Was tun bei einem entzündeten Augenbrauenpiercing?

Körperschmuck erfreut sich seit vielen tausend Jahren großer Beliebtheit. Ob Bauchnabelpiercing oder der erste Ohrring - Piercings sind ein zeitloser Trend geworden. Doch was, wenn aus dem modischen Dauerbrenner ein andauerndes Brennen wird? Gerade bei Piercings an außergewöhnlichen Körperstellen verläuft die Heilung nicht immer reibungslos. Dieser Artikel gibt Ihnen Tipps, was bei einem entzündeten Augenbrauenpiercing zu tun ist.

Woran erkennst du, ob dein Piercing entzündet ist?

Im Prinzip wird der Haut oder dem Knorpel mit Ohrloch, Piercing und Co. eine kleine Wunde zugefügt. Eine deutliche Rötung am Piercing ist in den ersten Tagen nach dem Stechen normal. Nicht zu Unrecht wird der Stelle deshalb nach dem Stechen erstmal eine Schonfrist verordnet, in der sie möglichst nicht berührt werden sollte und z.B. auch Schwimmbäder besser gemieden werden. Eine beginnende Entzündung kann sich bereits durch eine leichte Rötung abzeichnen. Spätestens wenn die Stelle aber rot und heiß wird, anschwillt, sich kleine Eiterbläschen bilden oder es sogar blutet, wird es höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Keime lauern überall: Im Alltag, beim Sport - schon über ungewaschene Hände oder Schweiß können Bakterien & Viren in die Wunde gelangen und zu Entzündungen führen.

Achte besonders auf diese Warnsignale:

  • Die Stelle ist stark gerötet, deutlich geschwollen und fühlt sich warm bis heiß an.
  • Besonders aufmerksam solltest du werden, wenn gelber oder grüner Eiter austritt.
  • Während klare Flüssigkeit oder leichte Krustenbildung normal sind, deutet farbiger Ausfluss auf eine bakterielle Infektion hin.

Weitere mögliche Anzeichen einer Entzündung sind:

  1. Eine deutliche Rötung am Piercing (über die ersten Tage hinaus).
  2. Eine Schwellung.
  3. Ein Ausfluss um das Piercing herum.
  4. Eiterbildung rund um das Piercing.

Wenn sich die Stelle um Ohrring oder Piercing entzündet hat, ist es ratsam, die Stelle möglichst zu schonen. Das bedeutet: Nicht mit ungewaschenen Fingern berühren und den Schmuck zunächst nicht selbst entfernen.

OHRLOCH ENTZÜNDET Was tun? Welche HAUSMITTEL empfiehlt der Hautarzt?

Piercing entzündet: Wann sollte ich zum Arzt?

Generell kann es sinnvoll sein, den Piercer in dieser Situation zu Rate zu ziehen oder auch direkt einen Arzt aufzusuchen. Das gilt insbesondere bei Kindern. Ein Arztbesuch wird unvermeidbar, wenn sich die Symptome nach zwei bis drei Tagen nicht bessern oder sogar verschlimmern. Spätestens bei Fieber, starken Schmerzen oder sich ausbreitenden roten Streifen solltest du professionelle Hilfe suchen.

Was tun, wenn das Piercing entzündet ist?

Ist euer Helix oder Tragus Piercing, das Zungenpiercing oder Bauchnabelpiercing nur leicht entzündet, könnt ihr versuchen, die Entzündung selbst in den Griff zu bekommen. Es gibt einige Hausmittel und Salben, die bei der Wundheilung helfen können. Was ihr hingegen in keinen Fall machen solltet: Das Piercing bei einer Entzündung herausnehmen! Die Wunde würde zwar recht schnell zuwachsen, die Infektion im Inneren bleibt aber und es kann zu Eiterblasen und Abszessen kommen.

Wollt ihr die Piercing-Entzündung selbst behandeln, solltet ihr vor allem auf eins achten: saubere Hände! Vor der Behandlung also Hände gründlich mit Desinfektionsmittel reinigen oder Einweghandschuhe anziehen.

Diese Hausmittel und Salben helfen bei entzündeten Piercings:

  • Salzwasserlösung: Ein altbewährtes Hausmittel bei Entzündungen ist Salzwasser. Für die Salzwasserlösung wird 1 Teelöffel Salz in 250 ml lauwarmem Wasser aufgelöst. Die Lösung wird nun mithilfe eines Wattepads auf die Wunde getupft. Dreht das Piercing vorsichtig, damit die Lösung auch an den Stichkanal gelangt. Zwei- bis dreimal am Tag wiederholen.
  • Kamillentee: Auch Kamillentee kann bei einem entzündeten Piercing helfen, denn Kamillentee wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Geht hier genauso vor wie bei der Salzwasserlösung: Hände und Piercingstelle desinfizieren, in Kamillentee getränktes Wattepad auf die Wunde tupfen. Tipp: Kamillentee sollte jedes Mal aufs Neue frisch gekocht werden, damit sich keine Bakterien im Tee bilden. Noch besser wirkt konzentrierte Kamille-Tinktur aus der Apotheke.
  • Wundcreme: Bei einer Entzündung am Piercing sind auch desinfizierende Cremes, die Povidon-Iod enthalten oder Wund-Gels mit dem Wirkstoff Tyrothricin eine gute Wahl. Diese Heilsalben helfen vor allem bei Piercing-Wunden, die sich infiziert haben und nässen. Einfach mehrmals täglich auf die entzündete Stelle geben.
  • Desinfizierendes Pflegespray: Was bei einem entzündeten Piercing außerdem helfen kann, sind desinfizierende Pflegesprays- oder Pflegegele wie zum Beispiel Prontolind. Solche Sprays bekommt ihr in der Regel direkt beim Piercer oder könnt es hier bei Amazon shoppen*. Die Sprays dienen zum einen zur Vorbeugung einer Entzündung, helfen aber auch bei akuten Beschwerden, wenn sie zwei- bis dreimal am Tag auf die Piercingstelle aufgesprüht werden.
  • Antiseptikum: Ein flüssiges Antiseptikum wie BETAISODONA® Lösung ist gut geeignet, um insbesondere Entzündungen an schwer zugänglichen Stellen zu lindern: Im Gegensatz zu einem Gel oder einer Salbe dringt die Lösung auch in den Stichkanal selbst ein und hilft so, nachhaltig und nicht nur oberflächlich zu desinfizieren. Hierzu am besten ein Wattestäbchen mit BETAISODONA® Lösung tränken und die betroffene Stelle damit abtupfen.

Es kann auch sinnvoll sein, Ohrring oder Piercing selbst - nach vorheriger Reinigung - mit BETAISODONA® Lösung zu benetzen.

Warum hat sich mein Piercing entzündet?

Schuld an einer Piercing-Entzündung können viele verschiedene Ursachen sein. Intimpiercings, Nippelpiercings und Bauchnabelpiercings zum Beispiel sind besonders anfällig für Entzündungen, da sie einer ständigen Reibung durch Kleidung ausgesetzt sind.

Auch wer zu viel am Piercing herumspielt oder es ständig bewegt, riskiert eine Entzündung. Denn das Piercing wird dadurch ständig belastet. Zudem können bei mangelnder Pflege Keime ungehindert in die Piercingstelle eintreten.

Ein weiterer Grund für eine Entzündung: Das Material des Piercings ist das Falsche! Die meisten Studios verwenden als Erstschmuck Piercings aus Titan oder PTFE (Kunststoff). Sowohl Titan als auch Kunststoff sind leicht, beständig gegen Körperflüssigkeiten und lösen nur selten allergische Reaktionen aus.

Was kann ich tun, damit sich mein Piercing nicht entzündet?

Damit sich euer Piercing erst gar nicht entzündet, solltet ihr ein frisch gestochenes Piercing regelmäßig (zwei bis dreimal täglich) mit Pflegespray desinfizieren.

Die beste Behandlung ist die Vorbeugung. Hygiene ist dabei das A und O. Die Wahl des richtigen Studios ist entscheidend für einen komplikationsfreien Heilungsverlauf. Achte darauf, dass das Studio höchste Hygienestandards einhält und ausschließlich sterile Instrumente verwendet.

Um das Risiko einer Entzündung zu minimieren, sollten Sie bei der Auswahl des Piercingstudios darauf achten:

  • Wird Desinfektionsmittel für Flächen, Hände, Haut genutzt?
  • Werden ausschließlich sterile Einwegmaterialien wie Schutzunterlagen und Tupfer verwendet?
  • Trägt die Piercerin oder der Piercer bei dem Eingriff Einmalhandschuhe und einen Mundschutz?
  • Klärt man Sie vor dem Stechen umfassend über Risiken wie Entzündungen, allergischen Reaktionen sowie den richtigen Umgang mit dem Piercing, die nötige Nachbehandlung, das richtige Verhalten und die Heilungsdauer auf?
  • Benutzt die Piercerin oder der Piercer hypoallergenen Schmuck?

Dein Immunsystem spielt eine wichtige Rolle bei der Heilung. Achte auf ausreichend Schlaf, eine gesunde Ernährung mit viel Vitamin C und Zink und vermeide Stress.

Weitere Tipps, damit sich Ihr Piercing nicht entzündet:

  • Piercingstab sollte nicht zu kurz sein.
  • Piercing möglichst wenig berühren und nicht daran herumfummeln.
  • Starke Reibungen oder Druck vermeiden.
  • Bei akuten Entzündungen: Finger weg und Schwimmbad, Solarium und Sauna meiden.

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