Viele Männer kennen das Problem: Beim morgendlichen Blick in den Spiegel entdeckt man unter Umständen immer mehr kahle Stellen auf dem Kopf. Das betrifft nicht nur ältere Männer; auch Jüngere in den 20ern können unter Haarausfall beziehungsweise nicht mehr nachwachsenden Haaren leiden. Gegen sogenannte Geheimratsecken oder beginnende Glatzen hilft bei vielen Betroffenen meist nur eins: eine Haartransplantation.
80 Prozent aller Männer sind von Haarverlust betroffen - die einen mehr, die anderen weniger. Bei Alexander Kammerer fing es schon mit 15 Jahren an, dass sich der Schopf lichtete. „Das habe ich von meinem Vater geerbt“, sagt er. Jahrelang habe ihn das nicht gestört, doch jetzt verspricht er sich von mehr Haaren auch mehr Lebensqualität. „Einfach, dass die Haare danach aufgefüllter sind und es wieder ein bisschen ästhetischer aussieht“, hofft Kammerer.
Die KI erkennt während der OP die besten Follikel. Foto: S-thetic Holding GmbH
Seit einigen Jahren ist die robotergestützte Eigenhaarverpflanzung in aller Munde und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Dies ist nicht verwunderlich, da es sich hierbei um einen völlig neuen Ansatz handelt, von dem die Patienten im Vergleich zur traditionellen Haartransplantation profitieren.
Bei der Artas Roboter Methode handelt es sich um eine Weiterentwicklung der herkömmlichen manuellen FUE Methode. Der Roboter gewährleistet eine gleichbleibende Präzision der Einzelhaarentnahme während einer Behandlung. So kann eine hohe Anzahl an einzelnen Haarwurzeln aus dem zu behandelnden Kopf entnommen werden in kürzerer Zeit.
Wie funktioniert der Artas iX®-Roboter?
Mit Artas iX® sind Sie also weniger vom Können Ihrer Operateurin oder Ihres Operateurs abhängig.
Artas iX® verfügt über ein hochauflösendes Kamerasystem, ein sogenanntes Stereoskop. Es arbeitet mit hundertfacher Vergrößerung. Künstliche Intelligenz unterstützt bei der Generierung des Einpflanzmusters. Damit übertrifft der Haarroboter Artas iX® bei weitem die Möglichkeiten der Vorgänger-Generation.
Die Haartransplantation mit dem ARTAS Roboter wird an mehreren Standorten in Deutschland angeboten (z.B. Bochum). Der Haarroboter scannt den Entnahmebereich am Hinterkopf, prüft die potenziellen Transplantate auf Qualität und entnimmt in gleichmäßigen Abständen die vitalsten Haare in follikularen Einheiten. So geht auch ein Haarchirurg vor, allerdings werden beim manuellen Verfahren durch einen Menschen durchschnittlich mehr Follikel beschädigt.
Wenn sich die Nadeln des Roboters immer wieder blitzschnell in den Schädel von Alexander Kammerer bohren, um die Follikel auszustanzen, sieht das brutal und blutig aus. „Man weiß halt nicht, wann sticht er genau zu. Das ist ein bisschen seltsam“, sagt Kammerer. Doch dank lokaler Betäubung tue es nicht weh. „Schmerzen hatte ich keine, das war alles eher einschläfernd.“ Rund 900 vom Roboter ausgewählte „Grafts“ werden so ausgestanzt. Zuvor hatte die künstliche Intelligenz ausgerechnet, dass diese Menge für die kahlen Stellen von Alexander Kammerer benötigt wird.
Wird der gesamte minimal-invasive Eingriff mit dem Roboter durchgeführt, läuft die Haartransplantation wie folgt ab:
In beiden Fällen werden nur winzige Stiche gesetzt, die nach der Operation kaum sichtbar sind.
KI erobert auch den OP-Saal: Immer mehr Eingriffe geschehen mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz - auch im Bereich der Schönheitschirurgie.
Neu aber ist die KI, die dem Roboter weitere Möglichkeiten eröffnet und Ergebnisse verbessert. Mithilfe eines speziellen Kamerasystems und zuvor erlernter Muster bewertet Artas iX selbstständig die Qualität der Haarfollikel, um nur die besten für die Transplantation auszuwählen.
Im Vergleich zu einer manuellen OP arbeitet Artas iX - auch dank KI - schneller und schonender. Foto: S-thetic Holding GmbH
Ein großer Vorteil der Methode der Haartransplantation mit dem Artas-Roboter, wie die robotergestützte Haartransplantation genannt wird, ist die höhere Effizienz und Genauigkeit im Vergleich zur herkömmlichen Haartransplantation. Jedes einzelne Haar als follikuläre Einheit wird in Bezug auf den Austrittswinkel berechnet, so dass das Behandlungsteam 92 Prozent der entnommenen Grafts für die Transplantation von Eigenhaar verwenden kann.
Zusammenfassend sind die Vorteile:
Auch Beauty-Doc Dr. Murat Dağdelen aus Düsseldorf sieht hier den Vorteil der Methode: „Die Arbeitsweise ist automatisiert und standardisiert, weshalb die Konzentration des Arztes weniger strapaziert wird. Hinzukommt, dass die Dauer der Behandlung kürzer ist, weil das System eine höhere Entnahmerate hat.“ Weiterer Vorteil: es bleiben kaum erkennbare Spuren, wie Narben oder leere Stellen, wo die Haare entnommen wurden.
Für den Patienten selbst hat die Haartransplantation mit einem Roboter unter Berücksichtigung des Artas-Systems keine Nachteile. Allerdings ist die Technik in der Anschaffung nicht billig und für die Bedienung ist ein speziell geschultes Team erforderlich.
Dennoch schränkt Dr. Dağdelen ein: „Ich würde die Behandlung lediglich Patienten empfehlen, die sich der langen Dauer einer klassischen Haartransplantation nicht gewachsen fühlen.“ Alternativ rät er zunächst den Haarausfall mit minimalinvasiven Verfahren aufzuhalten, „wie beispielsweise der PRP-Eigenbluttherapie.“
Nicht alle Haare können von einem Artas Roboter entnommen werden. Bedienung und Durchführung des Artas Roboter Systems unterliegen keinerlei Erfahrung auf dem Gebiet der Haarverpflanzung. Hier bedarf es lediglich einer Schulung zum Erlernen der Bedienung des Geräts.
Ohne einwandfrei laufende Internetverbindung kann der Roboter nicht eingesetzt werden. Die Ergebnisse und Erfahrungen einer Haartransplantation mit Artas Robotern sind sehr durchwachsen und abhängig von vielen unterschiedlichen Faktoren.
Zudem muss das Haar am Hinterkopf für die roboterassistierte Verpflanzung großflächig auf eine Länge von einem Millimeter rasiert werden, was besonders von Frauen oft abgelehnt wird.
Rund 4000 Euro kostet die minimalinvasive Transplantation per Robotertechnik. Alexander Kammerer ist es das wert. „Ich wollte auf keinen Fall, dass mir etwas rausgeschnitten wird, wie es ja bei anderen Transplantationsmethoden der Fall ist. Dann hätte ich eine große Narbe auf dem Hinterkopf.“
Die Kosten für eine Haartransplantation mit dem ARTAS Roboter sind abhängig vom individuellen Haarausfall Grad. Da der ARTAS Roboter sehr teuer in der Anschaffung und in der Wartung ist, ist die Haartransplantation mit dem Roboter häufig teurer als die manuelle Haartransplantation.
Frau Dr. Mario kann ich wärmstens empfehlen. Ich vertraue ihr und für sie geht Qualität über alles. Dadurch, dass dann anstelle der vereinbarten (und bezahlten) 1.000 Grafts 1.300 Grafts entnommen worden sind, belaufen sich die Kosten auf 5 Euro pro Graft.
Die Ergebnisse und Erfahrungen einer Haartransplantation mit Artas Robotern sind sehr durchwachsen und abhängig von vielen unterschiedlichen Faktoren. Das liegt unter anderem daran, dass die Resultate einer Behandlung hauptsächlich mit der individuellen Haarsituation des Patienten zusammenhängen. Ebenso wie mit dem verwendeten mikrochirurgischen Instrumentarium und natürlich der Professionalität des behandelnden Ärzteteams.
Ein Lösungsansatz ist die Kombination aus Roboter und klassischer FUE Entnahme durch einen Arzt. Lassen Sie sich Haartransplantation Vorher-Nachher Bilder von Patienten, die mit dem ARTAS Roboter transplantiert wurden, zeigen. Achten Sie hierbei auf die Natürlichkeit der Haarlinie und des Spenderbereiches (i.d.R. der Hinterkopf).
Alexander Kammerer freut sich, dass die neuen Haare nach der insgesamt rund dreieinhalbstündigen Behandlung in spätestens sechs bis acht Monaten sprießen sollen. Und: „An den Stellen, wo die Haare dafür entnommen wurden, kommen die neuen schon nach 5-6 Tagen wieder.“
Die allgemein ärztliche Erfahrung zeigt, dass die meisten Haar Patienten den größten Wert auf einen kompetenten Operator legen, während die angewendete Technik eher eine untergeordnete Rolle spielt. So ist es auch sehr unterschiedlich ob Patienten dem Robotersystem als Operator vertrauen oder nicht. Einige reagieren skeptisch und möchten sich nur von einem Arzt persönlich behandeln lassen.
Transplantation von Follikel per KI-RoboterDank moderner Roboter-Technik inklusive KI gelingen Haartransplantationen besser als je zuvor. Foto: S-thetic Holding GmbH
Als eifriger Leser möchte ich nun meine Erfahrungen mit der „Roboter-Methode" von Artas teilen. Gemacht habe ich die Transplantation bei Dr. 0. Ich bin nach dem Haarausfall-Schema von Hamilton-Norwood der Typ IIa. Ca. 1000 Grafts waren meine initiale Vorstellung. Ich bin eher der „Schisser" Typ und habe ziemlichen Respekt vor chirurgischen Eingriffen.
Ich hatte mich im Vorfeld natürlich ausgiebig informiert und war kurz davor, die „traditionelle" FUE Methode bei mir durchführen zu lassen, bis eine Freundin von mir mich auf die Roboter von Artas hingewiesen hat. Da ich selbst sehr Technologie-affin bin, fand ich dies sehr faszinierend. Durch eine Empfehlung bin ich dann auf Dr. 2. Das (kostenlose) Beratungsgespräch bei Dr. Mario war interessant, es konnten alle Fragen beantwortet werden. Frau Dr. Mario wirkt sehr professionell und man vertraut ihr einfach, dass sie weiß wovon sie redet. Sehr positiv war die kurze Vorlaufzeit, ich hatte das Gespräch Mitte Dezember und ein Termin Anfang Januar war frei.
Los ging es um 9.30 Uhr. Dr. Mario stellte das Team vor, bestehend insgesamt aus 6 Frauen, darunter auch jemand von Artas, extra aus Griechenland eingeflogen. Zunächst wurde der Hinterkopf betäubt. Da ich nicht gerade ein Fan von Spritzen bin, war das nicht gerade angenehm. Dann ging es in den „Roboter-Raum". Ich wurde dann mit dem Kopf so fixiert, dass der Hinterkopf nach oben schaut. Das Kissen ist so konzipiert, dass man während der Entnahme aufs Handy schauen kann. Die Entnahme dauerte ca. 4 Stunden, das hätte ich mir schneller vorgestellt. Der Roboter geht in Intervallen vor, es werden so ca. 50-100 Grafts pro Intervall entnommen, danach muss wieder neu justiert werden. Am Anfang hatte ich den Fehler gemacht, das Kissen nicht richtig auszurichten. Dadurch konnte ich nicht auf das Handy schauen, mich nicht ablenken. Ergo: Kopfkino, Kreislauf - und erstmal Pause. Nach der Pause gings dann aber viel besser. Entnommen wurden dann knapp 1.300 Grafts. 98% der Grafts wurden nach Analyse für die Implantation genutzt, allesamt mindestens 2-3 Haare pro Graft.
Nach einer Mittagspause mit lecker Pasta vom Italiener nebenan ging es an den Vorderkopf. Wieder betäuben, diesmal noch unangenehmer. Zurück in den Roboter-Raum, dort sitzt man dann relativ aufrecht. Eine Krankenschwester hält den Kopf fest, der Roboter „tackert" dann die Löcher rein. Unangenehmer als die Entnahme, aber an sich auch okay. Der Vorgang dauerte ca. 3.3. Die eigentliche Verpflanzung der Haare ist dann - soviel ich weiß - wieder vollkommen normal. 2 Personen haben das parallel gemacht, wobei ich das Gefühl hatte, das eine Person definitiv super fit war, die andere eher nicht. Dadurch dauerte das dann auch noch mal 5 Stunden und war teilweise sehr unangenehm, da ein paar Stellen nicht gut betäubt waren. Ein Freund von mir, hat bei Dr. Mario einen Monat später die OP durchführen lassen, dort waren dann 3 Spezialisten involviert und er fand das viel angenehmer, konnte sogar dabei einschlafen. Gegen 23 Uhr war dann alles vorbei und ich war auch ziemlich durch.
Obwohl ich keine Schmerzen hatte, habe ich zur Sicherheit eine Ibuprofen 400 genommen. Da ich Seitenschläfer bin, war das Schlafen auf dem Rücken ungewohnt, ich konnte aber gut einschlafen und bin mit einem breiten Grinsen aufgewacht, es tatsächlich durchgezogen zu haben. Erstaunlich: Ich hatte ÜBERHAUPT KEINE SCHMERZEN. Gar nichts. Im Prinzip hätte ich direkt Arbeiten können, ich habe mich so wie sonst auch gefühlt. Am darauf folgenden Tag, immer noch ohne Schmerzen, gab es dann die erste Nachuntersuchung. Dr. Mario hat extra eine Friseurin, die sich um das Waschen der Haare kümmert. Fand ich sehr gut. Insgesamt 3 Mal war ich bei der Friseurin und Dr. Nach ca. 5. Die Wunden sind verheilt, man sieht kaum noch Spuren der OP. Weiterhin keine Beschwerden.
Ich bin immer noch begeistert, wie wenig invasiv die OP war. Ich hätte nicht gedacht, dass mit dem Ende der Verpflanzung man im Prinzip durch ist. Ich kann es ja selbst nicht mit der klassischen FUE Methode vergleichen, dort hatte ich häufiger gehört dass man ca. 2 Wochen noch Schmerzmittel nehmen sollte.
Erstaunlich ist die Heilungszeit, die bei der Haartransplantation mit einem Roboter nach etwa 6 Monaten abgeschlossen ist. In der Haarklinik erhalten Sie eine Liste mit allen Dingen, die Sie nach dem minimalinvasiven Eingriff vermeiden sollten. Wenn Sie sich an diese Liste halten und die Tipps befolgen, werden die Grafts problemlos einwachsen und Sie können sich schon bald über neuen, dichten und ganz natürlichen Haarwuchs freuen.
Vermeiden Sie Aktivitäten, die die frisch verpflanzten Haare schädigen oder sogar zum Ausfall führen können. Vor allem in den ersten Wochen nach der Haartransplantation ist es wichtig, Stress und schweißtreibende Aktivitäten zu vermeiden. Durch das präzise und schonende Verfahren bietet die Roboter-Haarimplantation einige Vorteile. Die Heilungsphase ist kurz, da das umliegende Gewebe geschont wird.
Alles in allem ist der Artas Roboter für Haartransplantations- Spezialisten eine sinnvolle ergänzende Maßnahme in der Praxis. Da die Anschaffung eines Roboters aber auch sehr kostenintensiv ist, ist sie als letzte Instanz zu empfehlen. Zudem ist die Nachfrage nach einer Roboterbehandlung eher gering und die meisten Patienten setzen ihr Vertrauen der Erfahrung und der Hand eines Spezialisten.
Wenn Sie unter Haarschwund leiden, kann die innovative Roboter-Haartransplantation eine gute Option für Sie sein. Mögliche Risiken umfassen Infektionen, Schwellungen und Mikronarben.
Hinweis: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt, um Ihre individuellen Bedürfnisse und Risiken zu besprechen.
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