Bartwuchs durch Rasieren: Mythos oder Wahrheit?

Bärte sind ein Ausdruck von Stil, Persönlichkeit und manchmal auch einer kleinen Rebellion gegen den Rasierhobel. Ob Dreitagebart, Vollbart oder Schnauzer - die Barttracht sollte in erster Linie zum Träger passen. Viele Männer träumen von einem dichten, üppigen und lückenlosen Vollbart. Doch nicht jeder hat das Glück, einen solchen Bartwuchs zu vererbt zu bekommen.

Männer mit langsamem oder unregelmäßigem Bartwuchs hören oft den Ratschlag, sie sollten sich häufiger rasieren, das würde den Bartwuchs beschleunigen. Aber bekommt man durch Rasieren wirklich mehr Bart? Und wachsen die Haare schneller?

Die knappe Antwort lautet: Nein, der Bart wächst nicht schneller durch häufiges Rasieren und man(n) hat auch nicht plötzlich mehr Bartwuchs. Durch häufiges Rasieren fühlen sich die Haarstoppeln lediglich rauer an. Das liegt daran, dass die sich nach oben verjüngenden Haarspitzen abgetrennt werden. Da die Haarwurzel bei der Rasur jedoch nicht beeinflusst wird, verändert sich weder die Bartdichte noch die Geschwindigkeit, mit der die Barthaare wachsen.

Soll dein Bart schneller wachsen, ist Rasieren also nicht die Lösung. Wichtig: Wechsle deine Rasierklinge regelmäßig aus. Stumpfe Klingen können an den Barthaaren ziehen und so die Haarwurzeln irritieren.

Ein ungleichmäßiger Bartwuchs ist kein Grund zur Verzweiflung. Es gibt zahlreiche Barttrachten, die sich an lückenhafte Stellen anpassen können. Der Soulpatch oder der Schnauzer sind perfekte Beispiele, da sie sich auf kleine Gesichtspartien konzentrieren.

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Wie wachsen Bärte?

Bevor du erfährst, wie du deinem Bart auf die Sprünge helfen kannst, sehen wir uns ganz kurz an, wie der Bart wächst. Der Bartwuchs beginnt in der Pubertät meist zwischen dem 14. und 18. Lebensjahr. Hauptverantwortlich dafür ist das Hormon Testosteron. Doch nicht jeder kann sich über einen dichten Vollbart freuen - Veranlagung und Hormone spielen nämlich auch eine große Rolle.

Der Testosteronspiegel kann schwanken und beeinflusst das Bartwachstum. Allerdings kann Testosteron nur an den vorhandenen Rezeptoren andocken und dort das Wachstum anregen. Das heißt also: Es wächst nur dort ein Bart, wo Testosteron andocken kann. Daher entstehen hier und da Lücken im Bart.

Faktoren, die den Bartwuchs beeinflussen

Bartwuchs wird von mehreren Faktoren beeinflusst, darunter die genetische Veranlagung, der Testosteronspiegel und die Anzahl sowie Empfindlichkeit der Haarfollikel im Gesicht. Je höher der Testosteronspiegel und je sensibler die Haarfollikel darauf reagieren, desto dichter kann der Bart wachsen.

Wie kann man Bartwuchs fördern?

Es ist ein Mix aus Veranlagung, Lebensstil und und Ernährung, der dir dabei helfen kann, deinen Bartwuchs zu unterstützen.

  • Gesunder Lebensstil für einen höheren Testosteronspiegel: Sport, ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, viel Wasser trinken
  • Die richtige Pflege von Bart und Haut: Die passende Gesichtscreme hält die Haut geschmeidig und beugt Trockenheit sowie Schuppenbildung im Bartbereich vor.
  • Nicht zu häufig rasieren: Entgegen eines verbreiteten Mythos regt es das Wachstum nicht an. Gönn deinen Haaren mehr Auszeit, indem sie mal länger wachsen lässt.

Testosteron und Bartwuchs

Dieses Hormon fördert das Wachstum des Bartes. Mit einem gesunden Lebensstil kannst du deinen Testosteronspiegel auf natürliche Weise steigern. So klappt's:

  • Gesunde Ernährung: Reich an Proteinen und ungesättigten Fettsäuren (z. B.
  • Regelmäßige körperliche Aktivität: Krafttraining z.B. fördert Durchblutung, Muskelaufbau und Testosteronproduktion - und es hält dich fit.
  • Genügend Schlaf: Achte daher auf ausreichend Schlaf (mindestens 7 Stunden pro Tag).
  • Stressabbau: Stresshormone hemmen die Testosteronproduktion.

Hautpflege

Eine gut durchblutete und gepflegte Haut bietet eine bessere Grundlage für den Bartwuchs. Gesichtsmassagen fördern die Durchblutung und können so ebenfalls das Wachstum der Barthaare anregen. Wasche dazu regelmäßig das Gesicht mit warmem Wasser, um die Poren zu öffnen, und massiere anschließend mit den Fingerspitzen etwas Bartöl ein. Netter Nebeneffekt: Gesichtshaut und Barthaare werden gepflegt.

Die richtige Pflege von Bart und Haut: Die passende Gesichtscreme hält die Haut geschmeidig und beugt Trockenheit sowie Schuppenbildung im Bartbereich vor.

Bartwuchs fördern mit Hausmitteln

  • Peeling für Gesicht und Hals (ca.
  • Kokosnussöl: Keine wissenschaftlichen Beweise für erhöhtes Wachstum, aber pflegt Haare und Haut.
  • Arganöl: Reich an Antioxidantien, schützt das Haar und spendet Feuchtigkeit.
  • Jojobaöl: Spendet Feuchtigkeit, verleiht Glanz und Geschmeidigkeit.

Mythos oder Wahrheit? Was Bartwuchs ebenso begünstigen soll

Im Internet kursieren zahlreiche Tipps und Hausmittel, die angeblich das Bartwachstum anregen sollen. Doch welche davon sind tatsächlich wirksam - und welche sind nur Mythen?

  • B-Vitamine (z. B. Biotin): Wahrheit - sie unterstützen Enzyme, die Fette und Kohlenhydrate verarbeiten.
  • Alkohol & Zigaretten hemmen Bartwuchs: Wahrheit- Übermäßiger Konsum ist nachweislich schädlich für den Bartwuchs.

Bartwuchsmittel und -pflegeprodukte

Der Markt für Bartwuchsmittel boomt. Bartwuchsmittel sind Produkte, die das Wachstum von Gesichtshaaren fördern sollen. Ein weiteres beliebtes Mittel sind Bartöle und -balsame, die nicht nur das Haarwachstum fördern, sondern auch die Haut darunter pflegen. Diese enthalten Vitamine, Öle oder andere Inhaltsstoffe, die die Haut und die bestehenden Haare pflegen sollen.

Ursprünglich zur Behandlung von Haarausfall entwickelt, soll Minoxidil die Haarfollikel stimulieren und somit auch den Bartwuchs verbessern. Medikamente, die den Haarwuchszyklus beeinflussen, sowie Haarwuchsmittellösungen mit dem Wirkstoff Minoxidil können ebenfalls zum Einsatz kommen. Diese solltest du allerdings immer nur in Rücksprache mit einem Arzt einnehmen bzw.

Bartpflege fördern: Deine Essentials für einen gepflegten Bart

Ein schöner Bart kommt nicht von ungefähr. Wer sich Zeit nimmt und ihn richtig pflegt und in Form hält, darf sich über ein anziehendes Ergebnis freuen. Erst die richtige Pflege macht ihn wirklich attraktiv.

  • Hercules Sägemann Herren Bartschneidekamm: Handgefertigt aus Naturkautschuk, hitze- und chemikalienbeständig.
  • American Crew Beard Serum: Hochwertiges Bartöl mit Arganöl für einen weichen, geschmeidigen und seidigen Bart.
  • Alcina Gesichtspeeling: Sorgt für ein ebenmäßiges und geschmeidiges Hautbild bei allen Hauttypen

Trimmen und Stutzen

Um deinen Bart in Form zu halten, brauchst du Schneider und Trimmer. Diese Geräte sind ideal zum gleichmäßigen Stutzen des Bartes und zum Definieren von Konturen: Ein perfekt getrimmter Bart wirkt sehr gepflegt

Vorab solltest du wissen, dass nicht alle Barthaare gleich schnell wachsen. So entstehen mitunter Lücken und der Bart wirkt schnell struppig. Damit deine Gesichtsbehaarung eine erkennbare Form behält und nicht wild in alle Richtungen wuchert, solltest du deinen Bart richtig pflegen und stutzen.

Schritt 1: Bevor du deinen Bart trimmen kannst, wäschst du ihn zunächst gründlich mit Bartshampoo oder Bartseife und trocknest ihn anschließend. Schritt 2: Willst du deinen Schnauzer oder Vollbart trimmen, ist es an dieser Stelle sinnvoll, den Bart in Form zu kämmen und zu bürsten.

Ernährung und Lebensstil

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf können das Haarwachstum positiv beeinflussen.

Gesunder Lebensstil für einen höheren Testosteronspiegel: Sport, ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, viel Wasser trinken.

Bartwuchs bei Frauen

In der Medizin wird plötzlicher Bartwuchs im Gesicht einer Frau als Hirsutismus bezeichnet und kann verschiedene Ursachen haben. Er äußert sich durch ein ähnliches Behaarungsmuster, wie es normalerweise bei Männern auftritt, dazu zählen dichte, dunkle Haare im Gesicht, am Hals, auf der Brust, dem Bauch, dem unteren Rücken, dem Gesäß oder an den Oberschenkeln.

Die häufigsten Ursachen sind dabei Krankheiten, bestimmte Medikamente oder genetische Faktoren. Er tritt vor allem dann auf, wenn der Hormonspiegel der Androgene ansteigt und der Köper empfindlich darauf reagiert. Alle Menschen produzieren Androgene, bei Frauen sind die Werte jedoch in der Regel niedrig.

Ein schneller, dichter Bartwuchs im Gesicht und am Körper einer Frau ist oftmals ein Zeichen dafür, dass etwas im Hormonhaushalt nicht stimmt und die Hormone aus der Balance geraten sind. Dabei kann Hirsutismus jeden treffen, unabhängig von Herkunft, Alter oder Vorerkrankungen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch besonders groß, wenn es in der Familie liegt und die Krankheit bereits bei einem anderen Familienmitglied aufgetreten ist. Auch Frauen aus dem Nahen Osten, Europa und Südasien neigen eher zu Hirsutismus.

Die häufigste Ursache für Bartwuchs bei Frauen ist das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS). Dabei handelt es sich um eine Störung der Eierstöcke mit vermehrten Zysten, die auch Symptome wie Akne und unregelmäßige Menstruation verursachen kann. Sie ist für 85 Prozent der Fälle von Hirsutismus verantwortlich. Eine familiäre Vorbelastung führt wie auch Übergewicht zu einem erhöhten Risiko an PCOS zu erkranken.

Die unerwünschte Behaarung einer Frau an „typisch männlichen Stellen" ist auf männliche Hormone zurückzuführen. Alle Frauen haben auch einige männliche Hormone in ihrem Körper (z. B. Testosteron), allerdings deutlich weniger als Männer.

Fazit

Ob dichter Vollbart oder minimalistischer Soulpatch - die Barttracht sollte in erster Linie zum Träger passen. Natürliche Pflege, Geduld und der passende Stil können aus jedem Bart etwas Besonderes machen.

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