Arzt mit Glatze: Ursachen, Behandlung, Akzeptanz

Im Laufe ihres Lebens werden viele Männer und Frauen mit dem Problem von Haarausfall / Alopezie konfrontiert.

Bei den einen ist der Haarausfall erblich bedingt, bei den anderen sorgen Stress und Umweltfaktoren dafür, dass die Haare auf dem Kopf immer weniger werden.

Nicht immer können bestimmte Pflegeprodukte ihr Versprechen einhalten und den Haarausfall stoppen, auch Hausmittel und konventionelle Behandlungen gegen Haarausfall und kreisrunden Haarausfall führen in den seltensten Fällen zu dem gewünschten Ergebnis.

Ursachen von Haarausfall

Es sind mehr als 80 Haarausfallursachen bekannt.

Haarausfall ist nach der Geburt (Neugeborenenhaarausfall) und nach der Entbindung (Schwangerenhaarausfall) nicht unüblich.

Durch die hormonelle Umstellung kommt es etwa ab der achten Woche nach der Entbindung physiologischerweise zu einem verstärkten Haarausfall, der sich nach einigen Monaten spontan wieder normalisiert.

Bei Mädchen zwischen 16 und 20 Jahren kommt es manchmal zu einem verstärkten Haarausfall.

Physiologischerweise werden die Haare mit zunehmendem Alter durch Schrumpfung der Haarfollikel dünner und feiner.

Nach fieberhaften Krankheiten kann es zu Mangelerscheinungen kommen (Eisen, Zink, Biotin, Folsäure, Vitamin-B12, Eiweißmangel, Mangelernährung durch forcierte Diäten, Magersucht, bei Alkoholismus und Stoffwechselerkrankungen), Schilddrüsenfunktionsstörungen (speziell Schilddrüsenüberfunktion).

Die mit Abstand häufigste Form von Haarausfall ist der erblich bedingte Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt. Er ist bei 95 Prozent der von Haarausfall Betroffenen die Ursache des übermäßigen Haarverlusts.

Dieser stellt die häufigste Form des Haarausfalls dar. Er kommt bei Männern wie bei Frauen vor.

Die Ursache liegt darin, dass die Haarwurzelzellen bei manchen Individuen eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber dem männlichen Hormon Testosteron aufweisen.

Zur androgenetischen Alopezie kommt es auch ohne Störungen des Hormonhaushaltes durch eine genetische Veränderung der Empfindlichkeit der Haarwurzelzellen für männliche Hormone.

Diese erhöhte Empfindlichkeit findet sich in der Regel nur im oberen Kopfbereich, weswegen bei der männlichen Glatzenbildung ein Kranz stehen bleibt.

In leichteren Fällen kommt es nur zu Geheimratsecken oder zu Hinterhauptsglatzen.

Bei dieser Sonderform des Haarausfalls kommt es herdförmig zu kahlen Stellen, die sich ausbreiten und wieder zurückbilden können und in seltenen Fällen (10 %) zum totalen Verlust der Behaarung (inklusive Augenbrauen, Wimpern, Axillar- und Genitalbehaarung) führen kann.

Zugrunde liegt dieser Erkrankung eine Immunstörung, die zu einem Angriff bestimmter Immunzellen auf die Haarwurzelzellen führt.

Haarausfall bei Frauen: Welche Medikamente und Behandlungen helfen? | ARD GESUND

Diagnosemethoden bei Haarausfall

  • Durch das Herausreißen von 50 bis 100 Haaren mit einer speziellen Zange können Haare und Haarwurzelzellen mikroskopisch analysiert und ausgezählt werden. Dies ergibt einen guten Anhalt für den Zustand der Haarwurzelzellen und über die mögliche Schädigungsursache. Die ausgerissenen Haare wachsen nach.
  • Ein kleines Areal der Kopfhaut wird rasiert, nach 3 Tagen werden die nachwachsenden Haarstoppeln eingefärbt, mit dem Video-Auflichtmikroskop eingescannt und mit einer speziellen Auswertungssoftware ausgewertet.

Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

In meiner Praxis bieten wir Patienten eine professionelle, erfolgsversprechende Methode an.

Vor der eigentlichen Therapie findet ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten statt, in dem der Patienten über die PRP Behandlung aufgeklärt wird und alle eventuellen Nebenwirkungen und Risiken besprochen werden.

Für die PRP-Therapie wird dem Patienten etwas Blut entnommen und anschließend zentrifugiert.

Daraus wird ein hochkonzentriertes, plättchenreiches Blutplasma gewonnen, welches gegen den Haarausfall mit einer feinen Nadel oder mit dem fraktionierten CO2-Laser (Laser Assisted Drug Delivery) unter die Kopfhaut gebracht wird.

Durch diese Behandlung aktivieren die im Plasma enthaltenen Thrombozyten Wachstumsfaktoren in der Kopfhaut und den Haarwurzeln und leiten darüber hinaus einen Heilungsprozess ein.

Dadurch dass es sich bei der PRP-Therapie um Eigenblut handelt, ist diese Behandlung besonders verträglich und allergische Reaktionen - sowie Infektionen sehr unwahrscheinlich.

Es lässt sich pauschal keine Aussage darüber treffen, wie häufig eine PRP Behandlung bei einem Mann oder einer Frau durchzuführen ist, sodass man durch diese den Haarausfall dauerhaft stoppen und das Wachsen der Haare erneut stimulieren kann.

Erfahrungsgemäß kann man festhalten, dass etwa 3 Behandlungen im Abstand von ca. 6 Wochen sich für eine erfolgreiche Therapie bewährt haben.

Eine italienische Studie in Padua testete die Therapie an 1033 Patienten mit androgenetischem diffusen Haarausfall und bestätigte eine Zunahme der Haardichte bei 80% der Probanden. In 93% der Fälle kam es zu einer Zunahme der Haardicke.

335 Patienten mit kreisrundem Haarausfall nach zuvor erfolgloser anderweitiger Therapie wurden ebenfalls getestet.

Vorab sei gesagt, dass eine PRP Haarwurzelbehandlung mit Eigenblut nicht für jeden Mann oder Frau gleichermaßen geeignet ist.

Wie bereits zuvor erwähnt, sind Männer mit Glatze bereits von einer PRP Behandlung ausgeschlossen, da bei ihnen kein erfolgsversprechendes Haarwachstum durch die Behandlung zu erwarten ist.

Außerdem ist es ein ganz natürlicher Prozess, dass Menschen im Frühjahr und Herbst mehr Haare verlieren als zu den anderen Jahreszeiten und es in so einem Fall nicht notwendig ist eine PRP Behandlung einzuleiten.

Allgemein gilt die Regel, dass erst ab dem Zeitpunkt, ab dem man über einen längeren Zeitraum weit mehr als 100 Haare am Tag verliert, es ratsam ist sich in einen professionelle Behandlung gegen den Haarausfall zu begeben.

Dabei sollte man sehr früh auf erste Anzeichen von Haarausfall achten und der Ursache des Haarverlustes auf den Grund gehen.

Es existieren viele Faktoren wie Stress, hormonelle Veränderungen oder Schilddrüsenfunktionsstörungen, die als Ursache für den Haarausfall in Frage kommen.

Trotzalledem kann ein bedingter Haarausfall durch eine Eigenbluttherapie erfolgreich bekämpft und ausgefallenes Haar in Zukunft vermieden werden.

Leidet man unter einem kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata), bei dem münzgroße Stellen am Kopf kahl sind, ist häufig das eigne Immunsystem der Auslöser des Problems.

Sollte an dieser Stelle eine Behandlung mit Glucocorticoid-Lösungen nicht anschlagen, können Sie mit Ihrem Arzt über sinnvolle Alternativen sprechen, die den Haarausfall aufhalten können.

Bei rechtzeitiger Behandlung mit frühzeitigem Beginn kann dieser Haarausfall gestoppt werden.

Das Haar kann wieder wachsen.

Bei der ursachenorientierten Therapie des Spannungshaarausfalls oder Alopecia Contentionalis wird erstmals eine konsequente Verminderung der muskulären Spannung als primär auslösendem Faktor angestrebt.

Bei der Spannungshaarausfall-Therapie (Alopecia Contentionalis) führt die Entspannung der Kopfhaut zu einer Normalisierung der örtlich behinderten Durchblutung mit Verbesserung der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung.

Die Stoffwechsellage kann sich wieder normalisieren und das Haar kann wieder in die Wachstumsphase eintreten.

Wenn der Haarausfall gestoppt wurde, kann eine Haartransplantation der letzte Schritt sein, um vorhandene Lücken aufzufüllen.

Weitere Behandlungsmethoden

  • Bei der androgenetischen Alopezie (hormoneller Haarausfall) haben sich hormonhaltige Haarwässer und Lösungen bewährt.
  • Dieses neue Medikament hemmt ein bestimmtes Enzym im Haarfollikel, dass das männliche Hormon Testosteron in eine aktivierte Form überführt. Da dieses Enzym nur am Haarfollikel vorkommt, wirkt Finasterid nur dort. Da die Ursache für männlichen Haarausfall (und Glatzenbildung), nämlich die erhöhte Testosteronempfindlichkeit, beseitigt wird, ist dieses Medikament hochwirksam.
  • In ca. 90 % der Fälle kann Glatzenbildung verhindert werden und in 30 - 60 % der Fälle kommt es zu einem mehr oder weniger ausgeprägten Nachwachsen von Haaren. Das Medikament wird in Tablettenform einmal täglich eingenommen und ist zur Zeit nur für Männer einsetzbar. Das Medikament muss langfristig eingenommen werden, da es nach dem Absetzen zum erneuten Haarausfall kommt.
  • Eine neue Dreifachkombination von Melatonin, Gingko biloba und Biotin stimuliert das Wachstum von Haarwurzelzellen und Haarschäften, wirkt gleichzeitig antioxidativ und verbessert die Stoffwechselsituation in den Haarwurzelzellen. Die Lösung kann durch Kapseln und ein Shampoo ergänzt werden.
  • In ausgeprägteren Fällen von diffusem Haarausfall hat sich auch eine Mesotherapie mit Medikamentenkombinationen (z. B. Procain, Buflomedil zur Durchblutungsförderung und NCTF 135 (Vitamin-Spurenelement-Gemisch zur Verbesserung der Haarwurzelzell-Ernährung), Kupferpeptid, Wachstumsfaktoren und Coenzym10 (Mesoline Hair)) bewährt.
  • Gilt heute als das Standardmedikament der ersten Wahl bei diffusem Haarausfall. Eigentlich als Mittel gegen hohen Blutdruck eingeführt, zeigte sich zufällig, daß dieses Medikament das Haarwachstum fördert. Minoxidil wird in Lösungen als Schaum zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen.
  • Bei der androgenetischen Alopezie (hormoneller Haarausfall) haben sich zusätzlich hormonhaltige Haarwässer und Lösungen bewährt. Dieses neue Medikament hemmt ein bestimmtes Enzym im Haarfollikel, dass das männliche Hormon Testosteron in eine aktivierte Form überführt. Da dieses Enzym nur am Haarfollikel vorkommt, wirkt Finasterid nur dort. Da die Ursache für männlichen Haarausfall (und Glatzenbildung), nämlich die erhöhte Testosteronempfindlichkeit, beseitigt wird, ist dieses Medikament hochwirksam.
  • In ca. 90 % der Fälle kann Glatzenbildung verhindert werden und in 30 - 60 % der Fälle kommt es zu einem mehr oder weniger ausgeprägten Nachwachsen von Haaren. Das Medikament wird in Tablettenform einmal täglich eingenommen und ist zur Zeit nur für Männer einsetzbar. Das Medikament muss langfristig eingenommen werden, da es nach dem Absetzen zum erneuten Haarausfall kommt.
  • Neu ist die Injektion von Botulinum in die Kopfhaut bei Haarausfall.
  • Das Konzentrat wird mittels des JetPeel-Verfahrens in die Kopfhaut eingebracht. Zusätzlich wird die Collagensynthese angeregt. Des Weiteren enthält es Granatapfelextrakt, dessen Polyphenole ebenfalls die 5-Alpha-Reductase hemmen und das Haarwachstum fördern.
  • Eine neue Therapie stellt das PRP (Plättchenreiches Plasma) dar. Dieses Verfahren wird auch in anderen Regionen, wie der Haut, den Gelenken bei Arthrose und zur Wundheilungsbeschleunigung eingesetzt. Es wird 3-6 mal mit feinen Kanülen in die Kopfhaut eingespritzt im Abstand von 2 Wochen, evtl kombiniert mit einer Mesotherapie. Die Besonderheit bei der Behandlung ist die Verwendung eigenen Plasmas, weshalb Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten nicht zu erwarten sind und eine unbegrenzte Verfügbarkeit besteht. Die manuelle Injektion mit zahlreichen Injektionspunkten wird dabei heute zusehends durch automatisierte Injektionen mit elektrisch oder druckluftbetriebenen Injektionspistolen ersetzt.
  • Bei chronischer Anspannung der Nacken- und/oder Stirnmuskulatur hat sich die Injektion von Botulinum in den Kopfhauthautmuskel (Musculus epicranius) bewährt.
  • Eine innovative, effektive Behandlungsform stellt die Behandlung mit dem Thullium-Laser (LaseMD) dar. Die Laserimpulse führen allein schon zu einer Stimulation der Haarwurzelzellen. Gleichzeitig können über die Laserkanälchen Substanzen wie PRP, Aminosäuren.

Methoden der Haartransplantation

  • Diese am meisten gebrauchte Methode beruht auf der Entnahme eines dicht behaarten, ca. 1 cm breiten Hautstreifens am Hinterkopf in Lokalanästhesie. Der entstandene Defekt wird mittels einer speziellen Nahttechnik wieder verschlossen, so dass später die Haare wieder durch die Narbe hindurch wachsen können und diese daher kaum sichtbar sein wird. Es ist daher zu empfehlen, vor der Transplantation das darüberliegende Haar länger zu tragen, damit die Naht überdeckt wird. Nach ca. 14 Tagen werden die Fäden gezogen und es bleibt eine kaum sichtbare strichförmige Narbe zurück, die lediglich bei einer Totalrasur sichtbar ist. Aus dem entnommenen Hautstreifen werden nun die follikulären Units präpariert, d. h.
  • Bei dieser Technik werden die einzelnen Haarwurzelgruppen („follicular units“) mittels Hohlbohrer (manuell oder maschinell) entnommen und anschließend wie bei o. g. Technik mittels Minischlitzen in die Kopfhaut implantiert. Die Entnahmestellen werden offen gelassen und heilen mit kleinen punktförmigen Närbchen ab.
  • Mit beiden Verfahren können bis zu mehreren Tausend Haaren transplantiert und gelichtete oder kahle Areale wieder natürlich aufgefüllt werden.

Waschen und Pflege der Haare

  • Waschen Sie die Haare mit milden Shampoos.
  • Vermeiden Sie eine mechanische Schädigung der Haare (strenge Frisuren mit straffen Haarklammern, festes Kämmen und Bürsten der Haare, zu heißes Fönen, Salzwasser und Sonnenlicht).

Der Haarwachstumszyklus

Kommt es bei Ihnen zu übermäßigem Haarverlust, kann der Wachstumszyklus an verschiedenen Stellen gestört sein. Haare wachsen in drei Phasen: der Wachstumsphase, der Übergangsphase und der Ruhephase.

  • Wachstumsphase (Anagenphase): Das Haar wächst aktiv. Diese Phase dauert typischerweise zwischen zwei bis sechs Jahren. Das Haar wächst dann gleichmäßig etwa einen Zentimeter pro Monat. Etwa 85 bis 90 % unserer Haare befinden sich gleichzeitig in der Wachstumsphase.
  • Übergangsphase (Katagenphase): In der etwa zweiwöchigen Übergangsphase befinden sich dauerhaft nur 1 % unserer Haare. In dieser Phase hört das Haar auf zu wachsen, und der Haarfollikel schrumpft.
  • Ruhephase (Telogenphase): In dieser rund dreimonatigen Phase befinden sich ca. 9 % unserer Haare. Das Haar ruht und fällt schließlich aus, um Platz für neues Haar zu machen. Anschließend beginnt der Zyklus von vorne, indem ein neues Haar im Follikel wächst.

Wer ist am häufigsten von Haarausfall betroffen?

Besonders häufig trifft Haarausfall Männer im mittleren Alter. Frauen sind zumindest von der häufigsten Form des erblich bedingten Haarausfalls eher weniger betroffen.

Nur die wenigsten Männer weisen selbst im hohen Alter noch eine stattliche Frisur auf. In diesem Fall oft mit kräftigem grauen Haar.

Für die meisten Betroffenen beginnt der Haarausfall bereits in den frühen Jahren zwischen 30 und 40, manchmal aber auch schon wesentlich früher.

Dann wechseln vor allem viele junge Männer direkt auf die Glatze als Alltagsfrisur.

Weitere Ursachen für Haarausfall

Neben dem erblich bedingten Haarausfall, Stress und Erkrankungen können auch weitere Ursachen für (vorübergehenden) Haarausfall bei Männern sorgen:

  • Autoimmunerkrankungen
  • Hormonelle Überempfindlichkeit
  • Mangelernährung
  • Medikamente, z. B. Chemotherapie
  • Schilddrüsenprobleme
  • Jahreszeitenwechsel

Diese vielfältigen Ursachen zeigen, dass Haarausfall bei Männern durch eine Kombination aus genetischen, körperlichen und emotionalen Faktoren ausgelöst werden kann.

Für die Behandlung von Haarausfall ist es wichtig, die genaue Ursache zu identifizieren, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Behandlung von Haarausfall

Die schlechte Nachricht vorneweg: Erblich bedingter Haarausfall ist bei Männern weder heilbar noch umkehrbar.

Die gute Nachricht ist aber: Männer, die frühzeitig mit einer Behandlung der restlichen Haare beginnen, können den Haarausfall stoppen oder zumindest verlangsamen und für mehr Volumen beim verbleibenden Haar sorgen.

Um den Haarausfall aufzuhalten, müssen Sie Ihre Haare sehr sorgfältig behandeln:

  • Früherkennung und Diagnose: Konsultieren Sie einen Dermatologen, um die genaue Ursache des Haarausfalls zu bestimmen und die passende Behandlung zu wählen.
  • Sanfte Haarpflege: Vermeiden Sie aggressives Bürsten und zu straffe Frisuren, die an der Haarwurzel ziehen und das Haar schädigen können. Verwenden Sie milde Shampoos und Pflegemittel, um die Kopfhaut gesund zu halten und Haarbruch zu verhindern.
  • Vermeidung von Haarschäden: Vermeiden Sie heiße Haarbehandlungen wie Föhnen oder chemische Behandlungen, die das Haar schwächen und Haarausfall verursachen können.
  • Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Eisen, Zink und B-Vitaminen ist, um die Gesundheit der Haarwurzeln zu unterstützen.
  • Nahrungsergänzung: Bei Bedarf können Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, um Nährstoffdefizite auszugleichen.
  • Stressreduktion: Reduzieren Sie Stress durch regelmäßige Entspannungsübungen wie Yoga, Meditation oder autogenes Training, um den negativen Einfluss von Stress auf das Haarwachstum zu minimieren.
  • Kopfhautmassage: Massieren Sie täglich Ihre Kopfhaut für etwa zwei Minuten, um die Durchblutung zu fördern und die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln zu verbessern.

Medikamentöse Behandlung

Wenn der Haarausfall trotz der genannten Gegenmaßnahmen weiter fortschreitet, besprechen Sie mit Ihrem Arzt rezeptfreie und verschreibungspflichtige Medikamente.

  • Minoxidil: Minoxidil ist einer der bekanntesten Wirkstoffe zur Behandlung von Haarausfall. In Form einer Lösung oder eines Schaums wird er direkt auf die Kopfhaut aufgetragen. Minoxidil verbessert die Durchblutung der Haarfollikel und verlängert die Wachstumsphase des Haares. Dies kann dazu beitragen, den Haarausfall zu verlangsamen und das Haarwachstum zu fördern.
  • Finasterid: Das verschreibungspflichtige Medikament wird zur Behandlung von androgenetischer Alopezie, dem erblich bedingten Haarausfall, eingesetzt. Es wirkt, indem es das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) blockiert, welches die Haarfollikel schrumpfen lässt und so den Haarausfall verursacht. Durch die Reduktion von DHT im Körper kann Finasterid helfen, den Haarausfall zu stoppen und sogar neues Haarwachstum zu stimulieren.

Ästhetische Optionen

  • Studien belegen, dass Microneedling die Wirksamkeit von haarwachstumsstimulierenden Mitteln erhöht. Die Ergebnisse unterstützen die Verwendung von Dermarollern zur Behandlung von Haarausfall.
  • Platelet-Rich Plasma (PRP): Manche Therapeuten bieten diese, auch als Eigenbluttherapie bezeichnete, Behandlung zur Förderung des Haarwachstums an. Dabei wird Plasma aus Ihrem eigenen Blut in die Kopfhaut injiziert.
  • Haartransplantation: Bei fortgeschrittenem Haarausfall kann eine Haartransplantation für viele Männer eine dauerhafte Lösung bieten. Hierbei werden gesunde Haarfollikel in kahlen Bereiche verpflanzt.

Haartransplantation bei Halbglatze oder Glatze

Eine Haartransplantation bei Halbglatze oder Glatze ist ein Verfahren, bei dem gesunde Haarfollikel in kahle oder licht werdende Bereiche verpflanzt werden.

  1. Beratung und Planung: Der Arzt beurteilt den Grad des Haarausfalls und bestimmt die geeigneten Areale für die Transplantation.
  2. Entnahme der Haarfollikel: Mit modernen Methoden wie FUE (Follicular Unit Extraction) oder FUT (Follicular Unit Transplantation) werden die Haarwurzeln sorgfältig gewonnen.
  3. Heilungsphase: Nach dem Eingriff können leichte Rötungen oder Schwellungen auftreten, die sich in wenigen Tagen zurückbilden. Die transplantierten Haare können in den ersten Wochen ausfallen, was normal ist.

Eine Haartransplantation sollte von einem erfahrenen Spezialisten in einer gut ausgestatteten Klinik durchgeführt werden.

Das Wichtigste bei einer Haartransplantation ist, dass der Haarverlust zuvor effektiv gestoppt wurde.

Wer unter starkem Haarverlust leidet, sollte sich unbedingt von einem erfahrenen Spezialisten beraten lassen.

Voraussetzungen für eine Haartransplantation

  • Die Haartransplantation wird unter lokaler Betäubung in sterilen Operationssälen von erfahrenen plastischen Chirurgen durchgeführt.
  • Bei qualifizierten Ärzten, in geeigneten OP-Räumen und mit den richtigen Instrumenten gibt es keine bekannten Schäden durch die Operation.
  • Aktive Hauterkrankungen müssen vorab behandelt werden. Akne, Schuppen oder andere Probleme sollten behoben sein. Falls eine Perücke oder Kleber benutzt wird, sollte das einige Wochen vorher abgesetzt werden.
  • Jeder mit ausreichendem Spenderhaar kann sich einer Haartransplantation unterziehen.
  • Personen mit systemischen Erkrankungen, die eine Lokalanästhesie verhindern, Patienten mit unzureichendem Spenderhaar oder unrealistischen Erwartungen sind nicht geeignet.
  • Ja, Patienten mit kahlen Stellen am Haaransatz oder am Scheitel können eine Transplantation durchführen lassen.
  • Der behandelte Bereich sollte vor Verletzungen geschützt werden. Ödeme lassen sich durch rückenschonendes Liegen reduzieren. Medikamente sind wie verordnet einzunehmen. Rauchen und Alkohol sollten für ca. 10 Tage gemieden werden.

Kosten der Behandlung

Die Behandlungkosten mit PRP zur Haarausfallbehandlung liegen bei ca.

Die Kosten einer Haartransplantation hängen stark vom Aufwand und der Anzahl der benötigten Transplantate ab.

Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und ist in der Regel eine Selbstzahlerleistung, wird also nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Man kann Preise ab 4,66 Euro pro follikulärer Einheit planen.

Wer eine ausgeprägte Halbglatze hat, kann mit 5.000 bis 6.000 Transplantaten und damit Kosten von bis zu 28.000 Euro rechnen.

Hinzu kommen können Kosten für die Beratung und Ursachenanalyse, die individuell mit Ihnen besprochen werden.

Wer vorher bei einem Billiganbieter war und ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis erhalten hat, sucht anschließend häufig einen seriösen Haarexperten auf, um die misslungene Frisur korrigieren zu lassen.

Da dies sehr aufwendig und kompliziert ist, sind die Kosten dafür höher als bei einer normalen Haartransplantation. Zudem sind ggf. nicht mehr ausreichend Spenderhaare verfügbar.

Akzeptanz einer Glatze

Auch wenn Haarausfall in den meisten Fällen keinen Krankheitswert hat, können Betroffene sehr darunter leiden.

Es gibt eine Vielzahl an medikamentösen, bioregenerativen oder natürlichen Methoden, um Glatzenbildung zu stoppen oder zu verlangsamen.

In den meisten Fällen können dadurch gute Erfolge erzielt und das Haarbild deutlich verbessert werden.

Wenn konservative Methoden nicht ausreichend helfen, kann eine Haartransplantation eine Option sein.

Aber auch ein Haarchirurg ist kein Wunderheiler. Insbesondere eine Vollglatze bietet wenige Therapiemöglichkeiten und für die Betroffenen kann es leichter sein, sich mit der Situation abzufinden und sich an die neue Frisur zu gewöhnen.

Deshalb ist es für Betroffene empfehlenswert, sich frühzeitig von einem Experten für Haarausfallbehandlungen beraten zu lassen.

Mit unseren Behandlungen erreichen wir bei über 90% unserer Patienten eine deutliche Besserung in kurzer Zeit.

tags: #Arzt #mit #Glatze: #Ursachen, #Behandlung, #Akzeptanz

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen