Babyöl: Ein Alleskönner für Haut, Haare und Haushalt

Babyöl ist ein wahres Allroundtalent im Bad und Haushalt. Es pflegt nicht nur Babyhaut, sondern kann auch für Ihre Haare und Ihre Haut eingesetzt werden. Im Haushalt kann das Öl auch als ein besonderer Allzweckreiniger zum Einsatz kommen.

Denn damit lassen sich zum Beispiel Ihre Haare sowie Ihre Haut pflegen. Aber auch bei hartnäckigen Kleberflecken und fettigen Oberflächen, kann das Öl eine gute Hilfe sein.

Babyöl für die Haare: So können Sie es einsetzen

Babyöl lässt sich vielfältig in der Haarpflege einsetzen:

  • Spitzenpflege: Verteilen Sie etwas Babyöl nach dem Waschen in den Haarspitzen. Das Öl spendet Ihrem Haar Feuchtigkeit und schließt die Schuppenschicht Ihres Haars.
  • Haar- und Kopfhautkur: Babyöl lässt sich auch bei einer gereizten und juckenden Kopfhaut einsetzen. Massieren Sie dafür ein paar Tropfen des Öls nach der Haarwäsche in die Kopfhaut ein. Lassen Sie es für eine halbe Stunden einwirken. Für strapaziertes Haar massieren Sie es einfach ins Haar und lassen Sie es einwirken.
  • Anti-Frizz-Hilfe: Damit Ihr Haar nicht absteht und sich besser stylen lässt, geben Sie ein paar Tropfen des Öls auf die Handfläche. Verreiben Sie es. Fahren Sie mit den Handflächen dicht über Ihr Haar.

Hautpflege mit Babyöl: So geht’s

Nicht nur das Haar, auch die Haut lässt sich gut mit Babyöl pflegen:

  • Fußpflege: Waschen und trocknen Sie Ihre Füße. Massieren Sie die anschließend mit Babyöl ein. Ziehen Sie am besten dicke Socken an und lassen Sie das Öl über Nacht seine Arbeit tun.
  • Manikürehilfe: Für weiche Hände massieren Sie etwas Öl in die Hände ein und lassen es einwirken. Bei der Maniküre hingegen, kann Ihnen das Öl helfen die Nagelhaut zurückzuschieben. Massieren Sie dafür das Öl am besten in die Nägel ein. Beim Lackieren der Nägel tragen Sie etwas Babyöl auf die umliegende Haut Ihrer Nägel auf.
  • Ganzkörperpflege: Für streichelzarte Haut am gesamten Körper massieren Sie das Öl einfach nach der Dusche Babyöl in die Haut ein. Auch als Badezusatz eignet sich das Babyöl.
  • Lippenpflege: Verteilen Sie etwas Babyöl auf Ihren spröden und trockenen Lippen.
  • Make-up Entferner: Möchten Sie Ihr Gesicht am Abend vom Make-up befreien, dann eignet sich auch dafür das Babyöl. Geben Sie dafür etwas Öl auf ein Wattepad und wischen Sie damit über Ihr Gesicht.
  • Rasurhilfe: Babyöl hilft Ihnen auch bei der Rasur. Ersetzen Sie damit einfach Rasierschaum. Das Öl beruhigt Ihre Haut und versorgt die mit Feuchtigkeit.

Babyöl im Haushalt anwenden: Dafür eignet es sich

Auch im Haushalt kann Babyöl eine gute Hilfe sein. Und dafür können Sie es einsetzen:

  • Kleberreste entfernen: Lassen sich Kleberreste nicht entfernen, dann versuchen Sie einfach Babyöl. Reiben Sie den Fleck mit dem Öl ein und lassen Sie es für zehn Minuten einwirken. Hat ein Pflaster Kleberreste auf der Haut gelassen, dann können Sie auch das gut mit Babyöl entfernen. Geben Sie etwas Öl auf die bestoffene Stelle. Waschen Sie das Öl anschließend mit Seife ab.
  • Schuhe pflegen: Glänzen Ihre Schuhe nicht mehr, dann können Sie auch in diesem Fall Babyöl einsetzen. Geben Sie dafür etwas Babyöl auf ein weiches Tuch und polieren Sie damit Ihre Schuhe.
  • Fettige Edelstahloberflächen: Haben Sie eine fettige Edelstahloberfläche in der Küche, dann schmieren Sie die einfach mit Babyöl ein. Das Öl bindet die Fettreste. Lassen Sie es einwirken und wischen Sie es mit einem Tuch weg.
  • Holzpflege: Sieht Ihr Holztisch glanzlos und stumpf aus, können Sie den mit Babyöl polieren. Auch gegen Wasserflecken und Kratzer können Sie auf diese Art vorgehen. Geben Sie dafür ein paar Tropfen auf ein weiches Tuch und verteilen Sie das Öl auf der Holzoberfläche. Auch Auto-Armaturen können Sie auf diese Weise pflegen.

Babyöl gegen Schuppen und Kopfgneis

Viele Eltern verbinden mit dem Begriff Babyhaut die Vorstellung von einer glatten, weichen und makellosen Haut. Doch die Haut Ihres Kindes ist gerade in den ersten Lebensjahren sehr anfällig und häufig von Besonderheiten geprägt. Dazu gehört zum Beispiel der Kopfgneis, umgangssprachlich auch Milchschorf genannt.

Gibt es einen Unterschied zwischen Milchschorf und Kopfgneis?

Milchschorf und Kopfgneis sind beides schuppige Hauterscheinungen, die sich im Kopfbereich zeigen können und von einer normalen, glatten Babyhaut abweichen. Ursache bei Kopfgneis ist eine erhöhte Talgproduktion, die manchmal auch noch durch das anfängliche Vorhandensein von mütterlichen Hormonen im Körper des Babys verstärkt sein kann. Diese schuppige Haut im Kopfbereich ist jedoch nicht gefährlich.

Im Gegensatz dazu ist der Milchschorf für Ihr Baby unangenehm, juckt und es kann sogar zu nässenden Bläschen kommen.

Wie soll Milchschorf oder Kopfgneis behandelt werden?

Die erste Reaktion der Eltern ist oft, dass sie das Exzem entfernen wollen. Doch die verstärkte Talgproduktion geht nach und nach zurück, so dass sich auch der Kopfgneis reduzieren und schließlich ganz verschwinden wird, ohne dass man etwas dafür tun müsste.

Eine Behandlung oder das Abkratzen der Kruste aus ästhetischen Gründen ist nicht empfehlenswert. Man kann aber, wenn gewünscht, das Ablösen der Schuppen an der Kopfhaut etwas beschleunigen. Sie können Ihrem Baby auch ein dünnes und gut waschbares Baumwollhäubchen aufsetzen, um zu verhindern, dass das Öl verschmiert. Durch das Öl wird die schuppige Kruste gelöst und so lässt sie sich allmählich sanft beim Haarewaschen vom Kopf lösen. Damit Sie das Öl gut aus den feinen Haaren bekommen, ist die Verwendung eines milden Babyshampoos wie Calendula Waschlotion & Shampoo sinnvoll.

Milchschorf - Behandlung durch einen Arzt?

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Baby nur Kopfgneis oder ein atopisches Ekzem hat, sollten Sie Ihren Kinderarzt aufsuchen. Das gilt auch, wenn noch weitere Begleiterscheinungen wie Juckreiz auftreten. Wenn erforderlich wird Ihr Arzt die weitere Behandlung veranlassen.

Betroffene Kinder haben durch Knopfgneis schuppige Hauterscheinungen im Kopfbereich. Dies ist jedoch nur ein ästhetisches "Problem" und verschwindet wieder von alleine. Knopfgneis ist für die Kinder nicht schmerzhaft. Milchschorf hingegen hat Symptome wie Juckreiz und ist für Babys unangenehm.

Der Unterschied von Knopfgneis und Milchschorf ist nicht immer einfach. Bei Unsicherheit suchen Sie auf alle Fälle einen Kinderarzt auf, er kann ihnen auch bei der Unterscheidung helfen.

Widerstehen Sie dem Gedanken, die Schuppen wegzumachen oder von außen einwirken zu wollen. Dies tut der Haut des Säuglings nicht gut, die Schuppen sollten auch nicht mit einer weichen Bürste weggebürstet werden.

Im Falle des Kopfgneises und nach ärztlicher Abklärung durch den Kinderarzt geht man am besten wie folgt vor: Die Schuppen lösen sich, indem man eine Öl-haltige Zubereitung über Nacht einwirken lässt. Geeignet sind Mandel-, Jojoba-, Macadamia- oder Ringelblumenöl (wie Babybene® Gel von Pädia, Weleda Babyöl Calendula, Penaten Babyöl ultra sensitiv). Das mitunter empfohlene Olivenöl wirkt in der Solo-Anwendung dagegen austrocknend.

Die Kopfhaut kann abends vor dem Schlafengehen mit dem Babyöl eingerieben werden, so dass dieses unter einer Baumwollkappe über Nacht einwirken kann. Des Morgens lässt sich dann das Öl mit den angelösten Schuppen mit einem milden Waschgel wieder entfernen. Das Entstehen neuer Krusten wird nicht verhindert.

Wenn die Kinder schon Haare haben, können Eltern unterstützend einen Kinderkamm mit abgerundeten Zinken benutzen, um die angelösten Schuppen auszukämmen. In keinem Fall sollten die Schuppen durch Rubbeln oder Einweichen der Kopfhaut mit Babyshampoo entfernt werden.

Nicht zu verwenden sind Präparate mit keratolytischen Zusätzen oder Antischuppenshampoos für Erwachsene, also etwa Harnstoff oder Salicylsäure. Urea brennt auf der zarten Babyhaut und bei Salicylsäure besteht das Potenzial, dass es über die Haut in den Organismus des Kindes eindringen und dort Nebenwirkungen verursachen kann. Auch das Abkratzen der Schuppen ist keine gute Idee. Zu empfindlich würde die Babyhaut mit entzündeten Wunden reagieren. Die Krusten schützen den Wunduntergrund.

Unterschied Kopfgneis und Milchschorf im Überblick

Die nachfolgende Beschreibung von Merkmalen sind beispielhaft für häufiger auftretende Hautveränderungen, diese dürfen jedoch nicht als Anleitung zur Selbstdiagnose aufgefasst werden:

Merkmal Kopfgneis (seborrhoisches Ekzem) „echter“ Milchschorf (atopisches Ekzem)
Beginn im ersten Lebensmonat nach dem dritten Lebensmonat
Dauer Verschwindet meist innerhalb des ersten Lebensjahrs mehrere Monate/Jahre
Verlauf heilt in der Regel von selbst kann chronisch werden und in eine Neurodermitis übergehen
Typische Symptome weiche und fetthaltige Schuppen, gelbliche/rötliche Schuppen harte Schuppen, gelbe Kruste, starker Juckreiz, entzündete Bereiche
Betroffene Körperbereiche Kopf und Nacken Kann alle Körperbereiche betreffen

Bei ungewöhnlichen Hautveränderungen sollte im Zweifel stets ein Kinder- und Jugendarzt zu Rate gezogen werden. Insbesondere bei folgenden Anzeichen ist ein Besuch beim Kinder- und Jugendarzt angebracht:

  • Bläschenbildung
  • Nässender Schorf
  • Juckreiz (das Baby versucht, sich zu kratzen)
  • Ausschlag oder Ekzeme an anderen Körperstellen als Kopf und Nacken
  • Fieber, zusätzlich zu diesen Symptomen
  • Wenn das Baby offensichtlich unter dem Ausschlag leidet, wenn es zum Beispiel ständig gereizt oder quengelig ist.

Mandelöl als Alternative

Nachdem Kokosöl in den letzten Jahren als Allzweckwaffe angepriesen wurde, hat sich jüngst gezeigt, dass auch andere pflanzliche Öle die Gesundheit deines Sprösslings fördern können. Allen voran gilt Mandelöl als besonders vielseitig und effektiv.

Tipps zum Wickeln 👶 🩲 Babys erste Tage: Eltern-Guide der Privatklinik Goldenes Kreuz

Warum eignet sich Mandelöl so gut für Babys?

Unter den vielen pflanzlichen Ölen ist das Mandelöl eines der hochwertigsten. Das verdankt es seinen wundersamen Inhalten:

  • Einfach und zweifach ungesättigte Fettsäuren sowie ein hoher Anteil an Ölsäure ermöglichen eine besonders pflegende und schützende Wirkung, welche die Haut geschmeidig weich macht
  • Linolsäure hat vor allem auf trockene Haut einen positiven Effekt
  • Vitamin E, welches für eine antioxidative Wirkung sorgt und die Haut vor äußeren Reizen schützt
  • Ölsäure spendet zusätzliche Feuchtigkeit und fördert die Wundheilung
  • Das Wachstum sowie die Bildung von Hautzellen wird dank Vitamin A unterstützt

Für was du das Mandelöl bei deinem Baby verwenden kannst:

  1. Körperöl: Die Haut benötigt von Natur aus eine Mischung aus Feuchtigkeit und Fett. Diese kannst du mit Mandelöl hervorragend herstellen. Nach dem Babybad kannst du einfach ein wenig Mandelöl auf die noch feuchte Haut auftragen. So bildet sich ein Gemisch, das der zarten Haut optimalen Schutz bietet. Sogar Kinder, die unter Neurodermitis leiden, vertragen die Kombination aus Öl und Wasser sehr gut. Im Windelbereich kannst du das Öl ebenfalls einsetzen, nur sollte es hier auf die trockene Haut aufgetragen werden, damit es eine schützende Barriere gegen Bakterien und Keime aus Stuhl und Urin bilden kann.
  2. Haarpflege: Mandelöl tut nicht nur der Haut, sondern auch den Haaren gut! Die meisten Babys haben noch keine sonderlich voluminöse Pracht auf dem Kopf, weswegen meist nicht viel Shampoo benötigt wird. Da bietet sich das pflanzliche Öl als gelegentliche Alternative an, da es nicht nur dem Haar einen schönen Glanz verleiht, sondern auch die empfindliche Kopfhaut pflegt. Das funktioniert im Übrigen auch bei Erwachsenen! Der Wunderwaffe wird sogar nachgesagt, das Haarwachstum zu fördern und brüchige Spitzen zu glätten - dafür gibt es jedoch noch keine wissenschaftlichen Belege. Hier gilt also: Ausprobieren!
  3. Babymassage: Es gibt viele gute Gründe, die für regelmäßige Babymassagen sprechen. Dein Sprössling lernt dadurch seinen eigenen Körper kennen, der sich sonst unter zauberhafter Baby Kleidung versteckt. Außerdem haben die Massagen einen beruhigenden und stressreduzierenden Effekt. Sie lösen Entspannungen, die dein kleiner Schatz durch das viele Entdecken und Getragen-werden leider schnell bekommt. Aber keine Sorge - mit Mandelöl kannst du schnell Abhilfe leisten! Hier ist der Vorteil, dass der Allrounder nicht so schnell in die Haut einzieht und du so über einen längeren Zeitraum entspannt massieren kannst.
  4. Badezusatz: Dein Baby richtig zu baden will gelernt sein! Dazu zählt unter anderem die Auswahl eines geeigneten Badezusatzes, denn manche Kinder haben eine Haut, die besonders schnell austrocknet und die bereits mit purem Badewasser überfordert ist. In solchen Fällen kannst du das Badewasser ganz einfach mit ein paar Spritzern Mandelöl verfeinern. Es wird sich als schützender Film auf die Haut legen und nimmt dir nach dem Plantschen sogar noch das Eincremen ab! So kann sich dein Knöpfchen ohne Umschweife in seinen flauschigen Baby Bademantel einkuscheln.
  5. Gegen Kopfgneis: Beim sogenannten Kopfgneis handelt es sich um eine Hautirritation, die deinem Baby zwar keine Beschwerden verschafft, aber trotzdem etwas unschön aussieht. Kopfgneis entsteht durch eine hormonell bedingte Überaktivität der Talgdrüsen. Trage das Öl einfach sanft auf die betroffenen Stellen auf und lasse es über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen kannst du die Schuppen dann vorsichtig auskämmen oder mit einem weichen Schwamm abreiben.

Bei allen Vorteilen kann es aber trotzdem sein, dass dein Baby das Öl aus unersichtlichen Gründen nicht verträgt. Aus diesem Grund solltest genau beobachten, wie die empfindliche Babyhaut auf das Mandelöl reagiert. Beim Kauf ist es außerdem wichtig, die Inhaltsstoffe sorgfältig durchzulesen - denn es gibt einige Öle auf die Markt, die um weitere, möglicherweise unverträgliche oder sogar schädliche Stoffe ergänzt wurden.

tags: #babyöl #gegen #schuppen #anwendung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen