Greta Gerwigs neuer Hitfilm „Barbie“ ist ein Genrehybrid aus vielfältigen Bausteinen des populären Kinos. Er ist Roadmovie, Slapstick-Komödie, Animationsfilm, Krimi, Surf-Film, Science Fiction, Familienfilm, Musik- und Bollywood-Tanzfilm in einem. Außerdem wird er als feministische Gesellschaftskritik rezipiert. Durch die ironische Übertreibung von Männlichkeits- und Weiblichkeitsklischees veranschaulicht er den Geschlechterkampf.
Der Film beginnt in einer virtuellen Barbie-Welt, die nur aus Schönheit und Unterhaltung besteht. Inszenierungen von erfolgreichen Frauen (Präsidenten-Barbie, Nobelpreis-Barbie) ersetzen tatsächliche berufliche Aktivitäten und Machtpositionen. Als Barbie mit Ken die echte Welt betritt, dauert es einige Zeit, bis den beiden dämmert, dass hier etwas nicht stimmt: Hier regieren Männer! Ken kann sein Glück kaum fassen. Er könnte hier alles sein: Arzt, Bademeister, sogar Präsident, nicht nur Ken, nicht nur einer, der erst in Verbindung mit Barbie eine Identität erhält.
Barbie bricht jedoch aus ihrer Plastikwelt aus und begibt sich in die Realität. Dort erfährt sie eine „existenzielle Erschütterung“, wie Marie-Luise Goldmann es in ihrem Beitrag in der WELT beschreibt: „Als sie in der echten Welt einen Schulhof betritt, bleibt die erwartete Begeisterung vonseiten der Kinder aus. Barbies Kontakt mit der Realität führt zur Anpassung der bislang weiblich dominierten Geschlechterhierarchie der Barbie-Welt. Dies bildet den Ausgangspunkt für die ironische Darstellung von Männerrollen in Handlung (Selbstinszenierung, Wettkämpfe, Gewalt), Sprache und Requisiten (Autos, Sportartikel, Kleidung, Wohnungseinrichtung).
Goldmanns Fazit: „Barbie ist nicht nur ein feministischer Film geworden, sondern ein Film über den Feminismus. Auch Dietmar Dath unterstreicht in der FAZ den dem Film eingewobenen Feminismus. Ein wichtiger Monolog im Film enthalte etwa viele implizite, „sehr vernünftige feministische Minimalanforderungen“ und sei deshalb geradezu das „große Herz des Films“.
Kritiker Matthias Schwardt hingegen bemängelt in der TAZ ebendiesen „Grundschulfeminismus“ und die „schmierigen Hollywood-Klischees“ à la „Ich bin was wert, du bist was wert, alle sind was wert! Regisseurin Greta Gerwig setzte sich bereits in einer Reihe von Filmen wie „Lady Bird“ kritisch mit Frauenrollen und Genderklischees auseinander. Mattel wiederum nutzt den Film trotz seiner kritischen Dimensionen als Unternehmens-PR und plant eine Reihe weiterer Verfilmungen der eigenen Spielwarenproduktion, wie beispielsweise Polly.
Mathias Schwardt beschreibt die PR-Strategie wie folgt: „Die Traditionsbarbie - blöd, aber hübsch und mit zimmergroßem Kleiderschrank gesegnet - ist die Inkarnation des Frauenverständnisses von Steinzeitmachos. Gerwig verschafft dem Unternehmen nun Credibility. Der große Publikumserfolg des Films basiert auf einer langfristigen PR-Strategie. Fotos der Schauspieler*innen statt Informationen über den Filminhalt weckten zunächst ebenso die Neugier wie die Regisseurin Greta Gerwig, deren bisherige Filme so gar nicht zu dem Barbie Image passten. Auch erste Trailer verbargen mehr als sie zeigten.
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ACHTUNG: Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet.
Meine Einstiegsdroge bekam ich im Alter von ca. 5 Jahren in Form einer Petrapuppe (meine hieß Doris), die ich heiß und innig liebte, trotz ihres scheelen Gesichtsausdrucks und für eine Blondine viel zu dick aufgetragenen Lidstrichs. Bald danach bekam ich meine erste Barbie, damals noch ohne Kniegelenke, sondern mit ganz steifen Beinen, und dunkelhaarig. Es folgte eine mit kupferroten Haaren (Stacey, Barbies irische Freundin), Francie, der blonde Teenager (etwas kleiner, jugendlicher aussehend und ohne diese ausladenden Formen, die eine Barbie ausmachten), kurzhaarig und mit vielen Haarteilen ausgestattet, eine blonde 'Standard-Barbie' mit glatten langen Haaren sowie Kelly, auch eine mit rötlichen Haaren der Serie 'Quick Curl': Sie kam mit einem Lockenstab, mit dem man in ihre Haarpracht Locken drehen konnte (leider war es damit bald vorbei, denn die Locken entstanden durch drahtähnliche Haarzusätze, die bald ausgerissen waren).
Dann hatte ich einen Beat-Ken, der Musiker war und sich in der Hüfte bewegen konnte (geil, dieses bunte, puffärmelige Nylonhemd, das bis zur Brust offen war - fehlte nur noch das Medaillon), und einen blonden Ken. Meine Lieblinge waren zuerst die dunkelhaarige Barbie, weil ich mich furchtbar ärgerte, dass es über Jahre keine weiteren Dunkelhaarigen mehr gab, nur blonde, und ich selber war doch auch dunkelhaarig; sowie später die mit den rötlichen Drahthaaren. Zusammen mit der Blondine und den beiden Männern konnte ich prima Abba spielen. Meine Freundin hatte es da leichter, denn sie war genauso blond wie ihre Barbies.
Jaaa Mensch Rattunde, der Barbiekoffer! Den hatte ich vollkommen vergessen! Ich glaube, meiner war nicht rot, sondern orange. Heiß, diese Klarsichtseite da, wo die Barbie drin stand. Versehen war das Ding mit so einem an der unteren kurzen Seite angebrachten Klappdeckel und oben unterm Henkel war so ein Drehverschluss. Jaja, die Schuhe... ich legte anfangs immer großen Wert darauf, dass meine Barbies Schuhe trugen und konnte es gar nicht verstehen, dass die Barbies meiner Oma (mein bevorzugtes Barbiespiel-Opfer) immer barfuß laufen mussten. Ab und zu fiel auch mal ein Schuh runter und kam dann vom Hund zernautscht wieder zum Vorschein...
Den Campingwagen wollte ich soooo gerne haben, aber ich habe ihn nie bekommen! Sogar selbst bezahlen wollte ich ihn, aber ich durfte nicht! Ich war damals glaube ich schon 10 oder 11, das Ding kostete um die 50 DM und meine Mutter meinte kategorisch, diese Investition würde sich für die paar Jahre, die ich noch mit Barbies spielen würde, nicht lohnen. Mann habe ich da mit den Zähnen geknirscht, da hatte ich schwer dran zu schlucken.
Genäht habe ich auch so einiges für meine Barbies. Da gab es diese LP-förmigen Röcke, einfach gesäumt und einen Faden zum Zubinden eingezogen. Und natürlich die Abba-Kostüme: Weiße Minikleider mit Katzen aufgemalt und Flitter aufgeklebt. Ich war äußerst kreativ mit meinen Barbies und habe vieles, vieles selber gebaut und gebastelt. Also bei mir hat Ken zwar schon die Nebenrolle gespielt (er hatte weitaus weniger Klamotten - typisch Mann - ich kann mich nur noch an seinen Pilotenanzug erinnern), aber er war schon wichtig. Ohne die beiden Kens konnte ich ja nicht Abba spielen, und mit wem sollte Barbie (bzw. Kelly) denn in ihrem prachtvollen Hochzeitskleid zum Altar gehen? Mit wem sollte sie auf dem tollen Ball tanzen?
Rattunde, wir sollten wirklich Fotos von unseren alten Barbies und Zubehör hier reinstellen. Meine habe ich ja alle nicht mehr, dafür sind mir aber noch ein paar Fotos geblieben. U.a. Hach, Mädels, ja war das nicht alles klasse? Nach der ersten Barbie (ich bin da über meine ältere Schwester 'rangekommen...) einer weißen mit blonden Haaren, kam dann die Malibu-Welle, d. h. Malibu-Barbie (dunkler getönt, aber blond), Malibu-P.J., Malibu-Skipper (die kleine Cousine) und Malibu-Ken.
Es gab im Fundus auch noch eine Mach-Mit-Barbie mit beweglichen Gelenken, aber irgendwie ging der dann doch etwas die berühmte Eleganz ab, außerdem waren die Gelenke irgendwann kaputt, ich tippe auf Arthritis. Und dann noch - irgendwann auf dem Höhepunkt der 70er - der Ken mit echten Haaren!!! Er war weiß und hatte dunkelbraune Polyester-Haare und dazu einen Satz Koteletten aus selbstklebendem braunen Filz. Zum Hinstellen der Barbies (die Füße müssen auf Normalmaß gerechnet Größe 25 gehabt haben!) gab es so einen komischen Ständer, eine Art Kreuz auf einer Platte. Ken konnte von alleine stehen.
Und die tollen Kleider! Ich erinnere mich an jedes einzelne. Das pink-rot-bunte Flamenco-Kleid mit der glitzernden pinken Stola, der gelbe kurze Regenmantel mit dem Nerz-Besatz und der passenden Mütze, der lange rote Alcantara-Mantel mit den Goldknöpfen, dem passenden schwarz-roten Minikleid, der Mütze und den schwarzen Lackstiefeln mit Pelzrand (ooops!). Heute ist ja alles nur noch pink! Entsetzlich! Und außerdem - habe ich bei meiner kleinen Nichte gesehen - haben alle Barbies und Kens heute aufgemalte Unterwäsche an! Irgendwie sind Amis total blöd! Jaja, politisch korrekt, jetzt müssen die schon unbedingt Unterwäsche tragen...
Also die Garderobe meiner Barbies bestand hauptsächlich aus Abendkleidern! Was habt ihr am liebsten mit euren Barbies gespielt? Also ich, wie schon erwähnt, Abba oder andere Musikgruppen. Dann hatte ich aus einem großen Karton ein Barbieboot gebaut, mit dem ich viel spielte. Meine Freundinnen und ich nahmen das manchmal auf Cassette auf, habe ich heute noch. Fotos von dem Boot mitsamt Barbies übrigens auch. Einmal habe ich mit einer Freundin über mehrere Tage an ein und der selben Geschichte gespielt, daraus ist tatsächlich mein erster Roman entstanden, den ich sogar fertig geschrieben habe.
Wenn ich bei meiner Oma war, spielten wir oft Märchen nach, vor allem Aschenputtel (meine Barbie war natürlich immer das schöne Aschenputtel). Meistens aber hatten meine Barbie und mein Ken eine schöne, luxuriöse Wohnung. Die baute ich mir aus Gegenständen, die bei meiner Oma rumstanden, zusammen: Fuchsstola als Sofa, umgedrehter Rauchglasaschenbecher als Tisch, Brokatdeckchen als Teppich... Sie hatten keine Kinder und waren beruflich irgend was Tolles (Modeschöpfer, Musiker, Erfinder). Die Barbiefamilie meiner Oma war eher normal und hatte manchmal auch Kinder. Dann luden meine Barbies Omas Barbies ein und protzten so richtig mit dem, was sie hatten (und regten sich darüber auf, dass die Kinder alles kaputt machten; ließ damals schon tief blicken :-))), aber sie waren auch großzügig und gaben immer viel ab. Ein ganz fieses Spiel war auch, dass meine Barbie der Barbie meiner Oma den Mann ausspannt. Neiiiin, ich habe das später nicht wirklich gemacht!!!
Für die echten Barbie-Möbel und -Häuser hatten meine Eltern nicht genügend Geld, aber mit dem Improvisieren waren wir auch immer sehr gut. Wohnungen in ausgeräumten Regalfächern mit zurechtgeschnittenen Teppichresten eingerichtet usw. Unsere Barbies haben übrigens auch in sehr gutsituierten Verhältnissen gelebt. Sie haben allerdings immer ihre echten Namen behalten, eben Barbie (mehrmals, krank!), P.J. und Skipper. Meine Oma hatte auch immer vorgeschlagen, sie unterschiedlich zu benennen, Erna, Margot und Helga, aber das fand ich als Kind immer sehr befremdlich.
Und was die Klamotten angeht, gebe ich Dir recht! Absolute Haute-Couture-Qualität zu der Zeit! Und richtige Druckknöpfe, heute ist alles mit Klettverschlüssen!!! Allerdings haben unsere Barbie-Familien auch sehr häufig ganz legere Nachmittage an ihren Pools verbracht und dort nur eine umfangreiche Badeanzug-Kollektion mit passenden Handtüchern etc. vorgeführt. Einen richtigen Swimmingpool mit Rutsche, Sprungbrett und Wasserliege hatte ich sogar! Das war eines der wenigen 'echten' Dinge, die ich hatte.
Hihi, dass deine Oma die Barbies Margot, Erna und Helga nennen wollte, finde ich ja süß :-) irgendwie machen solche Dinge den Charme von Omas aus. Aber damit wäre ich sicher auch nicht einverstanden gewesen. Zuerst hatten meine Barbies auch ihren ursprünglichen Namen: Barbie, Francie, Stacey. Nebenbei gesagt, weiß irgend jemand, wofür 'P.J.' stand? Und spracht ihr das 'Pee Jott' aus oder richtig amerikanisch 'Pie Jäi'? Später dann, als ich so um die 10 Jahre alt und bereits musikgeprägt war, verpassten meine Freundin und ich ihnen dann richtige Namen, und zwar durchweg englisch klingende, zumeist an Musiker angelehnt.
Mir fiel vorhin ein, meine rothaarige Stacey hat immer ein bisschen ein Schattendasein geführt. Sie bekam immer nur Neberollen in meinen Spielen. Also irgendwo muss ich doch ein recht dekadentes Kind gewesen sein! Ach, laß nur! Wer sehnt sich denn in dieser grauen Welt nicht nach etwas Glamour und Ruhm?! Daß Du 'echtes' Zubehör hattest, ruft ja wieder alte Kindheitstraumata hervor! Schon als Kind mußte ich mitansehen, wie andere immer 'mehr' hatten, als ich. SCHNÜFF! Aber dafür hat meine Mutter - eine außerordentlich begabte Hobbynäherin - die wirklich wunderschönsten Kleider für die Barbies selbst geschneidert. Sie hatten zwar nicht den Pariser Chic wie die Fertigmodelle, waren handwerklich aber um Klassen besser und - eben Einzelstücke! Unsere P.J. hieß übrigens auch Pee-Jott. Damals war Amerika zwar auch schon 'in', aber ich glaube, man war doch nicht so 'global', alles englisch auszusprechen.
Nach einigen Jahren waren die Schönheiten dann auch reif für eine Runderneuerung auf der Schönheitsfarm. Ein neues Make-up mit den Modellfarben meines Bruders, passender Nagellack und eine selbstkreierte Schmuckkollektion aus Glasperlen ließen die Beauties um Jahre jünger aussehen. Meine Oma nähte dann auch einmal einen wunderbaren Morgenrock aus goldenem Taft mit weißem Rüschenbesatz an den Ärmeln, hach, sah das lasziv aus... Und das Jahre, bevor ich den Film 'Die Frauen' mit Joan Crawford kannte!
tags: #Barbie #Mann #mit #Haaren #Geschichte
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