Ausschlag nach Rasur: Ursachen und Behandlung

Rasurbrand, Rasierpickel oder ein Ausschlag nach dem Rasieren können schmerzhaft und lästig sein - egal, ob im Gesicht oder der Bikinizone. Viele Menschen kennen das Problem, dass nach der Rasur die Haut gereizt oder gerötet ist.

Leider sind Rasurbrand, Rasierpickel oder ein Ausschlag nach der Rasur eine ganz natürliche Folge der Rasur. Wir haben sie alle schon einmal erlebt und wissen, wie lästig sie sein können.

Typische Symptome von Rasurbrand sind Rötungen und Pickelchen.

Was ist Rasurbrand?

Rasurbrand ist eine Art von Hautreizung, die nach der Rasur auf der Haut auftritt. Normalerweise macht sich Rasurbrand ein paar Minuten nach der Rasur bemerkbar. Er kann sich aber auch erst etwas später am Tag entwickeln, wenn du enge Kleidung trägst oder dem Wetter ausgesetzt bist.

Rasurbrand ist eine Form der Kontaktdermatitis, also das, was wir als Hautausschlag bezeichnen. Rasurbrand kann stechen, jucken und brennen und tritt in der Regel nach der Rasur an den Beinen, unter den Achseln oder im Gesicht auf.

Er verursacht rote Flecken, die Stunden oder manchmal Tage lang andauern. Rasierpickel unterscheiden sich optisch von anderen Hautausschlägen oder Verbrennungen, da sie als erhabene Beulen auf der Hautoberfläche erscheinen. Die Hautasschläge, auch bekannt als Rasurbrand, können juckende Ausschläge, Empfindlichkeit und Rötung verursachen.

Rasierpickel sind eingewachsene Haare, die durch das Rasieren des Haarschaftes verursacht werden, wenn er sich in die Haut zurückzieht und das Haar unter der Hautoberfläche weiter wächst. Dadurch entstehen rote oder hautfarbene, pickelartige Unebenheiten.

Ursachen von Rasurbrand und Rasierpickeln

Ursache für diese Hautreaktionen sind kleine Mikroverletzungen, die durch die scharfe Klinge des Rasiermessers auf der Haut verursacht werden. Dort können Schmutz und Krankheitserreger besonders gut eindringen und so Entzündungen auslösen.

Dein Rasierer, wie du dich rasierst und sogar dein Hauttyp können Rasurbrand und Rasierpickel verursachen. Wenn du z.B. trockene Haut mit einem Handrasierer rasierst und eine stumpfe Klinge verwendest, erhöht das bereits das Möglichkeit dafür; und wenn deine Haut von Natur aus empfindlicher ist, bist du eh einem höheren Risiko ausgesetzt Hautreizungen beim Rasieren zu entwickeln.

Hier sind einige häufige Ursachen für Rasurbrand:

  • Trockenes Rasieren: Wir raten davon ab, sich trocken zu rasieren. Trockenes Rasieren verursacht Rasierausschlag, weil es keine Schutzbarriere zwischen der Haut und der Klinge gibt. Dies verursacht Reibung und verhindert, dass die Klinge sanft über die Haut gleitet.
  • Zu festes Andrücken der Klinge: Achte darauf, dass die Klinge sanft und leicht über deine Haut gleitet.
  • Stumpfe Klingen: Bei stumpfen Klingen braucht man mehrere Züge, um die Haare zu entfernen. Das kann die Haut zusätzlich reizen.

Nach einer Rasur kann ein abgeschnittenes Haar außerdem wieder unter die Haut zurückwachsen und sich dort schmerzhaft einrollen. Man spricht dann von eingewachsenen Haaren.

Einer der häufigsten Gründe für die Entstehung von Pickeln nach der Rasur sind eingewachsene Haare. Denn manchmal wachsen kurz abgeschnittene Haare beim Nachwachsen nicht gerade aus der Haut heraus. Stattdessen wachsen sie unter der Hautoberfläche weiter, worauf der Körper mit einer Entzündung im Haarfollikel reagiert.

Wo kann Rasurbrand entstehen?

Rasurbrand kann generell überall dort auftreten, wo rasiert wird. Besonders anfällig dafür ist aber die Haut im Intimbereich, denn diese ist besonders empfindlich.

Wie man Rasurbrand und Rasierpickel verhindert

Wenn sich auf deiner Haut Reizungen und Irritationen bemerkbar machen, möchtest du wahrscheinlich wissen, wie du den Rasurbrand loswerden kannst.

Obwohl es keine todsichere Methode gibt Rasurbrand und -pickel vollständig zu verhindern, besonders bei empfindlicher Haut, kann man das Risiko von Hautreizungen beim Rasieren minimieren.

Wenn du weißt, wie du mit Hautpflegetipps die Entstehung von Rasierpickeln verhindern kannst, kannst du auch lernen, wie du diese Probleme von vornherein vermeidest.

Hier sind einige Tipps zur Vorbeugung von Rasurbrand und Rasierpickeln:

  1. Bereite deine Haut vor: Bereite deine Haut an der Körperstelle, die du rasieren möchtest, auf die Rasur vor. Ein Peeling verhindert, dass du mit der Klinge über raue, abgestorbene Hautzellen oder Schmutz und Fett, die vom Tag übrig geblieben sind, fahren musst. Außerdem ermöglicht ein Peeling eine gründlichere Rasur, was zu glatteren Beinen oder Achselhöhlen führt.

    Durch das Peeling kann Rasurbrand und eingewachsene Haare vorgebeugt werden, indem abgestorbene Hautschuppen von der Hautoberfläche entfernt werden. Verwende ein sanftes Peeling oder Loofah und peele deine Haut bevor du mit der Rasur beginnst.

  2. Weiche die Haare ein: Der Gedanke, sich direkt nach dem Peeling zu rasieren, liegt nahe, aber es sind noch weitere Schritte nötig, vor allem, wenn du einen Rasurbrand vermeiden willst. Der nächste Schritt ist, die Haare gut einzuweichen - mit warmem Wasser in der Badewanne, unter der Dusche oder mit einem Waschlappen.

    Befeuchte deshalb den Bereich, den du rasieren möchtest, für drei bis fünf Minuten mit warmem Wasser beim Baden oder Duschen.

  3. Verwende Rasierschaum: Der Schlüssel zu einer guten Rasur ist ein Mittel, das die Klinge sanft über die Haut gleiten lässt. Verwende dazu ausschließlich einen speziellen Rasierschaum. So vermeidest du Reizungen, die zu Rasurbrand oder Rasurausschlag führen können.
  4. Wähle den richtigen Rasierer: Die Verwendung eines Rasierers mit drei oder mehr Klingen kann Rasurbrand und Rasierpickeln vorbeugen, da die Klingen auf dem Rasierkopf enger zusammenliegen und leichter über die Haut gleiten können. Mehr Klingen ermöglichen auch eine gründlichere Rasur mit weniger Rasierzügen, und helfen Hautirritationen zu verhindern.
  5. Verwende eine scharfe Rasierklinge: Die Rasur mit einer scharfen Rasierklinge schützt die Haut vor Schnitten, Rasurbrand und Rasierpickeln. Es ist an der Zeit, deine Klinge durch eine neue zu ersetzen, wenn sie sich rau auf deiner Haut anfühlt oder an deinen Körperhaaren zieht.
  6. Rasiere in Haarwuchsrichtung: Es ist wichtig zu wissen, in welche Richtung du dich rasieren solltest. An den Beinen, wo eine möglichst gründliche Rasur erwünscht wird, ist es vorteilhaft entgegen der Wuchsrichtung der Haare zu rasieren - also gegen den Strich - ohne dabei aber zu viel Druck auszuüben.

    Wenn deine Haut empfindlicher ist, rasiere sie nur in Haarwuchsrichtung, um Hautreizungen zu vermeiden. Lasse dir außerdem Zeit und rasiere dich in leichten, gleichmäßigen Rasierzügen.

  7. Pflege nach der Rasur: Die Pflege nach der Rasur ist ganz entscheidend zur Vermeidung von Rasurbrand, insbesondere an den Beinen und anderen empfindlichen Körperstellen. Spüle den frisch rasierten Bereich mit kaltem Wasser ab, um die Poren zu schließen. Verwende dann eine Lotion oder Feuchtigkeitscreme für empfindliche Haut und verzichte auf parfümierte Produkte, da diese die Haut noch mehr reizen und Rötungen verursachen können.

    Behandle deine Haut nach der Rasur mit kaltem Wasser, um die Poren zu schließen.

  8. Aftershave verwenden: Es ist zwar offensichtlich, aber so wichtig, dass wir es nochmal erwähnen wollen: Trage nach der Rasur auf jeden Fall ein Aftershave auf, um Rasierpickeln vorzubeugen. Ähnlich wie kaltes Wasser hilft Aftershave, die Poren zu verkleinern und das Einwachsen von Haaren in die Haut zu verhindern. Aftershave sollte nur im Gesicht verwendet werden.
  9. Feuchtigkeitspflege: Ein weiterer Tipp gegen Rasierpickel und Rasurbrand ist das Auftragen einer Feuchtigkeitscreme nach der Rasur.

Neben der richtigen Pflege nach der Rasur schont auch die richtige Kleidung die gestresste Haut. Insbesondere im Intimbereich und an den Beinen können Sie die Entstehung von Rasurbrand vermeiden. Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder Seide sind hautfreundlich und eignen sich somit bestens. Auf Materialien wie Polyester oder Mikrofaser sollten Sie dagegen verzichten. Diese sind in der Regel nicht so atmungsaktiv und können das Abheilen der Entzündungen erschweren. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Kleidungsstücke nicht zu eng sitzen und an den rasierten Hautstellen reiben.

Richtig rasieren: Hacks für seidig glatte Beine ohne Rasierpickelchen

Behandlung von Rasurbrand und Rasierpickeln

Rasurbrand kann sehr unangenehm sein und dein Selbstbewusstsein beeinträchtigen.

Obwohl Rasurbrand und Rasierpickel ohne Behandlung von selbst heilen sollten, kannst du mit geeigneten Maßnahmen den Heilungsprozess beschleunigen.

Hier sind einige Tipps zur Behandlung von Rasurbrand:

  • Kalte Kompresse: Ein guter Tipp zur Linderung von Rasurbrand ist das Auflegen einer kalten Kompresse auf die betroffene Stelle. Sobald du die ersten Anzeichen von Rasurbrand bemerkst, solltest du sofort etwas dagegen unternehmen.
  • Feuchtigkeit: Eine weitere wirksame Behandlung von Rasurbrand ist das Zuführen von Feuchtigkeit. Sehr trockene Haut neigt eher zu Rasurbrand, daher ist es wichtig, sie schnell mit Feuchtigkeit zu versorgen, sobald du einen Rasurbrand bemerkst. Eine Feuchtigkeitscreme ist der erste Schritt, aber du solltest auch darauf achten, ausreichend Wasser zu trinken, damit die natürliche Schutzbarriere deiner Haut optimal funktionieren kann. Wenn deine Haut mit Feuchtigkeit versorgt ist, ist sie leistungsfähiger und kann Reizungen besser abwehren.
  • Aloe Vera: Aloe Vera ist ein Inhaltsstoff, der die Haut erfrischt und beruhigt. Er versorgt die Haut nicht nur mit Feuchtigkeit, sondern wirkt auch antiseptisch und entzündungshemmend, was die Haut beruhigt und einen Ausschlag nach dem Rasieren lindern kann. Außerdem fühlt sich Aloe Vera angenehm frisch und kühl auf der Haut an.
  • Abheilen lassen: Rasurbrand in seinen verschiedenen Formen sollte von selbst abheilen. Es ist wichtig, dass du deiner Haut die Zeit dazu gibst, die sie braucht. Rasiere die von Rasurbrand betroffene Stelle erst wieder, wenn sich die Haut erholt hat und abgeheilt ist.
  • Quark: Ein beliebtes Hausmittel bei Rasurbrand ist Quark. Tragen Sie diesen bei Bedarf dünn auf die betroffenen Hautstellen auf. Dadurch werden Rötungen und Juckreiz gelindert.

Bei Rasurbrand ein kaltes Tuch oder eine Lotion mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Aloe auftragen, um erwärmte oder gereizte Haut zu beruhigen und Kratzen zu vermeiden, wodurch die Heilung verzögert werden kann. Bei Rasierpickeln ein warmes Handtuch für einige Minuten auf die betroffene Stelle legen, damit die eingewachsenen Haare besser durch die Haut kommen können. Um sowohl Rasurbrand als auch Rasierpickel zu behandeln, die Haut gut mit Feuchtigkeit versorgen, um den Drang zu lindern die betroffenen Stellen zu kratzen. Wenn sich die Hautreizung entzündet, gehe zu einem Dermatologen zur weiteren Behandlung.

Rasurbrand im Intimbereich vermeiden

Wir alle wollen im Urlaub eine gute Figur machen und kaum etwas beeinträchtigt unser Selbstbewusstsein so stark, wie ein Rasurbrand in der Bikinizone.

Im Intimbereich kommt es besonders schnell zu Rasurbrand. Der Grund: Die Haut dort ist die dünnste neben der auf den Augenlidern. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sehr vorsichtig beim Rasieren sind und die Tipps gegen Rasurbrand beachten.

Ein Ausschlag in der Bikinizone wird durch Trockenrasur oder zu starken Druck beim Rasieren verursacht. Aufgrund der kräftigeren Haare und der zarten Haut in diesem Bereich tritt er dort sehr häufig auf. Ein Ausschlag in der Bikinizone kann auf die gleiche Weise behandelt werden wie jeder andere Rasurbrand.

Wenn du unsere 5 Schritte gegen Rasurbrand befolgst, kannst du den Ausschlag nach dem Rasieren vermeiden. Wir empfehlen außerdem, Baumwollunterwäsche und locker sitzende Kleidung zu tragen, um einen Hautausschlag in der Bikinizone zu vermeiden. Baumwolle ist weich und reizt die Haut weniger, sodass die Gefahr eines Ausschlags geringer ist.

Machen Sie unter anderem vorher ein Peeling, benutzen Sie immer scharfe Klingen und denken Sie an eine sanfte Pflege danach. Vermeiden Sie im Intimbereich grundsätzlich irritierende Substanzen mit Alkohol oder Duftstoffen.

Wann zum Arzt?

Normalerweise klingt Rasurbrand von allein wieder ab und Rötungen oder Pickel verschwinden innerhalb weniger Stunden oder Tage. Manchmal kann es aber sein, dass die Haut langfristig gereizt ist oder sich schmerzhafte Entzündungen der Haarfollikel bilden. Dann ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen und die betroffenen Hautstellen mit professioneller Hilfe zu behandeln.

Ein Hautarzt kann auch klären, ob es sich dabei um die chronische Form des Rasurbrands handelt, der sogenannten Pseudofolliculitis barbae. Sie betrifft vor allem Männer mit dunklem, stark gekräuseltem Haar. Haarentfernung kann die Entstehung dieser chronischen Entzündungsreaktion fördern. Unter anderem spielen dabei aber auch genetische Ursachen eine Rolle. Die Pseudofolliculitis barbaes bedarf einer speziellen Therapie.

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