Bart färben mit normaler Haarfarbe: Eine umfassende Anleitung

Viele Männer möchten ihren Bart färben, um graue Haare abzudecken, Lücken zu kaschieren oder einfach ihren Look zu verändern. Grundsätzlich ist es möglich, den Bart mit ähnlichen Mitteln wie das Haupthaar zu färben.

Ob Männer ihren Bart färben sollten, ist allerdings eine andere Frage. Schließlich können besonders chemische Färbemittel die Haut reizen und sogar allergische Reaktionen hervorrufen. Zudem trocknen die Farbstoffe die Barthaare aus - Spliss droht. Um den zu vermeiden, benötigt der Bart nach dem Kolorieren mehr Pflege als zuvor.

Bevor es ans Färben geht, sollte man darauf achten, dass die Inhaltsstoffe der Farbe möglichst hautschonend sind, um Hautreizungen zu vermeiden. Es gibt verschiedene Optionen für die Bartfarbe, von Haartönungen über spezielle Bartfarben bis hin zu pflanzlichen Alternativen.

Farbauswahl

Ob blond oder braun: Welchen Farbton du letztlich wählst, ist natürlich dir überlassen. Allerdings raten wir dir davon ab, deinen Bart schwarz zu färben. Ein tiefschwarz kolorierter Bart wirkt oft zu dunkel und deshalb unnatürlich. Der Grund: Die natürliche Farbe deiner Gesichtszierde hat in der Regel unterschiedliche Nuancen von hell bis dunkel.

Werden die Haare nun jedoch alle gleichmäßig in demselben extrem dunklen Ton gefärbt, sieht der Bart schnell aus wie aufgepinselt.

Die meisten entscheiden sich beim Bart färben für eine Farbe, die ihrem Kopfhaar ähnlich ist, meistens einen Tick dunkler. Das macht auch Sinn, weil es am natürlichsten aussieht, du aber trotzdem nachhelfen kannst mit einer dichteren und einheitlicheren Optik.

Wenn du unterschiedliche Farbtöne in deinem Bart hast, neigst du wie viele andere sicherlich dazu, dich für die Farbe der dunkelsten Barthaare zu entscheiden. Aber Vorsicht, das kann zu mächtig wirken, wenn es auf einmal flächendeckend ist.

Eine Sache solltest du beachten. Der Bart wird immer etwas dunkler als die Kopfhaare. Also am besten einen Ton heller für den Bart nehmen als fürs Kopfhaar! Und ein heller Bart ist immer einfacher dunkel zu färben als umgekehrt.

Vorbereitung

Hast du den richtigen Farbton für deinen Bart gefunden und ein hochwertiges Produkt ausgewählt, geht’s ans Eingemachte. Lege zunächst das nötige „Werkzeug“ für dein Vorhaben parat. Alles da? Super! Wasche deine Haare nicht vor dem Färben! Frisch gewaschene Haare nehmen die Farbe schlechter auf.

Willst du deine Barthaare vor dem Färben noch einmal trimmen und die Konturen säubern, raten wir dir, das bereits einen Tag vorher zu tun. So kann sich die Haut vor dem Färben erholen und wird nicht zusätzlich gereizt. Bedenke zudem, dass deine Barthaare eine Mindestlänge von 1,5 Zentimetern haben sollten.

Einen Drei-Tage-Bart zu färben macht aus folgenden Gründen nicht viel Sinn Sinn:

  1. Weil viel deiner Haut durchscheint und diese die Farbe gezwungenermaßen mit abbekommt. Besonders, wenn du durch sehr dunkle Farbe Lücken im Bart optisch verbessern willst und eine gleichmäßige Gesamtoptik haben willst, kann die Enttäuschung dann groß sein.
  2. Weil Stoppeln die Farbe so gut wie nicht annehmen können. Eine gewisse Länge sollte dein Bart also schon haben. (ca. 0,7-1 cm würde ich mindestens sagen) Außerdem bist du ständig am Nachfärben, wenn dein Bart schnell wächst. Je kürzer der Bart, desto schneller muss man nachfärben.

1. Kaufe dir separat Latex-Handschuhe. Die enthaltenen Handschuhe reißen oft und dann hast du die Farbe an den Händen.

2. Ich persönlich habe 1 Tag vorher meinen Bart nicht gewaschen (und auch kein Duschgel oder ähnliches rangelassen), weil die Haut unter dem Bart dann einen leichten Fettfilm hat (den man nicht gesehen hat, keine Sorge!) und die Farbe dadurch nicht so gut aufgenommen werden kann.

Ich kann dir nur ans Herz legen, den Zwischenschritt zu gehen, die Farbe an der Innenseite deines Arms zu testen. Warte mindestens 24 Stunden ab. So stellst du sicher, dass du das Mittel verträgst.

Der Färbeprozess

Der Vorgang des Färbens selbst ist im Grunde leicht, kann aber durchaus zu einer Riesensauerei ausarten (wir haben dich gewarnt).

Schritt 1: Lies die Gebrauchsanweisung zu dem Produkt deiner Wahl.

Schritt 2: Trage die Vaseline bzw.

Schritt 5: Nutze den Färbepinsel bzw.

Schritt 7: Wasche deinen Bart anschließend gründlich mit kaltem Wasser aus, bis keine Farbreste mehr herausgespült werden.

Es muss nicht immer die Chemiekeule sein: Auch mit einigen pflanzlichen Mitteln wie Roter Beete oder Kakaopulver (jeweils vermischt mit Wasser) kannst du deinen Bart färben. Ohne Chemie fällt das Ergebnis unserer Erfahrung nach aber leider weniger farbintensiv aus. Graue Haare sind mit den Hausmitteln zudem kaum abzudecken. Vom Ausprobieren wollen wir dich jedoch nicht abhalten!

Ich färbe immer mit einer normalen Haartönung von Movida den da geht die Farbe leichter von der Haut weg. Creme deine Wangen und den Hals ein das Farbe die daneben geht einfach weg gewischt werden kann.

Alternativen für Karneval und Halloween

Extra den Bart färben für Karneval? Das muss nicht sein! Für einen einzigen Tag kannst du lieber zu Haarkreide oder farbigen Haarsprays greifen. Diese sind im Handel erhältlich und abends ganz leicht auszuwaschen.

Auswirkungen auf Haut und Barthaare

Um deine Bartfarbe zu ändern, muss die Schutzschicht deiner Barthaare aufgebrochen werden. Ohne eine gewisse „Aggressivität“ der Wirkstoffe in den entsprechenden Produkten geht das nicht. Gesundheitsfördernd ist es also nicht. Der Effekt ist bei Farbe stärker als bei Tönung.

Haartönung vs. Haarfarbe vs. Spezielle Bartfarbe

So pauschal kann ich dir da gar keinen allgemein gültigen Tipp geben. Aber lass mich dir eins vorher sagen: Ich habe zwar einen gleichmäßig unifarbenen Bart von Natur aus, aber auch ich hatte den Wunsch nach einer anderen Farbe. Mittlerweile bin ich zufrieden damit. Auch wenn ich meinen Bart liebe, ist ein übertriebenes Schönheitsideal oder genaue Erwartungen, wie der Bart auszusehen hat, nicht gut - für niemanden. Wenn man etwas „pimpen“ will, okay. Aber eins muss dir bewusst sein: Um deine Bartfarbe zu ändern, muss die Schutzschicht deiner Barthaare aufgebrochen werden. Ohne eine gewisse „Aggressivität“ der Wirkstoffe in den entsprechenden Produkten geht das nicht.Gesundheitsfördernd ist es also nicht. Der Effekt ist bei Farbe stärker als bei Tönung. Den Wunsch nach dichterem oder andersfarbigem Look kann ich natürlich trotzdem verstehen. Ich achte mittlerweile mehr auf meine Gesundheit.

  • Bei der Haartönung hast du den Vorteil, dass sie schneller wieder von der Haut verschwindet. Nachtönen musst du natürlich regelmäßig, aber das Problem hast du bei Farbe auch. Den Bart muss man eben öfter färben als die Haare auf dem Kopf. Sonst sieht das schnell ziemlich komisch aus, das kann ich dir sagen! Ich hab damit mal 5,6 Wochen gewartet, weil ich im Krankenhaus war. Es war F U R C H T B A R.
  • Besonders, wenn dein Bart nicht besonders lang ist und du öfter nachfärben musst, macht es von der Haltbarkeit keinen riesen Unterschied, ob du Tönung oder Farbe nimmst.
  • Ein Vorteil gegenüber permanenter Farbe ist auch, dass sich das Mittel auf die Oberfläche deiner Barthaare legt und die Haarfaser weniger angreift als permanente Farbe.
  • Es gibt auch pflanzliche Versionen. Von so etwas bin ich persönlich ein Fan, weil man so etwas für die Optik machen kann, aber den Körper nicht komplett mit schädlichen Stoffen attackiert. (Was schon genug über Essen, Kosmetik etc. passiert)
  • Ein Nachteil ist, dass die Farbauswahl nicht so umfangreich ist wie bei permanenter Farbe.
  • Du musst die Tönung unbedingt auswaschen, bevor du schlafen gehst, weil du sie sonst im Bett verteilst.
  • Generell ist die Farbauswahl bei permanenten Bartfärbemitteln größer, was es einfacher macht, die richtige Farbe zu finden.
  • Im Gegensatz zur Tönung wird, wie oben erwähnt, die Schuppenschicht deiner Haare aufgebrochen, weshalb du auf jeden Fall ordentlich Pflege jeden Tag brauchst (Balm oder Bartöl).
  • Chemische Farbe kann tendenziell öfter zu allergischen Reaktionen führen.
  • Wenn dir die Farbe nicht gefällt, musst du überfärben (schwierig, wenn sie bereits sehr dunkel ist) oder rasieren.
  • Es ist grundsätzlich möglich, normale Haarfarbe oder -tönung zu benutzen.
  • Da die Haut in deinem Gesicht empfindlicher ist als die Kopfhaut, würde ich dir nicht unbedingt dazu raten.
  • Man kann sie problemlos zum Bartfärben benutzen, das ist keine Frage.
  • Sie wäscht sich nicht direkt aus und bleibt je nach Anbieter recht lange erhalten.
  • Es gibt sie auch in pflanzlichen Versionen.
  • Sie eignet sich für sensible Haut. Keine Stelle ist sensibler als die an den Augen.
  • Sie ist nur in kleinen Mengen erhältlich, da sie ja nicht für eine große Fläche wie den Bart gedacht ist.

Pflanzenhaarfarbe

Für viele (auch für mich) ist Pflanzenhaarfarbe eine gute Alternative. Sie legt sich wie eine Lasur um deine Barthaare und mehrmaliges Färben verstärkt den Farbeffekt. Wenn du ein Teelöffel Salz und Schwarztee beim Anrühren dazu mischst, soll das die Haltbarkeit verlängern. Auch wenn du mit lauwarmem Wasser ausspülst und für 24 Stunden kein Shampoo im Bart benutzt (Seife geht). Ich hab es so gemacht. Es hält bei mir länger als eine normale Tönung, wäschst sich aber auch mit der Zeit aus.

Aber bei kürzeren Bärten muss man wie gesagt sowieso regelmäßig (alle 2 -3 Wochen spätestens) nachfärben, weil es sonst alles andere als schön und gepflegt aussieht. Bei Pflanzenhaarfarbe ist das auch nicht weiter schlimm, was die Belastung angeht. Die Anwendung ist bei Pflanzenfarbe etwas aufwendiger, weil man auf jeden Fall einen Zwischenschritt machen sollte: das zweistufige Färben.

Die 2-Schritt-Färbung dient dazu, große Farbunterschiede zwischen Haaransatz und gefärbten Längen auszugleichen, (was beim Bart weniger vorkommt, eher beim Kopfhaar) aber auch, um unerwünschte Farbveränderungen zu vermeiden (bei stark indigolastigen Tönen).

Und du musst etwas mehr Zeit zum Einwirken einplanen: 30 Minuten für eine leichte Färbung oder bei stark strapazierten Barthaaren bis zu 2 Stunden (für intensivere, sattere Ergebnisse). Taste dich da stückchenweise ran.

Mit der Bandbreite an Produkten, die alle recht einfach anzuwenden sind, kannst du das Bart färben auch ganz bequem von zu Hause aus machen und musst nicht unbedingt zu einem Barber oder Friseur gehen.

Wichtige Hinweise

Egal welche Bartfarbe - Dein Bart sollte eine gewisse Länge haben. Fang nicht an, einen Dreitagebart zu färben. Da scheint die gezwungenermaßen mitgefärbte Haut durch und du musst alle paar Tage nachfärben.

1. Kaufe dir separat Latex-Handschuhe. Die enthaltenen Handschuhe reißen oft und dann hast du die Farbe an den Händen.

3. Bartöl ist ein Muss für die Pflege danach und jeden Tag.

4. Teste die Farbe an der Innenseite deines Arms, um sicherzugehen, dass du nicht allergisch reagierst.

6. Nimm dir Zeit, lies die Gebrauchsanweisung immer komplett durch, bevor du loslegst!

7. Wenn dir das Ergebnis gefällt und du es halten willst, stell dich auf regelmäßiges Nachfärben ein. Alle 3 Wochen, wenn es immer gut aussehen soll.

9. Du kannst entweder Bart-Tönung, Bartfarbe, normale Haarfarbe, Pflanzenhaarfarbe oder Wimpernfarbe benutzen. Es gibt zu jedem Produkt Vor- & Nachteile, oben im Artikel gehe ich auf die Unterschiede ein. Die Haltbarkeit, die Verträglichkeit und auch die Farbauswahl sind unterschiedlich.

ProduktVorteileNachteile
HaartönungSchnell von der Haut entfernbar, pflanzliche Versionen verfügbarWeniger Farbauswahl, muss regelmäßig nachgetönt werden
Haarfarbe (permanent)Größere FarbauswahlKann allergische Reaktionen verursachen, erfordert intensive Pflege
Spezielle BartfarbeOft in pflanzlichen Versionen erhältlich, für sensible Haut geeignetGeringere Menge

Die Barthaare sind in der Regel unter 10 mm lang. Das heißt: die Haare wachsen sehr schnell.

Auch wenn das Bart färben in der Regel schnell von statten geht, sollte man einige Punkte vor, während und nach dem Färben beachten.

Das richtige Färbemittel

Bevor Du dich nicht für die richtige Bartfarbe entschieden hast, geht hier gar nichts. Im Zweifel gilt: lieber eine Nuance heller nehmen. Warum? Weil die Barthaare die Farbe nicht so gut annehmen, macht es Sinn, die Barthaare zweimal hintereinander zu färben. Alternativ kannst Du zu einem dunkleren Ton zum Färben des Bartes greifen und das Färbemittel kürzer einwirken lassen. Nicht zu empfehlen ist das Bart färben mit dem Ton Schwarz.

Weitere Hilfsmittel

  • Pinsel: Ein Pinsel, mit dem die Farbe gemischt und aufgetragen werden kann, sollte vor Ort sein.
  • Gesichtscreme: Um Deine Haut vor Verfärbungen und Reizungen zu schützen, solltest Du Dein Gesicht mit einer Creme eincremen.
  • Handschuhe: Deine Hände sollten mit der Farbe nicht in Kontakt kommen. Ziehe die Handschuhe an und mische das Färbemittel der Anleitung entsprechend an.

Achtung: Es sollte kein Färbemittel an Kleidung, Haut oder Möbel kommen. Nun wird die Farbe mithilfe des Pinseln großzügig aufgetragen. Die Hände haben hier nichts zu suchen.

Jetzt geht es ans Auswaschen. Am leichtesten gelingt das unter der Dusche. Anschließend sollte der Bart einshampooniert werden.

Da gerade die Debütanten oft zunächst enttäuscht sind vom Ergebnis, kann schnell und einfach nachgetunt werden. Der Bart kann zum Beispiel nochmals gefärbt werden.

So färben Sie Ihre Haare zuhause – Das Préférence Tutorial

tags: #Bart #färben #normale #Haarfarbe

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen