Die Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) ist eine harmlose, aber zu Rückfällen neigende Hefepilzinfektion der Haut. Ausgelöst wird sie durch den Hefepilz Malassezia, von dem bisher 14 verschiedene Arten nachgewiesen wurden und der sich besonders gerne im feucht-warmen Milieu ausbreitet. Betroffen sind gehäuft Menschen mit vermehrter Schweißproduktion (Hyperhidrose), Immunschwäche, Diabetes und Schwangere.
In tropischen Gebieten sind bis zu 40 % der Menschen von Malassezien befallen, in gemäßigten Zonen wie Westeuropa nur maximal 4 %. Am häufigsten betroffen sind Jugendliche nach der Pubertät und junge Erwachsene. Die Kleienflechte ist eine oberflächliche, nicht entzündliche und nur geringfügig ansteckende Pilzinfektion der Haut.
Typisches Erscheinungsbild der Kleienpilzflechte.
Die Hautveränderungen treten bei der Kleienflechte hauptsächlich an Hautstellen auf, die reich an Talgdrüsen sind, wie über dem Brustbein und dem mittleren Rücken oder an den Schultern. Durch intensives Sonnenlicht entfärben sich die Flecken und werden hell, während nicht betroffene Haut daneben normal bräunt. Daher kommt auch der Name Pityriasis versicolor (versicolor = vielfarbig).
Das klinische Bild lässt den Hautarzt meist schnell an eine Kleienflechte denken. Zur Diagnosesicherung weist er den Pilzbefall unter dem Mikroskop nach. Dazu klebt er einen transparenten Tesafilm auf die Läsionen, zieht diesen vorsichtig wieder ab und legt ihn - gefärbt oder auch ungefärbt - unter das Mikroskop.
Die Therapie besteht in der äußerlichen und in schweren Fällen auch innerlichen Anwendung eines Mittels gegen Pilze (Antimykotikum). Auch wenn die Behandlung mit Lotionen und Shampoos aufwendig erscheint, halten Sie sich genau an die Vorgaben Ihres Arztes. Nur eine konsequente Therapie bringt die Erkrankung zur Abheilung und verringert die Gefahr eines Rückfalls.
Bei unkomplizierten Fällen können folgende Mittel helfen:
Alternativ können antimykotikahaltige Shampoos zum Duschen und Haarewaschen über 1-2 Wochen verwendet werden, wie etwa Selendisulfid (z. B. Selsun®) oder Ciclopirox (z. B. Batrafen®S 10 mg/g Shampoo). Bei Therapieresistenz kommen Fluconazol oder Itraconazol als Tabletten in Frage.
Ciclopirox olamin ist ein bewährter Wirkstoff in der Behandlung von Pilzinfektionen der Haut, Nägel und Schleimhäute. Dank seiner einzigartigen Wirkungsweise greift Ciclopirox olamin in den Zellstoffwechsel von Pilzen und bestimmten Bakterien ein. Ciclopirox olamin wirkt durch Hemmung der mikrobielle Enzymaktivität, was zu einer Unterbindung des Wachstums von Pilzen und Bakterien führt.
Die Anwendung von Ciclopirox olamin sollte entsprechend der therapeutischen Empfehlung erfolgen. Typischerweise wird der Wirkstoff äußerlich auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Wie bei allen Medikamenten können auch bei Ciclopirox olamin Nebenwirkungen auftreten, wobei diese in der Regel mild und vorübergehend sind. Bislang sind keine schwerwiegenden Wechselwirkungen von Ciclopirox olamin mit anderen Wirkstoffen dokumentiert.
Es gibt verschiedene Präparate und Cremes, die Ciclopirox olamin als Wirkstoff enthalten. Ciclopirox ist ein Breitspektrum-Antimykotikum mit zusätzlichen antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Im Gegensatz zu anderen Antimykotika, die die Sterolsynthese beeinflussen, wirkt Ciclopirox durch Chelation von mehrwertigen Metallkationen wie Fe3+ und Al3+, was zahlreiche Enzyme hemmt und zelluläre Prozesse wie den mitochondrialen Elektronentransport und die Energieproduktion stört.
| Wirkstoff | Anwendungsgebiet | Beispiele |
|---|---|---|
| Ketoconazol | Antimykotisches Shampoo | Terzolin® |
| Selendisulfid | Antimykotisches Shampoo | Selsun® |
| Ciclopirox | Antimykotisches Shampoo | Batrafen®S 10 mg/g Shampoo |
| Fluconazol | Tabletten (bei Therapieresistenz) | - |
| Itraconazol | Tabletten (bei Therapieresistenz) | - |
Nebenwirkungen von Ciclopirox sind selten. Für die Behandlung von Nagelpilzinfektionen und anderen Pilzinfektionen der Haut gibt es neben Amorolfin mehrere wirksame Alternativen. Ciclopirox olamin ist ein vielseitig einsetzbarer und effektiver Wirkstoff gegen Pilzinfektionen. Dank seiner breiten Anwendungspalette und dem guten Verträglichkeitsprofil bietet er eine zuverlässige Option in der topischen Therapie von Haut- und Nagelinfektionen.
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