Loi: Eine Sängerin erobert die Musikwelt

Es gibt Stimmen, die einen hellhörig machen und bestenfalls regelrecht umhauen. Genau darauf sollte man vorbereitet sein, wenn man Loi in seinen Gehörgang lässt.

Loi hat mit dem dunklen Timbre ihrer kraftvollen Stimme und den Tonfall-Variationen schon als 14-Jährige musikalische Größen wie Sasha, Mark Forster, Ed Sheeran oder Nena verblüfft und schaffte es ins Finale von „The Voice Kids“ 2017. Vier Jahre danach und mit vier verschiedenen Schulabschlüssen in der Tasche, stürzt sie sich nun in das große Abenteuer „Musik“.

Loi heißt eigentlich Leonie Greiner, doch dieser Name war ihr einfach zu lang. „Als Kind wurde ich Leonie Löwenherz genannt und daran erinnerte ich mich. In der Dichtform heißt der Löwe „Leu“ und ich habe nur eine andere Schreibweise genommen. Ich mag es kurz und knapp“, erzählt sie lachend.

In einem kleinen Vorort von Mannheim aufgewachsen, sorgte sie im Rahmen des Schulwettbewerbs „Starke Schule“ 2016 bereits für Aufsehen. Stellvertretend für ihre Schule holte sie mit einem selbstgeschriebenen Song den ersten Platz in Baden-Württemberg und den zweiten Platz deutschlandweit. Die Eindrücke und Erfahrungen, die sie ein Jahr später in der Sat1/Pro7-Show „The Voice Kids“ machte, motivierten sie erst recht weiterzumachen.

„Ich glaube, dass man alles schaffen kann und dass Hoffnung und Motivation ein guter Antrieb sind. Und der nächste Erfolg lässt auch nicht lange auf sich warten.

Ihre Debutsingle „I Follow“ ist der Titelsong zum neuen OSTWIND-Abenteuer und beschließt die erfolgreiche Filmreihe. Vor allem zeigt sich bei der Single ihre persönliche Vorliebe für Balladen. „Es ist toll, wenn sich jeder in einen Song reinversetzen und etwas für sich persönlich rausziehen kann. Bei „I Follow“ geht es für mich um die Musik, das ich der Musik folge. Am nächsten Song wird auch schon fleißig gebastelt.

Mit „I Am Enough“ trifft sie eine Aussage, die im Vorbilder- und Influencer-Dschungel vieler junger Frauen viel zu selten vorkommt. Denn die wenigsten meinen über sich selbst: So wie ich bin und wie ich aussehe, ist es gut. „Ich bin ein sehr offener Mensch und ein Schönheitsideal habe ich nicht. Klingt jetzt vielleicht wie aus einem Buch aber ich finde, jeder Mensch ist schön. Ich habe zum Beispiel einen großen Leberfleck am Auge und es gibt viele die mich darauf ansprechen. Dann erkläre ich, das ich den schon von Geburt an habe, der gehört eben zu mir.“

Und zu ihr gehört auch, dass sie ein paar Mal in der Woche singend durch die Landschaft joggt, dann schauen ihr die Leute oft entgeistert hinterher. Rückhalt für den Schritt in die Musik gibt es von Zuhause „Meine Mutter ist mein Glücksbringer und sie singt genauso gerne wie ich. Die Schulabschlüsse waren ihr wichtig aber sie glaubt fest daran, das es mit der Musik funktioniert“.

Das sie für ihr großes Ziel arbeiten muss ist ihr durchaus bewusst und das es noch jede Menge zu lernen gibt sowieso. Dafür hat sie bereits mit privater Weiterbildung in Sachen Tourleben und Anforderungen begonnen und schaut sich jede Menge Dokumentationen über bekannte Musiker an, um zu sehen was „Musikerin sein“ eigentlich alles beinhaltet.

Auch musikalische Experimente reizen sie, wie sich unlängst gezeigt hat. Ich fand die Idee witzig und habe ein Pfannenkuchen-Rezept gesungen - war ein Riesenspaß“. Noch steht sie am Anfang aber was sie in so jungen Jahren bereits erreicht hat ist beachtlich.

Allstar LOI singt ihren Hit "PICK UP!" | The Voice Kids 2022

Aktuelle Trends in der Musikindustrie

Unverändert weisen zahlreiche Untersuchungen Radio als wichtigen Kompass und Orientierungshilfe für den Musikkonsum der Menschen aus. Wie aber entwickelt sich die Musik im Radio? Die Antworten der Entscheider aus den Musikredaktionen lieferten eine Vielzahl interessanter Hinweise auf die aktuellen und kommenden Musikströmungen.

1) Country-Musik im Mainstream: Im vergangenen Jahr haben sich in unserem Sendegebiet einige verschiedene Musiktrends hervorgetan. Die Country-Musik hat beispielsweise endlich den Vormarsch ins Mainstream-Radio geschafft. Das haben wir auch bereits etablierten Künstler*innen wie Beyoncé mit ihrem Album „Cowboy Carter“ und dem Hit, der letztes Jahr kaum aus unserem Programm wegzudenken war „Texas Hold’Em“ oder Post Malone mit seinem Country-Album „F-1 Trillion“, zu verdanken.

2) Samples und Interpolationen: Ein Trend, der schon in den letzten Jahren erkennbar war, sich aber letztes Jahr nochmal gefestigt hat, sind Interpolationen und Samples. Der immer größer werdende Einfluss von Samples und Interpolationen in der Musikwelt zeigt eigentlich, dass die meisten Trends sich auch über mehrere Jahre hinweg halten. Deshalb glaube ich, dass auch Country-Musik und vom Country-Genre inspirierte Musik sich in den nächsten Jahren weiter in den Airplay Charts halten wird. Die Bedeutung der sozialen Medien bei der Vermarktung neuer Musik und sich daraus ergebende Trends werden vermutlich auch zunehmen.

3) Weibliche Popstars: Für mich war [Jahr] das Jahr, in dem sich eine neue Generation weiblicher Popstars hervorgetan hat. Künstlerinnen wie Chappell Roan, Sabrina Carpenter oder Charli XCX, die eigentlich schon länger mehr Aufmerksamkeit verdienen, bisher aber leider viel zu oft übersehen oder nicht angemessen gewürdigt wurden, konnten endlich die Früchte ihrer harten Arbeit ernten und die Massen für sich begeistern. Außerdem konnten mich auch Künstlerinnen wie Lola Young und Gracie Abrams begeistern - was zugegebenermaßen ihren viralen Hits geschuldet ist.

4) Förderung von Newcomern: An vielen Stellen passiert das ja schon, aber dennoch wünsche ich mir weiterhin bessere und nachhaltigere Unterstützung für Newcomer*innen. Auch auf organische Art und Weise, wenn es mit dem großen viralen Hit erstmal nichts wird. Unter anderem auch im Hinblick auf Festivals und ihr Booking wünsche ich mir weiterhin mehr Sichtbarkeit von FLINTA*- Künstler*innen, auch wenn sich da an einigen Stellen schon etwas tut.

5) Afro-House und EDM: Afro-House hat nach dem Erfolg von Adam Port, Stryv, Orso & Malachiii mit „Move“ nochmal einen ordentlichen Hype erfahren. Einige Größen aus dem EDM-Bereich haben den Sound ebenfalls für sich entdeckt und sind bei DASDING auf der Rotation gelandet. Abseits davon wurden im EDM-Kosmos die BPM nochmal ein kleines Stück weiter nach oben geschraubt. Auch erwähnenswert: Von Apache & Ayliva bis Zartmann sind viele bei uns etablierte, aber auch frische Newcomer*innen, welche deutschsprachige Musik releasen, fester Bestandteil unserer Playlisten geworden.

6) Soziale Medien und Streaming: Für uns als Junger Sender bleibt die Beobachtung von Songs, die durch Social-Media und im Domino-Effekt durch Streaming groß werden, weiterhin ein spannendes Feld, welches sicher auch [Jahr] einige Überraschungen mit sich bringen wird. Egal ob der Song schon lange erschienen ist oder gerade erst released wurde. Neben nur für Social-Media geeignete Snippets und einigen internen Kopfschüttlern bringt dies aber auch viele Perlen ans Licht, die es so sonst nicht ins Radio geschafft hätten oder die „wiederbelebt“ bzw. von der Gen Z nochmal neu entdeckt werden.

7) Konzerterlebnisse: Rin und Schmyt durch ihre “No Phones Allowed Tour“. Schönes Erlebnis mal wieder ohne Handybildschirm in der Fresse bei einem Konzert zu sein. Royal Otis, weil einfach gut. Charli xcx mit “Brat“ und der daraus generierte Vibe. Levin Liam im Sonnenuntergang bei unserem DASDING Festival. Jassin mit seiner Debut EP “Kinder können fies sein“. Linkin Park, die mit eigentlich nicht im Trend liegenden Nu-Metal/Alternative Rock aka gelernten Linkin Park Sound ihr Comeback zelebrieren und mit neuer Sängerin nahtlos an frühere Erfolge anknüpfen. Rihanna, die einfach durchzieht und auch [Jahr] kein Album released.

8) Vielfalt und Subkultur: Indiepop neben Deutschrap und Reggaeton neben Hip-Hop und zeitgenössischem R’n’B. Mehr als durch das Radio werden die Jugendkulturen von Streaming-Plattformen sowie von sozialen Medien geprägt. Spannend bleibt für die Region Berlin-Brandenburg mit dem Blick auf Trends, dass Berlin weiterhin als musikalische Hauptstadt Europas gilt. Das liegt vor allem an der hiesigen äußerst diversen popkulturellen Szene. Paradoxerweise bilden viele Radiostationen in unserem Sendegebiet diese Vielfalt nicht ab, sondern verlassen sich wenig mutig auf enge Rotationen mainstreamiger Hits. Da Berlin zum meist umkämpften Radiomarkt Europas zählt, hat radioeins dahingehend eine eigene Strategie gefunden und verschafft mit Leidenschaft der Subkultur Gehör.

9) Lokale Talente und KI: Musiklabels und Medien sollten stärker in regionale KünstlerInnen und Szenen investieren, um kulturelle Vielfalt zu erhalten. Sehe ich in der Popmusik eher als Gefahr. Künstliche Intelligenz sollte eher kreative Prozesse ergänzen, die menschliche Kreativität nicht verdrängen.

10) Musik "Made in Germany": Was mich freut, ist die Tatsache, dass Musik „Made in Germany“ von Musiker:innen wie zum Beispiel Loi, Leony, Michael Schulte, Malik Harris, Kamrad, Fast Boy, Alle Farben etc.

11) "Pop goes Country": Spätestens seit „Texas Hold ’Em“ von Beyoncé ist klar, dass Country im Mainstream ein Thema ist, beziehungsweise sein wird. Es folgten zum Beispiel Dasha, Shaboozey etc.

12) Rhythmische Uptempo-Songs: Bei 89.0 RTL waren rhythmische Uptempo-Songs immer noch am beliebtesten. Neben den gewohnten EDM-Hits von Kygo und David Guetta kamen vor allem entspanntere Tracks wie „I Adore You“ von Hugel oder „I Like The Way You Kiss Me“ von Artemas richtig gut an. Die größte Überraschung für einen Jugendsender wie 89.0 RTL waren die Country anmutenden Hits von Dasha und Shaboozey, die jetzt auch in Deutschland vom jungen Publikum gefeiert werden.

13) Radio als Begleitmedium: Ich wünsche mir, dass die Musikindustrie die unersetzliche Rolle des Radios als Begleitmedium nicht aus den Augen verliert. Entgegen den Prognosen ist die Existenz des Radios nicht bedroht und das Hörverhalten unterscheidet sich stark von dem bei Streamingdiensten. Wir stehen für ein kuratiertes und vertrautes Programm, das sofort abrufbar ist und einen ausgewogenen, wiedererkennbaren Hitmix liefert.

14) Folk-Pop und Coverversionen: Im Trend war und ist eindeutig Folk-Pop sowie auch die vor einigen Jahren aufgepoppte Welle an Coverversionen von Hits aus vergangenen Zeiten, der „klassische“ Dancepop hingegen hinkt aktuell etwas hinterher. Nach wie vor im Trend in Österreich sind heimische Größen, die uns in regelmäßigen Abständen mit Hits versorgen, sowie auch der ein oder andere „untypische“ Poptitel, wie etwa „Verwandtschaftstreffen“ von RIAN.

15) Vielfalt und KI-Musik: Noch mehr Vielfalt. „Ich glaube, es wäre wichtig, KI-Musik und Fake-Profile von Streaming-Diensten zu verbannen.

16) Deutsche Produktionen: Eine wichtige Rolle im Programm von PULS Radio haben deutsche Produktionen gespielt. Erfreulich ist dabei, dass die Musikszene in Bayern und Deutschland so vielfältig geworden ist, dass die relevanten Songs eine unglaubliche musikalische Bandbreite abdecken. Inzwischen ist da viel mehr Mut zu spüren! Und obwohl das Musikbusiness insgesamt immer noch männlich dominiert ist, haben sich in den letzten Jahren viele grandiose weibliche Acts durchsetzen können - das ist ein riesiger Gewinn für die popkulturelle Szene und für unsere Programme. Bei PULS Radio ist es längst kein Problem mehr, im Programm zu mindestens 50% Acts mit weiblicher Beteiligung zu featuren. Außerdem laufen bei uns seit [Jahr] jede Stunde 50% Acts aus Deutschland/Österreich/Schweiz.

17) Selbstbewusstsein junger Acts: Ich gehe davon aus, dass immer mehr junge Acts in Deutschland das Selbstbewusstsein und die musikalische Eloquenz besitzen, sich auf wirklich originelle Art und Weise auszudrücken. Und ich bin überzeugt, dass der Mut auch belohnt wird - die alten Regeln bezüglich „Mainstream“ und „Nische“ haben immer weniger Bedeutung. Ein ganz banales Beispiel ist, dass es plötzlich auch wieder viel mehr Songs gibt, die länger als zwei Minuten sind.

18) Rhythmische Popmusik und Gitarrenpop: Nach wie vor mögen die Radio Hamburg-Hörer rhythmische Popmusik, können sich jedoch auch weiter zunehmend für Gitarrenpop mit oder auch gern ohne Country-Einschlag begeistern. Auffällig viele tiefe Männerstimmen wie Teddy Swims, Hozier, Shaboozey oder auch Mark Ambor konnten hervorragende Testergebnisse einfahren. So eine Häufung von guten Testergebnissen in diesem Bereich ist bei uns noch relativ neu.

19) Etablierte und neue Hit-Garanten: Ich freue mich sehr, dass inländische etablierte Künstler wie Nico Santos, Leony, Michael Schulte, Alle Farben aber auch Newcomer wie Loi, Kamrad, ClockClock oder auch Fast Boy sich immer mehr zu Hit-Garanten mausern.

Diese Trends zeigen, dass die Musikindustrie einem ständigen Wandel unterliegt und sich immer wieder neu erfindet. Loi und andere Künstler*innen tragen dazu bei, diese Vielfalt zu gestalten und die Musiklandschaft zu bereichern.

Loi - Bildquelle: YouTube

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