Astaxanthin ist ein Carotinoid mit besonders grosser antioxidativer und entzündungshemmender Wirkung. Carotinoide sind natürliche Pflanzenfarbstoffe, sie sind für die kräftigen Farben vieler Früchte und Gemüse zuständig. Sie färben Tomaten rot, Maiskörner gelb und Karotten orange.
Carotinoide werden in zwei Gruppen aufgeteilt: In die Carotine und die Xanthophylle. Zu den Carotinen gehören beispielsweise das Beta-Carotin aus Karotten sowie das Lycopin aus Tomaten. Zu den Xanthophyllen gehören das Lutein und Zeaxanthin. Astaxanthin kommt natürlicherweise besonders häufig in Algen (Plankton) vor, aber auch in einer beschränkten Anzahl von Pilzen und Bakterien.
Das ist bei Lachsen der Fall, bei manchen Forellen, Hummer, Shrimps, Krill, Krabben und auch bei den Flamingos. Wildlachse enthalten die höchste Astaxanthin-Konzentration der Welt.
Astaxanthin ist in verschiedenen Meeresfrüchten und Algen enthalten, die für ihre gesundheitlichen Vorteile bekannt sind.
Ständig ist von Antioxidantien die Rede. Was verbirgt sich dahinter? Anti-Oxidantien verhindern - wie ihr Name sagt - Oxidationen. Oxidationsprozesse entstehen, wenn freie Radikale zugegen sind.
Im Leben eines freien Radikals gibt es nun nichts Wichtigeres als die Jagd nach diesem fehlenden Elektron. In Bruchteilen einer Sekunde überfallen freie Radikale Körperzellen und entreissen ihnen ein Elektron. Dem Bestohlenen fehlt nun seinerseits ein Elektron und er wird zum freien Radikal.
Daraus entstehen Kettenreaktionen, die im Körper massive Schäden verursachen können. Es beginnt mit Falten und nachlassender Muskelspannkraft und endet in chronisch-entzündlichen Erkrankungen bis hin zu Krebs.
In einem Experiment verglich man die antioxidative Wirkung von Astaxanthin mit derjenigen von Vitamin E - einem bekanntlich sehr starken Antioxidans. Im Vergleich zu Beta-Carotin wirkte in derselben Versuchsanordnung Astaxanthin immer noch 11-mal stärker.
Eine zweite Studie testete die Fähigkeit verschiedener Antioxidantien, freie Radikale zu eliminieren. Ins Rennen gingen u. a. Vitamin E, Vitamin C, Beta-Carotin und Astaxanthin. Es zeigte sich, dass Astaxanthin fast 20-mal besser wirkte als Vitamin E, über 50-mal besser als Beta-Carotin und über 60-mal stärker als Vitamin C.
Ein Vergleich der antioxidativen Wirkung von Astaxanthin mit anderen bekannten Antioxidantien.
Oft reagieren Menschen ungläubig, wenn im Zusammenhang mit manchen natürlichen Stoffen wie z. B. Die Antwort ist einfach: Viele Beschwerden haben ein und dieselbe Ursache (oxidativer Stress und/oder Entzündungen).
Akute Entzündungen sind sehr wichtig. Sie zeigen, dass unser Immunsystem gerade einen Störenfried bekämpft, was - wenn alles klappt - früher oder später wieder zur Genesung führen sollte. Gehen Entzündungen jedoch in einen chronischen Zustand über, dann ist dies ein Zeichen für ein Ungleichgewicht im Körper.
Chronische Entzündungen können im ganzen Körper zu ernsthaften Gewebeschäden führen, die sich wiederum in vielen heute nur allzu gut bekannten Erscheinungen äussern, wie z. B. Arthritis, Asthma, Morbus Crohn oder grüner Star (Glaukom).
Astaxanthin wirkt stark entzündungshemmend, indem es die Aktivität vieler Entzündungsbotenstoffe im Körper reduziert. Chronisch-entzündliche Krankheiten entstehen dabei nicht von heute auf morgen. Sie entwickeln sich langsam und oft unbemerkt.
Man spricht hier von sog. Stumme Entzündungen unterscheiden sich von akuten Entzündungen dadurch, dass sie vom Betroffenen nicht wahrgenommen werden, weil sie (vorerst) symptomlos verlaufen. Entzündungen sind in der heutigen Zeit also offenbar eine Art Massenerscheinung, so dass bei vielen Gesundheitsbeschwerden des modernen Menschen dringend solche Massnahmen eingesetzt werden sollten, die wie Astaxanthin - nebenwirkungsfrei - chronische Entzündungsprozesse bekämpfen können.
Auch das sog. Karpaltunnelsyndrom- das schulmedizinisch nur allzu oft unbefriedigend therapiert wird - soll auf eine Behandlung mit Astaxanthin in manchen Fällen gut reagieren.
Auch ein Sonnenbrand gehört zu den Entzündungen, weshalb er von Astaxanthin günstig beeinflusst werden könnte. Während Sonnenschutzcremes ständig aufgetragen werden müssen, allzu oft bedenkliche Zutaten enthalten und darüber hinaus die Vitamin-D-Bildung in der Haut hemmen, soll Astaxanthin die Haut von innen heraus gegen die UV-Strahlung schützen - genau so, wie das es auch bei den Algen tut.
Bei einer Studie stellte man die UV-Strahlungsintensität fest, die nötig war, um bei den Probanden einen Sonnenbrand auszulösen. Dann erhielten sie zwei Wochen lang täglich 4 Milligramm natürliches Astaxanthin und wurden im Anschluss dieser Kur erneut der UV-Strahlung ausgesetzt.
Dabei ist zu beachten, dass zwei Wochen eine sehr kurze Zeitspanne sind. Im Allgemeinen wird eine Einnahme von 4 Milligramm täglich über 4 Wochen hinweg empfohlen (z. B. vor dem Urlaub), um den genannten Sonnenschutz zu erzielen.
Allein auf das Carotinoid sollte man sich daher nicht verlassen, sondern immer auch ein Sonnenschutzmittel aus dem Naturkosmetikbereich zur Hand haben. Doch benötigt man davon evtl. Gleichzeitig unterstützt Astaxanthin das Immunsystem - und zwar auf vielen verschiedenen Wegen, was in einer doppelblinden, plazebokontrollierten klinischen Studie von Dr. Chew gezeigt werden konnte.
Wenn freie Radikale Haut- und Muskelzellen attackieren, dann führt das zu Falten, zu einer nachlassenden Spannkraft der Haut und zu schlaffen Muskeln. Wenn freie Radikale die Zellen der Netzhaut angreifen, dann sind Augenkrankheiten die Folge. Antioxidantien wie Astaxanthin verlangsamen durch die Ausschaltung der freien Radikale all diese Alterungsprozesse.
In einer Studie wurde den Teilnehmerinnen (sie waren alle weiblich und ihr Durchschnittsalter betrug 40 Jahre) 6 Milligramm Astaxanthin täglich verabreicht. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Bereits nach den ersten zwei Wochen konnten in sieben Bereichen Verbesserungen des Hautbildes beobachtet werden. Die Teilnehmerinnen selbst berichteten von weniger Schwellungen unter den Augen und einer erhöhten Elastizität der Haut.
Astaxanthin ist als starkes Antioxidans bekannt und wird zunehmend in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. Doch auch im Zusammenhang mit Haarausfall wird der Wirkstoff vereinzelt diskutiert. Oxidativer Stress gilt als eine mögliche Ursache verschiedener Formen von Haarausfall - etwa bei hormonellem oder altersbedingtem Haarausfall.
Dabei entstehen aggressive Sauerstoffverbindungen (freie Radikale), die körpereigene Zellen schädigen können, darunter auch Haarfollikel. Astaxanthin wirkt als Antioxidans und könnte theoretisch dazu beitragen, oxidativen Stress in den Haarwurzeln zu reduzieren, da es antioxidativ und antientzündlich wirkt.
Ein weiterer möglicher Mechanismus betrifft das Enzym 5-Alpha-Reduktase, das Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) umwandelt. DHT wird mit androgenetischem Haarausfall in Verbindung gebracht, also ein durch männliche Hormone und genetische Veranlagung verursachter Haarausfall. Eine Zellstudie zeigte, dass Astaxanthin in vitro (“im Reagenzglas”) die Aktivität dieses Enzyms hemmen kann.
Die Studienlage ist insgesamt begrenzt. Es gibt bislang keine hochwertigen Studien an Menschen, die zeigen, dass Astaxanthin Haarausfall entgegenwirkt. In ersten tierexperimentellen Studien wurden Kombinationen von Astaxanthin mit anderen antioxidativen Nährstoffen eingesetzt. Dabei zeigten sich positive Effekte auf das Haarwachstum bzw. die Haardichte.
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