Behalt das Leben lieb: Eine Zusammenfassung von Jaap ter Haars berührendem Jugendroman

Jaap ter Haars Jugendroman "Behalt das Leben lieb" erzählt die Geschichte des 13-jährigen Beer, dessen Leben sich durch einen Unfall schlagartig ändert. Hier ist eine Zusammenfassung des Inhalts und der wichtigsten Themen des Buches.

Inhaltsangabe

Der 13-jährige Beer wird durch einen Unfall blind. Durch einen Unfall verliert der 13-jährige Beer sein Augenlicht. Der Unfall verändert auf einen Schlag sein gesamtes Leben, aber Beer lernt nach und nach damit umzugehen.

In der nächsten Zeit durchlebt er Phasen der tiefsten Niedergeschlagenheit, aber auch Augenblicke der Hoffnung. Ein langer, schwerer Weg mit vielen Hindernissen und Rückschlägen beginnt nun für Beer - und auch für seine Familie. Seine Familie wird vor Probleme gestellt, die nur mit viel Einfühlungsvermögen zu bewältigen sind.

Beers Weg zur Akzeptanz

  1. Beer, 13, ein holländischer Junge, wacht im Krankenhaus auf und sieht nichts. Er wacht wieder auf und erfährt von seinem Unfall, als er in ein Mofa gerannt ist, plötzlich wird ihm klar: Er ist blind.
  2. Zwei Schwestern pflegen ihn, Wil und Annie. Beer beginnt, sich mit seinem neuen, so anderen Leben ein wenig abzufinden.
  3. Dort sind sie zu sechst. Darunter ein Student der Psychologie. Der gibt ihm Mut und gute Ratschläge, dann aber teilt er ihm auch sein Geheimnis mit: Er hat nur noch wenige Wochen zu leben. Beer ist sehr betroffen und bewundert den Studenten für dessen Lebensmut.
  4. Beer wird entlassen und mit dem Taxis fahren sie nach Hause. Zum Abendessen hat Mutter Beers Freunde aus dem Fußballverein eingeladen, aber das Gespräch über Fußball will zuerst nicht so laufen. Am Abend vesorgt die kleine Schwester Annemiek ihren großen Bruder. Er will wissen, ob die Eltern sich immer noch so viel streiten und vor allem, ob er in eine Blindenanstalt muss.
  5. Zwei Tage später: Beer macht seinen ersten Ausflug allein in den nahegelegenen Park. Der Weg dorthin ist jetzt voller Hindernisse.
  6. Über Stimmen. Beer wird am Samstag von Goof und Beny zum Fußballspiel abgeholt. In der Mannschaftskabine wird er fröhlich begrüßt, die Mannschaft schenkt ihm ein Tandem in den Vereinsfarben und gewinnt anschließend das Spiel. Aber noch schöner für Beer ist, dass ein bislang eher farbloser und unsicherer Mitschüler ihm vorschlägt, beim Aufarbeiten des versäumten Stoffes behilflich zu sein.
  7. Beer arbeitet hart. Er lernt Blindenschrift, mit Tjeer den Schulstoff und geht auch wieder zum Fußballplatz. Dort aber merkt er, dass hier sein Platz nicht mehr sein kann und er nimmt innerlich Abschied von dieser Welt der Körperlichkeit. Dafür entwickelt sich die Freundschaft mit Tjeer und sie tragen zusammen Zeitungen aus.
  8. Eines Nachts belauscht Beer das Gespräch seiner Eltern: Vater hat es nicht geschafft, den Schuldirektor davon zu überzeugen, dass Beer im Gymnasium bleiben kann. Er soll in eine Blindenanstalt. Beer ist am Boden zerstört. Am nächsten Tag stellt er fest, dass niemand ihm die Wahrheit sagen will. Ein Päckchen wird gebracht: Es kommt von dem Studenten aus Raum 3, sein Abschiedsbrief und Geschenk, eine antike Taschen-Uhr, die noch die halbe Stunden schlägt.
  9. Die Entscheidung über die Blindenanstalt steht an. Oma ist zu Besuch und sehr dagegen, doch Vaters Argumente machen sie nachdenklich.

Zusammen mit seinen schrägen aber liebenswürdigen Kumpanen aus dem Krankenhaus Saal 3, der Krankenschwester Will mit einem vernarbten Gesicht, seinen Eltern und einem todgeweihten Psychologie-Studenten, schafft er es jedoch, mit seinem Schicksal zurechtzukommen.

Auf sehr berührende und mitreißende Art und Weise wird dargestellt, wie Berend es schließlich schafft, der Niedergeschlagenheit und vieler Rückschläge zu trotzen und neu anzufangen. Er entdeckt, dass es für fast jedes Problem eine Möglichkeit gibt, damit richtig umzugehen, wenn man nur genügend Hilfe bekommt und sich gegen falsches Mitleid und Depressionen wehrt. Und wenn man eines schafft: das Leben lieb zu behalten.

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Themen und Motive

Die kurze Geschichte zeigt den Weg eines Jungen auf, der versucht mit seiner plötzlichen Behinderung klarzukommen, denn das ist die Blindheit definitiv. Dinge, die vorher ganz natürlich waren und zum Alltag gehörten, werden plötzlich schwer: lesen, schreiben, laufen, sich waschen, essen, ... all das kann er ohne fremde Hilfe zunächst nicht mehr tun. Auch Hobbys wie Fahrrad fahren oder Fußball spielen fallen nun flach, was ihn zuerst in eine tiefe Krise stürzt.

Zusammen mit dem Studenten kommt der Junge auf jede Menge Gedanken, fast schon weise Erkenntnisse und lernt, Menschen neu wahrzunehmen. Beer erklärt uns, blind wir sehenden manchmal sein können, wo wir doch das Offensichtliche oft übersehen und wie eine Reduzierung auf andere Sinne weitsichtiger machen kann. Insgesamt erinnert das Buch uns daran, wie schön das Leben eigentlich ist und wie glücklich man sich schätzen kann, wenn es einem gut geht.

Der totkranke Student zeigt uns, dass es immer noch schlimmere Schicksale gibt, als das eigene und dass man auch im Unglück noch dankbar sein kann. Die vernarbte Schwester Will und die hübsche aber unerträgliche Schwester Annie, zeigen uns, dass es die inneren Werte sind, die zählen.

Zentrale Themen des Buches sind:

  • Der Umgang mit Verlust und Veränderung
  • Die Bedeutung von Freundschaft und Familie
  • Die Kraft der Hoffnung und des Lebensmuts
  • Die Überwindung von Vorurteilen gegenüber Behinderten

Das Buch ist unglaublich berührend und man fragt sich beim Lesen unwillkürlich, wie man selbst an Beers Stelle reagieren würde. Ständig kommt dabei die Frage aus: Wie würde ich mit der plötzlichen Behinderung umgehen?

Beer lief zum offenen Fenster und atmete die Frühlingsluft tief ein. Und es war, als trüge ihm der ware Wind die Worte des Studenten zu: "Beer, was einen Menschen wirklich blind macht und lähmt, das sind Misstrauen, Angst und Auflehnung. Die machen alles dunkel. Ja", sagte Beer laut.

Ich denke, dass dieses Buch - obwohl schon älter - nach wie vor nichts von seiner Aussagekraft verloren hat. Dieses Buch hat meine Sicht auf das, was "selbstverständlich" ist, nachhaltig verändert.

Autor Jaap ter Haar

Jaap ter Haar wurde am 25.03.1922 in Hilversun geboren. Jaap ter Haar wurde 1922 in Hilversum geboren. Nach dem Abitur, 1940, arbeitete er zunächst als Büroangestellter. Nachdem sein Versuch, vor den deutschen Besatzem nach England zu fliehen, gescheitert war, schloß er sich in Frankreich später in Holland, der Niderstandsbewegung an.

Nach Kriegsende verpflichtete sich ter Haar freiwillig zim Militärdienst bei der Königlichen Marine und wurde als Kriegsberichterstatter in Schottland, den USA und Malaysia eingesetzt. Danach fand er eine Anstellung beim Holländischen Rundfunk, wo er für die Programrproduktion für über seeische Radiostationen verantwortlich war.

Seit 1954 lebt er als freier Schrifsteller in Holland. Ausgedehnte Reisen führten den Autor nach den USA, Rußland sowie Südafrika und in andere afrikanische Länder.

Für sein Schaffen als Kinderbuchautor erhielt er verschiedene Auszeichnungen. So wählte man in den Niederlanden sein Buch "Boris" (1966) zun besten Kinderbuch des Jahres 1966 und verlieh ihn dafür den Kritikerpreis. Für seine Erzählung "Het vereldje van Beer Ligthart" (1973; dt. Behalt das Leben lieb, 1976) wurde der Autor mit dem "Goldenen Griffel" ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt er den Bi jenkorf-Buchpreis, dreimal den Kinderbuchpreis von Rotterdern, den Nienke van Hichtun-Preis.

Jaap ter Haars Kinder- und Jugendbücher wurden in viele Sprachen übersetzt. Er starb am 26. Februar 1998 in Laren/NL.

Auszeichnungen (Auswahl)

  • Kritikerpreis für "Boris" (1966)
  • "Goldener Griffel" für "Het wereldje van Beer Ligthart" (1973)
  • Bi jenkorf-Buchpreis
  • Kinderbuchpreis von Rotterdam (dreimal)
  • Nienke van Hichtum-Preis

Bekannte Werke (Auswahl)

  • Saskia en Jeroen. De tweling (1955; dt. Saskia und Jeron, die Zwillinge, 1958)
  • De geschiedenis van Noord-Amerika (1959; dt. Vom Wigwam zun Wolkenkratzer - Amerika wird eine Weltmacht, 1960)
  • Boris (1966; dt. Boris, 1968)
  • Het wereldje van Beer Ligthart (1973; dt. Behalt das Leben lieb, 1976)

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