Krankheiten, die Haarausfall verursachen

Haarausfall ist ein Phänomen, welches unabhängig vom Alter Männer wie Frauen gleichermaßen betrifft. Es gibt unterschiedliche Arten von Haarausfall, die verschiedene Ursachen haben können.

Und während in den meisten Fällen eine genetische Disposition vorliegt, kann der Haarverlust auch andere Ursachen haben. Neben hormonellen Störungen (vor allem bei Frauen), Stress oder mangelhafter Ernährung, können auch verschiedene Krankheiten und Allergien für den Haarausfall verantwortlich sein.

Doch bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, ist noch normal. Erst wenn es mehr werden, spricht man in der Medizin von krankhaftem Haarausfall (Effluvium). Er sollte behandelt werden, bevor noch mehr Haare verloren gehen. Denn Haarausfall, dessen Ursache in einer anderen Krankheit, Medikamenten oder etwa Stress liegt, ist relativ gut therapierbar.

Häufige Ursachen für Haarausfall

Im Folgenden werden einige der häufigsten Krankheiten und Bedingungen erläutert, die zu Haarausfall führen können:

Chemotherapie

Eine der größten Sorgen für Patienten nach einer Krebsdiagnose sind die Nebenwirkungen der Chemotherapie, allen voran der Haarausfall. Die Chemotherapie verdankt ihre Wirksamkeit einer Reihe von starken Medikamenten, die die geschädigten Krebszellen attackieren sollen. Doch leider greifen die Medikamente nicht nur den Krebs, sondern auch die Haarwurzeln an.

Bei Krebspatienten setzt das Haarwachstum in den meisten Fällen nach dem Ende der Chemotherapie von allein wieder ein.

Schilddrüsenerkrankungen

Auch die Schilddrüse hat maßgeblichen Einfluss auf das Haarwachstum, vor allem, wenn eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) vorliegt. Dann produziert die Schilddrüse nicht genügend wichtige Hormone, die der Körper braucht, um richtig zu funktionieren.

Eine normal funktionierende Schilddrüse hat Einfluss auf diverse Körperfunktionen. Kommt es zu einer Fehlfunktion, das heißt dass es zu einer Über- oder Unterfunktion kommt, treten körperliche Beschwerden auf, zu denen auch der Haarausfall gehört. Ist dies der Fall, erfolgt eine medikamentöse Behandlung mit künstlichen Schilddrüsenhormonen gegen die Hypo- oder Hyperthyreose, um den Wert zu stabilisieren.

Alopecia Areata

Alopecia areata ist eine Krankheit, bei der das Immunsystem die Haarfollikel angreift und Haarausfall verursacht. Haarfollikel sind die Strukturen in der Haut, die Haare bilden. Während die Haare an jeder Stelle des Körpers ausfallen können, betrifft Alopecia areata zumeist den Kopf und das Gesicht.

Die Haare fallen in der Regel in runden, münzgroßen Flecken aus, aber in manchen Fällen ist der Haarausfall auch umfangreicher. Die meisten Erkrankten sind gesund und haben keine weiteren Symptome. Der Verlauf von Alopecia areata ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche leiden ihr ganzes Leben lang an Haarausfall, während andere nur einen einzigen Schub erleiden.

Alopecia areata ist jedoch nur eine von verschiedenen Autoimmunerkrankungen, die Haarausfall verursachen können. Zur Behandlung von Alopezia areata hat sich die Mesotherapie als wirksam erwiesen. Hierbei werden individuell auf den Patienten abgestimmte Revitalisierungswirkstoffe mittels einer sehr feinen Nadel in die Haarwurzel gespritzt.

Um den Haarausfall zu kaschieren, bis das eigene Haar wieder wächst, kann für viele Patienten eine Haarpigmentierung geeignet sein. Hierbei werden mikrofeine Farbpigmente in die Kopfhaut gebracht, ähnlich wie bei einer Tätowierung.

Lupus

Lupus ist eine langfristige Autoimmunerkrankung mit einer Vielzahl von Symptomen, die sich auf die Gesundheit von Haut und Haaren auswirken können. Haarausfall kann demnach eine Begleiterscheinung von Lupus sein und wird hierbei durch Entzündungen, Wunden oder Medikamente ausgelöst werden.

Lupus wirkt sich nicht immer auf das Haar aus. Wenn dies jedoch der Fall ist, steigt die Zahl der ausfallenden Haare. Bei manchen Menschen bricht das Haar nur um den Haaransatz herum oder wird nur geringfügig dünner, während bei anderen Menschen ganze Haarbüschel ausfallen können.

Trichotillomanie

Während Stress häufig eine kurzfristige Ursache für Haarausfall ist, können schwerer Stress oder Angstzustände mit der Trichotillomanie in Verbindung gebracht werden. Forscher gehen davon aus, dass diese psychische Erkrankung mit Zwangsstörungen und anderen Arten von Angstzuständen zusammenhängt.

Neben dem zwanghaften Ziehen an den Haaren gibt es weitere Anzeichen für Trichotillomanie. Betroffenen hilft in den meisten Fällen eine Therapie, bei der der Drang nach dem Haare ausreißen durch andere Bewältigungsmechanismen von Stress ersetzt wird.

Allergien

Neben verschiedenen Erkrankungen können auch Allergien Haarausfall verursachen. Jüngste Studien haben einen möglichen Zusammenhang zwischen allergischen Erkrankungen und Alopecia areata aufgezeigt. Wiederholte Beobachtungen deuten darauf hin, dass bestimmte Allergien wie Asthma oder Dermatitis mit dem Schweregrad und dem Beginn des Haarausfalls bei Alopecia areata korrespondieren können.

Daneben werden auch Allergien gegen bestimmte Lebensmittel mit Haarausfall in Verbindung gebracht. Falls Sie unsicher sind, ob Ihr Haarverlust durch einen allergiebedingten Nährstoff, können wir bei KÖ-HAIR hier mit einer einfachen Blutanalyse Klarheit schaffen.

Weitere wichtige Arten von Haarausfall

  • Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie): Diese Form von starkem Haarausfall ist die häufigste Art von Haarausfall bei Männern, die aber auch bei Frauen, wenn auch deutlich seltener, vorkommt. Diese Form von Haarausfall lässt sich, wenn auch nicht immer, behandeln.
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) ist eine eher seltenere Form des Haarverlusts, bei dem auf dem Kopf (seltener auch im Bartbereich oder anderen Stellen des Körpers) kleinere, anfangs nur münzgroße runde kahle Stellen entstehen.
  • Diffuser Haarausfall (Alopecia diffusa): Im Ergebnis schimmert immer mehr Kopfhaut zwischen den weniger gewordenen Haaren hindurch. Etliche Faktoren könnten für diffusen Haarausfall verantwortlich gemacht werden.
  • Vernarbender Haarausfall (Alopecia cicatricalis): Die vernarbende Alopezie ist selten und für Laien relativ schwer eindeutig zu erkennen. Es handelt sich hierbei um einen meistens langsam voranschreitenden Haarausfall, der zu asymmetrischen kahlen Stellen am Kopf führt.

Diagnose und Behandlung

Um den Haarverlust erfolgreich zu bekämpfen, ist es entscheidend, seine Ursache zu diagnostizieren. Ist die Ursache gefunden, kann mit der passenden Behandlung des Haarausfalls begonnen werden.

Eine Haartransplantation ist bei all diesen genannten Formen des Haarausfalls zunächst keine Option, da die Ursachen des Haarverlustes zumeist vorübergehend sind beziehungsweise gut behandelt werden können.

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Sie haben fragen zu Ihrem Haarausfall und zu den möglichen Behandlungen. Gerne stehen wir Ihnen bei KÖ-HAIR zur Verfügung, um den Ursachen Ihren Haarverlustes auf den Grund zu gehen und Sie zur optimalen Behandlung zu beraten. Vereinbaren Sie daher am besten gleich Ihre telefonische Erstberatung in unserer Haarfachklinik.

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