Körperschmuck erfreut sich seit vielen tausend Jahren großer Beliebtheit. Ob Bauchnabelpiercing oder der erste Ohrring - Piercings sind ein zeitloser Trend geworden. Doch was, wenn aus dem modischen Dauerbrenner ein andauerndes Brennen wird? Gerade bei Piercings an außergewöhnlichen Körperstellen verläuft die Heilung nicht immer reibungslos. Dieser Artikel gibt Ihnen Tipps, was bei einem entzündeten Augenbrauenpiercing zu tun ist.
Im Prinzip wird der Haut oder dem Knorpel mit Ohrloch, Piercing und Co. eine kleine Wunde zugefügt. Eine deutliche Rötung am Piercing ist in den ersten Tagen nach dem Stechen normal. Nicht zu Unrecht wird der Stelle deshalb nach dem Stechen erstmal eine Schonfrist verordnet, in der sie möglichst nicht berührt werden sollte und z.B. auch Schwimmbäder besser gemieden werden. Eine beginnende Entzündung kann sich bereits durch eine leichte Rötung abzeichnen. Spätestens wenn die Stelle aber rot und heiß wird, anschwillt, sich kleine Eiterbläschen bilden oder es sogar blutet, wird es höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Keime lauern überall: Im Alltag, beim Sport - schon über ungewaschene Hände oder Schweiß können Bakterien & Viren in die Wunde gelangen und zu Entzündungen führen.
Achte besonders auf diese Warnsignale:
Weitere mögliche Anzeichen einer Entzündung sind:
Wenn sich die Stelle um Ohrring oder Piercing entzündet hat, ist es ratsam, die Stelle möglichst zu schonen. Das bedeutet: Nicht mit ungewaschenen Fingern berühren und den Schmuck zunächst nicht selbst entfernen.
Generell kann es sinnvoll sein, den Piercer in dieser Situation zu Rate zu ziehen oder auch direkt einen Arzt aufzusuchen. Das gilt insbesondere bei Kindern. Ein Arztbesuch wird unvermeidbar, wenn sich die Symptome nach zwei bis drei Tagen nicht bessern oder sogar verschlimmern. Spätestens bei Fieber, starken Schmerzen oder sich ausbreitenden roten Streifen solltest du professionelle Hilfe suchen.
Ist euer Helix oder Tragus Piercing, das Zungenpiercing oder Bauchnabelpiercing nur leicht entzündet, könnt ihr versuchen, die Entzündung selbst in den Griff zu bekommen. Es gibt einige Hausmittel und Salben, die bei der Wundheilung helfen können. Was ihr hingegen in keinen Fall machen solltet: Das Piercing bei einer Entzündung herausnehmen! Die Wunde würde zwar recht schnell zuwachsen, die Infektion im Inneren bleibt aber und es kann zu Eiterblasen und Abszessen kommen.
Wollt ihr die Piercing-Entzündung selbst behandeln, solltet ihr vor allem auf eins achten: saubere Hände! Vor der Behandlung also Hände gründlich mit Desinfektionsmittel reinigen oder Einweghandschuhe anziehen.
Es kann auch sinnvoll sein, Ohrring oder Piercing selbst - nach vorheriger Reinigung - mit BETAISODONA® Lösung zu benetzen.
Schuld an einer Piercing-Entzündung können viele verschiedene Ursachen sein. Intimpiercings, Nippelpiercings und Bauchnabelpiercings zum Beispiel sind besonders anfällig für Entzündungen, da sie einer ständigen Reibung durch Kleidung ausgesetzt sind.
Auch wer zu viel am Piercing herumspielt oder es ständig bewegt, riskiert eine Entzündung. Denn das Piercing wird dadurch ständig belastet. Zudem können bei mangelnder Pflege Keime ungehindert in die Piercingstelle eintreten.
Ein weiterer Grund für eine Entzündung: Das Material des Piercings ist das Falsche! Die meisten Studios verwenden als Erstschmuck Piercings aus Titan oder PTFE (Kunststoff). Sowohl Titan als auch Kunststoff sind leicht, beständig gegen Körperflüssigkeiten und lösen nur selten allergische Reaktionen aus.
Damit sich euer Piercing erst gar nicht entzündet, solltet ihr ein frisch gestochenes Piercing regelmäßig (zwei bis dreimal täglich) mit Pflegespray desinfizieren.
Die beste Behandlung ist die Vorbeugung. Hygiene ist dabei das A und O. Die Wahl des richtigen Studios ist entscheidend für einen komplikationsfreien Heilungsverlauf. Achte darauf, dass das Studio höchste Hygienestandards einhält und ausschließlich sterile Instrumente verwendet.
Um das Risiko einer Entzündung zu minimieren, sollten Sie bei der Auswahl des Piercingstudios darauf achten:
Dein Immunsystem spielt eine wichtige Rolle bei der Heilung. Achte auf ausreichend Schlaf, eine gesunde Ernährung mit viel Vitamin C und Zink und vermeide Stress.
Weitere Tipps, damit sich Ihr Piercing nicht entzündet:
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