Baby Trockene Haut Zwischen Augenbrauen: Ursachen und Behandlung

„Babyweiche Haut“ - das ist oft die erste Assoziation, denkt man an die Haut von Babys. Sie ist vor allem in Werbespots immer geschmeidig, glatt und zart. Daher ruft es umso mehr Unbehagen hervor, wenn die Haut des eigenen Säuglings an vereinzelten Stellen wie der Stirn trocken, rissig oder gerötet ist. Eltern müssen sich zunächst jedoch keine allzu großen Sorgen machen. Die Haut von Neugeborenen ist bis zum Ende des zweiten Lebensjahres noch in der Entwicklungsphase und deshalb besonders empfindlich. Ihr anatomischer Aufbau gleicht zwar dem von erwachsener Haut, die einzelnen Hautschichten sind im Vergleich jedoch sehr viel dünner.

In den meisten Fällen brauchen sich Eltern keine Sorgen zu machen, denn Hautirritationen bei Babys sind meist nichts Schlimmes. Bei trockener Haut lässt sich zwischen Milchschorf und Neurodermitis unterscheiden. Zudem gibt es eine weitere Form der Hautirritation bei Babys, die zwar ähnlich aussieht, aber eine andere Ursache hat: den Kopfgneis.

Unterschiedliche Ursachen für Hautirritationen

Die Irritationen können dabei unterschiedliche Ursachen haben: einen normalen Entwicklungsprozess der Haut, Witterungsbedingungen wie direkten Sonnenschein, Kälte oder Wind, trockene Luft der Heizung oder eine mögliche Veranlagung zu Neurodermitis. Symptome können neben der genannten Trockenheit auch Rötungen oder sich schälende Haut sowie ein punktueller Juckreiz sein.

Leckekzeme (bzw. Schnullerekzeme)

Da Babys die Hautpartien um den Mund häufig unbewusst feucht halten und sie dadurch austrocknen, sind Leckekzeme (bzw. Schnullerekzeme) weit verbreitet. Doch auch auf der Stirn treten ohne Einwirkung des Säuglings häufig Hautbeschwerden auf.

Kopfgneis (Seborrhoisches Ekzem)

Kopfgneis, auch seborrhoisches Ekzem genannt, ist eine häufig auftretende, aber milde Hautirritation. Es entstehen je nach Hautfarbe rote oder helle Flecken sowie fettige Schuppen auf der Stirn, die jedoch nur selten jucken. Kopfgneis sieht zwar ähnlich aus wie Milchschorf, wird jedoch durch eine zu hohe Talgproduktion ausgelöst und ist damit das genaue Gegenteil. Im Vergleich zum Milchschorf handelt es sich zudem um eine temporäre, optische Veränderung. In der Regel bildet sie sich nach maximal einem Jahr von allein zurück. Das Problem kehrt im späteren Lebensverlauf nicht zurück.

Der Kopfgneis, medizinisch als seborrhoisches Ekzem bekannt, ist eine harmlose Hautveränderung, die meist wenige Tage bis Wochen nach der Geburt auftritt. Typisch sind weiche, fettige Schuppen auf der Kopfhaut, die gelblich bis rötlich aussehen können, und meist an der Haargrenze enden. Ursache dafür ist eine verstärkte Talgproduktion. In der Regel verursacht der Kopfgneis keinen Juckreiz und verschwindet wieder von selbst. Jedoch kann er von wenigen Wochen bis mehreren Jahren bestehen bleiben.

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Ursachen des Seborrhoischen Ekzems

Was genau die Ursache für ein seborrhoisches Ekzem ist, ist bislang noch unbekannt. Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die die Entstehung eines seborrhoischen Ekzems begünstigen können:

  • Hefepilzbesiedlung: Der Hefepilz Malassezia furfur (auch Pityrosporum ovale genannt) gehört zu den natürlich vorkommenden Hautkeimen. Bei manchen Menschen vermehrt sich dieser Pilz stark und bewirkt eine Entzündung der Haut mit Rötung, Schuppung und Juckreiz.
  • Vermehrte Talgproduktion: Weil das seborrhoische Ekzem vermehrt an Körperstellen auftritt, an denen es viele Talgdrüsen gibt, vermutet man einen Zusammenhang mit einer gestörten Talgdrüsenfunktion.
  • Weitere mögliche Faktoren: auch Bakterien, eine erbliche Veranlagung, Stress, Klimaveränderungen, Hormone und ein geschwächtes Immunsystem können bei der Entstehung eines seborrhoischen Ekzems eine Rolle spielen.

Ein seborrhoisches Ekzem kommt häufiger bei Menschen mit bestimmten Erkrankungen vor, z.B. bei HIV oder Morbus Parkinson. Ein Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem seborrhoischen Ekzem ist bislang noch nicht sicher belegt.

Wo tritt das Seborrhoische Ekzem auf?

Das seborrhoische Ekzem zeigt sich häufig an talgdrüsenreichen Hautregionen wie:

  • Kopfhaut und Haaransatz
  • Gesicht (Augenbrauen, Hautfalten zwischen Nase und Mund, Bart, Ohr)
  • Brust oder Rücken
  • Hautfalten in den Achseln oder der Leiste.

Beim Baby tritt das seborrhoische Ekzem vor allem an der Kopfhaut auf, man bezeichnet dies auch als „Kopfgneis“. Die Schuppen können sich auf das Gesicht, den Windelbereich oder Hautfalten ausbreiten. Im Gegensatz zu Erwachsenen heilt die Hautkrankheit bei Babys nach wenigen Monaten von alleine ab.

Behandlung des Kopfgneises

Grundsätzlich gilt: Kopfgneis ist harmlos und verschwindet meist ganz von selbst. Eine Behandlung ist also nicht zwingend nötig. Manche Eltern stört jedoch der Anblick der schuppigen Kopfhaut - und das ist verständlich.

Wenn du doch etwas tun möchtest, kannst du folgende sanfte Methoden ausprobieren:

  • Mandelöl: Gib etwas Mandelöl auf die betroffenen Stellen und massiere es sanft ein. Setze deinem Baby anschließend eine Mütze auf (außer bei großer Hitze) und lass das Öl etwa 30 Minuten einwirken. Danach kannst du das Öl vorsichtig mit einem milden Shampoo auswaschen und im Anschluss mit einer weichen Bürste lose Schuppen sanft auskämmen.
  • Baden: Beim Baden kannst du den Kopf deines Babys anfeuchten und die Kopfhaut leicht aufweichen. Durchtränke dafür einen weichen Waschlappen mit reichlich Wasser und lege ihn im Anschluss für einige Minuten auf die betroffenen Stellen der Kopfhaut. Auch hier gilt: Danach kannst du die Schuppen vorsichtig mit einer weichen Bürste ablösen.

Wichtig: Bitte kratze die Schuppen nie ab - das kann die empfindliche Babyhaut verletzen und zu kleinen Narben führen.

Milchschorf

Bei gelb-bräunlich verkrusteten, juckenden und schuppenden Stellen auf der Kopfhaut sowie der Stirn des Säuglings handelt es sich um Milchschorf. Die durch Kratzen gebildeten, nässenden Krusten sehen aus wie angebrannte Milch im Kochtopf. Daher kommt auch die Bezeichnung als "Milchschorf". Vereinzelt treten diese Entzündungen im gesamten Gesicht auf. Bei Milchschorf ist zudem Vorsicht geboten: Es kann sich nämlich um eine Vorstufe von Neurodermitis handeln.

Milchschorf ist eine Form des atopischen Ekzems, die meist bei Säuglingen zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat auftritt. Er betrifft vor allem das Gesicht im Bereich der Stirn und Wangen sowie die behaarte Kopfhaut, kann aber auch an anderen Körperstellen vorkommen - besonders bei Babys mit einer Neigung zu Neurodermitis. Typisch sind harte, gelbliche Krusten und Schuppen auf der Kopfhaut, auch über die Haargrenze hinaus. Im Gegensatz zum harmlosen Kopfgneis geht Milchschorf oft mit starkem Juckreiz einher. Das kann dein Baby unruhig machen. Die betroffenen Stellen sind meist gerötet, können Bläschen bilden und sogar nässen.

Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Vermutet werden genetische Veranlagungen (wie Neurodermitis), Hautreizungen durch äußere Einflüsse oder auch trockene, kalte Luft. Bei Stillbabys entwickelt sich übrigens seltener ein Milchschorf.

Behandlung von Milchschorf

Bei Milchschorf gilt erstmal: Ruhe bewahren und beobachten. Solange die betroffenen Hautstellen trocken bleiben und dein Baby sich nicht vermehrt kratzt, musst du in der Regel nichts unternehmen.

Sollten die Stellen jedoch nässen oder dein Kind beginnt, sich zu kratzen oder sehr unruhig zu werden, wende dich bitte an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt. Diese können dir Salben verschreiben, die den Juckreiz lindern, die Haut beruhigen und Entzündungen hemmen können.

Hebammentipps

Um den Juckreiz zu lindern, kannst du kühlende Umschläge auf die betroffenen Stellen legen, wie z. B. einen mit kaltem Wasser getränkten Waschlappen, um die Stellen zu kühlen. Außerdem ist es wichtig, dass die Kinder sich nicht aufkratzen. Achte deswegen darauf, die Nägel deines Kindes kurz zu halten.

Weitere Tipps zur Behandlung von Milchschorf:

  • Regelmäßige Haarwäsche mit mildem Babyshampoo
  • Sanftes Bürsten der Kopfhaut
  • Verwendung von pflegenden Ölen (z.B. Mandelöl, Olivenöl)

Wichtig: Versuche auf keinen Fall, die Schuppen durch starkes Rubbeln oder Schrubben der Kopfhaut zu entfernen. Das könnte insbesondere bei einer Frühform der Neurodermitis die Entzündungen auf der schon belasteten Haut verstärken.

Neurodermitis

Neurodermitis ist eine chronisch entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung. Zu ihren maßgeblichen Symptomen zählen starker Hautausschlag und ein ausgeprägter Juckreiz. Die Haut ist ausgetrocknet, gereizt und schuppt sich. Ihre Schutzfunktion ist vermindert, wodurch Rötungen im Gesicht oder am ganzen Körper vorkommen können. Normalerweise verhindert die Hautbarriere diese Entwicklung. Im Zweifelsfall sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, damit Gewissheit über den Zustand der Haut des Neugeborenen besteht.

Im Zweifelsfall sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, damit Gewissheit über den Zustand der Haut des Neugeborenen besteht. In weniger schweren Fällen können Eltern von Babys mit trockener Haut zudem mit folgenden Maßnahmen Abhilfe schaffen: kurzes und lauwarmes Baden sowie die Verwendung spezieller Pflegeprodukte mit hochwertigen Inhaltsstoffen. Dafür eignet sich besonders die Basispflege LETI AT4, die den Symptomen von Neurodermitis entgegenwirkt. Sie ist die ideale Therapiebegleitung für Babys mit trockener, juckender sowie zur Neurodermitis neigender Haut. Die Produkte helfen sowohl in den akuten Phasen als auch in der Zeit zwischen den Schüben.

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Abgrenzung von Kopfgneis und Milchschorf

Milchschorf und Kopfgneis werden häufig verwechselt. Doch während es sich beim Kopfgneis um eine harmlose Überproduktion der Talgdrüsen handelt, die meist schnell von alleine wieder verschwindet, ist bei Milchschorf meist eine Behandlung notwendig. Kopfgneis tritt oft bereits in den ersten drei Lebensmonaten auf und klingt meist innerhalb eines Jahres wieder ab. Milchschorf entwickelt sich hingegen erst nach dem dritten Lebensmonat. Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt. Milchschorf kann sich im weiteren Verlauf zu einer Neurodermitis (atopisches Ekzem) entwickeln. Die gelblichen Schuppen sind fest, die darunter liegende Haut gerötet und entzündet. Durch den starken Juckreiz sind Babys oder Kleinkinder mit Milchschorf oft sehr reizbar und schlafen schlecht. Sie versuchen die Schuppen abzukratzen.

Du bist dir nicht sicher, ob es sich bei deinem Kind um Milchschorf oder Kopfgneis handelt? Etwa bei jedem 10. Säugling tritt nach den ersten 3 Lebensmonaten Milchschorf auf - eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine schuppige Hautveränderung bei Babys und Kleinkindern.

Unterschiede im Überblick

Charakteristikum Kopfgneis Milchschorf
Zugrundeliegende Erkrankung Seborrhoische Dermatitis Atopische Dermatitis
Auftreten 2. Lebenswoche bis 6. Lebensmonat 3. bis 5. Lebensmonat
Dauer, Verlauf Verschwindet meist spontan zwischen dem 1. und 2. Lebensjahr Häufig mehrere Jahre, oft Chronifizierung im Rahmen einer atopischen Dermatitis
Erscheinungsbild Fettige, kleieförmige, gelb-braune, oft festanhaftende Schuppenschicht auf Kopfhaut und Stirn Harte Schuppen, Verkrustungen, teils entzündliche Veränderungen der Kopfhaut
Juckreiz Selten Häufig

Quelle: Kopfgneis und Milchschorf; nach: Schneider, M., 2017

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