Endlich dürfen Friseurinnen und Friseure wieder öffnen! Nach einem langen Lockdown ist der Andrang auf die Salons riesig. Viele sind bereits für die kommenden Wochen ausgebucht. Wer einen Termin ergattert hat, muss jedoch bestimmte Regeln beachten.
Während des Lockdowns stand das Telefon von Hugo Meckel, einem Friseur aus Bayern, kaum still. Er freut sich nun umso mehr auf die Wiedereröffnung. Meckel und sein Team sind bereits wochenlang im Voraus ausgebucht. Auch bei anderen Friseurinnen und Friseuren wird der Andrang voraussichtlich enorm sein. Aber Vorsicht: Ohne Termin geht nichts, und es gibt noch ein paar andere Dinge zu beachten.
Hier sind die wichtigsten Regeln zusammengefasst:
Gesichtsnahe Dienstleistungen wie Augenbrauen zupfen, Bartpflege oder Wimpern färben dürfen nicht in allen Bundesländern angeboten werden. In Bayern ist dies jedoch erlaubt. Dabei kann der Kunde natürlich keine FFP2-Maske tragen. Der Friseur muss während der Durchführung dieser Leistung nicht nur eine medizinische Maske, sondern eine FFP2-Maske tragen und zusätzlich eine Schutzbrille oder ein Gesichtsschild. Trockenhaarschnitte gibt es nach wie vor nicht, die Haare müssen also immer beim Friseur gewaschen werden.
Die Ergebnisse einer Untersuchung der TU Berlin deuten auf ein geringes Ansteckungsrisiko beim Friseurbesuch hin. Das unterstreichen auch die aktuellen Zahlen der Berufsgenossenschaft BGW.
Laut BGW gab es im gesamten Zeitraum seit Beginn der Pandemie 22 Meldungen von Berufskrankheitsverdachtsfällen aufgrund von COVID-19 aus dem deutschen Friseurhandwerk. Von diesen Fällen waren 14 mit Testung, davon 13 positiv und einer negativ, keine Todesfälle. Dies bei zirka 80.000 Betrieben mit rund 240.000 Beschäftigten und geschätzt 700.000 Kunden pro Tag.
Wer sich nicht sicher fühlt, kann folgende zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen:
Viele Friseure haben ein ausgefeiltes Hygiene- und Arbeitsschutzkonzept. Jeder Umhang wird nur einmal benutzt, es wird immer frisches Werkzeug verwendet und jeder Platz wird desinfiziert. Gleiches gilt für den Boden und die Türgriffe.
In den ersten Wochen ist viel Flexibilität gefragt. Die meisten Friseure sind bereits jetzt für die kommenden Wochen komplett ausgebucht. Wer kann, sollte auf "unbeliebtere" Zeiten im Laufe des Tages ausweichen, da vor allem Termine in den frühen Morgenstunden, am späten Nachmittag und Abend sowie am Wochenende beliebt sind.
Ja, das wird bei vielen Friseuren der Fall sein. Die Umsatzverluste aus dem Lockdown werden kaum aufzuholen sein. Dazu kommen erhöhte Schutz- und Hygieneauflagen für die Wiedereröffnung. Viele Friseure müssen ihre Preise neu kalkulieren, werden aber versuchen, die Preissteigerung so moderat wie möglich zu gestalten.
Die Geschäftsführerin des bayerischen Landesinnungsverbands, Ortlieb, setzt sich für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Friseurdienstleistungen von 19 auf 7 Prozent ein, um Kunden und Unternehmer gleichermaßen zu entlasten.
Um Ihnen einen schnellen Überblick zu verschaffen, hier eine Tabelle mit den wichtigsten Informationen:
| Thema | Information |
|---|---|
| Maskenpflicht | Mindestens medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske), in Bayern FFP2-Maske |
| Abstand | Mindestens 1,5 Meter zwischen den Kunden |
| Hygiene | Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept, Desinfektion, Einmalnutzung von Umhängen |
| Gesichtsnahe Dienstleistungen | In einigen Bundesländern erlaubt (z.B. Bayern), Friseur muss FFP2-Maske und Schutzbrille tragen |
| Preise | Preiserhöhungen aufgrund von Umsatzverlusten und Hygieneauflagen wahrscheinlich |
tags: #augenbrauen #zupfen #corona #hygiene
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