Der Milchschorf (Crusta lactea) ist eine Manifestationsform des atopischen Ekzems im Bereich der Kopfhaut. Er kann isoliert auftreten oder auch mit anderen Neurodermitis bedingten Hautveränderungen einhergehen. Der Name Milchschorf weist nicht auf eine Milcheiweißallergie hin, sondern rührt von der Ähnlichkeit zu eingetrockneter Milch her.
Crusta lactea tritt typischerweise 10 bis 12 Wochen nach der Geburt auf. Der Milchschorf äußert sich durch eine gelblich-bräunliche Kruste auf der Kopfhaut und im Scheitelbereich, welche starken Juckreiz verursachen kann. Anders als beim Kopfgneis verursachen die harten gelblich-bräunlichen Krusten starken Juckreiz. Das bei weitem unangenehmste Symptom, der Juckreiz, verschlimmert nicht nur den Milchschorf, sondern beeinträchtigt auch den Allgemeinzustand des Säuglings. Durch das Kratzen kommt es zu weiteren Verletzungen der bereits geschädigten Hautbarriere.
Mikroorganismen, insbesondere der grampositive Erreger Staphylococcus aureus, und Fremdmaterial (z.B. Schmutz) können eindringen und führen zu Entzündungen. Unter den Krusten finden sich günstige Lebensbedingungen für Mikroorganismen. Die feuchte warme Haut unter den Schuppen sorgt dafür, dass sich diese dort besonders gerne ansiedeln. Sobald die Krusten entfernt oder im ungünstigsten Fall durch das Baby selbst abgekratzt wurden, wird der durch die Mikroorganismen hervorgerufene Geruch wahrnehmbar. Er resultiert aus den Abbau von abgestorbenen Hautschuppen, Talg und der Entzündungsreaktion.
Klinisch zeigen sich Erytheme (Rötung) im Bereich der Kopfhaut (v.a. im Scheitelbereich), die mit unterschiedlich stark ausgeprägten gelblich-bräunlichen Krusten belegt sind. Korrelierend mit dem Juckreiz zeigen sich auch häufiger Kratzexkoriationen. Milchschorf kann isoliert oder an verschiedenen Körperstellen auftreten. Neben Kopfhaut, Haaransatz und Windelregion kann auch das Gesicht betroffen sein. Besonders an den Augenbrauen des Babys als auch an Stirn und Wangen.
Die Behandlung von Milchschorf beim Baby entspricht dem Vorgehen bei Neurodermitis und beinhaltet eine Basistherapie und eventuell eine unterstützende antientzündliche Therapie. Nach vorsichtiger Entfernung der Krusten wird die entzündete Kopfhaut mit einer Basispflege 2- bis 3-mal täglich behandelt. Die Milchschorf-Kruste lässt sich mit Hilfe einer mehrmals täglich aufgetragenen Basispflege, wie beispielsweise mit Hilfe eines Oleogels, therapieren. Für die Basispflege im Kopfbereich ist die Cicalfate Creme, die mit den Inhaltsstoffen Zink und Kupfer antibakteriell wirksam ist, sehr gut geeignet.
Einige Eltern haben positive Erfahrungen mit Babybene Gel bei der Behandlung von Milchschorf gemacht. Das Gel wird sanft auf dem Köpfchen einmassiert, und nach einer kurzen Einwirkzeit kann es beim Haarewaschen mit Babyshampoo abgewaschen werden. Einige Anwender berichten, dass der Geruch verschwindet und die Schuppen sich leicht entfernen lassen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass einige Babys allergisch auf Babybene reagieren können. Einige Quellen empfehlen, das Gel nicht länger als 30 Minuten einwirken zu lassen.
Anwendung von Babybene Gel an den Augenbrauen: Um den Juckreiz an diesen empfindlichen Hautpartien zu mildern, bietet es sich im ersten Schritt an, die betroffenen Stellen für kurze Zeit vorsichtig zu kühlen. Es muss jedoch darauf geachtet werden, das Kissen nie direkt auf die bloße Haut zu legen. Die richtige Temperierung kann durch die Verwendung eines sauberen Baumwolltuchs erreicht werden.
Weitere Tipps und Hausmittel:
Wichtiger Hinweis: Unbedingt der Kinderärztin zeigen, wenn du dir nicht absolut sicher bist, ob es dabei um Schorf oder um Gneis geht. Gneis wäre die harmlose Variante, Schorf ist ein Ekzem, das in Neurodermitis übergehen kann und muss behandelt werden. Nix mit Babyöl.
Wichtigste Differentialdiagnose ist der Kopfgneis, die Manifestation des seborrhoischen Säuglingsekzems an der Kopfhaut (Tabelle 1). Während der Gneis sich bereits häufig in den ersten zwei bis vier Lebenswochen manifestiert, tritt der Milchschorf in der Regel deutlich später um die 8. bis 12. Lebenswoche auf.
| Merkmal | Kopfgneis | Milchschorf |
|---|---|---|
| Zeitpunkt des Auftretens | 2.-4. Lebenswoche | 8.-12. Lebenswoche |
| Juckreiz | Weniger oder kein Juckreiz | Starker Juckreiz |
| Zusammenhang mit Neurodermitis | Kein Zusammenhang | Vorform von Neurodermitis möglich |
Haarausfall bei Babys wird ursächlich nicht durch Milchschorf verursacht. Stattdessen handelt es sich meist um die sogenannten „Liegeglatze“. Diese entsteht, wenn der Säugling viel auf der gleichen Stelle liegt. Die Haare wachsen normal nach, sobald das Baby vermehrt sitzen kann. Beim Entfernen der Schuppen kann es zwar zu Haarverlust kommen, jedoch verursachen die Hautveränderungen an sich keinen Haarausfall.
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