Baby Weibe Schuppen Kopf: Ursachen und Behandlung von Milchschorf und Kopfgneis

Hautveränderungen wie gelbe Schuppen und Verkrustungen auf der Kopfhaut von Neugeborenen und Babys werden von vielen Eltern allgemein als Milchschorf bezeichnet. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um Kopfgneis. Dieser Begriff wird seltener genutzt und ist daher um einiges unbekannter. Es ist wichtig, die Unterschiede zwischen Milchschorf und Kopfgneis zu kennen, um die richtige Behandlung zu gewährleisten.

Milchschorf bei Babys kann die erste Ausprägung eines atopischen Ekzems sein, eine der häufigsten Hauterkrankungen bei Kindern. Der sogenannte Milchschorf kann ein erstes Anzeichen dieser Hauterkrankung sein. Er zeigt sich bei Babys meist ab dem 3. Lebensmonat in Form von gelblich-weißen Krusten oder gelben Schuppen auf dem Kopf, die verbrannter Milch ähneln.

Die gute Nachricht: Nicht jeder Milchschorf bei Babys wird zu einer ausgewachsenen, lang anhaltenden Neurodermitis. Meist lässt sich der Milchschorf mit einer einfachen Hautpflege gut kontrollieren und es bleibt bei leichten Hautausschlägen, die nur phasenweise auftreten.

Möglicherweise handelt es sich bei einer Schuppen- oder Krustenbildung auf dem Kopf deines Babys aber gar nicht um Milchschorf, sondern um den harmlosen Kopfgneis (seborrhoisches Ekzem). Da dieser ebenfalls mit einer Schuppenbildung auf der Haut einhergeht, wird er oft mit Milchschorf verwechselt.

Unterschiede zwischen Milchschorf und Kopfgneis

Kopfgneis und Milchschorf haben allerdings unterschiedliche Merkmale. Der meist harmlose Kopfgneis kommt häufiger vor und ist unkomplizierter als echter Milchschorf. Der Milchschorf hingegen kann ein Anzeichen für eine spätere Neurodermitis sein.

Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Unterschiede:

Kopfgneis, der in der medizinischen Fachsprache als seborrhoisches Ekzem bezeichnet wird, kommt häufiger vor als Milchschorf. Ursache dafür sind Hormone der Mutter, die sich noch im Blut des Babys befinden und zu einer übermäßigen Talgproduktion anregen. Die Hormonkonzentration sinkt nach einigen Wochen und die Talgdrüsen regulieren sich. Meistens verschwindet Kopfgneis von allein bis zum ersten Geburtstag und hinterlässt keine Narben.

Milchschorf: Circa zehn Prozent Kinder sind von Milchschorf betroffen. Die ersten Symptome treten meistens nach dem dritten Lebensmonat auf. Häufig beginnen Beschwerden mit trockener, schuppender und juckender Haut im Scheitelbereich. Später bilden sich harte gelbe und nässende Krusten, die sich auf Stirn und Gesicht ausweiten können. Babys sind aufgrund des Juckreizes oftmals unruhig oder schlafen schlecht, die Beschwerden können jedoch gemildert werden. Entzündet sich die Kopfhaut, ist eine medizinische Behandlung notwendig. Milchschorf gilt als Vorstufe von Neurodermitis, denn betroffene Kinder haben ein höheres Risiko daran zu erkranken.

Ursachen von Milchschorf und Kopfgneis

Die Ursachen von Milchschorf sind komplex und nicht einheitlich geklärt. Medizinisch gesehen ist er ein atopisches Ekzem. Unter "atopisch" versteht man die Neigung, mit allergischen Reaktionen auf bestimmte Umwelteinflüsse anzuspringen. So lösen bestimmte Substanzen, die für andere Babys unproblematisch sind, bei manchen Babys eine Reaktion des Immunsystems aus.

Es lässt sich allerdings schwer bestimmen, was genau die Auslöser sind - die Bandbreite reicht von Nahrungsmitteln, Tierhaaren und Hausstaub über Allergene in der Luft, Umweltgifte und mehr. Wenn Kinder Milchschorf entwickeln, liegt die Ursache oft in einer genetischen Disposition. In Familien, die Allergien aufweisen, kann es demnach vermehrt zu Fällen von Milchschorf kommen.

Die Ursache von Kopfgneis ist aber eine Entzündung der Kopfhaut, die ihre Ursachen in einer vorübergehenden hormonell bedingten Überproduktion der Talgdrüsen hat.

Behandlung von Milchschorf und Kopfgneis

Kopfgneis muss in der Regel nicht behandelt werden, da er dem Baby keine Beschwerden bereitet und von selber wieder verschwindet. Das Auftreten von Kopfgneis beschränkt sich meist auf wenige Wochen. In der Regel ist er bis zum 3. Wenn Dich der Anblick der gelben Krusten auf dem Kopf deines Babys jedoch sehr stört, kannst Du ihn vorsichtig entfernen. Kratze die Schuppen aber auf keinen Fall einfach weg. Dabei können kleine Verletzungen entstehen, die sich womöglich entzünden.

Kopfgneis ist ein kosmetisches Problem und bedarf grundsätzlich keiner Behandlung. Ist eine Entfernung aus kosmetischen Gründen oder wegen des Geruchs angedacht, sollte die Kopfhaut des Babys vorher mit Öl eingerieben werden. Dafür eignen sich zum Beispiel gut Baby- oder Mandelöl. Nach kurzer Einwirkzeit können die Schuppen mithilfe einer weichen Bürste ausgekämmt werden.

Die Behandlung von Milchschorf ist immer notwendig. Insbesondere wenn Juckreiz die Kinder plagt und sich durch das Kratzen Entzündungen verschlimmern. Ohne Vorbehandlung sollten Schuppen niemals von der Kopfhaut abgekratzt werden, da die Verletzungsgefahr zu hoch ist. Es können sich Narben bilden und die Entzündung verschlimmern. Die Schuppen werden mit speziellen Öl- und Gel-Präparaten aufgeweicht. Das Rezept für diese Präparate erhalten Eltern nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Kinderarzt.

LOYON® ist ein Medizinprodukt, das die Haut von der vermehrten Ansammlung von Schuppen bei Milchschorf und Kopfgneis auf rein physikalischem Wege befreit. Damit greift die Lösung nicht in körperliche Prozesse ein. Diese Eigenschaft, sowie der Verzicht auf Konservierungs- und Farbstoffe, macht es zu einem besonders verträglichen, schuppenlösenden Mittel, das auch bei Babys und Kleinkindern eingesetzt werden kann.

LOYON® ist zudem leicht anwendbar, klebt oder brennt nicht und ist vollkommen geruchslos. Es brennt, klebt und riecht nicht. Es lässt sich leicht auftragen. Es ist frei von Konservierungsstoffen. Es hat ein geringes Allergiepotenzial. Es ist auch bei empfindlicher Haut gut verträglich. Es entfernt die Schuppen schonend. Blutige Hautstellen werden vermieden, die durch Abkratzen entstehen können. Andere schuppenlösende Wirkstoffe wie Harnstoff oder Salicylsäure sind für Säuglinge nicht immer bzw. gar nicht geeignet. So kann Harnstoff auf der Haut Rötungen und Brennen verursachen.

Andere Öle wie z. B. Solltest du den Verdacht haben, dass der Milchschorf in eine Neurodermitis übergeht, solltest du auf jeden Fall einen Arzt kontaktieren. Eine vom Schweregrad des Milchschorfs abhängige entzündungshemmende Therapie (z. B. Eine vom Milchschorf-Schweregrad abhängige juckreizhemmende Therapie (z. B.

Versuche auf keinen Fall, die Schuppen durch starkes Rubbeln oder Schrubben der Kopfhaut zu entfernen. Das könnte insbesondere bei einer Frühform der Neurodermitis die Entzündungen auf der schon belasteten Haut verstärken.

Weitere Faktoren, die den Milchschorf verschlimmern können, sind Stress, hohe Luftfeuchtigkeit, Überhitzung und Tabakrauch. Achte deshalb darauf, die Wohnung regelmäßig zu lüften, verrauchte Räume zu meiden und das Kind den Temperaturen entsprechend zu kleiden.

Um den Juckreiz zu lindern, achte vor allem beim Schlaf des Kindes darauf, dass es nicht zu warm angezogen ist, da Wärme den Juckreiz noch fördert. Hindere dein Kind nicht am Kratzen, sondern schneide stattdessen seine Fingernägel sehr kurz. Eine weitere Möglichkeit das Kratzen einzudämmen sind Handfäustlinge.

Wann sollten Sie mit Ihrem Kind zum Arzt gehen?

Eltern sollten den Kinderarzt aufsuchen, wenn die Hautveränderungen dauerhaft bestehen oder Hautschuppen erst nach dem dritten Lebensmonat auftreten. Verschlimmert sich der Juckreiz, entstehen Entzündungen auf der Kopfhaut oder breitet sich das Milchschorfekzem im Gesicht aus, ist unbedingt eine medizinische Abklärung notwendig. Kommen zusätzlich Windeldermatitis oder Fieber hinzu, sollten Eltern unverzüglich die Kinderärztin oder den Kinderarzt aufsuchen.

Tipps für den Alltag

Einige Empfehlungen können helfen, die Beschwerden bei Ihrem Kind zu lindern. Hier sind verschiedene Tipps:

  • Kratzen vermeiden: Beispielsweise kann mithilfe spezieller Babyhandschuhe Kopfkratzen vermieden werden. Kurze Fingernägel helfen, dass keine Stellen am Kopf aufgekratzt werden.
  • Milde Pflege: Vermeiden Sie zu häufiges Baden, da es zusätzlich die Haut austrocknet. Sie können die zarte Haut Ihres Kindes mit fetthaltiger Creme pflegen, die Ihnen der Kinderarzt verschreiben kann. Hilfreich können auch Schwarzteekompressen auf betroffenen Stellen sein, weil sie Juckreiz und Entzündungen lindern.
  • Richtige Kleidung: Ihr Kind sollte zuhause oder nachts keine Mütze tragen, da Schweiß Juckreiz verstärkt. Kleidung aus Baumwolle ist für die zarte Babyhaut am besten geeignet.
  • Schwitzen vermeiden: Lassen Sie Ihr Baby nur kurzweilig in der Babyschale, da Kopf und Nacken zum Schwitzen neigen. Lüften Sie regelmäßig Räume und überhitzen Sie diese nicht.

Windeldermatitis - Ursachen, Symptome und Behandlung | dermanostic Hautlexikon

Bei Babys spielt die Nahrungsmittelallergie eine große Rolle, insbesondere die Kuhmilcheiweißallergie. In diesem Fall überreagiert das Immunsystem des Kindes auf - teilweise harmlose - Stoffe wie Kuhmilch. Viele Eltern wissen nicht, dass auch schon Babys unter einer Kuhmilchallergie leiden können - entweder bedingt durch das in der Säuglingsnahrung enthaltene Kuhmilcheiweiß oder aufgrund der Kuhmilchbestandteile in der Muttermilch, sofern die Mutter Kuhmilchprodukte zu sich nimmt.

Zur Diagnostik einer Kuhmilcheiweißallergie wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin gegebenenfalls Haut- und/oder Bluttests vornehmen. Diese Tests liefern Hinweise, ob eine Sensibilisierung gegen ein Nahrungsmittel vorliegt, sind aber in der Regel keine zuverlässige Entscheidungsgrundlage für eine eindeutige Diagnosestellung. Dies bedeutet, dass Ihr Kind für einen Mindestzeitraum von 1 bis 4 Wochen konsequent milchfrei ernährt werden muss.

Da herkömmliche Säuglingsnahrungen üblicherweise auf Milcheiweiß basieren, wird Ihr Kinderarzt beziehungsweise Ihre Kinderärztin eine sogenannte non-allergene Spezialnahrung, zum Beispiel Neocate, empfehlen. Diese ist weitestgehend frei von Allergenen und bieten ein hohes Maß an Sicherheit.

Verbessern sich die Symptome unter der Auslassdiät und der Milchschorf und die damit verbundenen Beschwerden wie Juckreiz und Rötungen bilden sich zurück, liegt sehr wahrscheinlich eine Allergie vor. Bessern sich die Symptome unter der Eliminationsdiät, so wird diese als Ernährungstherapie fortgeführt. Das bedeutet, bei gestillten Kindern verzichtet die Mutter weiterhin auf jegliche Milchprodukte.

Da viele übliche Nahrungsmittel wie Brot, Saft und Wurst auch Spuren von Milch enthalten, fällt das oft nicht leicht. Lassen Sie sich daher immer von Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin sowie einem Ernährungsexpert:innen beraten.

Flaschenernährte Babys bekommen als Ernährungstherapie weiterhin eine milchfreie Spezialnahrung, beispielsweise von Neocate. Hier sind alle Nährstoffe enthalten, die Ihr Baby für die altersgerechte Entwicklung braucht. Die Spezialnahrung kann der Kinderarzt oder die Kinderärztin verschreiben, sodass die Krankenkasse die Kosten dafür übernimmt.

Diese Nahrung bekommt Ihr Kind dann in der Regel über 6 bis 18 Monate - so lange, bis der Arzt oder die Ärztin nachgewiesen hat, dass die Allergie nicht mehr besteht.

Stillen ist das Beste für Ihr Baby, denn Muttermilch versorgt das Baby mit allen wichtigen Nährstoffen in genau abgestimmter Menge. Nutricia befürwortet das Stillen nach den Empfehlungen der WHO uneingeschränkt. Da die Entscheidung, nicht zu stillen, nur schwer rückgängig zu machen ist, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin, wenn Sie eine Spezialnahrung für Säuglinge verwenden wollen.

Neocate Syneo ab Geburt ist die erste 100% kuhmilchfreie Spezialnahrung zusätzlich mit einem patentierten Syneo-Komplex, bestehend aus wertvollen Bifidokulturen (Bifidobacterium breve M-16V) und Fructooligosacchariden.

Neocate Spezialnahrungen können Sie wie eine herkömmliche Säuglingsnahrung füttern und sie auch ergänzend verwenden, zum Beispiel als Milchersatz oder im Babybrei. Und auch über das 1. Lebensjahr hinaus bleibt die Milch ein wichtiger Nährstofflieferant. Da Kinder mit Kuhmilcheiweißallergie auf Milch und Milchprodukte aber weiterhin verzichten müssen, braucht es eine adäquate Alternative.

Lästige Schuppen machen vor keinem Alter halt. Nicht nur Erwachsene leiden unter Schuppen: Auch bei Babys, Kindern und Jugendlichen kann es vorkommen, dass die Kopfhaut juckt und schuppt. Dann ist es wichtig, Schuppen von Erkrankungen wie Kopfgneiß und Milchschorf zu unterscheiden.

Herkömmliche Kopfschuppen sind bei jungen Kindern selten. Meist ist eine Erkrankung der Kopfhaut die Ursache dafür, dass die Kopfhaut sich schuppt. Vorsicht: Juckende Kopfhaut kann auch auf einen Kopflausbefall hindeuten. Es ist nicht immer auf den ersten Blick festzustellen, ob es sich um Läuse oder Schuppen handelt.

Schuppen, wie wir sie von Erwachsenen kennen, treten üblicherweise vornehmlich bei älteren Kindern auf. Besonders bei Jugendlichen sind fettige Schuppen keine Seltenheit. Die hormonelle Veränderung in der Pubertät und die dadurch gesteigerte Talgproduktion ist häufig der Auslöser.

In der Regel können bei Jugendlichen ab 12 Jahren die Schuppen mit medizinischen Shampoos aus der Apotheke, wie der Terzolin® Lösung mit Ketoconazol, behandelt werden.

Wenn kleine Kinder Schuppen haben, liegt meist eine Erkrankung wie Kopfgneiß, Milchschorf oder Neurodermitis vor.

Leidet Ihr Baby unter Milchschorf, sollten Sie wachsam bleiben. Behandeln Sie die Symptome, damit Ihr Baby sich wohler fühlt. Seien Sie sich bewusst, dass Milchschorf ein Vorbote von Neurodermitis oder Allergien sein kann.

Kopfgneiß ähnelt sehr einem Milchschorf, ist jedoch harmloser und leichter zu behandeln. Die Schuppen auf der Kopfhaut entstehen durch eine übermäßige Talgproduktion, meist innerhalb des ersten Lebensmonates. Sie sind fettig, weich und auf die Kopfhaut begrenzt. Andere Körperstellen sind von Kopfgneiß nicht betroffen. Juckreiz tritt in der Regel nicht auf.

Für die Pflege einer gesunden Kopfhaut ist es wichtig, Kopfgneiß von Milchschorf unterscheiden zu können.

Terzolin® bekämpft den Schuppenpilz ab der 1. Bei Jugendlichen können Schuppen wie bei Erwachsenen behandelt werden. Dazu eignen sich medizinische Shampoos aus der Apotheke, wie die Terzolin® Lösung mit Ketoconazol. Terzolin® darf nur von Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren angewendet werden.

Leidet Ihr Kind oder Baby unter Kopfgneiß, müssen Sie die Schuppen nicht zwangsläufig behandeln. Viele Kinder verspüren keinen Juckreiz - der Gneiß ist also nicht unangenehm und verschwindet meist nach einiger Zeit von selbst.

Was ist Milchschorf? Vorbote einer Neurodermitis? Was ist Kopfgneis?

Milchschorf und Kopfgneis werden häufig verwechselt. Doch während es sich beim Kopfgneis um eine harmlose Überproduktion der Talgdrüsen handelt, die meist schnell von alleine wieder verschwindet, ist bei Milchschorf meist eine Behandlung notwendig.

Kopfgneis tritt oft bereits in den ersten drei Lebensmonaten auf und klingt meist innerhalb eines Jahres wieder ab. Milchschorf entwickelt sich hingegen erst nach dem dritten Lebensmonat. Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt. Milchschorf kann sich im weiteren Verlauf zu einer Neurodermitis (atopisches Ekzem) entwickeln.

Die gelblichen Schuppen sind fest, die darunter liegende Haut gerötet und entzündet. Durch den starken Juckreiz sind Babys oder Kleinkinder mit Milchschorf oft sehr reizbar und schlafen schlecht. Sie versuchen die Schuppen abzukratzen.

Du bist dir nicht sicher, ob es sich bei deinem Kind um Milchschorf oder Kopfgneis handelt?

Etwa bei jedem 10. Säugling tritt nach den ersten 3 Lebensmonaten Milchschorf auf - eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine schuppige Hautveränderung bei Babys und Kleinkindern.

Zunächst treten beim Baby trockene Stellen der Haut auf. Später zeigen sich feste gelb-braune Schuppen und Krusten, die vor allem an der Kopfhaut, im Gesicht, Nacken und im Windelbereich, aber auch am Rumpf und den Gliedmaßen auftreten können. Unter der Kruste ist die Haut gerötet und entzündet.

Aufgrund der ähnlich aussehenden Hautveränderungen wird Milchschorf oft mit dem häufigeren, aber harmloseren Kopfgneis verwechselt. Im Gegensatz zu Kopfgneis kann Milchschorf für die Kleinen sehr unangenehm sein: Die betroffenen Hautstellen jucken oftmals stark, was die Babys unruhig und reizbar macht und oftmals auch zu unruhigem Schlaf führt. Manche Babys kratzen sich diese Stellen sogar blutig.

Die entstandenen Wunden können Erregern dann als Eintrittspforte dienen und Entzündungen hervorrufen.

Bei etwa der Hälfte der betroffenen Babys und Kleinkinder verschwindet der Milchschorf wieder von selbst: Er kann innerhalb der ersten 12 Lebensmonate abklingen, hält vereinzelt aber auch bis zum Schulalter an.

Das Auftreten von Milchschorf kann ein Vorbote für eine Neurodermitis (atopisches Ekzem) sein - vor allem dann, wenn die Eltern an Neurodermitis erkrankt sind. Sind sogar beide Elternteile von einer solchen Erkrankung betroffen, besteht eine Wahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent, dass die Kinder später selbst daran erkranken.

Solltest du bei deinem Baby schuppige Stellen an der Haut bemerken, sprich am besten deinen Kinderarzt darauf an.

Die genaue Ursache für Milchschorf ist bisher nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass neben der Vererbung auch Umweltfaktoren eine Rolle spielen: So können Infektionen, Zigarettenrauch, ein Pilzbefall der Haut oder Lebensveränderungen, die beim Kind zu Stress führen, an der Entstehung von Milchschorf beteiligt sein.

Bei Babys und Kindern, die Milchschorf als Vorbote einer Neurodermitis entwickeln, reagiert das Immunsystem des Körpers überempfindlich. Eigentlich harmlose Umweltstoffe werden nicht toleriert, sondern attackiert. Das führt zu einer Entzündung der Haut.

Babys und Kinder mit Milchschorf leiden oft unter starkem Juckreiz, was zu Unruhe sowie Schlafstörungen führen und letztlich auch die Schlaf- und Lebensqualität der Eltern beeinträchtigen kann. Zudem kann sich die aufgekratzte Haut weiter entzünden und Schmerzen bereiten.

Unter den Schuppen und Krusten sammelt sich Flüssigkeit an, die bei betroffenen Babys oder Kleinkindern zu starkem Juckreiz führen kann.

Kopfgneis ist eine normalerweise harmlose Hauterscheinung bei Babys in den ersten Wochen oder Monaten nach der Geburt. Das Hauptmerkmal sind weiche, gelbliche Schuppen die meist auf der Kopfhaut, aber auch im Gesicht (Augenbrauen), im Nacken oder Windelbereich auftreten können und dem seborrhoischen Ekzem beim Erwachsenen ähneln können.

Diese Schuppen verschwinden meistens innerhalb des 1. Lebensjahres von selbst wieder.

Weil die Hautveränderungen sehr ähnlich aussehen, wird der Kopfgneis häufig mit dem Milchschorf verwechselt, einer Kinderkrankheit, die Babys deutlich stärker belasten kann.

Bei Kopfgneis tritt beispielsweise kaum bis gar kein Juckreiz auf und die Babys sind kaum beeinträchtigt.

Kopfgneis wird auch als seborrhoisches Säuglingsekzem bezeichnet. Seborrhoisch steht dabei für eine Überproduktion der Talgdrüsen. Der abgesonderte Talg aus den Talgdrüsen schützt unsere Haut vor Austrocknung, wird jedoch zu viel produziert, kann die Haut den überschüssigen Talg nicht mehr abwerfen und er bleibt in Form von weichen, gelblichen Schuppen auf der Haut zurück.

Die Ursache für die übermäßige Talgproduktion sind vermutlich Geschlechtshormone, die vor der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen wurden. Diese Hormone können vorübergehend eine erhöhte Talgproduktion insbesondere an der Kopfhaut beim Baby auslösen und damit zu Kopfgneis führen.

Häufig ist Kopfgneis für das Baby nicht störend und klingt auch schnell wieder ab. Wenn er jedoch stärker ausgeprägt ist und das Wohlbefinden deines Kindes dadurch belastet wird, ist eine schuppenlösende Behandlung sinnvoll.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten zur Schuppenlösung. Dabei sollten die Schuppen nicht abgekratzt werden, wie etwa mit den Fingernägeln oder einem Kamm. Dadurch kann die empfindliche Haut deines Babys verletzt werden und es kann zu kleinen Wunden/Blutungen kommen. Dringen Bakterien oder andere Keime in diese kleinen Wunden ein, können sie sich entzünden.

In den meisten Fällen ist Kopfgneis harmlos und es ist nicht notwendig, dass du deswegen mit deinem Baby den Kinderarzt aufsuchst. Kommt es jedoch zu einer sehr starken Krustenbildung, kratzt sich dein Kind übermäßig an den betroffenen Stellen oder sind die betroffenen Hautareale entzündet oder nässend, ist ein Arztbesuch angeraten.

Auch wenn die Schuppenlösung mit eigen gewählten Maßnahmen erfolglos bleibt, kann der Kinderarzt helfen.

Andere schuppenlösende Wirkstoffe wie Harnstoff oder Salicylsäure sind für Säuglinge nicht geeignet. So kann Harnstoff auf der Haut Rötungen und Brennen verursachen. Auch das häufig empfohlene Olivenöl oder olivenölhaltige Präparate weisen Nachteile auf. So kann Olivenöl aufgrund seiner wechselnden Zusammensetzung keine medizinischen Qualitätsstandards erfüllen.

Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Olivenöl die Barriere-Eigenschaften der Haut verschlechtert, weshalb es gerade bei der sensiblen Babyhaut vermieden werden sollte.

Aufgrund der unschönen Schuppen suchen viele Eltern nach einer wirksamen und vor allem schonenden Möglichkeit, ihrem Baby zu helfen. Die neuartige Lösung greift nicht in die Stoffwechselprozesse im Körper ein, sondern befreit die Haut auf rein physikalische Weise von den fettigen Schuppen.

Dieser Prozess wird medizinisch auch als Keratolyse bezeichnet, die Lösung entsprechend als Keratolytikum.

LOYON® riecht zudem nicht unangenehm und klebt oder brennt auch nicht. Diese Eigenschaften, sowie der Verzicht auf Konservierungs- und Farbstoffe, machen LOYON® besonders gut verträglich, wodurch es sich auch für Babys und Kleinkinder eignet.

Es ist zudem leicht anwendbar: Die Lösung wird leicht in die betroffenen Hautareale einmassiert und sollte dort mindestens drei Stunden verbleiben. Ist dein Kind unruhig, trage LOYON® einfach abends auf und lass es über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen kann LOYON® mit einem milden Babyshampoo abgewaschen werden.

In der Regel reicht eine einmal tägliche Anwendung über drei bis sieben Tage aus. Bei Bedarf kannst du LOYON® auch über einen längeren Zeitraum evtl. mit mehrtägigem Abstand anwenden.

Die atopische Veranlagung deines Babys kannst Du nicht heilen. Du kannst jedoch auf die auslösenden Faktoren Einfluss nehmen und die Entzündung der Haut deutlich mildern. Sollte dein:e Kinderärzt:in bei deinem Baby Milchschorf festgestellt haben, so wird er mit dir eine passende Therapie besprechen. In ganz schweren Fällen mit nässend entzündeter Haut wird meist eine desinfizierende Creme verordnet.

So schwer es für dein Baby und für dich auch ist - Du solltest versuchen, es vom Kratzen der betroffenen Hautstellen abzuhalten.

„Anders" kratzen:

  • Pusten, Drücken oder Beklopfen
  • „Woanders" kratzen: Massieren oder vorsichtiges Kneifen der gesunden Haut neben den juckenden Stellen.
  • „etwas anderes" kratzen: Erstaunlich, aber wahr - auch das Kratzen eines mit glattem Stoff oder Leder bezogenen Klötzchens kann bei Juckreiz helfen.

Milchschorf und damit Neurodermitis kannst Du am besten vorbeugen, in dem Du dein Baby stillst. Muttermilch ist unumstritten die beste Ernährung für das Baby.

Bei vielen Babys bildet sich innerhalb der ersten Lebenswochen im Kopfbereich eine dicke, gelblich-bräunliche Schicht aus Schuppen.

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