die Produkte dürfen nicht mit den Schleimhäuten in Berührung kommen. Sie enthalten stark alkalische Substanzen und als Wirkstoffe die Salze der Thioglykolsäure. Diese knacken die Schwefelverbindungen im Haar.
Kosten: Enthaarungscremes kosten 2 bis 6 Euro.
Die Haarentfernung mit Wachs hat eine lange Tradition. Dabei erfreut sich besonders das Brazilian Waxing auch in unseren Breitengraden einer zunehmenden Beliebtheit. Bei dieser Methode wird die Körperbehaarung im Intimbereich mittels Zuckermasse oder Wachs entfernt. Das warme Wachs wird dabei mit einer Spachtel auf die gewünschte Stelle aufgetragen. Nach einer kurzen Abkühlungsphase wird ein Stoffstreifen auf das Wachs gelegt und mit einem Ruck abgezogen.
Besonders beim Haare wachsen mit warmem Wachs sind sehr gute und lang anhaltende Ergebnisse möglich, sofern die Methode fachgerecht in einem professionellen Studio durchgeführt wird. Beim Haare wachsen werden die Haare an der Wurzel ausgerissen. Das Verfahren ist je nach Anwendungsgebiet daher überaus schmerzhaft und auch Rötungen sowie Infektionen sind keine Seltenheit.
Es gibt unterschiedlichen Arten von Waxing. Dazu gehört einmal das Waxing mit Kaltwachs und einmal das Waxing mit Warmwachs. Bei dem Kaltwachs handelt es sich um Kaltwachsstreifen, die an der gewünschten Stelle angebracht werden. Diese werden daraufhin ruckartig entgegen der Haarwuchsrichtung abgezogen und somit die Haare effektiv entfernt. Bei der Warmwachsmethode trägst du erhitzten Wachs auf deine Haut, bis diese abkühlt. Durch die Wärme vergrößern sich deine Poren, sodass der Wachs die Haare besser umschließen kann. Wenn der Wachs kalt genug ist, entfernst du diesen genau wie den Kaltwachs mit einer ruckartigen Bewegung entgegen der Wuchsrichtung der Haare.
Sowohl der Kaltwachs als auch der Warmwachs gelten als effektive Methode der Haarentfernung, da die Haare samt Haarwurzel entfernt werden. Aufgrund dessen wachsen die Haare langsamer nach. Wie beim Epilieren wird das Waxing von Mal zu Mal schmerzfreier, da auch hier die Haare immer dünner und weniger werden. Das Waxing kannst du sowohl selber zu Hause machen oder ein Waxingstudio besuchen. Damit dein Waxing ein gutes Ergebnis mit sich bringt, sollten deine Haare mindestens 4-5 mm lang sein.
Hauttyp: Am besten geeignet für normale Haut und unempfindliche Haut
Kosten: Je nach Körperstelle im Waxingstudio 10-100 €; 5-30€ für Utensilien für die Haarentfernung zu Hause
Schmerzlevel: Kurze Schmerzen (Warmwachs weniger schmerzhaft als Kaltwachs)
Ergebnis: Hält bis zu 4 Wochen
Vom Prinzip ist das Sugaring dem Waxing sehr ähnlich. Allerdings wird hier statt dem Kalt- oder Heißwachs eine Zuckerpaste zur Entfernung der Haare verwendet. Diese Zuckerpaste, auch Halawa genannt, besteht aus Zucker und Zitronensaft. Die Paste aus natürlichen Zutaten ist auch für empfindliche Hauttypen geeignet. Diese Art der Haarentfernung ist gründlicher als das Waxing und zudem auch hautschonender. Außerdem werden deine Haare nicht gegen die Wuchsrichtung, sondern mit der Wuchsrichtung entfernt, was den Schmerz schmälert und zudem weniger Hautpratikel abreißt. Wie bei der Epilation und dem Waxing wird auch beim Sugaring der Schmerz von Mal zu Mal weniger. Das Sugaring kann wie das Waxing sowohl zu Hause als auch in einem professionellen Studio gemacht werden. Deine Haare sollten mindestens eine Länge von 3 mm haben.
Aus dem Orient kommt das natürliche Produkt Halawa, eine Zuckerpaste, mit der sich Haare wie mit Warmwachs entfernen lassen. Das Zuckern ist weniger schmerzhaft als Wachs, da die Haare in Wuchsrichtung abgezogen werden. Ganz ohne Schmerzen geht es auch beim Sugaring nicht. Eine Sugaring-Paste können Sie auch verhältnismäßig einfach selbst herstellen.
Die Haarentfernung mittels Laser, elektrischen Wellen oder IPL (Intense Pulsed Light) zählt zu den modernsten Methoden der Haarentfernung. Dabei können mithilfe dieser Verfahren Gesichtshaare, Beinhaare, Achselhaare aber auch Haare in der Bikinizone dauerhaft und beinahe schmerzfrei entfernt werden. Dabei wird die Haarwurzel mittels eines speziellen Blitzlichts geschädigt, wodurch die Wurzel langfristig zerstört werden kann. Anders als beim Haare epilieren, ist die Behandlung beinahe schmerzfrei und eignet sich so auch für sensible Bereiche wie die Bikinizone oder das Entfernen der Achselhaare. Zudem wachsen die Haare beim Haare lasern nach den ersten Sitzungen nur noch sehr fein und spärlich nach.
Durch das Licht des Lasers wird das Melanin deiner Haarwurzeln angegriffen und somit zerstört. Besonders beliebt ist die Lasermethode für Frauen mit dunklen Haaren, denn diese Haare enthalten besonders viel Melanin, wohingegen hellere und graue Haare kaum Melanin enthalten. Somit ist die Entfernung heller Haare schwerer als die von dunklen Haaren.
Diese Methode ist verhältnismäßig teuer, da die zu behandelnden Areale Stück für Stück abgearbeitet werden müssen. Somit muss man mehrere Sitzungen durchführen, um die gewünschten Areale langfristig von Haaren zu befreien. Die Schmerzen bei einer Laserbehandlung sind relativ gering und werden oftmals als leichtes ziepen beschrieben. Ein großer Vorteil ist hier, dass die Haarentfernung langfristig ist.
Bei der IPL-Methode werden deine Haare mit Lichtimpulsen "weg geblitzt". Auch hier müssen wie beim Lasern die Areale Stück für Stück abgearbeitet werden, sodass auch diese Methode zeit- und kostenintensiv ist. Außerdem eignen sich auch hier dunklere Haartypen am besten für eine effektive Haarentfernung. Nach mehreren Sitzungen bietet auch diese Methode ein langfristiges Ergebnis. Mittlerweile gibt es sogar IPL Geräte für zu Hause, sodass du die Haarentfernung auch selber in die Hand nehmen kannst. Außerdem werden die Haare weicher.
Die sogenannte IPL-Methode (Intense Pulsed Light) ist ein vergleichsweise neues Verfahren zur dauerhaften Haarentfernung. Xenonlicht, das im Haar zu Wärme umgewandelt wird, zerstört die Wurzel. Inzwischen gibt es auch zahlreiche IPL-Geräte auf dem Markt, die speziell für den Heimgebrauch entwickelt wurden. Wichtig: Vor und nach einer IPL-Sitzung UV-Licht meiden und der Haut im Anschluss eine Portion Feuchtigkeit spendieren. Wer zu intensiv pulst, riskiert außerdem Verbrennungen und Narben.
Nachteil: Sehr teuer und nicht für alle Haartypen geeignet.
Kosten: Eine Sitzung nur für die Unterschenkel kann bereits 200 Euro kosten. Eine Behandlung der Unterschenkel kostet rund 160 Euro. Vier bis acht Sitzungen sind nötig - es kommt also unter Umständen ein vierstelliger Betrag zusammen. IPL-Geräte für zu Hause sind ab rund 100 Euro (No-Name-Produkte)
Haarlänge: Für die optimale Entfernung deiner Haare brauchst du für die unterschiedlichen Entfernungsmethoden eine bestimmte Länge deiner Haare. Für das Epilieren sollten deine Haare 0,5 - 5 mm lang sein, für das Waxing mindestens 4-5 mm, für das Sugaring circa 3 mm. Rasieren oder Lasern kannst du bereits bei Haarstoppeln.
Qualität: Möchtest du die Entfernung deiner Haare selber in die Hand nehmen, empfiehlt es sich nicht einfach das günstigste Produkt zu wählen. Qualitativ hochwertige Produkte sind oft etwas teurer, doch bieten dir praktische Zusatzfunktionen, wie beispielsweise eine Massagefunktion bei einem Epilierer.
Pflege: Verwöhne deine Haut nach der Haarentfernung durch die Rasur oder Epilation! Eine kühlende Pflegelotion mit Aloe vera oder Kamille ist hierfür perfekt geeignet.
Peelings: Ein Peeling verhindert die Entstehung eingewachsener Haare oder Pickel. Allerdings solltest du das Peeling nicht am Tag der Haarentfernung vornehmen!
Sonne: Nach all den unterschiedlichen Haarentfernungsmethoden gilt es, die Sonne erstmal für etwa 24 Stunden zu meiden und somit deine Haut zu schonen.
Ein Vergleich verschiedener Haarentfernungsmethoden.
tags: #beine #wachsen #oder #epilieren #vergleich
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.