Friseurbesuch nach dem Lockdown: Regeln, Sicherheit und Augenbrauen zupfen

Endlich dürfen Friseurinnen und Friseure wieder öffnen! Nach einem langen Lockdown ist der Andrang auf die Salons riesig. Viele sind bereits für die kommenden Wochen ausgebucht. Wer einen Termin ergattert hat, muss jedoch bestimmte Regeln beachten.

Während des Lockdowns stand das Telefon von Hugo Meckel, einem Friseur aus Bayern, kaum still. Er freut sich nun umso mehr auf die Wiedereröffnung. Meckel und sein Team sind bereits wochenlang im Voraus ausgebucht. Auch bei anderen Friseurinnen und Friseuren wird der Andrang voraussichtlich enorm sein. Aber Vorsicht: Ohne Termin geht nichts, und es gibt noch ein paar andere Dinge zu beachten.

Welche (neuen) Regeln gelten beim Friseurbesuch?

Hier sind die wichtigsten Regeln zusammengefasst:

  • Das Personal im Friseursalon muss mindestens medizinische Gesichtsmasken (OP-Masken) tragen.
  • Für Kunden gelten die gleichen Maskenpflicht-Bestimmungen wie im Einzelhandel oder im öffentlichen Nahverkehr. In Bayern gilt eine FFP2-Maskenpflicht, in anderen Bundesländern sind es entweder FFP2-, OP- oder vergleichbare Masken vom Typ N95, KN95 oder P2.
  • Die Maskenpflicht gilt auch schon vor dem Friseursalon, sobald der Kunde vor der Eingangstür steht.
  • Es gilt weiterhin ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden sowie eine Mindestfläche von zehn Quadratmetern pro Person.
  • Der Friseur benötigt ein schriftliches Schutz- und Hygienekonzept und ist verpflichtet, vorher Termine mit den Kunden zu vereinbaren.
  • Wer Zeitschriften lesen oder etwas trinken möchte, sollte sich weiterhin am besten selbst etwas mitbringen.
  • Da die Termine getaktet sind, sollten alle Kunden pünktlich kommen.
  • Man sollte nicht zu früh da sein, denn der Wartebereich im Salon und vor dem Salon ist in Corona-Zeiten äußerst begrenzt.
  • Begleitpersonen sind nur nach Absprache möglich.
  • Die Bezahlung sollte, wenn möglich, kontaktlos erfolgen.

Welche Leistungen darf der Friseur anbieten?

Gesichtsnahe Dienstleistungen wie Augenbrauen zupfen, Bartpflege oder Wimpern färben dürfen nicht in allen Bundesländern angeboten werden. In Bayern ist dies jedoch erlaubt. Dabei kann der Kunde natürlich keine FFP2-Maske tragen. Der Friseur muss während der Durchführung dieser Leistung nicht nur eine medizinische Maske, sondern eine FFP2-Maske tragen und zusätzlich eine Schutzbrille oder ein Gesichtsschild. Trockenhaarschnitte gibt es nach wie vor nicht, die Haare müssen also immer beim Friseur gewaschen werden.

Wie sicher ist der Friseurbesuch?

Die Ergebnisse einer Untersuchung der TU Berlin deuten auf ein geringes Ansteckungsrisiko beim Friseurbesuch hin. Das unterstreichen auch die aktuellen Zahlen der Berufsgenossenschaft BGW.

Laut BGW gab es im gesamten Zeitraum seit Beginn der Pandemie 22 Meldungen von Berufskrankheitsverdachtsfällen aufgrund von COVID-19 aus dem deutschen Friseurhandwerk. Von diesen Fällen waren 14 mit Testung, davon 13 positiv und einer negativ, keine Todesfälle. Dies bei zirka 80.000 Betrieben mit rund 240.000 Beschäftigten und geschätzt 700.000 Kunden pro Tag.

Corona Pandemie - Hygienetipps und Schutz für den Alltag - sicher und proaktiv!

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für ein gutes Gefühl

Wer sich nicht sicher fühlt, kann folgende zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen:

  • Den ersten Kundenansturm auf die Salons vermeiden.
  • Den Friseur direkt bezüglich der Unsicherheiten ansprechen.

Viele Friseure haben ein ausgefeiltes Hygiene- und Arbeitsschutzkonzept. Jeder Umhang wird nur einmal benutzt, es wird immer frisches Werkzeug verwendet und jeder Platz wird desinfiziert. Gleiches gilt für den Boden und die Türgriffe.

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Termin?

In den ersten Wochen ist viel Flexibilität gefragt. Die meisten Friseure sind bereits jetzt für die kommenden Wochen komplett ausgebucht. Wer kann, sollte auf "unbeliebtere" Zeiten im Laufe des Tages ausweichen, da vor allem Termine in den frühen Morgenstunden, am späten Nachmittag und Abend sowie am Wochenende beliebt sind.

Werden die Preise steigen?

Ja, das wird bei vielen Friseuren der Fall sein. Die Umsatzverluste aus dem Lockdown werden kaum aufzuholen sein. Dazu kommen erhöhte Schutz- und Hygieneauflagen für die Wiedereröffnung. Viele Friseure müssen ihre Preise neu kalkulieren, werden aber versuchen, die Preissteigerung so moderat wie möglich zu gestalten.

Die Geschäftsführerin des bayerischen Landesinnungsverbands, Ortlieb, setzt sich für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Friseurdienstleistungen von 19 auf 7 Prozent ein, um Kunden und Unternehmer gleichermaßen zu entlasten.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Um Ihnen einen schnellen Überblick zu verschaffen, hier eine Tabelle mit den wichtigsten Informationen:

Thema Information
Maskenpflicht Mindestens medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske), in Bayern FFP2-Maske
Abstand Mindestens 1,5 Meter zwischen den Kunden
Hygiene Schriftliches Schutz- und Hygienekonzept, Desinfektion, Einmalnutzung von Umhängen
Gesichtsnahe Dienstleistungen In einigen Bundesländern erlaubt (z.B. Bayern), Friseur muss FFP2-Maske und Schutzbrille tragen
Preise Preiserhöhungen aufgrund von Umsatzverlusten und Hygieneauflagen wahrscheinlich

tags: #augenbrauen #zupfen #corona #hygiene

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen