Kosmetik, Ernährung und nun auch Babypflege - der Trend zur Verwendung natürlicher Produkte ist eindeutig und verbreitet sich immer mehr. Viele Eltern suchen nach sanften und effektiven Lösungen für die Pflege der empfindlichen Babyhaut. Babyöl ist ein wahres Allroundtalent im Bad und Haushalt.
Babyöl ist nicht nur für Babys vorbehalten, sondern kann auch für Erwachsene ein tolles Mittel sein. Babyöl kann nämlich ganz schön viel und hilft daher auch uns Erwachsenen bei der täglichen Körperpflege. Das Beste? Babyöl ist ansonsten frei von Allergenen und anderen Schadstoffen.
Was der Babyhaut gut tut, kann auch für uns Erwachsene ein tolles Mittel sein. Babyöl pflegt nicht nur Babyhaut, sondern kann auch für Ihre Haare und Ihre Haut eingesetzt werden. Im Haushalt kann das Öl auch als ein besonderer Allzweckreiniger zum Einsatz kommen.
Hier sind einige Anwendungsmöglichkeiten von Babyöl für die Haare:
Etwas Öl für die Haarspitzen hilft, trockene Haare zu bekämpfen und Spliss vorzubeugen. Längen und Spitzen werden wunderbar gepflegt, wenn du statt teurer Haarkur einfach Babyöl in deine Haare einknetest. Und was mit Olivenöl, Arganöl und Co klappt, funktioniert eben auch mit Babyöl. Der Vorteil gegenüber Olivenöl ist ganz klar der Duft. Und: Babyöl fettet nicht ganz so stark.
Nimm einfach ein paar Tropfen Öl und verteile sie nach dem Waschen oder morgens vor dem Frisieren in den Spitzen. Wenn die Haare trocken sind, kannst du dir damit auch noch vorsichtig über die Haare streichen, um sie etwas zu bändigen. Nimm dazu aber nicht zu viel Öl, sonst sehen die Haare schnell fettig und ungepflegt aus. Der Rest, der sich noch an deinen Händen befindet, reicht aus.
Willst du dein Haar von Grund auf pflegen und ihm eine Feuchtigkeitskur gönnen, massiere ein bisschen mehr Öl schon vor dem Haarewaschen ein. Hier kannst du auch die Kopfhaut mit einbeziehen, ihr ein bisschen Pflege gönnen und etwa Schuppen bekämpfen. Eine Kopfmassage bietet sich hier an. Dann lasse das Öl zum Beispiel über Nacht einwirken. Eine Duschhaube oder ein Handtuch auf dem Kissen vermeidet Ölflecken darauf.
Warum das Öl die Haare geschmeidiger macht, ist schnell erklärt: Haare haben eine schuppenähnliche Struktur. Sind sie zu trocken, öffnet sich diese Struktur nach außen, das Haar wird rau und struppig und verliert an Glanz. Was die Haare einerseits pflegt, kann aber auch helfen, ihnen zu Leibe zu rücken.
Der Vorteil an Babyöl ist - neben dem zarten Duft - aber auch, dass der Fettfilm nicht so stark ausfällt. Zudem pflegt es auch trockene und empfindliche Körperpartien dabei toll.
Nicht nur das Haar, auch die Haut lässt sich gut mit Babyöl pflegen. Hier sind einige Anwendungsmöglichkeiten:
Gerade keine Bodylotion zur Hand? Nimm Babyöl! Am besten klappt das übrigens unter der Dusche, egal ob du morgens oder abends duschst: Nachdem du dein Duschgel abgebraust hast, verteilst du einfach ein bisschen Babyöl auf der noch nassen Haut. Dann aber nicht abspülen! Steige aus der Dusche und tupfe deine Haut vorsichtig mit dem Handtuch trocken - nicht rubbeln!
Auch beim Baden kannst du Babyöl nutzen! Denn Vollbäder trocknen die Haut schnell aus. Gib einfach ein paar Spritzer Öl mit ins Badewasser.
Oder du rührst dir ein Peeling für die Füße, die Ellbogen oder andere trockene, schuppige Hautpartien an: Dazu eignen sich etwa grobes Meersalz, Kaffeesatz oder Haferkleie. Ein Schuss Milch dabei kann ebenfalls nicht schaden. Rühre dir einen geschmeidigen Brei aus den Zutaten, trage ihn auf die zu pflegenden Hautpartien auf und lasse das Ganze für ein paar Minuten einwirken. Dann mit vorsichtigen, kreisenden Bewegungen massieren.
Auch im Haushalt kann Babyöl eine gute Hilfe sein. Und dafür können Sie es einsetzen:
Schuppen sind nicht nur als störende weiße Flocken im Haar sichtbar, sondern gehen oft auch mit einem lästigen Juckreiz und einem brennenden Gefühl auf der Kopfhaut einher. Dies tritt häufig auf, wenn die Kopfhaut zu stark austrocknet.
Im Winter kann unsere Haut oft trocken werden, und auch unsere Kopfhaut leidet unter den kühlen Temperaturen. Juckende Stellen und Schuppen können jedoch verschiedene Ursachen haben, wie Umweltverschmutzung, Stress oder falsche Pflege. Neben einem unausgewogenen Talgausstoß, falscher Ernährung und aggressiven Shampoos können auch häufiges Hitzestyling und UV-Strahlen der Kopfhaut schaden.
Neben Babyöl gibt es auch andere natürliche Öle, die bei Schuppen und juckender Kopfhaut helfen können:
Für das Mini-Treatment sollten Ihre Haare feucht sein. Greifen Sie nun zum Öl Ihrer Wahl und massieren Sie vier bis fünf Tropfen davon für ein paar Minuten in Ihre Haare und Kopfhaut ein. Versuchen Sie, sich so gut wie möglich an diese Menge zu halten, da zu viel Öl die Haare fettig aussehen lassen könnte. Lassen Sie das Öl nun für mindestens eine Stunde einwirken. Wenn Sie möchten, können Sie es auch über Nacht einwirken lassen. Danach waschen Sie Ihre Haare mit einem milden Shampoo und einem Conditioner aus. Wenn Sie wenig Zeit haben, können Sie das Öl auch in Ihr Shampoo geben und die Haare wie gewohnt waschen.
Nachdem Kokosöl in den letzten Jahren als Allzweckwaffe angepriesen wurde, hat sich jüngst gezeigt, dass auch andere pflanzliche Öle die Gesundheit deines Sprösslings fördern können. Allen voran gilt Mandelöl als besonders vielseitig und effektiv.
Unter den vielen pflanzlichen Ölen ist das Mandelöl eines der hochwertigsten. Das verdankt es seinen wundersamen Inhalten:
Unter Kopfgneis versteht man eine harmlose, krustige Hauterscheinung auf dem Kopf. Wenn Eltern von „Milchschorf“ sprechen, meinen sie meistens Kopfgneis. Mediziner wiederum sprechen vom seborrhoischen Ekzem. Der Begriff „Milchschorf“ ist in der Medizin dagegen für eine Vorform des atopischen Ekzems, also einer Neurodermitis, vorgesehen.
Um wissenschaftlich genau zu bleiben, reden wir hier vom Kopfgneis, wenn wir das seborrhoische Ekzem meinen. Folgende Symptome sind häufig bei Kopfgneis bzw. dem seborrhoische Ekzem zu erkennen:
Oft ist der Ausschlag schon nach einigen Wochen oder Monaten wieder weg.
Als Milchschorf wird umgangssprachlich ein juckender Hautausschlag bei Babys bezeichnet. „Echter“ Milchschorf ist allerdings sehr selten. In der Medizin bezeichnet „Milchschorf“ einen Ausschlag an Kopf und Gesicht eines Säuglings, der sich im Rahmen einer Neurodermitis bilden kann.
Weil Babys und Kleinkinder sehr unter dem „echten“ Milchschorf, also dem atopischen Ekzem, leiden, solltest du deinen Kinderarzt bzw. Jugendarzt aufsuchen, wenn du den Verdacht hast, dass dein Baby davon betroffen ist. Der Arzt berät dich dann zur Behandlung und kann genau diagnostizieren, ob es sich nicht vielleicht doch „nur“ um Kopfgneis handelt.
| Merkmal | Kopfgneis (seborrhoisches Ekzem) | Milchschorf (atopisches Ekzem) |
|---|---|---|
| Beginn | Im ersten Lebensmonat | Nach dem dritten Lebensmonat |
| Dauer | Verschwindet meist innerhalb des ersten Lebensjahrs | Mehrere Monate/Jahre |
| Verlauf | Heilt in der Regel von selbst | Kann chronisch werden und in eine Neurodermitis übergehen |
| Typische Symptome | Weiche, fetthaltige Schuppen, gelbliche/rötliche Schuppen | Harte Schuppen, gelbe Kruste, starker Juckreiz, entzündete Bereiche |
| Betroffene Körperbereiche | Kopf und Nacken | Kann alle Körperbereiche betreffen |
Bei ungewöhnlichen Hautveränderungen sollte im Zweifel stets ein Kinder- und Jugendarzt zu Rate gezogen werden.
Auf die Hautschuppen und Krusten kannst du mit einem Wattebausch Babyöl tupfen. Lass das Öl über Nacht einwirken. Wenn du dein Baby badest und seine Haare wäschst, kann dies das Ablösen der Schuppen und Krusten unterstützen. Sei geduldig: Dieser Prozess kann einige Wochen oder Monate dauern.
Babyhaut ist empfindlich. Auf keinen Fall solltest du die Krusten vom Kopf deines Babys zupfen. Es könnte dann zu wunden Stellen und Entzündungen kommen!
tags: #Babyöl #Kopfhaut #Schuppen #Anwendung
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