Ein Augenbrauenpiercing ist eine schöne und auffallende Art, sich zu schmücken. Die Braue wird dafür meistens im äußeren Drittel vertikal durchstochen und mit einem Barbell (einer kleinen Schmuckhantel) oder einem Ring durchzogen.
Anders als bei anderen Piercings gibt es beim Augenbrauenpiercing kaum historische Vorbilder. In den 1980er Jahren etablierte sich das Augenbrauenpiercing als ästhetisches Alleinstellungsmerkmal in der Punk- und Rockszene. Der Sänger Chuck Mosley war einer der ersten, der ein Augenbrauenpiercing trug und so wesentlich zu seiner Bekanntheit beitrug. Der Rockmusiker Jonathan Davis trug drei Piercings in der Augenbraue. Ab den 1990er Jahren wurde das Augenbrauenpiercing als Schmuckelement auch allgemein immer beliebter.
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Eine gründliche Desinfektion der gewünschten Stichstelle geht auch bei diesem Piercing voraus. Eintritts- und Austrittskanal liegen beim Augenbrauenpiercing auf derselben Höhe. Es handelt sich damit um ein sogenanntes Oberflächenpiercing. Der Stich wird knapp unter der Haut geführt. In den meisten Fällen wird eine Stelle am äußeren Rand der Braue gewählt.
Nach der Desinfektion markiert der Piercer, der auf jeden Fall Handschuhe tragen muss, die Stichstelle an beiden Seiten. Mit einer Klemmzange wird Deine Braue dann fixiert und mit einer Spezialkanüle durchstochen. Der von Dir gewählte Piercingschmuck wird hindurch gezogen. Der erste Schmuck sollte Spielraum lassen, da die Stichstelle zunächst anschwillt.
Der Schmerz beim Stich eines Piercings durch die Braue ist nicht schlimm und auch nur sehr kurz. Nach wenigen Sekunden ist alles vorbei. Sollte der Schmerz länger anhalten, ist etwas nicht in Ordnung und Du musst einen Arzt aufsuchen. Etwas Blut tritt beim Piercing der Braue mit Sicherheit aus.
Ein gut gestochenes Augenbrauenpiercing sollte nach spätestens vier Wochen vollständig abgeheilt sein. Wenn es länger dauert oder sich Eiter bildet, musst Du in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Es ist durchaus möglich, das sich das Augenbrauenpiercing später erneut entzündet, zumal immer die Gefahr besteht, damit hängen zu bleiben.
Berühre Dein frisch gestochenes Augenbrauenpiercing nicht oder nur mit desinfizierten Händen. Die beste Pflege ist keine Pflege, sondern Schutz und Ruhe.
Ein Augenpiercing heilt normalerweise innerhalb von 4 bis 6 Wochen. Während dieser Zeit sollten Sie sorgfältige Hygiene- und Pflegeanweisungen befolgen, um die Heilung zu beschleunigen und Komplikationen zu vermeiden. Die wichtigsten Dinge, die Sie während des Heilungsprozesses beachten sollten, sind:
Üblicher Weise wird die Augenbraue mit einem Winkel durchstochen. Damit passt sich die Stichstelle dem natürlichen Verlauf der Braue an. In manchen Fällen wird die Braue auch genau vertikal durchstochen.
Die Braue kann auch horizontal durchstochen werden. Dies geschieht oberhalb oder unterhalb der Brauenwulst. Günstiger ist es, diese Variante oberhalb der Braue stechen zu lassen. Der passende Schmuck hierfür ist ein Surface-Bar.
Ein Piercing im Jochbeinbereich ist ebenfalls möglich. Es wird Anti-Augenbrauenpiercing oder Teardrop-Piercing genannt. Das Piercing unterm Auge wird auch als Teardrop-Piercing oder Teardrop-Tattoo bezeichnet.
Es gibt verschiedene Arten von Augenpiercings, die je nach Stil und Aussehen variieren. Einige der beliebtesten Arten von Augenpiercings sind der Vertical Labret Piercing, der Snake Bites Piercing, der Horizontal Labret Piercing, der U-Bar Piercing und der Orbital Piercing.
Am verbreitetsten als Schmuck für die Augenbraue sind Curved Barbells oder Ball Closure Ringe. Die Schmuckvielfalt innerhalb dieser Grundformen ist jedoch sehr groß. Auch die Spannbreite des Materials ist breit. Am besten Du informierst Dich im Piercing Shop und wählst Dir ein individuelles Schmuckstück aus. Es gibt auch Barbells mit Anhängern in Tropfen-, Perlen oder Sternenform.
Das Grundmaterial - egal ob Metall oder Kunststoff - sollte auf jeden Fall antiallergen sein. Für ein Augenbrauenpiercing sind Materialien wie etwa Silber oder Titan ebenso geeignet wie Chirurgenstahl. Es gibt Titan PVD-Überzüge in allen erdenklichen Farben.
Je näher das Piercing hin zur Nase gesetzt wird, um so größer ist die Gefahr einer Gesichtslähmung. In dem inneren Bereich der Braue befinden sich Verzweigungen des Trigemusnerves, der maßgeblich für die Mimik verantwortlich ist. In diesem Bereich ist zudem die Gefahr starker Blutungen wesentlich größer.
Beim Augenbrauenpiercing handelt es sich um ein Oberflächenpiercing, da sich der Ein- und Austrittskanal auf derselben Ebene befinden. Das Besondere am Augenbrauenpiercing: Der Stichkanal ist von nur sehr wenig Hautgewebe umgeben. Wird der Stichkanal in den inneren zwei Dritteln der Augenbraue durchgeführt, besteht das Risiko, dass Gesichtsnerven getroffen werden. Dies kann sogar eine Gesichtslähmung zur Folge haben.
Bei einem horizontalen Augenbrauenpiercing besteht das Risiko des Herauswachsens, da hier Ein- und Austrittsstelle vollkommen auf einer Ebene liegen.
Die Heilungsphase beim Augenbrauenpiercing ist relativ zügig und dauert normalerweise zwischen 4-8 Wochen. Während der Abheilphase sollte besonders darauf geachtet werden, dass kein Makeup, Haarspray usw.
Augenpiercings sind besonders anfällig für Infektionen, weil sie in einem empfindlichen Bereich des Körpers, dem Augenlid, platziert werden. Wenn das Stechen des Piercings nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird, können Bakterien und andere Krankheitserreger eindringen, was zu einer ernsthaften Infektion führen kann.
Die Komplikationen, die bei einem Piercing am Auge auftreten können, sind schwerwiegender als bei anderen Arten von Piercings. Zu den Risiken gehören Infektionen, allergische Reaktionen, Narbenbildung, Verschlechterung der Sehkraft und sogar die Gefahr, dass Ihr Auge dauerhaft geschädigt werden kann.
Es ist sehr wichtig, dass der Eingriff von einem erfahrenen Fachmann mit entsprechenden Qualifikationen und Kenntnissen durchgeführt wird. Da viele Menschen mit Augenproblemen zu kämpfen haben, ist es am besten, vor dem Stechen eine gründliche Augenuntersuchung durchzuführen. Es kann auch sein, dass der Augenarzt den Eingriff ablehnt, wenn er nicht sicher ist, dass er nicht das Sehvermögen des Patienten beeinträchtigen wird.
Ein Augenpiercing kann schmerzhaft sein, aber der Schmerz ist von Person zu Person unterschiedlich. Einige empfinden nur einen leichten Druck oder ein leichtes Ziehen, während andere ein starkes Stechen oder Brennen verspüren. Obwohl der Schmerz erträglich ist, ist es wichtig, vor dem Einsetzen des Piercings eine geeignete Lokalanästhesie zu verwenden, um den Schmerz zu lindern.
Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass Piercings am Auge sehr riskant sind und nur von einem erfahrenen Experten durchgeführt werden sollten.
tags: #augenbrauenpiercing #risiken
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