Im Laufe ihres Lebens werden viele Männer und Frauen mit dem Problem von Haarausfall / Alopezie konfrontiert.
Bei den einen ist der Haarausfall erblich bedingt, bei den anderen sorgen Stress und Umweltfaktoren dafür, dass die Haare auf dem Kopf immer weniger werden.
Nicht immer können bestimmte Pflegeprodukte ihr Versprechen einhalten und den Haarausfall stoppen, auch Hausmittel und konventionelle Behandlungen gegen Haarausfall und kreisrunden Haarausfall führen in den seltensten Fällen zu dem gewünschten Ergebnis.
Es sind mehr als 80 Haarausfallursachen bekannt.
Haarausfall ist nach der Geburt (Neugeborenenhaarausfall) und nach der Entbindung (Schwangerenhaarausfall) nicht unüblich.
Durch die hormonelle Umstellung kommt es etwa ab der achten Woche nach der Entbindung physiologischerweise zu einem verstärkten Haarausfall, der sich nach einigen Monaten spontan wieder normalisiert.
Bei Mädchen zwischen 16 und 20 Jahren kommt es manchmal zu einem verstärkten Haarausfall.
Physiologischerweise werden die Haare mit zunehmendem Alter durch Schrumpfung der Haarfollikel dünner und feiner.
Nach fieberhaften Krankheiten kann es zu Mangelerscheinungen kommen (Eisen, Zink, Biotin, Folsäure, Vitamin-B12, Eiweißmangel, Mangelernährung durch forcierte Diäten, Magersucht, bei Alkoholismus und Stoffwechselerkrankungen), Schilddrüsenfunktionsstörungen (speziell Schilddrüsenüberfunktion).
Die mit Abstand häufigste Form von Haarausfall ist der erblich bedingte Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt. Er ist bei 95 Prozent der von Haarausfall Betroffenen die Ursache des übermäßigen Haarverlusts.
Dieser stellt die häufigste Form des Haarausfalls dar. Er kommt bei Männern wie bei Frauen vor.
Die Ursache liegt darin, dass die Haarwurzelzellen bei manchen Individuen eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber dem männlichen Hormon Testosteron aufweisen.
Zur androgenetischen Alopezie kommt es auch ohne Störungen des Hormonhaushaltes durch eine genetische Veränderung der Empfindlichkeit der Haarwurzelzellen für männliche Hormone.
Diese erhöhte Empfindlichkeit findet sich in der Regel nur im oberen Kopfbereich, weswegen bei der männlichen Glatzenbildung ein Kranz stehen bleibt.
In leichteren Fällen kommt es nur zu Geheimratsecken oder zu Hinterhauptsglatzen.
Bei dieser Sonderform des Haarausfalls kommt es herdförmig zu kahlen Stellen, die sich ausbreiten und wieder zurückbilden können und in seltenen Fällen (10 %) zum totalen Verlust der Behaarung (inklusive Augenbrauen, Wimpern, Axillar- und Genitalbehaarung) führen kann.
Zugrunde liegt dieser Erkrankung eine Immunstörung, die zu einem Angriff bestimmter Immunzellen auf die Haarwurzelzellen führt.
In meiner Praxis bieten wir Patienten eine professionelle, erfolgsversprechende Methode an.
Vor der eigentlichen Therapie findet ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten statt, in dem der Patienten über die PRP Behandlung aufgeklärt wird und alle eventuellen Nebenwirkungen und Risiken besprochen werden.
Für die PRP-Therapie wird dem Patienten etwas Blut entnommen und anschließend zentrifugiert.
Daraus wird ein hochkonzentriertes, plättchenreiches Blutplasma gewonnen, welches gegen den Haarausfall mit einer feinen Nadel oder mit dem fraktionierten CO2-Laser (Laser Assisted Drug Delivery) unter die Kopfhaut gebracht wird.
Durch diese Behandlung aktivieren die im Plasma enthaltenen Thrombozyten Wachstumsfaktoren in der Kopfhaut und den Haarwurzeln und leiten darüber hinaus einen Heilungsprozess ein.
Dadurch dass es sich bei der PRP-Therapie um Eigenblut handelt, ist diese Behandlung besonders verträglich und allergische Reaktionen - sowie Infektionen sehr unwahrscheinlich.
Es lässt sich pauschal keine Aussage darüber treffen, wie häufig eine PRP Behandlung bei einem Mann oder einer Frau durchzuführen ist, sodass man durch diese den Haarausfall dauerhaft stoppen und das Wachsen der Haare erneut stimulieren kann.
Erfahrungsgemäß kann man festhalten, dass etwa 3 Behandlungen im Abstand von ca. 6 Wochen sich für eine erfolgreiche Therapie bewährt haben.
Eine italienische Studie in Padua testete die Therapie an 1033 Patienten mit androgenetischem diffusen Haarausfall und bestätigte eine Zunahme der Haardichte bei 80% der Probanden. In 93% der Fälle kam es zu einer Zunahme der Haardicke.
335 Patienten mit kreisrundem Haarausfall nach zuvor erfolgloser anderweitiger Therapie wurden ebenfalls getestet.
Vorab sei gesagt, dass eine PRP Haarwurzelbehandlung mit Eigenblut nicht für jeden Mann oder Frau gleichermaßen geeignet ist.
Wie bereits zuvor erwähnt, sind Männer mit Glatze bereits von einer PRP Behandlung ausgeschlossen, da bei ihnen kein erfolgsversprechendes Haarwachstum durch die Behandlung zu erwarten ist.
Außerdem ist es ein ganz natürlicher Prozess, dass Menschen im Frühjahr und Herbst mehr Haare verlieren als zu den anderen Jahreszeiten und es in so einem Fall nicht notwendig ist eine PRP Behandlung einzuleiten.
Allgemein gilt die Regel, dass erst ab dem Zeitpunkt, ab dem man über einen längeren Zeitraum weit mehr als 100 Haare am Tag verliert, es ratsam ist sich in einen professionelle Behandlung gegen den Haarausfall zu begeben.
Dabei sollte man sehr früh auf erste Anzeichen von Haarausfall achten und der Ursache des Haarverlustes auf den Grund gehen.
Es existieren viele Faktoren wie Stress, hormonelle Veränderungen oder Schilddrüsenfunktionsstörungen, die als Ursache für den Haarausfall in Frage kommen.
Trotzalledem kann ein bedingter Haarausfall durch eine Eigenbluttherapie erfolgreich bekämpft und ausgefallenes Haar in Zukunft vermieden werden.
Leidet man unter einem kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata), bei dem münzgroße Stellen am Kopf kahl sind, ist häufig das eigne Immunsystem der Auslöser des Problems.
Sollte an dieser Stelle eine Behandlung mit Glucocorticoid-Lösungen nicht anschlagen, können Sie mit Ihrem Arzt über sinnvolle Alternativen sprechen, die den Haarausfall aufhalten können.
Bei rechtzeitiger Behandlung mit frühzeitigem Beginn kann dieser Haarausfall gestoppt werden.
Das Haar kann wieder wachsen.
Bei der ursachenorientierten Therapie des Spannungshaarausfalls oder Alopecia Contentionalis wird erstmals eine konsequente Verminderung der muskulären Spannung als primär auslösendem Faktor angestrebt.
Bei der Spannungshaarausfall-Therapie (Alopecia Contentionalis) führt die Entspannung der Kopfhaut zu einer Normalisierung der örtlich behinderten Durchblutung mit Verbesserung der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung.
Die Stoffwechsellage kann sich wieder normalisieren und das Haar kann wieder in die Wachstumsphase eintreten.
Wenn der Haarausfall gestoppt wurde, kann eine Haartransplantation der letzte Schritt sein, um vorhandene Lücken aufzufüllen.
Kommt es bei Ihnen zu übermäßigem Haarverlust, kann der Wachstumszyklus an verschiedenen Stellen gestört sein. Haare wachsen in drei Phasen: der Wachstumsphase, der Übergangsphase und der Ruhephase.
Besonders häufig trifft Haarausfall Männer im mittleren Alter. Frauen sind zumindest von der häufigsten Form des erblich bedingten Haarausfalls eher weniger betroffen.
Nur die wenigsten Männer weisen selbst im hohen Alter noch eine stattliche Frisur auf. In diesem Fall oft mit kräftigem grauen Haar.
Für die meisten Betroffenen beginnt der Haarausfall bereits in den frühen Jahren zwischen 30 und 40, manchmal aber auch schon wesentlich früher.
Dann wechseln vor allem viele junge Männer direkt auf die Glatze als Alltagsfrisur.
Neben dem erblich bedingten Haarausfall, Stress und Erkrankungen können auch weitere Ursachen für (vorübergehenden) Haarausfall bei Männern sorgen:
Diese vielfältigen Ursachen zeigen, dass Haarausfall bei Männern durch eine Kombination aus genetischen, körperlichen und emotionalen Faktoren ausgelöst werden kann.
Für die Behandlung von Haarausfall ist es wichtig, die genaue Ursache zu identifizieren, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Die schlechte Nachricht vorneweg: Erblich bedingter Haarausfall ist bei Männern weder heilbar noch umkehrbar.
Die gute Nachricht ist aber: Männer, die frühzeitig mit einer Behandlung der restlichen Haare beginnen, können den Haarausfall stoppen oder zumindest verlangsamen und für mehr Volumen beim verbleibenden Haar sorgen.
Um den Haarausfall aufzuhalten, müssen Sie Ihre Haare sehr sorgfältig behandeln:
Wenn der Haarausfall trotz der genannten Gegenmaßnahmen weiter fortschreitet, besprechen Sie mit Ihrem Arzt rezeptfreie und verschreibungspflichtige Medikamente.
Eine Haartransplantation bei Halbglatze oder Glatze ist ein Verfahren, bei dem gesunde Haarfollikel in kahle oder licht werdende Bereiche verpflanzt werden.
Eine Haartransplantation sollte von einem erfahrenen Spezialisten in einer gut ausgestatteten Klinik durchgeführt werden.
Das Wichtigste bei einer Haartransplantation ist, dass der Haarverlust zuvor effektiv gestoppt wurde.
Wer unter starkem Haarverlust leidet, sollte sich unbedingt von einem erfahrenen Spezialisten beraten lassen.
Die Behandlungkosten mit PRP zur Haarausfallbehandlung liegen bei ca.
Die Kosten einer Haartransplantation hängen stark vom Aufwand und der Anzahl der benötigten Transplantate ab.
Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und ist in der Regel eine Selbstzahlerleistung, wird also nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Man kann Preise ab 4,66 Euro pro follikulärer Einheit planen.
Wer eine ausgeprägte Halbglatze hat, kann mit 5.000 bis 6.000 Transplantaten und damit Kosten von bis zu 28.000 Euro rechnen.
Hinzu kommen können Kosten für die Beratung und Ursachenanalyse, die individuell mit Ihnen besprochen werden.
Wer vorher bei einem Billiganbieter war und ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis erhalten hat, sucht anschließend häufig einen seriösen Haarexperten auf, um die misslungene Frisur korrigieren zu lassen.
Da dies sehr aufwendig und kompliziert ist, sind die Kosten dafür höher als bei einer normalen Haartransplantation. Zudem sind ggf. nicht mehr ausreichend Spenderhaare verfügbar.
Auch wenn Haarausfall in den meisten Fällen keinen Krankheitswert hat, können Betroffene sehr darunter leiden.
Es gibt eine Vielzahl an medikamentösen, bioregenerativen oder natürlichen Methoden, um Glatzenbildung zu stoppen oder zu verlangsamen.
In den meisten Fällen können dadurch gute Erfolge erzielt und das Haarbild deutlich verbessert werden.
Wenn konservative Methoden nicht ausreichend helfen, kann eine Haartransplantation eine Option sein.
Aber auch ein Haarchirurg ist kein Wunderheiler. Insbesondere eine Vollglatze bietet wenige Therapiemöglichkeiten und für die Betroffenen kann es leichter sein, sich mit der Situation abzufinden und sich an die neue Frisur zu gewöhnen.
Deshalb ist es für Betroffene empfehlenswert, sich frühzeitig von einem Experten für Haarausfallbehandlungen beraten zu lassen.
Mit unseren Behandlungen erreichen wir bei über 90% unserer Patienten eine deutliche Besserung in kurzer Zeit.
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