Die Geschichte der Schwarzen Barbie: Ein Meilenstein in Sachen Diversität

Die Barbie-Puppe ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Spielzeugwelt. Anlässlich des 65-jährigen Jubiläums der legendären Mode und des unverkennbaren Stils feiern die Barbie Fashionistas Puppen die Diversität und bieten unendlich viele Möglichkeiten, tolle Geschichten und coole Outfits zu erfinden.

Mit dieser vielfältigen Reihe von Looks erleben Kinder, wie viel Spaß es macht, Persönlichkeit mittels Mode auszudrücken. Und mit den aktuell angesagten Trends sind Barbie-Puppen ein ideales Geschenk für modebewusste Kinder auf der ganzen Welt. Allerdings war es ein langer Weg, bis Barbie die Vielfalt der Welt wirklich widerspiegelte.

Barbie Fashionistas Puppen feiern Diversität.

Die Anfänge: Schwarze Puppen vor der "Black Barbie"

Natürlich gab es nicht erst ab 1980 schwarze Dolls, es gab schon viele vorher, die hießen aber Christie oder Cara. Also im Sinne von Barbie als Marke hat Mattel schon ab 1966 afroamerikanische Barbies produziert.

1966 bekam Barbie eine Cousine namens Francie, diese wurde auch als dunkelhäutige Version produziert. Für Sammler ist sie die erste dunkelhäutige Barbie. Die Black Francie war allerdings nicht sehr erfolgreich, nach zwei Ausgaben wurde sie wieder eingestellt.

1968 (zu ihrem 10. Noch mal zwei Jahre später wurde das afroamerikanische Pendant zu Ken vorgestellt: Brad - der erste Freund von Christie und Ken. Man kann natürlich argumentieren, dass Christie nicht der eigentlichen Barbiefigur entspricht.

Christie = Christie und nicht Barbie. 1976 wurde Barbie mit dem neuen Superstar Gesicht vorgestellt. Mit diesem „echten“ Barbiegesicht wurden ab 1977 auch dunkelhäutige Puppen hergestellt.

Richtig an dem Datum 1980 ist, dass in diesem Jahr erstmals eine dunkelhäutige Barbie (mit Steffie Face) erschien, die „Black Barbie“ und nicht Christie oder Cara genannt wurde. Sie war also die erste dunkelhäutige Barbie, die „Barbie“ hieß.

Die Original Black Barbie von 1980.

Das stiftete jedoch Verwirrung oder kam nicht an, die Afro-Amerkanische Version der golden Dream Barbie hieß 1981 jedenfalls wieder Christie.

Der Durchbruch: Die erste "Black Barbie" von 1980

Der Spielzeugher­steller Mat­tel brachte die erste Black Bar­bie 1980 her­aus. Aber es gab schon vorher Pup­pen mit dun­kler Haut­farbe im Bar­bie-Uni­ver­sum - nach ein­er Anre­gung durch schwarze Mitar­bei­t­erin­nen.

„Sie ist schwarz, sie ist schön, sie ist Dyna­mit” ste­ht auf der Schachtel der ersten schwarzen Bar­bie. Ihre Klei­der hat Kit­ty Black Perkins ent­wor­fen. Sie wird 1978 zur Chef-Designer­in von Bar­bie ernan­nt, als erste schwarze Frau.

Sie arbeit­et fast 28 Jahre bei Mat­tel, bis zu ihrer Pen­sion­ierung 2002. Die Idee hin­ter der Fig­ur stammt eben­falls von ihr. "Der Fortschritt war, dass die schwarze Puppe ‚Bar­bie’ und nicht ‚Fran­cie’ oder anders hieß. Sie ermöglichte dem schwarzen Mäd­chen, die Heldin der Geschichte zu sein”, sagt Dr. Patri­cia Turn­er in der Net­flix-Doku.

Die Original Black Barbie mit Steffie Face wurde 1980 von Kitty Black Perkins gestaltet. 2020, zu ihrem 40sten Geburtstag brachte Mattel eine „moderne“ Neuinterpretation der Black Barbie heraus.

2025, zu ihrem 45sten Geburtstag, stellte Mattel eine zweite Variation der Black Barbie vor. Sie wurde von Bill Greening und Kitty Black Perkins (mittlerweile knapp 80 Jahre alt) gestaltet und bekam das Simone Face.

Die Netflix-Dokumentation "Black Barbie"

Christie: The History Of Barbie's First Black Friend!

Eine Net­flix-Doku erzählt, wie es dazu kam. Black Bar­bie ist ab 19. Juni 2024 bei Net­flix zu sehen. Real­isiert wurde die Doku von den „Bridger­ton”-Pro­duzentin­nen Shon­da Rhimes und Bet­sy Beers.

Die Doku dreht sich um die Geschichte der ersten Bar­bie mit dun­kler Haut­farbe - aber nicht nur. Die Regis­seurin Lague­ria Davis zeigt, welchen Ein­fluss drei schwarze Mitar­bei­t­erin­nen von Mat­tel auf die Entwick­lung der Marke Bar­bie hat­ten.

Sie tru­gen maßge­blich dazu bei, dass Mat­tel seine Pup­pen divers­er gestal­tete und nicht nur hell­häutig darstellte. Beu­lah Mae Mitchell begin­nt 1955, für Mat­tel zu arbeit­en - als Spielzeugtes­terin.

Nach Angaben von Mitchell ist Han­dler oft in der Fab­rik unter­wegs und frag die Arbei­t­erin­nen nach ihrer Mei­n­ung und nach ihren Ideen für die Bar­bie-Entwick­lung. Schon um 1960 herum haben afroamerikanis­che Mitar­bei­t­erin­nen eine für dama­lige Zeit­en rev­o­lutionäre Idee: „Wir wollen eine schwarze Puppe”, sagen Mae Mitchell und andere zu Ruth Han­dler.

Es dauert acht weit­ere Jahre, bis Mat­tel über­haupt eine Fig­ur mit dun­kler Haut­farbe her­aus­bringt, und 20 Jahre bis zur ersten Black Bar­bie. In der Zwis­chen­zeit finanziert das Unternehmen die Fir­ma Shin­dana Toy Com­pa­ny mit, die sich auf die Pro­duk­tion lebensechter schwarz­er Pup­pen spezial­isiert hat.

Netflix Doku Black Barbie.

Die Erweiterung der Vielfalt: Fashionistas-Reihe und inklusive Puppen

Nach der ersten Black Bar­bie set­zt Mat­tel allerd­ings zehn Jahre lang wieder auss­chließlich auf weiße Fig­uren. Die Fig­uren haben ganz unter­schiedliche Haut­töne und Haar­far­ben, um die Vielfalt von Peo­ple of Col­or zu zeigen. Zudem sollen diese Mod­elle echter ausse­hen, mit real­is­tis­cheren afroamerikanis­chen Gesicht­szü­gen. Die drei ersten Pup­pen heißen Shana, Asha und Nichelle.

2014 entwickelte Mattel ein neues Verkaufskonzept, demzufolge nun alle Dolls Barbie sind / heißen. Die Freundinnen Christie, Midge, Teresa… gibt es nicht mehr, auch sie sind „Barbie“.

Die vielen Dolls der Fashionista-Reihe heißen seit 2015 alle mit Hauptnamen Barbie, egal welche Haar- oder Hautfarbe sie haben. Um sie unterscheiden zu können, bekamen sie eine zeitlang einen Fashionnamen, der ihr Outfit beschreibt. Das Konzept macht den Barbieeinkauf für die Eltern nun leichter - alle sind eine Barbie.

2021 wurde eine Lösung gefunden, wie die hellhäutige und auch die dunkelhäutige Doll beide Barbie sein können. Im Rahmen der „Big City Big Dreams“ Filmreihe hat die Geschichte ersonnen, dass zwei Girls (also Barbies), weiß und schwarz, beide mit Namen Barbie, in New York aufeinander treffen und Freunde werden.

Die Barbie-Fashionistas-Serie ist die Puppenreihe mit der größten Vielfalt der Welt und bietet mehr als 175 Looks mit verschiedenen Hauttönen, Körpertypen und Behinderungen, einschließlich Puppen mit Hörgeräten und Rollstühlen.

Mattel stellt heute die neuen Barbie Fashionistas vor: Eine blinde Barbie und eine Schwarze Barbie mit Down-Syndrom. Durch diese neuen Puppen können noch mehr Kinder eine Barbie finden, die sie selbst repräsentiert, und mit ihr ihre eigenen Geschichten erzählen.

Blinde Barbie und Schwarze Barbie mit Down-Syndrom.

Die blinde Barbie-Puppe

Die Entwicklung der blinden Barbie-Puppe erfolgte in Zusammenarbeit mit der American Foundation for the Blind (AFB). Diese Organisation setzt sich für unendliche Möglichkeiten für Menschen mit Sehbehinderungen und -beeinträchtigungen ein.

Die Puppe kommt mit einem klassischen weißen Stock, der an der Spitze einen roten Abschnitt hat. Diese Kombination ist international bekannt und hilft blinden und sehbehinderten Menschen, auf sich aufmerksam zu machen.

  • Sonnenbrillen: Die Puppe trägt eine modische und funktionale Sonnenbrille.
  • Gelenke: Die Puppe hat bewegliche Ellenbogengelenke, damit sie den Stock realistisch halten und benutzen kann.
  • Kleidung: Die Puppe trägt ein elegantes rosarotes Oberteil aus satiniertem Stoff und einen texturierten Rock. Diese Materialkombination sorgt für eine optimale Haptik.
  • Verpackung: Besondere Aufmerksamkeit verdient die inkludierende Verpackung, auf der „Barbie“ in Brailleschrift geschrieben steht.

Die Schwarze Barbie-Puppe mit Down-Syndrom

In diesem Jahr hat sich Barbie erneut mit der National Down Syndrome Society (NDSS) zusammengetan, um die nächste Puppe mit Down-Syndrom in die Barbie-Fashionistas-2024-Kollektion aufzunehmen. Während des gesamten Designprozesses arbeiteten Barbie und NDSS gemeinsam daran, dass die Black Barbie-Puppe mit Down-Syndrom authentisch die Mitglieder der Down-Syndrom-Community widerspiegelt.

NDSS brachte Barbie mit einer Fokusgruppe aus der Black Down-Syndrom-Community zusammen. Darunter war auch eine junge schwarze Frau mit Down-Syndrom.

  • Körperbau: Barbie hat eng mit der NDSS zusammengearbeitet, um die körperlichen Merkmale von Menschen mit Down-Syndrom genau darzustellen. Die Puppe ist klein gebaut, hat einen längeren Rumpf und eine geringere Muskelspannung. Zusätzlich sind die Handflächen der Puppe mit einer einzelnen Linie versehen, einem Merkmal, das oft mit Down-Syndrom in Verbindung gebracht wird. Besonderes Augenmerk wurde auf die Gesichtsform gelegt: eine stärker gerundete Form, kleinere Ohren und ein flacher Nasenrücken.
  • Mode: Symbole sind im gesamten Outfit der Puppe integriert und das blau-gelbe Kleid repräsentiert das Bewusstsein fürs Down-Syndrom. Die drei Pfeile in einigen Herzen auf dem Kleid symbolisieren das 21.

Die neuen Fashionistas, einschließlich der blinden Barbie-Puppe und der schwarzen Barbie-Puppe mit Down-Syndrom, sind ab sofort online im Handel für 14,99 € erhältlich.

tags: #Barbie #schwarze #Haare #Geschichte

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