Viele deutsche Friseure träumen von einem Leben unter der Sonne, und Gran Canaria ist ein beliebtes Ziel für die Auswanderung. Doch wie sieht der Alltag wirklich aus? Welche Herausforderungen gibt es zu meistern und welche Erfolge können gefeiert werden? Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen von Friseuren, die den Schritt gewagt haben, und gibt Einblicke in ihren beruflichen Neustart auf der Kanarischen Insel.
Steven Eppler ist ein Beispiel dafür, dass der berufliche Neustart in einem fremden Land gelingen kann. Er lernte das Friseurhandwerk von der Pike auf und wagte 2012 den Schritt nach Gran Canaria, ohne ein Wort Spanisch zu sprechen. Doch er erkannte schnell, dass die Sprache der Schlüssel zur Integration ist. Nach zwei Jahren als Kellner eröffnete er seinen eigenen Salon in St. Augustin und setzte auf deutschen Standard.
Epplers Erfolgsrezept ist eine Mischung aus deutschen Werten und der Akzeptanz der spanischen Eigenheiten. Seine Kunden schätzen die gute Arbeit und die entspannte Atmosphäre. Inzwischen besteht seine Kundschaft zu gleichen Teilen aus Deutschen und Spaniern. Er betont die Wichtigkeit von Weiterbildung und schätzt den geringeren Konkurrenzdruck im Vergleich zu Deutschland.
Einziges Manko für den Saloninhaber ist das Thema Mitarbeiter. Das Geschäft läuft inzwischen so gut, dass Eppler Arbeit für drei bis vier Angestellte hätte. Leider sei es sehr schwierig, professionelle Mitarbeiter zu finden, denn die Ausbildungsstandards seien in Spanien niedriger. Wenn der Unternehmer eine ausgelernte Friseurin einstelle, habe sie den Wissensstand eines Lehrlings in Deutschland und er bringe ihr alles bei. In Deutschland bekommt man die beste Ausbildung, die es gibt. Berufsschule, überbetriebliche Ausbildung, Gesellenprüfung, Meisterprüfung das garantiert ganz viel, weiß Eppler.
Jörg und Fabio Klein wanderten mit ihrer kuriosen Geschäftsidee eines Friseur-Bistros nach Gran Canaria aus. Sie hatten die Engstirnigkeit eines konservativen Dörfchens satt und erhofften sich ein freies Leben in einer toleranten Umgebung. Ihr Laden "Golden Moments" wurde zu einer wahren Goldgrube, doch der Erfolg brachte auch Herausforderungen mit sich.
Zu viel Arbeit und zu wenig Zeit füreinander führten zu Spannungen in der Beziehung. Schließlich gaben sie den Gastronomie-Bereich auf, um sich auf den Friseursalon zu konzentrieren. Trotz einiger Schwierigkeiten haben sie es geschafft, sich auf der Insel zu etablieren und eine treue Kundschaft zu gewinnen.
Die sieben Inseln der Kanaren sind bei Urlaubern wie Aussteigern beliebt, allerdings herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit von rund 25 Prozent und es gibt wenig Jobs für Einheimische wie Neuzugänge. Geld lässt sich fast ausschließlich mit den Touristen verdienen.
Ein wichtiger Aspekt für Auswanderer ist das Thema Rente und Krankenversicherung. Es ist ratsam, sich vorab professionell beraten zu lassen, um handfeste und rechtssichere Informationen zu erhalten.
Die deutsche Rente wird ab 5 Jahren Arbeitszeit bezahlt, man muss aber nicht fünf Jahre einbezahlen, weil auch Studienjahre und Pflegezeiten der Familienangehörigen als Beiträge zählen.
Für die spanische Rente muss man mindestens 15 Jahre einbezahlt haben, davon mindestens die letzten 2 vor Rentenbeginn. Man kann aber auch Renteneinzahlungen machen, um fehlende Beiträge auszugleichen oder aufzustocken.
Als Berufstätiger ist das maximum 61,75 , als Rentner 18,52 monatlich bei Einkünften von 18.000-100.000 p.a.
| Personengruppe | Zuzahlung zu Medikamenten |
|---|---|
| Gut betuchte Rentner | 10% |
| Rentner mit geringem Einkommen | 0% |
| Berufstätige (gesetzliche Krankenkasse) | 50% |
| Berufstätige (private Krankenkasse) | 40% |
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