Babyöl: Vielseitige Anwendung bei Schuppen und mehr

Kosmetik, Ernährung und nun auch Babypflege - der Trend zur Verwendung natürlicher Produkte ist eindeutig und verbreitet sich immer mehr. Viele Eltern suchen nach sanften und effektiven Lösungen für die Pflege der empfindlichen Babyhaut. Babyöl ist ein wahres Allroundtalent im Bad und Haushalt.

Was ist Babyöl und wofür kann man es verwenden?

Babyöl ist nicht nur für Babys vorbehalten, sondern kann auch für Erwachsene ein tolles Mittel sein. Babyöl kann nämlich ganz schön viel und hilft daher auch uns Erwachsenen bei der täglichen Körperpflege. Das Beste? Babyöl ist ansonsten frei von Allergenen und anderen Schadstoffen.

Anwendungsbereiche von Babyöl:

  • Haarpflege: Babyöl kann für die Haare genutzt werden.
  • Hautpflege: Die Haut freut sich über die sanfte, aber intensive Pflege.
  • Haushalt: Das Öl kann als Allzweckreiniger eingesetzt werden.

Babyöl für die Haare

Was der Babyhaut gut tut, kann auch für uns Erwachsene ein tolles Mittel sein. Babyöl pflegt nicht nur Babyhaut, sondern kann auch für Ihre Haare und Ihre Haut eingesetzt werden. Im Haushalt kann das Öl auch als ein besonderer Allzweckreiniger zum Einsatz kommen.

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Hier sind einige Anwendungsmöglichkeiten von Babyöl für die Haare:

  1. Spitzenpflege: Verteilen Sie etwas Babyöl nach dem Waschen in den Haarspitzen. Das Öl spendet Ihrem Haar Feuchtigkeit und schließt die Schuppenschicht Ihres Haars.
  2. Haar- und Kopfhautkur: Babyöl lässt sich auch bei einer gereizten und juckenden Kopfhaut einsetzen. Massieren Sie dafür ein paar Tropfen des Öls nach der Haarwäsche in die Kopfhaut ein. Lassen Sie es für eine halbe Stunden einwirken. Für strapaziertes Haar massieren Sie es einfach ins Haar und lassen es einwirken.
  3. Anti-Frizz-Hilfe: Damit Ihr Haar nicht absteht und sich besser stylen lässt, geben Sie ein paar Tropfen des Öls auf die Handfläche. Verreiben Sie es. Fahren Sie mit den Handflächen dicht über Ihr Haar.

Etwas Öl für die Haarspitzen hilft, trockene Haare zu bekämpfen und Spliss vorzubeugen. Längen und Spitzen werden wunderbar gepflegt, wenn du statt teurer Haarkur einfach Babyöl in deine Haare einknetest. Und was mit Olivenöl, Arganöl und Co klappt, funktioniert eben auch mit Babyöl. Der Vorteil gegenüber Olivenöl ist ganz klar der Duft. Und: Babyöl fettet nicht ganz so stark.

Nimm einfach ein paar Tropfen Öl und verteile sie nach dem Waschen oder morgens vor dem Frisieren in den Spitzen. Wenn die Haare trocken sind, kannst du dir damit auch noch vorsichtig über die Haare streichen, um sie etwas zu bändigen. Nimm dazu aber nicht zu viel Öl, sonst sehen die Haare schnell fettig und ungepflegt aus. Der Rest, der sich noch an deinen Händen befindet, reicht aus.

Willst du dein Haar von Grund auf pflegen und ihm eine Feuchtigkeitskur gönnen, massiere ein bisschen mehr Öl schon vor dem Haarewaschen ein. Hier kannst du auch die Kopfhaut mit einbeziehen, ihr ein bisschen Pflege gönnen und etwa Schuppen bekämpfen. Eine Kopfmassage bietet sich hier an. Dann lasse das Öl zum Beispiel über Nacht einwirken. Eine Duschhaube oder ein Handtuch auf dem Kissen vermeidet Ölflecken darauf.

Warum das Öl die Haare geschmeidiger macht, ist schnell erklärt: Haare haben eine schuppenähnliche Struktur. Sind sie zu trocken, öffnet sich diese Struktur nach außen, das Haar wird rau und struppig und verliert an Glanz. Was die Haare einerseits pflegt, kann aber auch helfen, ihnen zu Leibe zu rücken.

Der Vorteil an Babyöl ist - neben dem zarten Duft - aber auch, dass der Fettfilm nicht so stark ausfällt. Zudem pflegt es auch trockene und empfindliche Körperpartien dabei toll.

Babyöl für die Haut

Nicht nur das Haar, auch die Haut lässt sich gut mit Babyöl pflegen. Hier sind einige Anwendungsmöglichkeiten:

  • Fußpflege: Waschen und trocknen Sie Ihre Füße. Massieren Sie die anschließend mit Babyöl ein. Ziehen Sie am besten dicke Socken an und lassen Sie das Öl über Nacht seine Arbeit tun.
  • Manikürehilfe: Für weiche Hände massieren Sie etwas Öl in die Hände ein und lassen Sie es einwirken. Bei der Maniküre hingegen, kann Ihnen das Öl helfen die Nagelhaut zurückzuschieben. Massieren Sie dafür das Öl am besten in die Nägel ein. Beim Lackieren der Nägel tragen Sie etwas Babyöl auf die umliegende Haut Ihrer Nägel auf.
  • Ganzkörperpflege: Für streichelzarte Haut am gesamten Körper massieren Sie das Öl einfach nach der Dusche Babyöl in die Haut ein. Auch als Badezusatz eignet sich das Babyöl.
  • Lippenpflege: Verteilen Sie etwas Babyöl auf Ihren spröden und trockenen Lippen.
  • Make-up Entferner: Möchten Sie Ihr Gesicht am Abend vom Make-up befreien, dann eignet sich auch dafür das Babyöl. Geben Sie dafür etwas Öl auf ein Wattepad und wischen Sie damit über Ihr Gesicht.

Gerade keine Bodylotion zur Hand? Nimm Babyöl! Am besten klappt das übrigens unter der Dusche, egal ob du morgens oder abends duschst: Nachdem du dein Duschgel abgebraust hast, verteilst du einfach ein bisschen Babyöl auf der noch nassen Haut. Dann aber nicht abspülen! Steige aus der Dusche und tupfe deine Haut vorsichtig mit dem Handtuch trocken - nicht rubbeln!

Auch beim Baden kannst du Babyöl nutzen! Denn Vollbäder trocknen die Haut schnell aus. Gib einfach ein paar Spritzer Öl mit ins Badewasser.

Oder du rührst dir ein Peeling für die Füße, die Ellbogen oder andere trockene, schuppige Hautpartien an: Dazu eignen sich etwa grobes Meersalz, Kaffeesatz oder Haferkleie. Ein Schuss Milch dabei kann ebenfalls nicht schaden. Rühre dir einen geschmeidigen Brei aus den Zutaten, trage ihn auf die zu pflegenden Hautpartien auf und lasse das Ganze für ein paar Minuten einwirken. Dann mit vorsichtigen, kreisenden Bewegungen massieren.

Babyöl im Haushalt

Auch im Haushalt kann Babyöl eine gute Hilfe sein. Und dafür können Sie es einsetzen:

  • Kleberreste entfernen: Lassen sich Kleberreste nicht entfernen, dann versuchen Sie einfach Babyöl. Reiben Sie den Fleck mit dem Öl ein und lassen Sie es für zehn Minuten einwirken. Hat ein Pflaster Kleberreste auf der Haut gelassen, dann können Sie auch das gut mit Babyöl entfernen. Geben Sie etwas Öl auf die bestoffene Stelle. Waschen Sie das Öl anschließend mit Seife ab.
  • Schuhe pflegen: Glänzen Ihre Schuhe nicht mehr, dann können Sie auch in diesem Fall Babyöl einsetzen. Geben Sie dafür etwas Babyöl auf ein weiches Tuch und polieren Sie damit Ihre Schuhe.
  • Fettige Edelstahloberflächen: Haben Sie eine fettige Edelstahloberfläche in der Küche, dann schmieren Sie die einfach mit Babyöl ein. Das Öl bindet die Fettreste. Lassen Sie es einwirken und wischen Sie es mit einem Tuch weg.
  • Holzpflege: Sieht Ihr Holztisch glanzlos und stumpf aus, können Sie den mit Babyöl polieren. Auch gegen Wasserflecken und Kratzer können Sie auf diese Art vorgehen. Geben Sie dafür ein paar Tropfen auf ein weiches Tuch und verteilen Sie das Öl auf der Holzoberfläche. Auch Auto-Armaturen können Sie auf diese Weise pflegen.

Babyöl gegen Schuppen und juckende Kopfhaut

Schuppen sind nicht nur als störende weiße Flocken im Haar sichtbar, sondern gehen oft auch mit einem lästigen Juckreiz und einem brennenden Gefühl auf der Kopfhaut einher. Dies tritt häufig auf, wenn die Kopfhaut zu stark austrocknet.

Im Winter kann unsere Haut oft trocken werden, und auch unsere Kopfhaut leidet unter den kühlen Temperaturen. Juckende Stellen und Schuppen können jedoch verschiedene Ursachen haben, wie Umweltverschmutzung, Stress oder falsche Pflege. Neben einem unausgewogenen Talgausstoß, falscher Ernährung und aggressiven Shampoos können auch häufiges Hitzestyling und UV-Strahlen der Kopfhaut schaden.

Neben Babyöl gibt es auch andere natürliche Öle, die bei Schuppen und juckender Kopfhaut helfen können:

  • Kokosöl: Kokosöl ist bekanntlich ein echter Beauty-Allrounder und hat längst seinen Weg in die Haarpflege gefunden. Deshalb können Sie dieses Öl wunderbar für Ihre trockene Kopfhaut verwenden. Wenn Ihre Haare jedoch schnell nachfetten, sollten Sie lieber zu einem anderen Produkt greifen.
  • Teebaumöl: Teebaumöl kennen Sie aus Pflegeprodukten gegen Pickel? Richtig, denn das Öl gilt als sogenanntes Antiseptikum und ist bekannt für seine hohe Wirksamkeit gegen Pilze und Keime. Zudem spendet es Feuchtigkeit und wirkt beruhigend.
  • Jojobaöl: Ihre Kopfhaut ist nicht nur schuppig, sondern juckt ab und zu? Dann sollten Sie zu Jojobaöl greifen.

Für das Mini-Treatment sollten Ihre Haare feucht sein. Greifen Sie nun zum Öl Ihrer Wahl und massieren Sie vier bis fünf Tropfen davon für ein paar Minuten in Ihre Haare und Kopfhaut ein. Versuchen Sie, sich so gut wie möglich an diese Menge zu halten, da zu viel Öl die Haare fettig aussehen lassen könnte. Lassen Sie das Öl nun für mindestens eine Stunde einwirken. Wenn Sie möchten, können Sie es auch über Nacht einwirken lassen. Danach waschen Sie Ihre Haare mit einem milden Shampoo und einem Conditioner aus. Wenn Sie wenig Zeit haben, können Sie das Öl auch in Ihr Shampoo geben und die Haare wie gewohnt waschen.

Mandelöl als Alternative zu Babyöl

Nachdem Kokosöl in den letzten Jahren als Allzweckwaffe angepriesen wurde, hat sich jüngst gezeigt, dass auch andere pflanzliche Öle die Gesundheit deines Sprösslings fördern können. Allen voran gilt Mandelöl als besonders vielseitig und effektiv.

Warum eignet sich Mandelöl so gut für Babys?

Unter den vielen pflanzlichen Ölen ist das Mandelöl eines der hochwertigsten. Das verdankt es seinen wundersamen Inhalten:

  • Einfach und zweifach ungesättigte Fettsäuren sowie ein hoher Anteil an Ölsäure ermöglichen eine besonders pflegende und schützende Wirkung, welche die Haut geschmeidig weich macht
  • Linolsäure hat vor allem auf trockene Haut einen positiven Effekt
  • Vitamin E, welches für eine antioxidative Wirkung sorgt und die Haut vor äußeren Reizen schützt
  • Ölsäure spendet zusätzliche Feuchtigkeit und fördert die Wundheilung
  • Das Wachstum sowie die Bildung von Hautzellen wird dank Vitamin A unterstützt

Anwendung von Mandelöl bei Babys:

  1. Körperöl: Nach dem Babybad kannst du einfach ein wenig Mandelöl auf die noch feuchte Haut auftragen. So bildet sich ein Gemisch, das der zarten Haut optimalen Schutz bietet. Sogar Kinder, die unter Neurodermitis leiden, vertragen die Kombination aus Öl und Wasser sehr gut. Im Windelbereich kannst du das Öl ebenfalls einsetzen, nur sollte es hier auf die trockene Haut aufgetragen werden, damit es eine schützende Barriere gegen Bakterien und Keime aus Stuhl und Urin bilden kann.
  2. Haarpflege: Da bietet sich das pflanzliche Öl als gelegentliche Alternative an, da es nicht nur dem Haar einen schönen Glanz verleiht, sondern auch die empfindliche Kopfhaut pflegt. Das funktioniert im Übrigen auch bei Erwachsenen! Der Wunderwaffe wird sogar nachgesagt, das Haarwachstum zu fördern und brüchige Spitzen zu glätten - dafür gibt es jedoch noch keine wissenschaftlichen Belege. Hier gilt also: Ausprobieren!
  3. Babymassage: Hier ist der Vorteil, dass der Allrounder nicht so schnell in die Haut einzieht und du so über einen längeren Zeitraum entspannt massieren kannst.
  4. Badezusatz: In solchen Fällen kannst du das Badewasser ganz einfach mit ein paar Spritzern Mandelöl verfeinern. Es wird sich als schützender Film auf die Haut legen und nimmt dir nach dem Plantschen sogar noch das Eincremen ab!
  5. Gegen Kopfgneis: Trage das Öl einfach sanft auf die betroffenen Stellen auf und lasse es über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen kannst du die Schuppen dann vorsichtig auskämmen oder mit einem weichen Schwamm abreiben.

Kopfgneis und Milchschorf

Unter Kopfgneis versteht man eine harmlose, krustige Hauterscheinung auf dem Kopf. Wenn Eltern von „Milchschorf“ sprechen, meinen sie meistens Kopfgneis. Mediziner wiederum sprechen vom seborrhoischen Ekzem. Der Begriff „Milchschorf“ ist in der Medizin dagegen für eine Vorform des atopischen Ekzems, also einer Neurodermitis, vorgesehen.

Unterschied zwischen Kopfgneis und Milchschorf:

Um wissenschaftlich genau zu bleiben, reden wir hier vom Kopfgneis, wenn wir das seborrhoische Ekzem meinen. Folgende Symptome sind häufig bei Kopfgneis bzw. dem seborrhoische Ekzem zu erkennen:

  • Es findet starke Schuppenbildung auf der Kopfhaut statt
  • Es bilden sich weiche und fetthaltige Schuppen
  • Es bildet sich eine gelbliche oder rötliche Kruste
  • Es juckt normalerweise nicht
  • Es zeigt sich meist im ersten Lebensmonat und verschwindet bis zum Ende des ersten Lebensjahrs von selbst

Oft ist der Ausschlag schon nach einigen Wochen oder Monaten wieder weg.

Als Milchschorf wird umgangssprachlich ein juckender Hautausschlag bei Babys bezeichnet. „Echter“ Milchschorf ist allerdings sehr selten. In der Medizin bezeichnet „Milchschorf“ einen Ausschlag an Kopf und Gesicht eines Säuglings, der sich im Rahmen einer Neurodermitis bilden kann.

So kann sich Milchschorf äußern:

  • Es zeigen sich Entzündungen auf der Kopfhaut und oft auch an den Wangen
  • Es gibt stark entzündete Bereiche (gerötet und nässend)
  • Es bilden sich harte Hautschuppen
  • Es bildet sich eine gelbe Kruste
  • Es kann zur Bläschenbildung kommen
  • Es juckt das Baby stark - es versucht, sich zu kratzen und schreit/quengelt viel
  • Es zeigt sich meist nach dem dritten Lebensmonat und heilt erst nach Monaten oder sogar Jahren wieder ab

Weil Babys und Kleinkinder sehr unter dem „echten“ Milchschorf, also dem atopischen Ekzem, leiden, solltest du deinen Kinderarzt bzw. Jugendarzt aufsuchen, wenn du den Verdacht hast, dass dein Baby davon betroffen ist. Der Arzt berät dich dann zur Behandlung und kann genau diagnostizieren, ob es sich nicht vielleicht doch „nur“ um Kopfgneis handelt.

Unterschied Kopfgneis und Milchschorf im Überblick

Merkmal Kopfgneis (seborrhoisches Ekzem) Milchschorf (atopisches Ekzem)
Beginn Im ersten Lebensmonat Nach dem dritten Lebensmonat
Dauer Verschwindet meist innerhalb des ersten Lebensjahrs Mehrere Monate/Jahre
Verlauf Heilt in der Regel von selbst Kann chronisch werden und in eine Neurodermitis übergehen
Typische Symptome Weiche, fetthaltige Schuppen, gelbliche/rötliche Schuppen Harte Schuppen, gelbe Kruste, starker Juckreiz, entzündete Bereiche
Betroffene Körperbereiche Kopf und Nacken Kann alle Körperbereiche betreffen

Bei ungewöhnlichen Hautveränderungen sollte im Zweifel stets ein Kinder- und Jugendarzt zu Rate gezogen werden.

Auf die Hautschuppen und Krusten kannst du mit einem Wattebausch Babyöl tupfen. Lass das Öl über Nacht einwirken. Wenn du dein Baby badest und seine Haare wäschst, kann dies das Ablösen der Schuppen und Krusten unterstützen. Sei geduldig: Dieser Prozess kann einige Wochen oder Monate dauern.

Babyhaut ist empfindlich. Auf keinen Fall solltest du die Krusten vom Kopf deines Babys zupfen. Es könnte dann zu wunden Stellen und Entzündungen kommen!

tags: #Babyöl #Kopfhaut #Schuppen #Anwendung

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