Bandana nach Haartransplantation: Wann und wie?

Sollte man nach der Haartransplantation Kopfbedeckungen tragen? Und was muss man dabei beachten? Wenn du dir auch gerade diese Fragen stellst, dann bist du hier genau richtig. Direkt nach der Haartransplantation sind Sie wieder gesellschaftsfähig. Damit keine Spuren der Haartransplantation sichtbar sind, können Sie in der Übergangszeit eine Kopfbedeckung tragen.

Viele Menschen mit Haarausfall haben sich monate- oder sogar jahrelang an das Tragen einer Cap gewöhnt. Denn mit der sportlichen Kopfbedeckung sehen sie nicht nur schick aus, sondern sie verdecken auch die ungeliebten kahlen Stellen auf der Haut. Das ist natürlich auch nach der Haarverpflanzung ein Problem, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Warum eine Kopfbedeckung nach der Haartransplantation?

Ihre Kopfhaut zu bedecken ist ein Ratschlag, welcher Ihnen von vielen Haarkliniken rund um den Globus angeraten wird. Denn ein Kopftuch nach der Haarverpflanzung kann im Optimalfall sogar die Heilung begünstigen und somit das Ergebnis der Operation verbessern. Ein Kopftuch nach der Haartransplantation kann die Haare und die Kopfhaut vor Sonne und zu starkem Wind schützen. Sie können dies unterstützen, indem Sie den Zeitpunkt der Haarverpflanzung optimal terminieren.

Meine eigene Haartransplantation ist jetzt etwas mehr als ein Jahr her, aber ich erinnere mich noch gut daran, dass ich sie mir auch gestellt habe. Zum einen, weil ich mein lichtes Haar und meine gerötete Kopfhaut danach erst einmal verstecken wollte. Zum anderen aber auch, weil ich natürlich alles Anweisungen meines Arztes Dr. Balwi zur idealen Nachsorge nach der Haartransplantation einhalten wollte.

Die behandelten Bereiche benötigen Luftzirkulation und sollten nicht mit engen einer engen Mütze oder Kappe bedeckt werden. Nach 5 Tagen sollten die transplantierten Areale soweit abgeheilt sein, dass das Infektionsrisiko minimiert ist. Ab diesem Zeitpunkt kann eine Mütze zum Schutz getragen werden. Es sollte eine Kopfbedeckung gewählt werden, die nicht zu eng sitzt und keinen Druck auf die transplantierten Stellen ausübt.

Nach einer Haartransplantation sollte eine Mütze nicht für eine längere Zeit getragen werden. Ständiger Druck und Reibung können das empfindliche Transplantat schädigen und das Wachstum der Haarfollikel stören. Daher sollten Mützen nur dann getragen werden, wenn es notwendig ist, z.B.

Darauf solltest du nach deiner Haartransplantation achten!

Der Fischerhut: Ein Muss in den ersten Tagen

Mein Arzt hat mir die klare Anweisung gegeben, an den ersten Tagen nach der Operation wirklich immer den Fischerhut zu tragen, den ich unmittelbar nach der Haartransplantation erhalten habe. Eine eigene Kopfbedeckung durfte ich noch nicht aufsetzen. Das steht auch auf dem Merkzettel, den ich von ihm und seinen Team in die Hand gedrückt bekommen habe. Diese Anweisung hat sowohl ästhetische, aber auch schützende Gründe.

Der Fischerhut ist ja Standard. Den musst du an den ersten 14 Tagen tragen. Der Fischerhut ist an den ersten Tagen nach dem Eingriff vor allem dafür da, die Wunden am Hinterkopf und im Empfängerbereich (bei mir waren das die Geheimratsecken) vor Schmutzpartikeln zu schützen. Wenn man sich damit den Köpf stößt oder von einem Ball getroffen wird, wird der Schutz zwar nicht ausreichen, dennoch federt er die Wucht des Aufpralls etwas ab. So schlimm der Fischerhut an mir auch ausgesehen hat, desto besser hat er mich mit seinem breiten Schirm vor merkwürdigen Blicken auf meine Wunden geschützt. Mein Hinterkopf war nach der Haartransplantation natürlich mega rot und auch noch feucht. Und die Krusten im Empfängerbereich waren auch nicht besonders schön.

Ein paar Worte noch dazu, warum erst einmal nur der Fischerhut getragen werden darf. Zum einen, weil dort keine Bakterien oder Schmutzpartikel drin sind, da es sich um einen neuen Hut handelt. Zum anderen aber auch, weil der Hut nicht so fest aufsitzt, wie zum Beispiel eine Stoff-Wintermütze oder ein enges Basecap. Bis du solche Kopfbedeckungen tragen kannst, musst du dann einfach noch etwas länger warten.

Alternativen zum Fischerhut nach 14 Tagen

Mein Arzt sagte mir, dass ich etwa nach 14 Tagen wieder eine eigene Kopfbedeckung tragen kann. Ich habe mich dann tatsächlich dazu entschieden, einfach gar keine Kopfbedeckung mehr zu tragen. Es sollte einfach so viel Sauerstoff an meine Kopfhaut kommen, wie möglich. Und ich war einfach stolz auf die Entscheidung für die Haartransplantation. Auch wenn das Haarwachstum erst einmal noch auf sich warten ließ, hat mich da echt nicht so sehr gestört.

Doch sobald dein Arzt dir erlaubt, dass du jetzt auch eigene Kopfbedeckungen tragen darfst, kommst du vielleicht ins Überlegen:

  • Strohhut: Wenn du die OP so wie ich im Frühjahr hinter dich bringst, dann ist ein Strohhut eine schützende und auch von deiner Haartransplantation ablenkende Kopfbedeckung.
  • Basecap: Ein Basecap kann man fast immer tragen.
  • Bandana: Ja warum denn nicht. Wenn so ein Kopftuch zu dir passt?

Nach 14 Tagen kannst du selbst entscheiden, ob du weiterhin den Fischerhut, ein eigenes Basecap oder einfach gar keine Kopfbedeckung mehr trägst. Doch bis dahin ist die Kopfbedeckung erst einmal Pflicht. Nur Nachts kann sie runter. Sie schützt deine Kopfhaut und dich vor unangenehmen Blicken.

Wichtige Hinweise zur Nachsorge

Wir empfehlen Ihnen in geschlossenen Räumen wie Office oder zu Hause das Bandana als Kopfbedeckung nicht aufzubehalten, damit die Wunden Sauerstoff aufnehmen können, die Heilungsphase beschleunigt wird und eine Druckerhöhung im Kopfbereich vermieden wird. Nach der Op und am folgenden Tag sollten Sie sich möglichst ausruhen und nicht aus dem Haus gehen. Vermeiden Sie anstrengende Tätigkeiten bzw. Bewegungen. Das kann zu einer Druckerhöhung der Blutgefäβe im Kopfbereich und in den ersten Tagen zu Nachblutungen führen.

Weiterhin sollten Sie es unterlassen extrem zu husten oder laut zu schreien. Achten Sie darauf, sich nicht den Kopf zu stoßen. Dies passiert schnell, wenn Sie in ein Auto ein- oder aussteigen und kann Blutungen verursachen. Vermeiden sie schnelle Bewegungen zur Seite, beugen Sie sich bitte nicht nach vorne oder nach hinten und versuchen Sie Ihren Kopf so aufrecht wie möglich zu halten.

Die Bekleidung sollte so gewählt werden, dass sie leicht aus- und anziehbar ist. Dies gilt besonders für die ersten Tage nach einer FUE Behandlung. Wir empfehlen eine Kleidung zu tragen, die durch einen Reißverschluss oder Knöpfe geschlossen wird und nicht über den Kopf gezogen werden muss. Gut geeignet sind Hemden, da sie nicht über den Kopf gezogen werden müssen. Für die ersten Tage nach der Behandlung bitte darauf achten, dass kein Kontakt zur Kopfhaut bzw. der transplantierten Fläche erfolgt.

Zu hoher Blutdruck kann das Transplantat abstoßen. Sport, Schwitzen, starke körperliche Arbeit sowie das Arbeiten in staubiger oder feuchter Umgebung, Schwimmen, Solarium, Sauna, Sonneneinstrahlung und Hitze sollte für eine komplikationslose Heilung über einen Zeitraum von 4 Wochen nach der Eigenhaarverpflanzung vermieden werden. Um Komplikationen nach der Operation zu vermeiden sollten Sie Alkohol und Rauchen vor und nach der OP reduzieren (mind. unter 5 Zig. / Tag).

Tragen Sie bitte die verschriebene Lotion vorsichtig mit sanftem Druck (mit sauberen Fingerspitzen tupfend, NICHT reiben) am Verpflanzungsbereich auf. Lassen Sie die Lotion ca. 30-45 Minuten einwirken, dann können Sie es mit sehr vorsichtigen Bewegungen tupfend lauwarm abspülen. Am Spenderbereich können Sie das vorgeschlagene Shampoo (Sebamed) normal auftragen und mit normalen Waschbewegungen waschen. Aber waschen Sie den Verpflanzungsbereich vorsichtig. Benutzen Sie keinen Fön. Trocken Sie ihre Haare mit einen Handtuch, ohne zu reiben. Nur tupfen. Mittel wie Haarspray, Gel und aehnliches sollte danach nicht mehr verwendet werden. Es ist wichtig, dass man fuer einen guten Heilungsprozess nach а. 10-15 Тagen möglichst viel von den Krusten entfemt hat.

Schutz in der Nacht

In der Nacht ist ein Kopftuch besonders wichtig. Denn die wenigsten Menschen sind absolut ruhige Schläfer. Beinahe jeder bewegt sich im Schlaf, verändert die Position und somit auch den Kopf auf dem Kissen oder der Matratze. Zum einen kann hierdurch das neue und noch empfindliche Haar herausgezogen werden. Ein leichtes Kopftuch kann diese Probleme problemlos verhindern und die Haare und auch die Kopfhaut nach der Eigenhaarverpflanzung gut schützen. Gewöhnen Sie sich ruhig an die Bedeckung in der Nacht und tragen Sie diese in den ersten zwei oder drei Monaten jede Nacht.

Materialien und Alternativen

Verzichten Sie bei einem Kopftuch immer auf künstliche Fasern oder zu stark gefärbte Stoffe. Eine Bedeckung aus Baumwolle oder einem anderen, ähnlich leichten Stoff ist immer ratsam. Vor allem bei Kopftüchern, welche Sie zur Nacht anziehen, sollten Sie diese Faktoren auf jeden Fall beachten. Ansonsten kommt es unter der Bedeckung zu einer Stauung der Hitze, was den Haarwurzeln ebenso schaden kann wie Ihrer Kopfhaut.

Eine gute Kopfbedeckung nach der Eigenhaarverpflanzung ist ein leichter und locker sitzender Fischerhut aus 100 Prozent Baumwolle. Dieser Hut sollte natürlich nicht mit Chemikalien behandelt worden sein. Nicht jeder kann den Look eines Fischerhutes leiden. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten, die nach der Haaarverpflanzung vor Sonne und Schmutz schützen: das Bandana und das Zandana.

Wichtig ist, dass das Tuch die gesamten Wundflächen abdeckt. Auf schwarze Bandanas und Zandanas sollten Sie möglichst verzichten, weil sie sich stark in der Sonne aufheizen und die Hitze direkt an die Haut darunter abgeben. Manchmal finden sich Alternativen, die gar nicht mit Ihrer Kopfhaut in Berührung kommen. Setzen Sie sich nicht mit einer Kopfbedeckung auf die Terrasse, sondern nutzen Sie einen Sonnenschirm.

Die falsche Kopfbedeckung vermeiden

Achten Sie vor allem in den ersten Tagen nach dem Eingriff darauf, dass Sie Ihren Kopf nicht mit fusseligen Wollmützen oder einem viel zu eng sitzenden Basecap bedecken. Letzteres sorgt auch dafür, dass die Sauerstoffzufuhr zu den Haarwurzeln gehemmt wird. Ein Grund mehr, noch eine Weile damit zu warten, bis sie nach der Haartransplantation wieder eine eigene Kopfbedeckung tragen.

Fremdkörper aus dem Stoff der Kopfbedeckung in der Wunden (ebenfalls Infektionsgefahr, z.B. Glücklicherweise sind aber nicht alle Kopfbedeckungen verboten - im Gegenteil: von ihrem behandelnden Arzt werden Sie unmittelbar nach der Operation Camper- bzw. Anglerhut erhalten. Dieses Kopfbedeckung ist auch direkt nach der Haarverpflanzung geeignet. Nicht zuletzt, da sie locker sitzt und Ihre Kopfhaut vor äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung, Regen und Schmutzpartikeln schützt. Die Hüte sind leicht aufliegend und berühren die Wunden nur minimal. Empfehlenswert sind luftige Stoffe wie Baumwolle.

Meiden Sie jedoch künstliche Fasern und stark gefärbte Stoffe. Sprechen Sie das Tragen eines Bandanas außerdem unbedingt mit dem behandelnden Ärzteteam ab. Fakt ist: In den ersten zwei Wochen nach der Haarverpflanzung sollten Sie ausschließlich eine vom Behandlungsteam empfohlene Kopfbedeckung tragen.

Eine dicke Wollmütze ist die definitiv schlechteste Wahl, zumal die Wolle im Kontakt mit dem Schorf auf der Kopfhaut unschöne farbige Fusseln hinterlässt. Auf ein Basecap oder eine Wollmütze sollten Sie erst zurückgreifen, wenn der Schorf abgefallen, die Kopfhaut frei und das verpflanzte Haar fest angewachsen ist. Greifen Sie auf keinen Fall zu früh zum Cap oder einem engen Filzhut. Die Sauerstoffzufuhr in der Kopfhaut könnte beeinträchtigt und die Heilungsphase verzögert werden.

Es gibt gute Gründe dafür, dass man Ihnen in der Haarklinik vom sofortigen Tragen eines Basecaps oder einer Wintermütze abrät. Beide Kopfbedeckungen drücken auf Ihre Kopfhaut und schneiden die Außenluft ab. Das wiederum bringt mit sich, dass der Sauerstoffgehalt in der Kopfhaut sinkt und dass sich die Heilung verzögert. Auch die Reibung, die vor allem bei engen Mützen oder bei Caps auftritt würde die Heilung verzögern und könnte sogar zum Ausfallen der aufwendig verpflanzten Grafts führen.

Unter einer nicht atmungsaktiven und engen Kopfbedeckung schwitzt die Kopfhaut zudem. Die Antwort auf die Frage „Braucht die Kopfhaut Luft in der Heilungsphase?“ lautet also ja. Auch wenn Sie die Wunden verdecken und am liebsten 24 Stunden am Tag einen Hut tragen möchten, sollten Sie zugunsten der Heilung so viel wie möglich Luft an die Kopfhaut lassen.

Wir halten fest: Wenn Sie dauerhaft eine Kopfbedeckung nach der Haartransplantation tragen, könnte es zu Entzündungen und schlimmstenfalls zum Verlust der frisch verpflanzten Follikel kommen. Eigene Kopfbedeckungen sind nach dem minimalinvasiven Eingriff der Haarverpflanzung prinzipiell verboten. Durch das zu frühe Tragen falscher Kopfbedeckungen, wie einer engen Mütze, kann leider genau das Gegenteil eintreten. Auf die Haarfollikel wird Druck ausgeübt, sodass sie schlimmstenfalls absterben. Gehen Sie daher in den ersten zwei Wochen kein Risiko ein und schützen Sie die Kopfhaut und Transplantate.

Tabelle: Empfehlungen für Kopfbedeckungen nach der Haartransplantation

Zeitraum Empfohlene Kopfbedeckung Zu vermeidende Kopfbedeckungen
Erste 14 Tage Fischerhut (vom Arzt empfohlen) Enge Mützen, Basecaps, Wollmützen
Nach 14 Tagen Lockere Hüte, Bandanas, atmungsaktive Caps Zu enge oder reibende Kopfbedeckungen

Sprechen Sie den optimalen Zeitpunkt des Tragens einer Kopfbedeckung nach der Haartransplantation unbedingt mit Ihrem Arzt ab.

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